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Neue Print-Ausgabe:
CARGO Film/Medien/Kultur 40
vom 14. Dezember 2018

CARGO 40 Cover, CARGO 39 Cover,

Berlinale 2013

SMS-Archiv für 2013

Vic und Flo haben einen Bären gesehen. Die Jury auch. Ich eher nicht. Fiel mir irgendwann sehr schwer, die Bösartigkeit dieser Erzählanordnung nicht auf ihren Schöpfer zuzurechnen. Und was wäre der Trompetenjunge anderes als Abgesandter eines sehr zynischen Gottes? (49cp)

Ekkehard Knörer am
18. Februar 2013 um 08:02 Uhr

Peter Liechtis "Vaters Garten" ist ein lupenreiner Horrorfilm, als Doku über die Eltern verkleidet. Mit Himmel und Hölle und Schweiz und Gartennazi. Die Handpuppendistanzierung bringt da bestenfalls noch ein Stück Lynch rein. (63cp)

Ekkehard Knörer am
17. Februar 2013 um 17:32 Uhr

Wie geht es Dir? Wie geht es Ihnen? Es war mir eine Freude, Sie kennenzulernen. Prinz Lawine kommt aus Island via Texas ins Deutsche und schlingert sehr apart voran. Am schönsten solange der Plot noch auf sich warten lässt. (64cp)

Ekkehard Knörer am
17. Februar 2013 um 17:29 Uhr

in guinea-bissau ist das neue afrikanische kino ganz (postkolonial) bei sich: A BATALHA DE TABATO kämpft mit den geistern der vergangenheit, farbfilter bringen den sieg

Bert Rebhandl am
17. Februar 2013 um 08:40 Uhr

Terrence malincki: mit-der-hand-an-der-wand-langfahren, schweinefarming, prätentiöse buch-verschickerei, elegische musik. UPSTREAM COLORS ist suspekt

Matthias Dell am
17. Februar 2013 um 00:16 Uhr

Wenn familie vor allem enge und angst bedeutet, kommen Handpuppenkaninchen gerade recht, um den weg ins offene zu gehen. Peter liechtis "vaters garten" ist unbedingt sehenswert

Cristina Nord am
16. Februar 2013 um 12:31 Uhr

The Archers strike again: The Small Back Room (Retro) ist neben dichtem HurtLockerPräfilm & Alkoholismusexpressionismus auch ein toller Film über Forschungsfinanzierung.

Daniel Eschkötter am
15. Februar 2013 um 21:35 Uhr

Die Frage der Filiation stellt sich in der Tat bei Hongs Trennungstraumstück Nobody's Daughter Haewon. Scorsese & Birkin helfen da wenig. Comedy kommt nur kurz mit Joo Jun-sang. Und Beethovens 7. aus Night&Day plärrt, eine Fährte, diesmal vom Band.

Daniel Eschkötter am
15. Februar 2013 um 19:20 Uhr

als charmebefreiten arthousedreck könnte man sowas wie "elle s'en va" bezeichnen, wenn man sehr wohlwollend wäre. zum wohlwollen gibt es aber nicht den mindesten grund. (18cp)

Ekkehard Knörer am
15. Februar 2013 um 17:42 Uhr

Warum müssen filme gemacht werden, die nichts zu sagen haben? KALIFORNIA, perspektive deutsches kino

Matthias Dell am
15. Februar 2013 um 16:11 Uhr

der tod ist präsent, aber das sterben auf dem titel des buchs von norbert elias ist nicht lesbar. der zigaretten sind viele, die wunden sind tief, der traum nimmt kein ende. (wahrscheinlich bin ich ein oberflächlicher mensch, muss aber gestehen, dass ich die schreiend komischen hongfilme noch eine spur lieber mag als einen so relativ ernsten wie nobody's daughter haewon.) (73cp)

Ekkehard Knörer am
15. Februar 2013 um 14:16 Uhr

Ein model das vielleicht der teufel ist wandelt durch ihr tagebuch das vielleicht nur ein traum ist. Ein telefonanruf von scorsese und die wunden hat diesmal der mann. Hong spielt weiterhin in seiner eigenen liga

Lukas Foerster am
15. Februar 2013 um 13:16 Uhr

NOBODY'S DAUGHTER HAEWON ist hong sang-soos ernstester film seit längerer zeit: ein melancholisches vermessen von ungleichheiten in der liebe. großartig, wie er die stimmungen moduliert.

