Klaus Lemke ist der ultimative Maverick des Neuen Deutschen Films. Er hat am Aufbruch der Sechziger Jahre von München aus partizipiert, hat in Hamburg gelernt, den Rockern aufs Maul zu schauen und hat sehr bald die Institutionen, Betriebsstrukturen und Fördersysteme des deutschen Films nach Möglichkeit hinter sich gelassen. Was er nun auf eigene Faust dreht, mit Mini-Budget und dem Leben abgeschauten jungen Darstellerinnen, ist das Kino, wie nur einer wie Lemke es sich erträumen kann. Das Erstaunlichste ist, dass ausgerechnet das deutsche Fernsehen ihm das regelmäßig abkauft. Klaus-Peter Flügel und Jorinde Reznikoff haben sich mit dem Filmemacher unterhalten und uns diesen Ausschnitt zur Verfügung gestellt.


