Filmauswahl
Jan Schütte:
Bis später, Max! (2007)
Aus drei Isaac-Bashevis-Singer-Geschichten macht Jan Schütte einen Film. Im Zentrum der rund achtzigjährige Schriftsteller Max Kohn (Otto Tausig), der sich in New York, Florida und New Hampshire in die Betten der Frauen begibt und imaginiert.
Werner Schroeter:
Diese Nacht (Nuit de chien) (2008)
Verfilmung des Romans "Para esta noche" ("Für diese Nacht", 1943) von Juan Carlos Onetti: Ein Mann kommt in eine von Gewaltherrschaft und Aufruhr geprägte Stadt und versucht, eine Passage auf dem letzten Schiff in die Freiheit zu bekommen. Eine Allegorie des Abschieds.
Alex Proyas:
Knowing (2009)
Unglücke werden prophezeit, der Wissenschaftler John Koestler (Nicolas Cage) verliert seinen Unglauben, Figuren im Schatten sind Wesen von Anderswoher, die mit der bedrohten Menschheit Kontakt aufnehmen.
Jonathan Demme:
Rachels Hochzeit (Rachel Getting Married) (2008)
Jonathan Demme konfrontiert eine neuenglische Hochzeitsgesellschaft mit der psychisch schwer angeschlagenen Schwester der Braut. Anne Hathaway gibt ihrem Prinzessinnen-Image erfolgreich einen Knacks, die Konfliktkonstellationen nehmen erwartete und andere Ausgänge.
Larry Charles:
Religulous (2008)
US-Comedian und -Talker Bill Maher führt (in jedem Sinn des Worts) Gläubige vor, die er für harmlose Irre oder gefährliche Verrückte hält. Ein angeblich dem vernünftigen Zweifel verpflichtetes Pamphlet, in dem Borat-Regisseur Larry Charles die Selbstdarstellungen des immerzu im Bild befindlichen Maher gern unterstreicht.
Carlos Reygadas:
Stellet Licht (2007)
In einer mexikanischen Mennonitengemeinde mit Laiendarstellern gedreht. Ein gläubiger Mann zwischen zwei Frauen. Eine streng komponierte Meditation über Zweifel und Glauben, mit Anklängen an Dreyer und Klängen von Jacques Brel.