Dominik Kamalzadeh am
15. Februar 2013 um 11:14 Uhr

Neue erfahrung: in "leviathan" war ich 10 minuten seekrank. überwältigungsdokumentarkino mit seesternregen und herausgepoppten fischaugen, etwas ambivalent

Cristina Nord am
15. Februar 2013 um 08:41 Uhr

ein gebet für d'schwyz und ein fleischgewordenes lob auf die ordnung: peter liechtis VATERS GARTEN - DIE LIEBE MEINER ELTERN stellt fest, dass vater und mutter die rebellion des sohnes schlicht ausgesessen haben

Bert Rebhandl am
15. Februar 2013 um 08:40 Uhr

Modern Loves: Mauvais Sang (Carax) - Adventureland (Mottola) - Frances Ha (Baumbach).

Daniel Eschkötter am
15. Februar 2013 um 01:40 Uhr

Im Kino mit der ANT via Vertov: Leviathan. Human & non-human actors & echte Netze, in denen sich sensory ethnography als sensationalism attraktiv verfängt. (Warum man ausgerechnet das nun noch wieder installativ auflösen muss: beats me.)

Daniel Eschkötter am
15. Februar 2013 um 01:20 Uhr

The Great Greta G hat große Füße, ein gelenkig-unzementierbares Gesicht & sucht irgendwie auch nur einen Ort mit ihrem Namen auf dem Klingelschild: Frances Ha. 80er-Karrierefilm & Vivre sa vie, Flashdance & Nouvelle V. - beides da, beides keine Optionen mehr: Greta G & Frances H machen das beste draus.

Daniel Eschkötter am
14. Februar 2013 um 18:35 Uhr

wenig sympathie für HARMONY LESSONS. überambitioniertes weltkino, wie designt für den festivalerfolg. voller gewaltklischees, die in strengen kadrierungen feststecken.

Dominik Kamalzadeh am
14. Februar 2013 um 15:52 Uhr

Liebe freunde des lawinenprinzen, war euch da nicht zu viel zucker in der rußschicht? Mir schon.

Cristina Nord am
14. Februar 2013 um 15:45 Uhr

ein schaf wandelt über das wasser, eine kakerlake stirbt auf dem elektrischen stuhl: alles nur vor- und nachspiel zu einem komplizierten manöver mit bressons echappierlöffel in HARMONY LESSONS (kasachstan, wettbewerb)

Bert Rebhandl am
14. Februar 2013 um 13:26 Uhr

"kalte probe" im forum expanded: Lustspiel mit lacan, oder: wie theorie und slapstick händchen halten, bevor sie die treppe runterpurzeln

Cristina Nord am
14. Februar 2013 um 11:52 Uhr

von harvard ins chinesische outback: YUMEN (forum expanded) zeigt eine ehemalige boomtown in extrem faszinierender landschaft

Bert Rebhandl am
14. Februar 2013 um 08:27 Uhr

Whatthemumblefuck war das denn? Muss man dazu jetzt Chesscore sagen? Computernerds mit Anfassen und Urschrei. Materialästhetik & Algorithmenapokalypse . Historienfilm mit Katzenallergie. Ein sehr, sehr schräges Hotel. (Bujalski, Computer Chess) (f8-e8cp)

Ekkehard Knörer am
14. Februar 2013 um 07:50 Uhr

Ästhetisch etwas "unergiebig" (w. schütte), aber topografisch + sprachlich (tripperburg, pflaumenbaum, erlaubniswesen) interessant: OUT OF OST-BERLIN (panorama)

Matthias Dell am
13. Februar 2013 um 19:57 Uhr

Stemple pass: Wie sich, je nach lichteinfall, aus dem sommerwald höllengesichter herausbilden. Dauer schafft raum für projektionen

Cristina Nord am
13. Februar 2013 um 17:16 Uhr

Mysterious objects in norddeutschen mischwäldern: andreas bolms diewiedergänger in der perspektive. Krude, mutig, sehenswert

