Heraus kommt nichts als Hundertwasser für Hipster, kein einziger klarer, kluger, zu irgendeinem Ende gedachter Gedanke wird hier gewagt. Ein Ideechen hier, ein Ideechen da. Alles eine einzige Einverständniserklärung mit der eigenen Totalregression. Was zu sagen wäre über das Pathologische dieses kindischen Sammeltriebs, was es bedeutet, dem white cube einen dergestalt gegen die Außenwelt (nun ausgerechnet in nächster Nähe zum künftigen Schlossplatz-Möchtegernnationalmonument!) sich abschließenden Nestbau entgegenzusetzen: Dazu sagt diese Ausstellung nichts und wieder nichts. (Außer: Toll! Super! Ichmeinsich!)
Lukas Foerster berichtet in fünf Teilen vom Filmfestival in Locarno 2010, unter anderem über Mumblecore bei kaltem Wetter, neues Altes von Lubitsch, ein neues Werk von Altmeister Thom Anderson, einen Film, der eine Wucht ist, von Isild Le Besco, ein Bewegtbild von James Benning und die großartige Dokumentation Karamay aus China.
Der Dokumentarist Christoph Hübner hat u.a. Filme über Arbeiterstreiks und Thomas Harlan («Wandersplitter») gemacht (gemeinsam mit Gabriele Voss). Seit 1998 arbeitet er an einer faszinierenden Langzeitbeobachtung von Fußballerkarrieren, die vor über zehn Jahren im damals allseits bestaunten Jugendinternat von Borussia Dortmund ihren Anfang genommen haben. CARGO sprach mit ihm über dieses Projekt: über den Traum vom Profisport, Stars in the making und den harten Alltag hinter der medienöffentlichen Sportbühne.
Die sechste Berlinbiennale expandiert von Mitte in ein leerstehendes Kaufhaus am Oranienplatz in Kreuzberg 36. Ihre erste Ausgabe 1998 ging mit einer Neubegründung des Berlin-Mythos - als Stadt der niedrigen Mieten und des hohen kreativen Potenzials - einher, seitdem ist die in den Kunst-Werken beheimatete Ausstellung Motor für die spezifisch Berlinische Verschränkung von Kunst- und Stadtraum.
In ihrem ersten Kinofilm Women without Men erzählt die iranisch-amerikanische Regisseurin und Künstlerin Shirin Neshat eine poetische Geschichte politischer Enttäuschung. Ein Gespräch über magischen Realismus, Konzeptkunst und die internationale Rezeption des iranischen Kinos (mehr zur Romanvorlage von Shahrnush Parsipur finden Sie hier).
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