serien 2010

Einleitung

In der nun schon seit Jahren zuverlässig produktiven amerikanischen Serienlandschaft zeichnen sich immer deutlicher vertraute Strukturen ab: Kommerzielle Logiken treffen auf experimentelle Entwürfe, neue Serien suchen nach einer Feinjustierung ihrer Position zwischen Politik und populärer Kultur –  und nicht jedes ambitionierte Format findet auch ausreichend Publikum. Nicht nur wegen der schieren Explosion kreativer Intelligenz, sondern auch aufgrund der (ästhetischen wie diagnostischen) Vielschichtigkeit, mit der hier US-­amerikanische Gegenwart in fiktionale Texte eingespielt wird und umgebaute Genreformeln revitalisiert erscheinen, könnte man Vergleiche mit New Hollywood um 1970 anstellen. Wir beleuchten die gegenwärtige Situation mit Texten über die explizit in dieser (Kino-)Tradition stehende Konspirationsserie Rubicon, den Sitcomhit Louie, das Pop-Phänomen Glee und zur Frage, inwiefern es sich bei all dem eigentlich noch um «Fernsehen» handelt.

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