Lukas Foerster am
13. Februar 2013 um 16:16 Uhr

Mehr miserabilismus passt vermutlich nicht in einen film: "an episode in the life of an iron picker"

Cristina Nord am
13. Februar 2013 um 16:15 Uhr

Die frau, die nicht da war und im abgebrannten haus ihren pilotenschein sucht. Berührend und heiter wie PRINCE AVALANCHE in gänze

Matthias Dell am
13. Februar 2013 um 15:12 Uhr

paul rudd und emile hirsch bewegen sich into the wild, meist aber im kreis (selbstdiagnose: «bad connection»). sind das die letzten zuckungen des amerikanischen transzendentalismus oder greift hier nur das ende der männer? greens geniale idee: die zukunft des us-indiekinos liegt in europudding-remakes (beachtlich einen an der waffel: prince avalanche).

Simon Rothöhler am
13. Februar 2013 um 15:04 Uhr

andrew bujalskis COMPUTER CHESS führt ins embryonale computerzeitalter: das beste (anti-)period-piece der berlinale, eine art 2001 der war-games-generation

Dominik Kamalzadeh am
13. Februar 2013 um 14:49 Uhr

male trouble auf einsamen landstraßen: dg greens PRINCE AVALANCHE hat viele leise, liebenswerte pointen, die nicht auf kosten der figuren gehen.

Dominik Kamalzadeh am
13. Februar 2013 um 14:35 Uhr

Passt schon: Die Lawinen von Prince Avalanche sind ein Übersetzungsproblem (Islandarthouse nach Texas). Sonst: Indiekonfektionsnaturshots & -ausbrüche, aber Paul Rudd hatte mich, wieder, mit "That's fantastic!" (Auch zuverlässig, dumber: Emile Hirsch.)

Daniel Eschkötter am
13. Februar 2013 um 14:11 Uhr

Ausflug in die retrospektive: Siegfried arno tanzt sehr vergnüglich mit einem frosch in "gado bravo"

Cristina Nord am
12. Februar 2013 um 23:40 Uhr

Berlinale goes olympiastadion. die union-fans covern robert de niro feat. christopher walken mit "can't take my eyes off (of you)" aus THE DEER HUNTER als hommage an den ehrenbären torsten mattuschka

Matthias Dell am
12. Februar 2013 um 21:16 Uhr

soderberghs «last movie»: slicke genremechanik, die sich selbst auslöscht. move für move für move. perfekt kalkuliertes, semireflexive starkino; vielleicht wird er eben doch fehlen, nebenwirkungen inklusive (69cp).

Simon Rothöhler am
12. Februar 2013 um 19:37 Uhr

Jafar Panahis und Kambozyia Partovis "Parde" ist ein faszinierender Film, der die Haft ohne Haft Panahis in ästhetisch hoch komplexe Konstellationen auflöst, die ihrerseits nicht wieder einfach politallegorisch auflösbar sind. (81cp)

Ekkehard Knörer am
12. Februar 2013 um 17:33 Uhr

detonation mummified: MATERIA OSCURA (forum) lässt über sardinien alte raketen regnen - das gift, das sie hinterließen, zieht den jungen kühen die beine weg - allora: un altro paradiso perduto

Bert Rebhandl am
12. Februar 2013 um 17:06 Uhr

Zur Parapsychopathologie des Alltagslebens: Das merkwürdige Kätzchen. Geschichten & Eigensinn, auf Augenhöhe mit Kind & Katze; toll & kühn.

Daniel Eschkötter am
12. Februar 2013 um 16:24 Uhr

kein fernsehgeld braucht «das merkwürdige kätzchen» und den präzisionsschnitt besorgt der regisseur gleich auch noch selbst. eindrucksvoll als formübung: die blickachsenverkettungen schnurren eigenlogisch, im off lauert irrer alltagssound. familie als wohnmaschine, ein küchenraum wird vertikal tranchiert (70cp).

