11. September 2010, Woche 36/2010        Heft
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CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 06 vom 10. Juni 2010

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CARGO 06/2009 Cover Marco Bellocchio

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CARGO Film/Medien/Kultur 01

vom 05. Februar 2009   Bestellen


Modernes Ereignis

Cord Riechelmann

Die Null muss stehen. Eine Anregung

Über die verborgenen Potentiale des Zinssatzes Null

6

Berlinale

Bert Rebhandl

Explodierende Träume

Tom Tykwer eröffnet das Festival mit «The International»: Eine Zwischenbilanz seiner Karriere

11
Olaf Möller

Gebrochene Welle

Neue Filme aus Südkorea im Forum.

14
Stefan Ripplinger

Erez Cinema

Im Forum: Raphael Nadjaris spannende Geschichte des israelischen Kinos

16

Kino

Diedrich Diederichsen

Kathartisches Binnenmeer

Über «35 Rhums», den neuen Film von Claire Denis

18
Michael Sicinski

11 000 Rekruten

Notizen aus dem Bush-Obama-Übergang

22
Michael Althen

Mickey Handsome

Über Mickey Rourke und «The Wrestler»

24

Gespräch

Thomas Harlan

Revolutionskino

Thomas Harlan, geboren 1929 in Berlin, ist einer der großen Außenseiter der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der Sohn des Filmemachers Veit Harlan («Jud Süss», «Immensee») wuchs in einem Haushalt auf, in dem Goebbels verkehrte. In den frühen 60er-Jahren ging er nach Polen, um persönlich aus den Akten die ungesühnt gebliebenen Verbrechen zahlreicher deutscher Täter nachzuweisen. In den 70er-Jahren war er Zeuge der portugiesischen Nelkenrevolution, das Umbruchjahr 1989 erlebte er auf Haiti. Aus seinem Engagement, seinen Reisen, seinen Leidenschaften erwuchs ein komplexes filmisches («Torre Bella», «Wundkanal» und «Souvenance») und literarisches («Rosa», «Heldenfriedhof») Werk. Bert Rebhandl und Simon Rothöhler besuchten Thomas Harlan vergangenen November in der Nähe von Berchtesgaden.

26

Reportage

Ekkehard Knörer

Organisiertes Verbrechen

Dominik Graf hat vielfach bewiesen, dass Fernsehen das bessere Kino sein kann. Grafs «Frau Bu lacht» gilt zu Recht als eine der besten Tatort-Folgen aller Zeiten. Zuletzt war der Polizeifilm «Eine Stadt wird erpresst» und der Historienfilm «Das Gelübde» zu sehen, beide Grimme-Preis gekrönt. Im letzten halben Jahr hat Graf für ARD und Arte an seinem bisher größten Projekt gearbeitet: der achtteiligen TV-Serie «Im Angesicht des Verbrechens». Ein Drehbericht.

36

Kunst

Naoko Kaltschmidt

Fade to Grey

In seinen Installationen, Videos, Fotografien und Graphitzeichnungen reinszeniert Nadim Vardag Materialien und Anordnungen des Kinos. Ein Werkporträt.

42
Jochen Bordwehr

Eau d'artifice. Tauchgänge mit Bill Viola

Über frühe und neue Arbeiten des Videokünstlers

46
Ekkehard Knörer

Chaos de Lux

Über die Pariser Videokunst-Ausstellung «Dans la nuit, des images»

48

Kolumne

Helgard Haug

Bühne

49
Christian Petzold

Comic

«Hawaiian Getaway» von Adrian Tomine

50

DVD

Bert Rebhandl

Nord-Süd-Passage

Das Gesamtwerk des großen Dokumentaristen Johan van der Keuken

52
Rainer Knepperges

«White Dog» (Sam Fuller)

56
Ludger Blanke

«Encounters at the End of the World» (Werner Herzog)

56
Verena Mund

Ego-Shooter

Brian de Palmas «Redacted» und Nick Broomfields «Battle for Haditha» konkurrieren mit den Nachrichtenbildern des Irakkriegs

57
Gertrud Koch

Effektivität und Identität

Nicolas Klotz' umstrittener Film «La question humaine» verstrickt die Gegenwart des Vernichtungstraumas in Kapitalismuskritik

