Berlinale 2012
SMS-Archiv für 2012
Bert Rebhandl amder goldene bär hat ja gestern ordentlich druck auf den oscar gemacht
19. Februar 2012 um 09:18 Uhr
Cristina Nord amDarüber nachzudenken, wie der verdi-streik sich zu all den revolutionsbildern des festivals verhält, habe ich auf dem fußweg zum potsdamer platz viel zeit
18. Februar 2012 um 10:42 Uhr
Simon Rothöhler amja, wer soll es machen, fragt sich das land - und hertha verpflichtet rehhagel. der goldene bär geht an die weiße kassettentür im schloss bellevue, die sich heute morgen um 11 uhr zwei minuten lang partout nicht öffnen wollte.
17. Februar 2012 um 22:33 Uhr
Daniel Eschkötter amPolyfokal, schön: Davy Chous Le sommeil d'or über das Filmerbe Kambodschas, die Zerstörungen, die abwesenden Filme. Die Vertriebenen, Ermordeten. Filmerzählungen & -imaginationen, oral film history. Und dann auch Seitwärtsfahrten durch die Gegenwart, auch sie sind toll.
17. Februar 2012 um 18:48 Uhr
Matthias Dell amZwiespältige nazi-rock-doku im panorama. So sehr man die undercover-arbeit von thomas kuban schätzt - "'blut muss fließen'' ist zuerst making of von recherche
17. Februar 2012 um 16:49 Uhr
Bert Rebhandl amliegt der hunsrück in shanxi? "white deer plain" braucht für das vorkommunistisch-chinesische "heimat" nur drei stunden, und dann sind immer noch nicht alle ahnentempel geschändet in diesen starken instant-epos in fahlen farben und ohne jegliches gute im menschen
16. Februar 2012 um 21:30 Uhr
Cristina Nord amWenn filme neureich sind: "gnade" im wettbewerb lässt keinen hubschrauberflug und keinen woolrich-parka aus
16. Februar 2012 um 18:45 Uhr
Matthias Dell amEin film, der noch den müll rausbringt, wenn er nur den kühlschrank aufmacht: der herbert-reinecker-gedächtnis-preis für redundanz geht an glasners "gnade"
16. Februar 2012 um 14:30 Uhr
Daniel Eschkötter amDas Protokoll vor dem Erfurter Papstbesuch, Routine & Ausnahme im Kleinstaat sind Heise fremder als das Leben der indigenen Kollas - oder schlicht herzlich egal. Die Lage hat einige schöne indiskrete Teleobjektivmomente und am Anfang tolle Verse des (t)ollen Brockes.
16. Februar 2012 um 13:18 Uhr
Matthias Dell amMenschenjagd in ungarn: in "csak a szel" von fliegauf bence gewinnen die bilder der extrem nahen kamera am ende kontur
16. Februar 2012 um 11:06 Uhr
Matthias Dell amHommage zum auslaufen: "silkwood" mit meryl streep, noch prä-tschernobyl, von heute aus betrachtet unfreiwillig zwischen "simpsons" und momentanem horror
15. Februar 2012 um 21:36 Uhr
Daniel Eschkötter amWie ambivalent im Neuen Leben artikuliert wird (als sei's eine 2. Stimme), dass die Revolution - neue Menschen, Maschinen, Bauten - die Geschichte löschen muss.
15. Februar 2012 um 18:15 Uhr
Cristina Nord am"das neue leben" in der retro: fortschrittspropaganda in Baku, 1930. sowjetisches sonnenbaden, reinlichkeitserziehung, sprudelndes öl
15. Februar 2012 um 17:24 Uhr
Cristina Nord amEiner kickboxenden frau schau' ich immer gerne zu. Und Soderberghs "haywire" hat außerdem tolle würgetechniken zu bieten
15. Februar 2012 um 17:13 Uhr
Matthias Dell amThe next uri geller in tiger, nilpferd & co. - edwins sehr ätherischer tierparkfilm "postcards from the zoo" im wettbewerb
15. Februar 2012 um 15:07 Uhr
Daniel Eschkötter amTabu die 3.: Zur Wes-World kommen auch noch Pedro Costas Brecht & Juventudes Clotilde als Haushälterin. Gelenkiges Kino: Katholizismus, Kolonialismus, Schlager!
15. Februar 2012 um 13:31 Uhr
Daniel Eschkötter amEine Wiederaufnahme im Takt der Windräder: Scheffners insistierende Revision ist, wieder, eine Restitution: Wo statt Erinnerungen nur Fotos sind, holt der Film die Verhandlung als gerechte nach, hört Zeugen, Betroffene, lässt Stimme und Körper/Bild auseinandertreten: Cine-Gericht, virtuos, überzeugend, problematisch.
