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CARGO Film/Medien/Kultur 01

vom 05. Februar 2009


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Inhalt

Editorial

Online
3

Modernes Ereignis

Cord Riechelmann

Die Null muss stehen. Eine Anregung

Über die verborgenen Potentiale des Zinssatzes Null
6

Berlinale

Schwerpunkt

Die 59. Internationalen Filmfestspiele in Berlin, die zehnten seit der ­Über- siedlung an den Potsdamer Platz, werden aller Voraussicht nach neue ­Rekorde bringen: noch mehr Talente auf dem Campus, noch mehr Geschäfte auf dem Markt, noch mehr akkreditierte Professionelle aus allen Sparten. Kann der «content» da mithalten? Können die Filme den Aufwand rechtfertigen? Oder ist das vielleicht gar nicht so wichtig? Wir bringen einen kleinen Vorblick auf wesentliche Ereignisse dieser ­Berlinale. Tom ­Tykwer erschließt seiner Karriere mit dem Eröffnungsfilm The ­International eine neue Dimen­sion, aber kann er dorthin von den ­Idealen des Autorenfilms und der ­Cinephilie noch etwas mitnehmen? Das ­Forum, traditionell die Sektion, in der das Weltkino in seinen avanciertesten Formen zu sehen war, ist inzwischen stärker in die Festival-Dramaturgie integriert worden. Wir haben Filme aus Korea und Israel vorab gesichtet – und stellen fest, dass der nationale Bezugsrahmen gerade auf einem internationalen Filmfestival keineswegs an Bedeutung verloren hat.
10
Bert Rebhandl

Explodierende Träume

Tom Tykwer eröffnet das Festival mit «The International»: Eine Zwischenbilanz seiner Karriere
11
Olaf Möller

Gebrochene Welle

Neue Filme aus Südkorea im Forum.
14
Stefan Ripplinger

Erez Cinema

Raphael Nadjaris spannende Geschichte des israelischen Kinos Online
16

Kino

Diedrich Diederichsen

Kathartisches Binnenmeer

Zu Claire Denis' «35 Rhums»
Online
18
Michael Sicinski

11 000 Rekruten

Notizen aus dem Bush-Obama-Übergang Online
22
Michael Althen

Mickey Handsome

Keiner der verspannten Jungs: Über Mickey Rourke Online
24

Gespräch

Bert Rebhandl und Simon Rothöhler

Thomas Harlan

Thomas Harlan, geboren 1929 in Berlin, ist einer der großen Außenseiter der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der Sohn des Filmemachers Veit Harlan («Jud Süss», «Immensee») wuchs in einem Haushalt auf, in dem Goebbels verkehrte. In den frühen 60er-Jahren ging er nach Polen, um persönlich aus den Akten die ungesühnt gebliebenen Verbrechen zahlreicher deutscher Täter nachzuweisen. In den 70er-Jahren war er Zeuge der portugiesischen Nelkenrevolution, das Umbruchjahr 1989 erlebte er auf Haiti. Aus seinem Engagement, seinen Reisen, seinen Leidenschaften erwuchs ein komplexes filmisches («Torre Bella», «Wundkanal» und «Souvenance») und literarisches («Rosa», «Heldenfriedhof») Werk. Wir besuchten Thomas Harlan vergangenen November in der Nähe von Berchtesgaden.
26

Reportage

Ekkehard Knörer

Organisiertes Verbrechen

Dominik Graf hat vielfach bewiesen, dass Fernsehen das bessere Kino sein kann. Grafs «Frau Bu lacht» gilt zu Recht als eine der besten Tatort-Folgen aller Zeiten. Zuletzt war der Polizeifilm «Eine Stadt wird erpresst» und der Historienfilm «Das Gelübde» zu sehen, beide Grimme-Preis gekrönt. Im letzten halben Jahr hat Graf für ARD und Arte an seinem bisher größten Projekt gearbeitet: der achtteiligen TV-Serie «Im Angesicht des Verbrechens». Ein Drehbericht.
36

Kunst

Naoko Kaltschmidt

Fade to Grey

In seinen Installationen, Videos, Fotografien und Graphitzeichnungen reinszeniert Nadim Vardag Materialien und Anordnungen des Kinos. Ein Werkporträt.
42
Jochen Bordwehr

Eau d'artifice. Tauchgänge mit Bill Viola

Über frühe und neue Arbeiten des Videokünstlers
46
Ekkehard Knörer

Chaos de Lux

Über die Pariser Videokunst-Ausstellung «Dans la nuit, des images»
48

Kolumne

Helgard Haug

Bühne & Bild

49

Comic

Christian Petzold

Adrian Tomine: Hawaian Getaway

50

DVD

Bert Rebhandl

Nord-Süd-Passage

Das Gesamtwerk des großen Dokumentaristen Johan van der Keuken
52
Ludger Blanke

«Encounters at the End of the World» (Werner Herzog)

