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Aktuelle Print-Ausgabe:
CARGO Film/Medien/Kultur 13
vom 15. März 2012

CARGO 13 Cover, CARGO 12 Cover,

Berlinale 2012

SMS-Archiv für 2012

der goldene bär hat ja gestern ordentlich druck auf den oscar gemacht

Bert Rebhandl am
19. Februar 2012 um 09:18 Uhr

Gemein: kein goldener bär für "tabu"

Cristina Nord am
18. Februar 2012 um 20:07 Uhr

Darüber nachzudenken, wie der verdi-streik sich zu all den revolutionsbildern des festivals verhält, habe ich auf dem fußweg zum potsdamer platz viel zeit

Cristina Nord am
18. Februar 2012 um 10:42 Uhr

ja, wer soll es machen, fragt sich das land - und hertha verpflichtet rehhagel. der goldene bär geht an die weiße kassettentür im schloss bellevue, die sich heute morgen um 11 uhr zwei minuten lang partout nicht öffnen wollte.

Simon Rothöhler am
17. Februar 2012 um 22:33 Uhr

Polyfokal, schön: Davy Chous Le sommeil d'or über das Filmerbe Kambodschas, die Zerstörungen, die abwesenden Filme. Die Vertriebenen, Ermordeten. Filmerzählungen & -imaginationen, oral film history. Und dann auch Seitwärtsfahrten durch die Gegenwart, auch sie sind toll.

Daniel Eschkötter am
17. Februar 2012 um 18:48 Uhr

Zwiespältige nazi-rock-doku im panorama. So sehr man die undercover-arbeit von thomas kuban schätzt - "'blut muss fließen'' ist zuerst making of von recherche

Matthias Dell am
17. Februar 2012 um 16:49 Uhr

liegt der hunsrück in shanxi? "white deer plain" braucht für das vorkommunistisch-chinesische "heimat" nur drei stunden, und dann sind immer noch nicht alle ahnentempel geschändet in diesen starken instant-epos in fahlen farben und ohne jegliches gute im menschen

Bert Rebhandl am
16. Februar 2012 um 21:30 Uhr

Wenn filme neureich sind: "gnade" im wettbewerb lässt keinen hubschrauberflug und keinen woolrich-parka aus

Cristina Nord am
16. Februar 2012 um 18:45 Uhr

Ein film, der noch den müll rausbringt, wenn er nur den kühlschrank aufmacht: der herbert-reinecker-gedächtnis-preis für redundanz geht an glasners "gnade"

Matthias Dell am
16. Februar 2012 um 14:30 Uhr

Das Protokoll vor dem Erfurter Papstbesuch, Routine & Ausnahme im Kleinstaat sind Heise fremder als das Leben der indigenen Kollas - oder schlicht herzlich egal. Die Lage hat einige schöne indiskrete Teleobjektivmomente und am Anfang tolle Verse des (t)ollen Brockes.

Daniel Eschkötter am
16. Februar 2012 um 13:18 Uhr

Menschenjagd in ungarn: in "csak a szel" von fliegauf bence gewinnen die bilder der extrem nahen kamera am ende kontur

Matthias Dell am
16. Februar 2012 um 11:06 Uhr

Hommage zum auslaufen: "silkwood" mit meryl streep, noch prä-tschernobyl, von heute aus betrachtet unfreiwillig zwischen "simpsons" und momentanem horror

Matthias Dell am
15. Februar 2012 um 21:36 Uhr

Wie ambivalent im Neuen Leben artikuliert wird (als sei's eine 2. Stimme), dass die Revolution - neue Menschen, Maschinen, Bauten - die Geschichte löschen muss.

Daniel Eschkötter am
15. Februar 2012 um 18:15 Uhr

"das neue leben" in der retro: fortschrittspropaganda in Baku, 1930. sowjetisches sonnenbaden, reinlichkeitserziehung, sprudelndes öl

Cristina Nord am
15. Februar 2012 um 17:24 Uhr

Einer kickboxenden frau schau' ich immer gerne zu. Und Soderberghs "haywire" hat außerdem tolle würgetechniken zu bieten

Cristina Nord am
15. Februar 2012 um 17:13 Uhr

The next uri geller in tiger, nilpferd & co. - edwins sehr ätherischer tierparkfilm "postcards from the zoo" im wettbewerb

Matthias Dell am
15. Februar 2012 um 15:07 Uhr

Tabu die 3.: Zur Wes-World kommen auch noch Pedro Costas Brecht & Juventudes Clotilde als Haushälterin. Gelenkiges Kino: Katholizismus, Kolonialismus, Schlager!

Daniel Eschkötter am
15. Februar 2012 um 13:31 Uhr

Eine Wiederaufnahme im Takt der Windräder: Scheffners insistierende Revision ist, wieder, eine Restitution: Wo statt Erinnerungen nur Fotos sind, holt der Film die Verhandlung als gerechte nach, hört Zeugen, Betroffene, lässt Stimme und Körper/Bild auseinandertreten: Cine-Gericht, virtuos, überzeugend, problematisch.

