Vermintes Gelände Über die Film- und Seriengeschichte des Silicon Valley und Jonathan Glatzers The Audacity
Eine chronologisch rekonstruierte Film- und Seriengeschichte des Silicon Valley würde vermutlich mit Produktionen aus der zweiten Hälfte der 1990er Jahre einsetzen, deren erzählte Zeit von dort aus nicht mehr als zwei Jahrzehnte zurückblickt. So wie in Martyn Burkes PIRATES OF SILICON VALLEY (1999): Ein paar hingeworfene Tumultszenen zu studentischen Anti-Vietnamkriegsprotesten im Berkeley der 1970er Jahre; dort überall Signale eines nicht zuletzt für libertäre Strömungen offenen gegenkulturellen Zeitgeistes – bereits mit, denken sich zumindest Leser:innen von Fred Turners Standardwerk From Counterculture to Cyberculture (2006), den unvermeidlichen Stewart Brand-Referenzen. Dazwischen zwei ungepflegte Vollbartträger, die beide Steve gerufen werden und sich im sozialen Auftritt wie im computerbasteltechnischen Ingenium zwar deutlich unterscheiden, aber dennoch 1975 als kongeniales Duo im hobbyistischen Homebrew Computer Club in Menlo Park auftauchen und die «Personal Computer Revolution» mitstarten wollen (durchgestartet wird später – mit freundlicher Unterstützung des etwas sehr ohne Not allerhand geistiges Eigentum preisgebenden Kopiergeräteherstellers Xerox).
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