Simon Rothöhler am
12. Februar 2013 um 09:19 Uhr

Kinky und didaktisch: "interior. Leatherbar". Und grundsympathisch im versuch, der homophobie von "cruising" nicht zensorisch, sondern fantasievoll zu begegnen

Cristina Nord am
12. Februar 2013 um 08:47 Uhr

Hohepunkt der kinoshitareihe, ach, des festivals: Farewell to dream. Shomingeki und melodramatische spitzen, der blick durchs fernglas aus der nachkriegstristesse am ende ein leben in einer kamerafahrt

Lukas Foerster am
12. Februar 2013 um 08:28 Uhr

Charmantes Großmaul wie eh und je, leider nur per Skype präsent: Richard Foreman. Der Film strukturell nah an seinem Theater - Materialbearbeitung, die Sprache, Bild, Bilddeformation, Körper gleichordnet und jede Zusammenhangserwartung so anstrengend wie angenehm frustriert. (Once every day, Forum Expanded)

Ekkehard Knörer am
11. Februar 2013 um 23:07 Uhr

Sehr sehenswert: Nanouk leopolds ländliche coming-out-verweigerung "boven is het still"

Cristina Nord am
11. Februar 2013 um 18:11 Uhr

Bujalski spielt computer jazz ìn seinen ganz eigenen american eighties. Post hippie post mumblecore, very nice

Lukas Foerster am
11. Februar 2013 um 15:49 Uhr

«everything is not everything, there is more» - medien- und nerdarchäologie unter therapeutischer perspektive + video ergo sum als loop in farbe (nice: computer chess, forum, 75 cp)

Simon Rothöhler am
11. Februar 2013 um 14:07 Uhr

Mes séances de lutte: Doillon ändert seine Beziehungsarithmetik, lässt nur 2 aufeinander los - und das mal richtig physisch. Der 3. ist, ja, der abwesende Vater, und die Séances sind therapeutischer Stellvertretungsfightclub, genealogische Durcharbeitungen. Hinterher war's dann doch nur Vorspiel für normalen Leinwandsex.

Daniel Eschkötter am
11. Februar 2013 um 14:01 Uhr

and don't u ever forget: there's always money in the banana stand

Simon Rothöhler am
10. Februar 2013 um 23:13 Uhr

How to do films with words: ramon zürchers DAS MERKWüRDIGE KäTZCHEN im forum ist eine entdeckung, alltagsepiphanien, farbchoreografien, sprachrestekompostierung. Ein michael-baute-film. Sehr jö!

Matthias Dell am
10. Februar 2013 um 23:12 Uhr

THE NUN hat mich gelangweilt. edelpoliertes arthouse, das die hintergründe der figuren vernachlässigt. huppert als lesbische oberin macht zumindest den scene-stealer.

Dominik Kamalzadeh am
10. Februar 2013 um 21:32 Uhr

denis cotes VIC & FLO ist zu forciert eigenartig, aber immerhin voller narrativer überraschungen und schöner visueller ideen.

Dominik Kamalzadeh am
10. Februar 2013 um 21:29 Uhr

wenn im forum: FORget about MARX. check lieber marcin malaszczak's mikro-monumentalistisches irrlicht SIENIAWKA.

Max Linz am
10. Februar 2013 um 21:28 Uhr

Auch wenn es für prognosen viel zu früh ist: der panorama-publikumspreis geht über kraumes MEINE SCHWESTERN

Matthias Dell am
10. Februar 2013 um 21:24 Uhr

Cotés «Vic Et Flo»: Ganz armseliges Kino. Fad & böswillig & darin sprachlos machend (mich jedenfalls).

Simon Rothöhler am
10. Februar 2013 um 19:43 Uhr

Ausflug in die Ü50-Abteilung (Retro). Hinter mir werden zustimmend Karasek-Sottisen zitiert. Vor mir "Einmal eine große Dame sein". Definitiv mehr Hitler als Caligari. Auf diesen bösartigen Biedersinn möchte man Bomben werfen.

Ekkehard Knörer am
10. Februar 2013 um 19:29 Uhr

"La religieuse" war ganz wie früher: ein Film, der auf der Welt und erst recht im Wettbewerb nichts zu suchen hat. Fades Qualitätsliteraturverfilmungshandwerk, Gedeck schnell tot, Huppert kommt spät und outriert, als glaubte sie sich in einem Nunsploitationfilm. (Das wär ja noch was.) (24cp)

Ekkehard Knörer am
10. Februar 2013 um 19:24 Uhr

Kann all der bewunderung für frances ha nur zustimmen - hinreißend!

