Filmauswahl
Steve McQueen:
Hunger (2008)
Die wahre Leidens-Geschichte des IRA-Kämpfers Bobby Sands als Dreiakter: Höllenfahrt, diskursive Auseinandersetzung und Hungertod, vom Videokünstler Steve McQueen in eindrückliche Szenen gesetzt.
Quentin Tarantino:
Inglourious Basterds (2009)
In ein paar Kapiteln und zweieinhalb Stunden stellt Quentin Tarantino mit Hilfe des Kinos die Geschichte des Dritten Reichs auf den Kopf.
Sono Sion:
Love Exposure (Ai no mukidashi) (2008)
Vier Stunden Non-Stop-Tempo mit Sex, Katholizismus, Unter-dem-Rock-Fotografie, Schwanzabschneiden und Liebe: Wer da reingeht, kommt aus dem Staunen so schnell nicht heraus.
James Benning:
One Way Boogie Woogie / 27 Years Later (2005)
Milwaukee einst (1977) und näher am Jetzt (2004): Kurze, teils erstaunlich verspielte Einstellungen als Original und Remake hintereinander weg. Eine Studie über Stadt, den Bildausschnitt und die Zeit.
Rudolf Thome:
Pink (2009)
Die Punk-Dichterin Pink (Hannah Herzsprung) hat zwischen drei Männern zu wählen. Sie zähle, was für jeden einzelnen spricht, zusammen und nimmt dann erst den einen, dann den anderen, dann den dritten zum Mann.
Michael Mann:
Public Enemies (2009)
Kein Biopic über das öffentliche Leben und Sterben von John Dillinger, sondern ein period picture in high definition, das alle Zeichen des Genres einer Revsion unterzieht.
Kathryn Bigelow:
Tödliches Kommando (The Hurt Locker) (2008)
Die US-Besatzung des Irak als filmischer Erfahrungsraum - klassische Action-Montagen voller gravity statt routinierte Anti-Kriegs-Rhetorik.