Daniel Eschkötter am
15. Februar 2012 um 13:22 Uhr

eine frage hätte ich übrigens noch zu "revision", den ich auch sehr gut finde: warum brannte eigentlich das feld?

Bert Rebhandl am
15. Februar 2012 um 01:35 Uhr

Kann simon nur zustimmen! "Tabu" ist eine tolle wanderung durch film- und kolonialgeschichte

Cristina Nord am
14. Februar 2012 um 18:47 Uhr

großartiger film: am «mount tabu» ist die verwirrte europäische libido immerhin dafür gut, einen befreiungskampf zu befördern; melancholische schlager schlagen in postkolonialismus um. wes anderson schien mir manchmal nicht weit und doch ist miguel gomes, allein schon wegen seines dokumentarischen eigensinns, ein kontinent für sich.

Simon Rothöhler am
14. Februar 2012 um 15:27 Uhr

Wenn's in deutschland kino gäbe, wär "was bleibt" der perfekte fernsehfilm: alle anderen auf elternbesuch im suburbanen raum von kölnbonn. Wohlstand&depression

Matthias Dell am
14. Februar 2012 um 11:21 Uhr

wie neugierde in schaustellerei übergeht: "la vièrge, les coptes et moi" (panorama) ist ein schulbeispiel für die probleme des marktgängigen dokumentarischen kinos, marke "hier komme ich" (in diesem fall:mit meiner orientalischen mutter)

Bert Rebhandl am
14. Februar 2012 um 08:44 Uhr

"Es steht mehr auf dem spiel als der griechische staatshaushalt" - siggi "pop" gabriel führt auf dem spd-filmabend in dennis gansels "die vierte macht" ein

Matthias Dell am
13. Februar 2012 um 23:33 Uhr

"Revision" von Philip Scheffner hat mich sehr beeindruckt. Film als politische Intervention, als Tribunal - und zugleich eine Reflexion darauf, wie Erinnerung, wie Erzählen funktionieren

Cristina Nord am
13. Februar 2012 um 23:16 Uhr

"Le sommeil d'or" im Forum: Erinnerungen an Phnom Penh & ein gewaltsam zerstörtes Filmerbe. Etwas unfokussiert, aber der Geschichte vom Wassergeist, auf dessen Zunge die Ehefrau erscheint, höre ich gerne zu

Cristina Nord am
13. Februar 2012 um 22:37 Uhr

herzog, ein menschenfänger auch im publikumsgespräch, erklärt seine methode mit vollendeter unbescheidenheit: you have to know the heart of man. und das schlimmste am 20. jahrhundert war die erfindung der psychoanalyse. ein fall von: dream envy?

Simon Rothöhler am
13. Februar 2012 um 20:57 Uhr

obszönes geschichtskino: zhang yimous nuttenopfergang zur errettung jungfräulicher schutzbefohlener der katholischen kirche in nanking 1937 (außer konkurrenz, in jeder hinsicht)

Bert Rebhandl am
13. Februar 2012 um 18:37 Uhr

Ein gegenstück zu karmakars demokratieverteidigung, politische praxis im angesicht des schreiadlers: der schöne dokumentarfilm "herr wichmann aus der 3. reihe"

Matthias Dell am
13. Februar 2012 um 16:46 Uhr

In Glaube, Liebe, Tod verteidigt Mutti die Festung Europa auf einem Brandenburger Hausboot. Peter Kern als Orson Welles (The Deep). Und Übernehmen ist Programm.

Daniel Eschkötter am
13. Februar 2012 um 15:53 Uhr

Kacey mottet klein for darstellerpreis! ein junge in den hüllen des erwachsenen lebens - "l'enfant d'en haut" von ursula meier

Matthias Dell am
13. Februar 2012 um 11:03 Uhr

Flüchtige Bilder, flüchtige Menschen, flüchtige Liebe: "Jaurès" von Vincent Dieutre im Forum

Cristina Nord am
13. Februar 2012 um 00:10 Uhr

Ein Film für Freunde von Fäden und Felsen: "Metéora" im Wettbewerb

Cristina Nord am
13. Februar 2012 um 00:05 Uhr

eröffnungsfilm im panorama 2013: karmakars "angriff auf die demokratie" als remake von ihm selbst mit manfred zapatka, der emckeaugsteinwelzerusw. spricht

Matthias Dell am
12. Februar 2012 um 23:22 Uhr

"this ain't california" (perspektive), sehenswerter dokumentarfilm übers skaten in der ddr. tolles footage, ein wenig nervige erzählung: sentimentale männer erinnern sich selbstgemütlich am lagerfeuer

Matthias Dell am
12. Februar 2012 um 17:30 Uhr

in «captive» räumt mendoza dem tierreich mehr screen time ein als isabelle huppert. ein zoom aus dem himmel zielt hier auf ameisen. konstatieren statt erzählen, situationen in serien statt befreiung als vektor. als das überleben gesichert ist, friert der film ein und zeigt auch deshalb: keine einzige falsche bewegung.

