CARGO Film/Medien/Kultur 08
vom 16. Dezember 2010
Inhalt
Editorial |
|||
EntzifferungsarbeitOnline |
1 | ||
Modernes Ereignis |
|||
Targets17. November 2010Über die mediale Logik der «Terrorwarnung» |
4 | ||
Kino |
|||
| Hanns Zischler |
EpisodePerry Mason: «The Case of the Jaded joker» / «The Case of the Lost Arct» |
6 | |
| Manfred Hermes |
Crush: Jane Lynch |
7 | |
| Stefan Ripplinger |
Sakrale MitteXavier Beauvois erzählt in «Des hommes et des dieux» vom hohen Ethos christlicher Mönche in Algerien – aber vergisst er darüber die Politik? |
8 | |
| Peter Praschl |
pushy & forciertWahrscheinlich bin ich einfach nicht der Richtige für romantische Komödien: Zu Tom Tykwers «Drei» |
10 | |
| Ekkehard Knörer |
Facing RussiaIn seinen experimentaldokumentarischen Arbeiten widmet sich Sergei Loznitsa den Gesichtern und Schlafhaltungen in der russischen Provinz – ein Werkportrait anlässlich des Kinostarts seines Spielfilmdebüts «Schastye Moe» («Mein Glück») |
12 | |
| Gertrud Koch |
Phantom der OperÜber Frederick Wisemans «La Danse. Le ballet de l’Opéra de Paris» |
16 | |
Gespräch |
|||
Was ein Weltvertrieb machtDie Geschichte des in Köln beheimateten Weltvertriebs ist eine Erfolgsgeschichte der außergewöhnlichen Art. Ex-Bavaria-Mann Michael Weber gründete die Firma im Jahr 2006, im Bund mit den alten Hasen Karl Baumgartner und Reinhard Brundig. Die Weltrechte an den Filmen von Aki Kaurismäki waren das Fundament des The Match Factory-Geschäfts. Der erste Zukauf war Madeinusa, das Debüt der damals noch völlig unbekannten späteren Goldene-Bären-Gewinnerin Claudia Llosa. Schlag auf Schlag wird die Firma zum bestaunten Player auf einem Gebiet, das bislang vor allem französische Firmen wie Celluloid Dreams und Wild Bunch dominierten. Die Festival-Gewinner «Grbavica», «La teta asustada», «Uncle Boonmee» und «Bal» finden sich ebenso im Match-Factory-Portfolio wie Fatih Akins «Soul Kitchen», Athina Tsangaris «Attenberg», Brillante Mendozas «Kinatay» und Christoph Hochhäuslers «Unter dir die Stadt». Michael Weber erläutert im Interview, wie man auf den Weltmärkten des Films zwischen Arthouse, Cinephilie und Geschäft die Balance hält. |
17 | ||
Verleih gesucht |
|||
| Lukas Foerster |
Vergessene KriegeÜber «Vapor Trail (Clark)» von John Gianvito und neuere filmische Arbeiten, die sich mit der Kolonisierung der Philippinen beschäftigen |
21 | |
Gespräch |
|||
Jacques DoillonJacques Doillon ist einer der unterschätzten Regisseure des französischen Kinos. Sein Werk changiert zwischen sensiblen Figurenportraits, die er häufig mit jugendlichen Schauspieldebütanten erarbeitet, und offenen Abenteuern, deren politische Sprengkraft sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließt. Bei der «Viennale» ergab sich im Oktober die Gelegenheit zu einem ausführlichen, mäandernden Gespräch. |
24 | ||
Kunst |
|||
| Jakob Hesler |
Unmögliches SehenPhasenbilder der ungeheuren Tendenzen einer Epoche: Zur Eadweard J. Muybridge-Ausstellung in der Tate Britain |
34 | |
| Nikolaus Perneczky |
Ursprüngliche AkkumulationZur Ausstellung «Das Potosí-Prinzip» im Berliner Haus der Kulturen der Welt |
37 | |
Kolumne |
|||
| Dirk Schaefer |
Sound / AtmoÜber den Ton im Galerieraum |
39 | |
US-Serien 2010 |
|||
