Gespräch

8. September 2009

The State I Am In – Avi Mograbi im Gespräch

Von Simon Rothöhler

Avi Mograbi macht seit den frühen 1990er Jahren politische Dokumentarfilme, die sich mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt auseinandersetzen. Seine jüngste Arbeit Z 32 lief 2008 in Cannes. In Avi Mograbi-Filmen gibt es zwei wiederkehrende Grundkonstellationen: (1) Der Filmemacher, ein linker Intellektueller, sitzt in seinem Wohnzimmer, monologisiert, telefoniert, musiziert oder ist einfach nur ratlos. (2) Der Filmemacher bewegt sich mit seiner Kamera durch Israel, reagiert auf Situationen, dier er selbst provoziert hat und wird von Staatsbediensteten aufgefordert, das Gerät abzustellen oder sich endlich korrekt auszuweisen. Mograbis Filme wirken nicht nur auf dieser Ebene inoffiziell, improvisiert, dialogisch und oft auch: heiter. Sie stellen eigentümliche Mischformen her, zwischen politischem Kommentar und Kalauer, Stellungnahme und Abschweifung, journalistischer Recherche und Kunstironie, privatem Sprechen und öffentlicher Intervention, Autobiographie und Fiktion, Wut und Melancholie.
 

Avi Mograbi on The Israeli Left and the Two-State Solution
Avi Mograbi on Barack Obama and Benjamin Netanjahu
Avi Mograbi on His Alter Ego
Avi Mograbi on The Cinema of his Father in Tel Aviv