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Übung in Gehen und Liebe

Von Ekkehard Knörer

Hiroshi Shimizu wurde im Jahr 1903 geboren, wie sein späterer Freund und Kollege Yasujiro Ozu. Er drehte schon mit 21 Jahren seinen ersten Stummfilm, fürs Studio Shochiku. 163 Werke verzeichnet die vollständigste Filmografie, ungezählte sind, wie es fürs frühe japanische Kino typisch ist, für immer verloren. Shimizus Filme waren beim Publikum beliebt, sie wurden sowohl von Ozu («Ich kann keine Filme drehen wie Shimizu») als auch Mizoguchi («Für Leute wie Ozu und mich ist Filmemachen harte Arbeit – Shimizu dagegen ist ein Genie») bewundert, sie stehen in der Tat denen der beiden Kollegen im Rang nicht nach – und doch blieb er stets in ihrem Schatten. Im Folgenden der Versuch einer Einführung ins riesige Œuvre Shimizus anhand eines zentralen Motivs, das auch die Form seiner Filme prägt: Bewegung in unterschiedlichsten Formen.

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