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Fenster und Schild Was man 1940 zur Rückbesinnung auf die letzten Jahre vor dem Ersten Weltkrieg braucht, steht ganz groß auf dem Filmplakat: Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich schon mal nicht

Von Rembert Hüser

De Mayerling a Sarajevo ersetzt das vertraute Symptom existentieller Krisen (Totenbett, Systemabsturz): der Anruf der Handreichungen und Ölungen personaler Geschichtsschreibung – so viele große Männer, so viele Sentenzen – durch eine konkrete Topografie. Oder genauer noch, durch zwei. Eine Relation. In der entscheidenden Szene des Films halten die beiden Protagonist:innen sich nicht an den abgesprochenen Weg, schütteln ihre Entourage ab und reiten hinter eine Blätterwand. Um dann in unterschiedlichen Richtungen zu verschwinden. Ein Ausritt wird das hier nicht werden.

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