Cristina Nord am
10. Februar 2013 um 19:12 Uhr

"Gloria": Gerüchte sagen, die Gewinner laufen in der Sonntagvormittag Vorstellung - für "Gloria" von Sebastian Lelio stehen die Chancen möglicherweise gar nicht so schlecht. Welch Finale, welch Frau! Mit Umberto Tozzi im Ohr geht's weiter zum Hype des Tages: "La Religieuse" von Guilaume Nicloux.

Carolin Weidner am
10. Februar 2013 um 17:45 Uhr

Exemplarische Anordnung: André de Toth, None Shall Escape (Retro). Courtroomdrama, Zeugen-Flashbacks: Dispositivformierungen vor Nürnberg & UN. Virtuosester Genremonolinguismus statt Psychogrammatik oder Kulissenschieberei.

Daniel Eschkötter am
10. Februar 2013 um 15:10 Uhr

handsägenmassaker & die komprimierteste bildökonomie des shootout. amerikanische landschaften und deutsche biografien, leider nur in minimalandeutungen: rossmann doesn't live here anymore und die lower east side tenments sind die hölle. das bremer dienstmädchen verkörpert das ethos einer filmproduktion, die offen zugibt, dass man sich diesen raum erarbeiten muss. («gold»)

Simon Rothöhler am
10. Februar 2013 um 09:19 Uhr

FRANCES HA: Greta Gerwigs grossartig sinnloser Wochenendtrip nach Paris: wie viele solcher Reisen habe ich nicht selbst schon unternommen...

Ludger Blanke am
9. Februar 2013 um 22:06 Uhr

Thomas Arslans "Gold" ist ein Durchhaltefilm, bei dem mir nicht immer ganz klar war, warum ich das Gereite und Geschrumme und starre Hosssche Geblicke fast zwei Stunden lang durchhalten soll. Schönheiten gab es, gesägt wurde auch. Ach, letztlich: Ambivalenz. (52cp)

Ekkehard Knörer am
9. Februar 2013 um 19:33 Uhr

Oh, girl, welch ein schöner film: FRANCES HA im panorama. Kommunikation ist eine kunst über das schöne nichts

Matthias Dell am
9. Februar 2013 um 18:42 Uhr

mein lieblingsfilm bisher: matt porterfields konzentriertes familien-generationendrama I USED TO BE DARKER, der seinen geplagten figuren viel raum gibt, atmosphärisch sehr stimmig wirkt.

Dominik Kamalzadeh am
9. Februar 2013 um 17:58 Uhr

noah baumbach macht in FRANCIS HA greta gerwig zu seinem zeitgenössischen antoine doinel. modern love, kompliziert, verästelt, redelustig.

Dominik Kamalzadeh am
9. Februar 2013 um 17:44 Uhr

Til Schweiger macht schon wieder dicht. Nicht nur das Cinemaxx 7, sondern auch der Überlauf war voll. War aber ohnehin nur als Lückenfüller gedacht. An die Notwendigkeit des Todes von Charlie Countryman glaube ich jedenfalls erst, wenn ich sie sehe. (Viel ärgerlicher, dass die Tickets für Viola schon weg waren.)

Ekkehard Knörer am
9. Februar 2013 um 15:47 Uhr

Draußen sterben die Leut'; drinnen ist Helmer nicht aus dem closet und der Vater kaum je aus dem Bett; tote Tierkinder und entlaufene Esel. Kein Brownian Movement, aber doch sehr intensiv ist "Oben ist es still" von Nanouk Leopold. Und: Großes letztes Solo für Jeroen Willems. 74cp

Ekkehard Knörer am
9. Februar 2013 um 15:35 Uhr

Tolles debüt aus ägypten: coming forth by day von hala lofty. Wie die protagonistin im minibus von ihrer nachbarin in ein gespräch über kopftuch und geister verwickelt wird - sehr stark

Cristina Nord am
9. Februar 2013 um 14:37 Uhr

Fülle des Wohllauts, Bildtonmusik Tag 1: John Aylward (Viola), Ned Oldham, Kim Taylor u.a. (I Used to Be Darker).

Daniel Eschkötter am
9. Februar 2013 um 14:06 Uhr

I Used to Be Darker. You are much smarter. You're mother was a punk. You're cat looks like a bitch. The world according to Porterfield, groß.