15. Februar 2012 um 13:22 Uhr
Bert Rebhandl ameine frage hätte ich übrigens noch zu "revision", den ich auch sehr gut finde: warum brannte eigentlich das feld?
15. Februar 2012 um 01:35 Uhr
Cristina Nord amKann simon nur zustimmen! "Tabu" ist eine tolle wanderung durch film- und kolonialgeschichte
14. Februar 2012 um 18:47 Uhr
Simon Rothöhler amgroßartiger film: am «mount tabu» ist die verwirrte europäische libido immerhin dafür gut, einen befreiungskampf zu befördern; melancholische schlager schlagen in postkolonialismus um. wes anderson schien mir manchmal nicht weit und doch ist miguel gomes, allein schon wegen seines dokumentarischen eigensinns, ein kontinent für sich.
14. Februar 2012 um 15:27 Uhr
Matthias Dell amWenn's in deutschland kino gäbe, wär "was bleibt" der perfekte fernsehfilm: alle anderen auf elternbesuch im suburbanen raum von kölnbonn. Wohlstand&depression
14. Februar 2012 um 11:21 Uhr
Bert Rebhandl amwie neugierde in schaustellerei übergeht: "la vièrge, les coptes et moi" (panorama) ist ein schulbeispiel für die probleme des marktgängigen dokumentarischen kinos, marke "hier komme ich" (in diesem fall:mit meiner orientalischen mutter)
14. Februar 2012 um 08:44 Uhr
Matthias Dell am"Es steht mehr auf dem spiel als der griechische staatshaushalt" - siggi "pop" gabriel führt auf dem spd-filmabend in dennis gansels "die vierte macht" ein
13. Februar 2012 um 23:33 Uhr
Cristina Nord am"Revision" von Philip Scheffner hat mich sehr beeindruckt. Film als politische Intervention, als Tribunal - und zugleich eine Reflexion darauf, wie Erinnerung, wie Erzählen funktionieren
13. Februar 2012 um 23:16 Uhr
Cristina Nord am"Le sommeil d'or" im Forum: Erinnerungen an Phnom Penh & ein gewaltsam zerstörtes Filmerbe. Etwas unfokussiert, aber der Geschichte vom Wassergeist, auf dessen Zunge die Ehefrau erscheint, höre ich gerne zu
13. Februar 2012 um 22:37 Uhr
Simon Rothöhler amherzog, ein menschenfänger auch im publikumsgespräch, erklärt seine methode mit vollendeter unbescheidenheit: you have to know the heart of man. und das schlimmste am 20. jahrhundert war die erfindung der psychoanalyse. ein fall von: dream envy?
13. Februar 2012 um 20:57 Uhr
Bert Rebhandl amobszönes geschichtskino: zhang yimous nuttenopfergang zur errettung jungfräulicher schutzbefohlener der katholischen kirche in nanking 1937 (außer konkurrenz, in jeder hinsicht)
13. Februar 2012 um 18:37 Uhr
Matthias Dell amEin gegenstück zu karmakars demokratieverteidigung, politische praxis im angesicht des schreiadlers: der schöne dokumentarfilm "herr wichmann aus der 3. reihe"
13. Februar 2012 um 16:46 Uhr
Daniel Eschkötter amIn Glaube, Liebe, Tod verteidigt Mutti die Festung Europa auf einem Brandenburger Hausboot. Peter Kern als Orson Welles (The Deep). Und Übernehmen ist Programm.
13. Februar 2012 um 15:53 Uhr
Matthias Dell amKacey mottet klein for darstellerpreis! ein junge in den hüllen des erwachsenen lebens - "l'enfant d'en haut" von ursula meier
13. Februar 2012 um 11:03 Uhr
Cristina Nord amFlüchtige Bilder, flüchtige Menschen, flüchtige Liebe: "Jaurès" von Vincent Dieutre im Forum
13. Februar 2012 um 00:10 Uhr
Cristina Nord amEin Film für Freunde von Fäden und Felsen: "Metéora" im Wettbewerb
13. Februar 2012 um 00:05 Uhr
Matthias Dell ameröffnungsfilm im panorama 2013: karmakars "angriff auf die demokratie" als remake von ihm selbst mit manfred zapatka, der emckeaugsteinwelzerusw. spricht
12. Februar 2012 um 23:22 Uhr
Matthias Dell am"this ain't california" (perspektive), sehenswerter dokumentarfilm übers skaten in der ddr. tolles footage, ein wenig nervige erzählung: sentimentale männer erinnern sich selbstgemütlich am lagerfeuer
12. Februar 2012 um 17:30 Uhr
Simon Rothöhler amin «captive» räumt mendoza dem tierreich mehr screen time ein als isabelle huppert. ein zoom aus dem himmel zielt hier auf ameisen. konstatieren statt erzählen, situationen in serien statt befreiung als vektor. als das überleben gesichert ist, friert der film ein und zeigt auch deshalb: keine einzige falsche bewegung.
