• Cargo  
  • Abonnieren
  • Einzelheft bestellen
  • Back Issues
  • Verkaufsstellen
  • Jahresrating
  • Newsletter
  •   20. Juli 2017  

CARGO Film/Medien/Kultur 02

vom 04. Juni 2009


Bestellen


Inhalt

Modernes Ereignis

12. Juni 2009

Über die Präsidenschaftswahlen in der Islamischen Republik Iran
4

Kino

Stephan Herczeg

Crush: Gael Garcia Bernal

6
Simon Rothöhler

Prospects: Nora von Waldstätten

7
Michael Baute und Martin Heckmanns

Schau mich mal an

«Alle anderen» von Maren Ade
8

Hollywood Sommer 2009

Schwerpunkt

Im Sommer fährt Hollywood die schweren Geschütze auf. Wir nehmen die Blockbuster-Saison zum Anlass einer differenzierten Bestandsaufnahme. Wie verhält sich die Action-Regisseurin Kathryn Bigelow mit ihrem neuen Film The Hurt Locker zu den Konventionen des Genres? Wo findet Steven Soderbergh mit dem Biopic Che seinen autorenpolitischen Ort? Wie kommt es, dass Judd Apatow nicht nur seine eigenen Komödien, sondern ein ganzes Feld mit seinen Ideen zu durchwirken scheint? Und wie profitabel kann in Zeiten der Finanzkrise eine Filmindustrie sein, die immer wieder enorme Summen auf die Ungewissheit eines einzelnen Projekts verwetten muss?
10
Simon Rothöhler

Old School

Über Kathryn Bigelows «The Hurt Locker» und die Logik des Blockbusters Online
12
Michael Sicinski

Neoliberaler Guerillero

Über «Che» und «The Girlfriend Experience» von Steven Soderbergh Online
15
Daniel Eschkötter

We are Family

Über den Komödienspezialisten Judd Apatow
17
Thomas Morsch

Nichtlineare Dynamiken

Über die Hollywood-Ökonomie in Zeiten der Kreditklemme
20

Gespräch

Ekkehard Knörer und Simon Rothöhler

Olivier Assayas

Olivier Assayas, geboren 1955 in Paris, ist der zentrale Regisseur einer Generation französischer Filmemacher, die vor der Aufgabe standen, das Erbe der Nouvelle Vague antreten zu müssen. Derzeit dreht er u.a. in Paris, Berlin, Budapest und Beirut eine weit ausholende Trilogie über den Terroristen Carlos. Wir trafen Assayas zu einem ausführlichen Gespräch über dieses Projekt und seine politische Biographie, darüber, wie er arbeitet und was es heißt, in einer Tradition zu stehen.
26

Reportage

Bert Rebhandl

Eisernes Zeitalter

Die Stadt, in der sich die «neue Welle» des rumänischen Kinos verläuft: eine Reise nach Bukarest
36

Essay

Dominik Graf

Simmel, Sex, Nazis und Tränen

Warum ich einem Drehbuch von Günther Schütter entgegenfiebere, das er - wenn alles gut geht - nach dem Simmel-Roman «Alle Menschen werden Brüder» schreiben wird.
42

Kunst

Volker Pantenburg

Nichts als ein Bild

Vorgeschichte eines radikalen Filmemachers: Philippe Grandrieux und das Institut National de l'Audiovisuel
44
Lukas Foerster

Days of Blood, Days of Fire

Über eine Ausstellung des iranischen Fotokünstlers und Zeugen der Revolution von 1979 Bahman Jalali
48
Bert Rebhandl

Hubschraubereinsatz

Andree Korpys und Markus Löffler suchen in ihren Filmen nach der richtigen Distanz zur Politik
54

Kolumne

Helgard Haug

Bühne & Bild

56

Schwerpunkt: Bildpolitik im Nahost-Konflikt

Schwerpunkt

Ist der Staat Israel, der 1948 seine Legitimation zu großen Teilen aus dem nationalsozialistischen Menschheits­verbrechen an den europäischen Juden bezog, zu einem Gemeinwesen geworden, das Kriegsverbrecher schützt und deckt? Diese bedrängende Frage bekommt in Avi Mograbis Dokumentarfilm Z32 eine visuelle Form, denn der ehemalige Elitesoldat, der sich dort zur Teilnahme an einer Kommandoaktion bekennt, bei der unschuldige palästinensische Polizisten aus Rache für einen Anschlag auf einen Checkpoint getötet wurden, will sein Gesicht nicht zeigen. Die digitale Verfremdung, mit der Avi Mograbi seinen Zeugen schützt, mag wie eine Metapher auf das veränderte Bild erscheinen, das große Teile der Weltöffentlichkeit heute von Israel haben. Der Staat, der sich in mehreren Kriegen seiner arabischen Feinde erwehrt hat und mit seiner starken Armee ein fragiles strategisches Gleichgewicht in der Region aufrecht erhält, scheint nicht mehr viel mit dem Staat zu tun haben, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Impulse der zionistischen Bewegung aufgriff und ihnen territoriale Grenzen, aber keine Verfassung gab. Jedes Bild, das aus Israel kommt, steht inzwischen unter diesem Vorbehalt: Zeigt es eine moderne, pluralistische Gesellschaft, die ihr Recht auf Selbstverteidigung ausübt, oder zeigt es einen erstarrten, ethnozentrischen Staat, der aggressiv die Grenzen verteidigt, die sich den militärischen Erfolgen Israels verdanken?
58
Bert Rebhandl

Allmächtiger Panzer

zu «Tsahal» von Claude Lanzmann und «Z32» von Avi Mograbi
59
Robin Celikates

Doppelte Staatsbilderschaft

Die israelische Philosophin Ariella Azoulay erkennt in der Fotografie einen Gesellschaftsvertrag
62
Catherine Davies

Beweisaufnahme

Über das «Camera Distribution Projekt» der israelischen Menschenrechtsorganisation Btselem
67

DVD

Ekkehard Knörer

Übung in Gehen und Liebe

Zu den Filmen des japanischen Regisseurs Hiroshi Shimizu
68
Diedrich Diederichsen

Hardcore

Über den Mike Tyson-Film von James Toback
72
Ryland Walker Knight

Rückansicht eines Melodrams

Zu James Grays jüngstem Film «Two Lovers»
74
Rainer Knepperges

Und Trotzdem

Notizen zu zwei frühen Filmen von Maurice Pialat
76

Labelportrait

blaq out

78

Kolumne

Christiane Rösinger

Fernsehen

79

Anderes Kino

Schwerpunkt

Eine Annäherung an Videospiele und ihr Verhältnis zum Kino. Fragen zur Beziehung von Interaktivität und Passivität im Spiel – und der Rolle, die das Kino dabei vor allem in Cut Scenes spielt.
80
Ekkehard Knörer

Try this at Home!

Überlegungen zum Verhältnis von Kino und Videospiel
80
McKenzie Wark

Gamer Theory

83

Buch

Felix Koch

Autobiografie als Abenteuerroman

Über Claude Lanzmanns Memoiren «Lièvre de Patagonie»
Online
84
Matthias Wittmann

Kameras sehen Dich an

Über Francesco Casettis «The eye of the century»
87
Uljana Wolf

Subsisters

89
Michael Baute

Drive von James Sallis

92

Comic

Christian Petzold

David Laphame: Stray Bullets

Stray Bullets Nr. 8
90

Kolumne

Peter Praschl

Basilisk.

93

Starsystem

Red Cliff von John Woo

94