Marco Bellocchio
Im deutschsprachigen Raum ist Marco Bellocchio der große Unbekannte des italienischen Kinos. Seine intellektuell wie ästhetisch kühne Auseinandersetzung mit dem linken Terrorismus «Buongiorno, notte»
(2003) kam mit vier Jahren Verspätung in wenige deutsche Kinos. Für uns war der Film nicht nur ein Ereignis, sondern auch das Startsignal, sich eingehender mit Bellocchios Werk zu beschäftigen, an dessen
Beginn ein Klassiker der europäischen Kinomoderne steht: «I pugni in tasca» (1965).
Unser Interesse an Bellocchio ist durch das Fachismus-Melodram «Vincere» (2009) noch einmal erneuert worden und hat schließlich dazu geführt, dass wir Anfang Mai in der Via Nomentana in Rom ein langes Gespräch
mit dem bald 71-jährigen Regisseur führen konnten.










