Gespräch

2. September 2009

Visual Music – Stephen Dwoskin im Gespräch

Von Ekkehard Knörer

Stephen Dwoskin startete seine Karriere als Avantgarde-Filmer inmitten der New Yorker Underground-Szene. Berühmt und berüchtigt wurde er mit Filmen wie Dyn Amo und Behindert, intensiven Körper-(Selbst)- Beobachtungen aus allernächster, oft kaum erträglicher Nähe. 

Lange Zeit war Stephen Dwoskin eher berüchtigt als berühmt, eine Legende eher als eine bekannte Größe außerhalb des engsten Kreises der Avantgardefilm-Kenner. Im letzten Jahr hat sich das sehr verändert. In einer fünf DVDs umfassenden Edition sind bedeutende Teile seines Gesamtwerks zugänglich gemacht worden, Dwoskins Hauptwerk Dyn Amo erschien kurz davor separat auf DVD. In diesem Jahr gab es Retrospektiven am BFI in London und in diesem Juni im Arsenal in Berlin, das seinem neuen Beinamen «Institut für Film und Videokunst» damit alle Ehre machte. Wir haben Stephen Dwoskins Besuch in Berlin für ein Video-Interview genutzt. Er spricht darüber, warum für ihn das Filmemachen ein höchst intimer Akt ist; außerdem geht es um seine Anfänge als Filmemacher im New Yorker Underground-Umfeld. Dwoskin erklärt, warum das Visuelle so sehr im Zentrum seiner Filme steht und er erzählt, was ihn mit seinem Expatriate-Filmemacher-Freund Robert Kramer verband.

Stephen Dwoskin on The Intimacy of his Cinema
Stephen Dwoskin on Photographic Memory and Editing
Stephen Dwoskin on Robert Kramer and Being an American
Stephen Dwoskin on Drifting into Filmmaking and Influences