Filmauswahl
Steve McQueen:
Hunger (2008)
Die wahre Leidens-Geschichte des IRA-Kämpfers Bobby Sands als Dreiakter: Höllenfahrt, diskursive Auseinandersetzung und Hungertod, vom Videokünstler Steve McQueen in eindrückliche Szenen gesetzt.
Quentin Tarantino:
Inglourious Basterds (2009)
In ein paar Kapiteln und zweieinhalb Stunden stellt Quentin Tarantino mit Hilfe des Kinos die Geschichte des Dritten Reichs auf den Kopf.
Volker Koepp:
Memelland (2009)
Auf den Spuren deutscher Geschichte, auf den Spuren auch eines eigenen Films aus den frühen Siebziger Jahren begibt sich Volker Koepp in den äußersten Osten des einstigen Ostpreußen.
Ang Lee:
Taking Woodstock (2009)
Ein Film über Woodstock, der das Event marginalisiert; oft sehr entspannt, manchmal an der Grenze zur Interesselosigkeit. Tolle Kamera von Eric Gautier (Assayas/Desplechin).
Kathryn Bigelow:
Tödliches Kommando (The Hurt Locker) (2008)
Die US-Besatzung des Irak als filmischer Erfahrungsraum - klassische Action-Montagen voller gravity statt routinierte Anti-Kriegs-Rhetorik.
Andreas Dresen:
Whisky mit Wodka (2009)
Eine Schauspielerkomödie: Was bei Woody Allen schwarz ist - die Komik und die Abgründe, in die sie blickt - ist hier eher a whiter shade of pale. Rügen ist nicht Manhattan. «Whisky mit Wodka»: Hellgrau scheint die Sonne am Ostseestrand.
Harun Farocki:
Zum Vergleich (2009)
Ein Film über den Begriff der Arbeit - am Beispiel des Häuserbauens. Verglichen wird diese Arbeit in einer traditionellenen, einer früh- und einer hochindustriellen Gesellschaft. Die kleinste Einheit dieser Arbeit, auf die sich «Zum Vergleich» ausschließlich konzentriert, ist der Ziegelstein.