56
Rainer Knepperges

«White Dog» (Sam Fuller)

56
Verena Mund

Ego-Shooter

Zu Brian de Palmas "Redacted" und Nick Broomfields "Battle For Haditha"
Online
57
Gertrud Koch

Effektivität und Identität

Nicolas Klotz' umstrittener Film «La question humaine» verstrickt die Gegenwart des Vernichtungstraumas in Kapitalismuskritik
59
Lukas Foerster

Cité Lumière

Der taiwanesische Regisseur Hou Hsiao-Hsien hat seinen ersten Film in Europa gedreht: «Le voyage du ballon rouge»
61

Kolumne

Christiane Rösinger

Fernsehen

63

The Wire

Schwerpunkt

Die amerikanische Fernsehserie The Wire hat ein neues Gleichgewicht zwischen Fiktion und Gesellschafts­theorie geschaffen: David Simon und Ed Burns ent­wickelten das Epos der Stadt ­Baltimore aus dem lokalen Drogenhandel in den ­sozialen Wohn­projekten heraus. Am Ende der fünften Staffel erstreckte sich die Erzählung über die ganze Stadt mit ihren Orten und Institutionen: der Hafen, die Polizei, die Schule, die Zeitung. Wir ­blicken in diesem Dossier auf die Serie zurück, stellen einige der bisher relativ unbekannten Darsteller vor, ­weisen auf ­die Serie ­Generation Kill und den neuen Roman von ­Richard ­Price, Autor einiger Folgen von The Wire, hin, und entdecken den Soziologen Sudhir Venkatesh, der ­informelle Ökonomien und urbane Armut erforscht.
64
Daniel Eschkötter

Baltimore: fait social total

Was «The Wire» war
64
Simon Rothöhler

Generation Kill

68
Ekkehard Knörer

Lush Life

69
Simon Rothöhler

Thugs and Cuz

Der unorthodoxe Soziologe Sudhir Venkatesh erkundet Untergrund-Ökonomien und schreibt eine Geschichte des Public Housing in Chicago.
70

Labelportrait

Volker Pantenburg

Carlotta Films

72

Kolumne

Sebastian Lütgert

Internet

73

Essay

Schwerpunkt

Bekannt geworden ist Jonathan Beller, der am Pratt-Institut in ­Brooklyn, New York, unterrichtet, mit einem Buch über den inneren ­Kapitalismus der Bilder: The Cinematic Mode of Production. Im Schatten dieses Entwurfs einer politischen Ökonomie der visuellen Kultur erschien fast ­zeitgleich und nahezu unbemerkt ein anderes Buch Bellers im Verlag der Ateneo-Universität von Manila. Acquiring Eyes beschäftigt sich über die Gattungsgrenzen hinweg mit der philippinischen Kunst­moderne – und feiert Ishmael Bernals Manila by Night als zentralen Beitrag des Kinos. Das entsprechende Kapitel ist auf den Seiten 74-78 in einer Übersetzung abgedruckt. Zuvor finden sich einleitende Überlegungen zu ­Bellers Filmtheorie.
74
Simon Rothöhler

Nach dem Spektakel

Über Jonathan Beller und seine Theoriearbeit
74
Jonathan Beller

Manila ist ein Kino

Der Exzess der Realität in Ishmael Bernals «Manila by Night»
77

Buch

Stefan Ripplinger

Anatomie einer Ära

Chris Fujiwaras «The Life and Work of Otto Preminger»
82
Felix Koch

Godard, Archäologe?

Im Gespräch mit dem französischen Cinephilen Youssef Ishaghpour rekapituliert Jean-Luc Godard seine filmische Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts
84
Robin Celikates

«Orrorismo» - Bilder, die das Fürchten lehren

Die italienische Philosophin Adriana Cavarero deutet antike Figuren feministisch und hat eine politische Theorie der Stimme entwickelt. Ihr neues Buch beschäftigt sich mit Spielarten des Horrors - von Medusa bis Abu Ghuraib.
85
Stefanie Diekmann

Ohne Midge

Der Fribourger Kunsthistoriker Victor Stoichita leitet aus dem Pygmalion-Mythos eine Bildtheorie ab, die auf das Kino zuläuft und bei Hitchcock zu sich kommt
89
Rembert Hüser

Im schwarzen Buchstabenbauch

Warum das Schnarchen im Zwischentitel des Stummfilms? Was tut die Schrift in unseren Kinoträumen? Überlegungen zu Filmen und Schriften von «Caligari» bis Grafe, von Lubitsch bis zu Abé Mark Nornes neuem Buch «Cinema Babel»
90
Ekkehard Knörer

Ross Thomas

Über «Am Rand der Welt. Ein Artie-Wu-und-Quincy-Durant-Fall»
92

Kolumne

Peter Praschl

Müdigkeit

93

Starsystem

Von Endeavor bis zu Rahm Emanuel

94