spielfilm

Geronimo in Palästina Annemarie Jacir hat mit Palestine 36 einen großen, populären Geschichtsfilm für ihr staatenloses Volk realisiert

Von Bert Rebhandl

Nach dem Simchat-Tora-Massaker vom 7. Oktober 2023 gab es verschiedentlich Überlegungen, wie weit man in die Geschichte zurückgehen muss, um für Diskussionen über Ursachen und Lösungen des Konflikts in Israel/Palästina einen tragfähigen Ausgangspunktzu finden. Das Jahr 1936 ist dabei, wenn man nicht überhaupt den Beginn des jüdischen Exils nach der Zerstörung des zweiten Tempels durch Rom im 1. Jahrhundert nehmen will, ein plausibler Vorschlag. 1936 wurde unabweisbar, dass die jüdische, zionistische Einwanderung (Aliya) in das britisch verwaltete Palästina die Konkurrenz um Land und Arbeit so weit verschärft hatte, dass London über einen konkreten Teilungsplan nachzudenken begann, den die Peel-Kommission schließlich ein Jahr später vorlegte – und der damit das Muster vorgab, nach dem zehn Jahre später die Vereinten Nationen einem Staat Israel und der lokalen arabischen Bevölkerung sichere Grenzen zuzuschreiben versuchten.

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