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Thomas Harlan Revolutionskino

Von Bert Rebhandl und Simon Rothöhler

Thomas Harlan, geboren 1929 in Berlin, ist einer der großen Außenseiter der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der Sohn des Filmemachers Veit Harlan (Jud Süss, Immensee, Kolberg) wuchs in einem Haushalt auf, in dem Goebbels verkehrte. In den frühen 60er-Jahren ging er nach Polen, um persönlich aus den Akten die ungesühnt gebliebenen Verbrechen zahlreicher deutscher Täter nachzuweisen. In den 70er-Jahren war er Zeuge der portugiesischen Nelkenrevolution, das Umbruchsjahr 1989 erlebte er auf Haiti. Aus seinem Engagement, seinen Reisen, seinen Leidenschaften erwuchs ein komplexes filmisches (Torre Bella, Wundkanal und Souvenance) und literarisches (Rosa, Heldenfriedhof) Werk. Wir besuchten Thomas Harlan im vergangenen November in der Nähe von Berchtesgaden.

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