Simon Rothöhler am
12. Februar 2012 um 14:15 Uhr

In "barbara" ist die ddr eine chr-petzold-landschaft, die dem geschichtsbuch nichts beweisen muss. Was im kino fehlt, ist der audio-kommentar des regisseurs

Matthias Dell am
12. Februar 2012 um 10:12 Uhr

Kann man gemeinsam mit dem schönen barbara sehen: kazoku no kuni, einen ergreifenen film über den nichtausbruch aus einem totalitären system

Lukas Foerster am
12. Februar 2012 um 10:07 Uhr

In der retro: Gegen kulaken macht "ledolom" propaganda - und ist dabei immer wieder ein erstaunlich aufrichtiger film

Cristina Nord am
11. Februar 2012 um 19:46 Uhr

An "barbara" mag ich sehr viel - zum beispiel den wind und wie die heldin von ihrem plan abkommt

Cristina Nord am
11. Februar 2012 um 19:42 Uhr

Was "kunst" alles kann: Häftlinge, die rätselhafterweise wie schauspieler agieren, spielen häftlinge, die im gefängnis shakespeare proben. "ceasar must die"

Matthias Dell am
11. Februar 2012 um 14:42 Uhr

Wenn man exploitation-stoffe arthouse-gerecht veredelt, wird's oft ziemlich unappetitlich. So auch in "in the land of blood and honey"

Cristina Nord am
11. Februar 2012 um 10:50 Uhr

gefallen hat mir nuclear nation im forum, eine angenehm zentrumslose fukushimadoku. die katastrophe als verschiebung und deshalb sichtbarmachung von alltag

Lukas Foerster am
11. Februar 2012 um 00:37 Uhr

Kid thing im forum: ein wunderbarer tomboy treibt sein unwesen vor den toren von austin

Cristina Nord am
11. Februar 2012 um 00:14 Uhr

In B. Barnets umwerfender Komödie über das Girl with a Hatbox kommt das Glück mit dem Sowjetmietsystem & der schönsten Verführung zum Kuss, seit es Nadeln gibt.

Daniel Eschkötter am
10. Februar 2012 um 20:57 Uhr

Warum nicht um 20.15 uhr im fernsehen? calle overwegs unterhaltsam-intelligenter dogville-nachgespielter-paartherapie-dokfilm "beziehungsweisen". Kennt jeder

Matthias Dell am
10. Februar 2012 um 20:13 Uhr

Ein schlüsselfilm der post-9/11-versöhnung: "extrem laut und unglaublich nah". Es gibt auch szenen, bei denen keine streicher ans gefühl appellieren

Matthias Dell am
10. Februar 2012 um 16:22 Uhr

mehr als nur natacha kampouche: "a moi seule" (wettbewerb) von frédéric videau ist eine plausible fingierung einer cause célèbre

Bert Rebhandl am
10. Februar 2012 um 13:34 Uhr

ein afrikanischer jedermann, der ohne gefeilsche um ein ewiges Leben abtritt: "aujourd'hui" von alain gomis - erster höhepunkt im wettbewerb

Bert Rebhandl am
10. Februar 2012 um 13:18 Uhr

und noch ein camper, dessen fleissige pr-agentur gefühlte 30 emails pro tag verschickt: klaus lemke ist langsam aber sicher der helmut dietl des pseudo-dissidenten films. altherrenwitze, schlecht gealterte posen, mit oder ohne staatsknete

Simon Rothöhler am
9. Februar 2012 um 23:16 Uhr

bei «formentera» bekommt man sehnsucht nach lars eidinger, aber eigentlich: nach allen/m anderen. paarkrisenfilmparodie? timoteo im arthouse-dschungelcamp!

Simon Rothöhler am
9. Februar 2012 um 22:55 Uhr

Kann daniel eschkötter nur beipflichten: das werner-herzog-englisch inkl. der engagiert-pathetischen sprecherhaltung ist erkenntnisinstrument - "death row"

Matthias Dell am
9. Februar 2012 um 21:48 Uhr

Wer keine sorgen hat, macht sich salat: alle anderen schweigen mit ersatzeltern auf "formentera" (forum). Kulinarisches kino, sponsered by nido

Matthias Dell am
9. Februar 2012 um 16:46 Uhr

Wieder lässt Herzog sich erzählen, geht er Erzählungen nach. Aus dem Todestrakt, Death Row. Wieder: Sein Fragen, Aufmerken, Unterbrechen. Eigen für jeden. Groß.

Daniel Eschkötter am
9. Februar 2012 um 03:13 Uhr

nicht viel vorab gesehen: «revision», «die lage» im forum, der merkwürdige «arbeit» und «all divided selves» im forum expanded wären erste empfehlungen

Simon Rothöhler am
8. Februar 2012 um 23:39 Uhr