59
Lukas Foerster

Cité Lumière

Der taiwanesische Regisseur Hou Hsiao-Hsien hat seinen ersten Film in Europa gedreht: «Le voyage du ballon rouge»

61

Kolumne

Christiane Rösinger

Fernsehen

63

Dossier «The Wire»

Daniel Eschkötter

Baltimore: fait social total

Was «The Wire» war

64

Die amerikanische Fernsehserie «The Wire» hat ein neues Gleichgewicht zwischen Fiktion und Gesellschaftstheorie geschaffen: David Simon und Ed Burns entwickeln das Epos der Stadt Baltimore aus dem lokalen Drogenhandel in den Wohnprojekten heraus. Am Ende der fünften Staffel erstreckt sich die Erzählung über die ganze Stadt mit ihren Orten und Institutionen: der Hafen, die Polizei, die Schule, die Zeitung. Wir blicken in diesem Dossier auf die Serie zurück, stellen einige der bisher relativ unbekannten Schauspieler vor, weisen auf die Serie «Generation Kill» und den neuen Roman von Richard Price, Autor einiger Folgen von «The Wire», hin, und entdecken den Soziologen Sudhir Venkatesh, der informelle Ökonomien und urbane Armut erforscht.

64
Simon Rothöhler

Generation Kill

68
Ekkehard Knörer

Lush Life

69
Simon Rothöhler

Thugs and Cuz

Der unorthodoxe Soziologe Sudhir Venkatesh erkundet Untergrund-Ökonomien und schreibt eine Geschichte des Public Housing in Chicago.

70

Labelportrait

Volker Pantenburg

Carlotta Films

72

Kolumne

Sebastian Lütgert

Internet

73

Essay

Simon Rothöhler

Nach dem Spektakel

Über Jonathan Beller und seine Theoriearbeit

74

Bekannt geworden ist Jonathan Beller, der am Pratt-Institut in Brooklyn, New York unterrichtet, mit einem Buch über den inneren Kapitalismus der Bilder: «The Cinematic Mode of Production». Im Schatten dieses Entwurfs einer politischen Ökonomie der visuellen Kultur erschien fast zeitgleich und nahezu unbemerkt ein anderes Buch Bellers im Verlag der Ateneo-Universität von Manila. «Acquiring Eyes» beschäftigt sich über die Gattungsgrenzen hinweg mit der philippinischen Kunstmoderne - und feiert Ishmael Bernals «Manila by Night» als zentralen Beitrag des Kinos. Das entsprechende Kapitel drucken wir in deutscher Übersetzung, zuvor finden sich einleitende Überlegungen zu Bellers Filmtheorie.

74
Jonathan Beller

Manila ist ein Kino

Der Exzess der Realität in Ishmael Bernals «Manila by Night»

77

Buch

Stefan Ripplinger

Anatomie einer Ära

Chris Fujiwaras «The Life and Work of Otto Preminger»

82
Felix Koch

Godard, Archäologe?

Im Gespräch mit dem französischen Cinephilen Youssef Ishaghpour rekapituliert Jean-Luc Godard seine filmische Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts

84
Robin Celikates

«Orrorismo» - Bilder, die das Fürchten lehren

Die italienische Philosophin Adriana Cavarero deutet antike Figuren feministisch und hat eine politische Theorie der Stimme entwickelt. Ihr neues Buch beschäftigt sich mit Spielarten des Horrors - von Medusa bis Abu Ghuraib.

85
Stefanie Diekmann

Ohne Midge

Der Fribourger Kunsthistoriker Victor Stoichita leitet aus dem Pygmalion-Mythos eine Bildtheorie ab, die auf das Kino zuläuft und bei Hitchcock zu sich kommt

89
Rembert Hüser

Im schwarzen Buchstabenbauch

Warum das Schnarchen im Zwischentitel des Stummfilms? Was tut die Schrift in unseren Kinoträumen? Überlegungen zu Filmen und Schriften von «Caligari» bis Grafe, von Lubitsch bis zu Abé Mark Nornes neuem Buch «Cinema Babel»

90
Ekkehard Knörer

Ross Thomas

Über «Am Rand der Welt. Ein Artie-Wu-und-Quincy-Durant-Fall»

92

Kolumne

Peter Praschl

Müdigkeit

93

Starsystem

Von Endeavor bis zu Rahm Emanuel

94

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