Daniel Eschkötter am
9. Februar 2013 um 14:06 Uhr

Untergewichtig: ulrich seidls diätcamp-fantasie

Cristina Nord am
9. Februar 2013 um 00:09 Uhr

In einigen Momenten könnte «Promised Land» ein Film über das unglückliche Bewusstsein werden, das im Inneren von fiesen Globalkonzernen seinem 9-to-5-Job nachgeht. Aber Eggers&VanSant&Damon haben sich für eine Weichspülung verabredet, die einer Dorfschullehrerin als Katalysator bedarf. Sundance-Populismus (Argo fuck yourself) (34cp).

Simon Rothöhler am
9. Februar 2013 um 00:04 Uhr

Halbschatten. AR Polles stoisches Unerwünschtseinspielen hofft sich manchmal das Quatschmachen als Auswegg her, beim Bäcker, am Staubsauger. Aber der Film nicht.

Michael Baute am
9. Februar 2013 um 00:03 Uhr

Viola: Falten, Träume, Sprechen durch Shakespeare & Gesichter. Schönste Gegenschussvermeidungen. Und Buenos Aires im Hintergrund. 65 dichte Minuten, die bleiben werden, komme what you will. (What we will: zweimal sehen.)

Daniel Eschkötter am
8. Februar 2013 um 23:59 Uhr

The Chase (Retro): Peter Lorres müde Zigarettenschwerkraft. Die sedierte Zeit beim minimal shifting der Plot-Schienen. Ein toll irrer bad guy ist Steve Cochran.

Michael Baute am
8. Februar 2013 um 23:34 Uhr

Wenn Romuald nicht kommt und Anne Ratte Polle allein mit den Kids rumhängt, passiert sowas: Halbschatten. (Singt keine Lieder.) Pitch: Alle anderen ohne alle & andere, aber mit Aussicht. Merken: Wenn sie [die Stieftochter in spe] ihren Kuchen nicht bekommt, gibt's Tränen.

Daniel Eschkötter am
8. Februar 2013 um 21:13 Uhr

Forum Expanded Eröffnung: das aleatorische Konzept ruft Sohrab Shahid Saless' «Ein einfaches Ereignis» (1973) in Erinnerung und Henryk M. Broders «Soll sein. Jiddische Kultur im jüdischen Staat» (WDR 1988); als interlude: die Gregors - living archive sui generis

Simon Rothöhler am
8. Februar 2013 um 20:47 Uhr

Der europäische körper sieht gegenüber dem amerikanischen seltsam aus: bei seidls PARADIES HOFFNUNG läuft die zärtlichkeit des diätcamps leer, in porterfields I USED TO BE DARKER flirtet noch kaputtness

Matthias Dell am
8. Februar 2013 um 19:04 Uhr

In Viola: Fluides Beharren auf Frauengesichter: Immanenz & wie dann die Offs Raum machen & barock abyme Bewegungen. Die Kinder von Shakespeare & Karagarga. 94cp

Michael Baute am
8. Februar 2013 um 16:11 Uhr

Shakespeare wird in die argentinische Wirklichkeit raubkopiert, das Kino zeigt dem Theater die Großaufnahme und Rivette hat jemanden, der ihm nachfolgt (Viola, Forum, 78cp)

Simon Rothöhler am
8. Februar 2013 um 16:08 Uhr

Wong kar wais niedergang ist keine aufregung mehr wert. Die entscheidung, den grandmaster als pixelmatsch vorzuführen allerdings schon

Lukas Foerster am
8. Februar 2013 um 13:33 Uhr

Von Matt Porterfield lernen heißt, die Räume eng zu machen und trotzdem von mehr als nur white people's private problems zu erzählen. Eine Sache der Rhythmen, der Gesten, einer schwer zu beschreibenden Offenheit. Mit Musik. (72cp)

Ekkehard Knörer am
7. Februar 2013 um 19:40 Uhr

«raising an american child» als geteilte gesellschaftsaufgabe. matt porterfield sammelt verstreute subkultur ein, um die usa neu aufzubauen: lokal, von unten, in Sätzen und Gesten, die sich trauen, ganz einfach zu sein (75cp)

Simon Rothöhler am
7. Februar 2013 um 19:08 Uhr