EinleitungIn der nun schon seit Jahren zuverlässig produktiven amerikanischen Serienlandschaft zeichnen sich immer deutlicher vertraute Strukturen ab: Kommerzielle Logiken treffen auf experimentelle Entwürfe, neue Serien suchen nach einer Feinjustierung ihrer Position zwischen Politik und populärer Kultur – und nicht jedes ambitionierte Format findet auch ausreichend Publikum. Nicht nur wegen der schieren Explosion kreativer Intelligenz, sondern auch aufgrund der (ästhetischen wie diagnostischen) Vielschichtigkeit, mit der hier US-amerikanische Gegenwart in fiktionale Texte eingespielt wird und umgebaute Genreformeln revitalisiert erscheinen, könnte man Vergleiche mit New Hollywood um 1970 anstellen. Wir beleuchten die gegenwärtige Situation mit Texten über die explizit in dieser (Kino-)Tradition stehende Konspirationsserie Rubicon, den Sitcomhit Louie, das Pop-Phänomen Glee und zur Frage, inwiefern es sich bei all dem eigentlich noch um «Fernsehen» handelt. |
40 | ||
| Simon Rothöhler |
Aus dem BleistiftgebietDie Verschwörungsserie «Rubicon» reagiert mit Entschleunigung und Erkenntnisskepsis auf das Erbe der Bush-Ära |
42 | |
| Thomas Morsch |
It's not HBO, it's TVZum exzellenten Fernsehen jenseits des Qualitätskanons |
45 | |
| Simon Rothöhler |
Medien der SerieSerienschauen in Zeiten von Bittorrent |
47 | |
Regular AirtimeEin Schaubild zur zeitlichen Orientierung für prinzipielle Downloadverfügbarkeit. |
48 | ||
| Daniel Eschkötter |
America happensÜber Sitcoms, Post-Sitcoms und «LOUIE» |
50 | |
| Lukas Foerster |
Guilty PleasureZu «Gossip Girl» |
54 | |
| Bert Rebhandl |
Grilled Cheesuszu «Glee» |
55 | |
DVD |
|||
| Bert Rebhandl |
Alpha, Sex und OmegaBeim Wiedersehen von Ingmar Bergman |
56 | |
Labelportrait: Second Run |
61 | ||
| Michael Baute und Rainer Knepperges |
Im ritterlichen MomentEin freundlicher Sachbearbeiter für komplizierte Fälle: Rainer Knepperges und Michael Baute unterhalten sich über die Filme des Hollywoodregisseurs Allan Dwan |
62 | |
| Johannes Beringer |
TreibgutZu Dérives, einer französischen Zeitschrift, der DVDs mit Filmen von Jean-Claude Rousseau und Akram Zaatari beiliegen |
64 | |
Gespräch |
|||
Jonathan RosenbaumEin Gespräch mit dem amerikanischen Filmkritiker Jonathan Rosenbaum anlässlich seines neuen Buches, der Aufsatzsammlung «Goodbye Cinema, Hello Cinephilia»: über filmkulturelle Transformationen, eine Kindheit während der Segregation in Alabama und die gegenwärtige politische Situation in den USA. |
66 | ||
Buch |
|||
| Ekkehard Knörer |
Attraktive AbstraktionIn bislang fünfzehn Romanen hat Lee Child seinen Serienhelden Jack Reacher zu einer der erfolgreichsten und unverwechselbarsten Figuren in der Geschichte des Thrillers geformt. Das Erscheinen gleich zwei neuer Werke in diesem Jahr ist ein willkommener Anlass zum Porträt eines Helden, der manch Plausibles am Wunsch, in modernen Gesellschaften zugleich drinnen und draußen zu sein, auf den Punkt bringt. |
74 | |
| Felix Koch |
Nobody is perfectStanley Cavells Cities of Words liegt jetzt auch in deutscher Übersetzung vor: «Ein moralisches Register in Philosophie, Film und Literatur» |
76 | |
Comic |
|||
| Stefanie Diekmann |
Bastien Vivès, «Der Geschmack von Chlor» |
72 | |
Kolumne |
|||
| Peter Praschl |
Körperfresser, MimesisOnline |
77 | |
Starsystem |
|||
Duke? Dude!Jeff Bridges / John Wayne |
78 | ||
Zuletzt gesehen |
|||
| Rudolf Thome |
5 Filme |
80 | |
