Gespräch

12. Juli 2009

Birdwatchers: Marco Bechis im Gespräch über ethnische Authentizität, die Wahrheit des Kinos, die Ansprüche der Landlosen - und über Werner Herzog.

Von Bert Rebhandl

«Hier war einmal Wald», sagt Nadio, der Anführer einer kleinen Gruppe von Guarani-Indianern im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Sie stehen am Rande eines riesigen Ackers und errichten hier eine dürftige Siedlung. Sie fordern ihr Land zurück, und Nadio sagt irgendwann sehr bestimmt: «Wir sind jetzt eine Bewegung.» Marco Bechis, international bekannt geworden mit dem Folterdrama Garage Olimpo (1999), erzählt in Birdwatchers – Im Land der roten Menschen von einem Volk, das dem Umbau Brasiliens zu einer wirtschaftlichen Großmacht widersteht. CARGO sprach mit dem Regisseur über ethnische Authentizität, die Wahrheit des Kinos, die Ansprüche der Landlosen – und über Werner Herzog.

Marco Bechis im Gespräch mit Bert Rebhandl