12. Februar 2012 um 14:15 Uhr
Matthias Dell amIn "barbara" ist die ddr eine chr-petzold-landschaft, die dem geschichtsbuch nichts beweisen muss. Was im kino fehlt, ist der audio-kommentar des regisseurs
12. Februar 2012 um 10:12 Uhr
Lukas Foerster amKann man gemeinsam mit dem schönen barbara sehen: kazoku no kuni, einen ergreifenen film über den nichtausbruch aus einem totalitären system
12. Februar 2012 um 10:07 Uhr
Cristina Nord amIn der retro: Gegen kulaken macht "ledolom" propaganda - und ist dabei immer wieder ein erstaunlich aufrichtiger film
11. Februar 2012 um 19:46 Uhr
Cristina Nord amAn "barbara" mag ich sehr viel - zum beispiel den wind und wie die heldin von ihrem plan abkommt
11. Februar 2012 um 19:42 Uhr
Matthias Dell amWas "kunst" alles kann: Häftlinge, die rätselhafterweise wie schauspieler agieren, spielen häftlinge, die im gefängnis shakespeare proben. "ceasar must die"
11. Februar 2012 um 14:42 Uhr
Cristina Nord amWenn man exploitation-stoffe arthouse-gerecht veredelt, wird's oft ziemlich unappetitlich. So auch in "in the land of blood and honey"
11. Februar 2012 um 10:50 Uhr
Lukas Foerster amgefallen hat mir nuclear nation im forum, eine angenehm zentrumslose fukushimadoku. die katastrophe als verschiebung und deshalb sichtbarmachung von alltag
11. Februar 2012 um 00:37 Uhr
Cristina Nord amKid thing im forum: ein wunderbarer tomboy treibt sein unwesen vor den toren von austin
11. Februar 2012 um 00:14 Uhr
Daniel Eschkötter amIn B. Barnets umwerfender Komödie über das Girl with a Hatbox kommt das Glück mit dem Sowjetmietsystem & der schönsten Verführung zum Kuss, seit es Nadeln gibt.
10. Februar 2012 um 20:57 Uhr
Matthias Dell amWarum nicht um 20.15 uhr im fernsehen? calle overwegs unterhaltsam-intelligenter dogville-nachgespielter-paartherapie-dokfilm "beziehungsweisen". Kennt jeder
10. Februar 2012 um 20:13 Uhr
Matthias Dell amEin schlüsselfilm der post-9/11-versöhnung: "extrem laut und unglaublich nah". Es gibt auch szenen, bei denen keine streicher ans gefühl appellieren
10. Februar 2012 um 16:22 Uhr
Bert Rebhandl ammehr als nur natacha kampouche: "a moi seule" (wettbewerb) von frédéric videau ist eine plausible fingierung einer cause célèbre
10. Februar 2012 um 13:34 Uhr
Bert Rebhandl amein afrikanischer jedermann, der ohne gefeilsche um ein ewiges Leben abtritt: "aujourd'hui" von alain gomis - erster höhepunkt im wettbewerb
10. Februar 2012 um 13:18 Uhr
Simon Rothöhler amund noch ein camper, dessen fleissige pr-agentur gefühlte 30 emails pro tag verschickt: klaus lemke ist langsam aber sicher der helmut dietl des pseudo-dissidenten films. altherrenwitze, schlecht gealterte posen, mit oder ohne staatsknete
9. Februar 2012 um 23:16 Uhr
Simon Rothöhler ambei «formentera» bekommt man sehnsucht nach lars eidinger, aber eigentlich: nach allen/m anderen. paarkrisenfilmparodie? timoteo im arthouse-dschungelcamp!
9. Februar 2012 um 22:55 Uhr
Matthias Dell amKann daniel eschkötter nur beipflichten: das werner-herzog-englisch inkl. der engagiert-pathetischen sprecherhaltung ist erkenntnisinstrument - "death row"
9. Februar 2012 um 21:48 Uhr
Matthias Dell amWer keine sorgen hat, macht sich salat: alle anderen schweigen mit ersatzeltern auf "formentera" (forum). Kulinarisches kino, sponsered by nido
9. Februar 2012 um 16:46 Uhr



