Black Athena Was Film darf: Über Christopher Nolans The Odyssey und den «Aufbruch nach Westen»
Nicht Odysseus oder Penelope, nicht Kalypso und schon gar nicht Kirke, sondern ein Wikinger-Schiff mit blutrotem Segel, das aufs Schönste mit dem blauen Grund des Mittelmeeres kontrastiert, erfüllt die Zuschauer*innen von Christopher Nolans The Odyssey mit Staunen und löste bei mir eine Art interesseloses, aus der Geschichte gefallenes Wohlgefallen aus. Wenn man dann später den endlosen Strom der Rezensionen, den der Film ausgelöst hat, über sich ergießen lässt und erfährt, dass der gemeinnützige Verein Vikingaleden, der Nolans Crew das Schiff für die Dreharbeiten überlassen hat, der Produktionsfirma einen Betrag von etwas über 6000 Dollar in Rechnung gestellt hat, um die nötigen Reparaturkosten am ramponierten Schiff zu decken (das immerhin nicht mit Totalverlust, wie im Epos, aus der Irrfahrt hervorgeht), überfällt einen der Gedanke: Ziemlich armselig, dass bei einem Etat von 250 Millionen jetzt ein öffentlich ausgetragener Zahlungsstreit über die genannte Summe anhängig ist.
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