Interviews
Videos
- Southern Stories - Ross McElwee im Gespräch Video Neu Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 7. Februar 2012
- Local Cinema - Matt Porterfield im Gespräch Video Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 12. Januar 2012
- Persona non grata - Lars von Trier im Gespräch Video Von Robert Weixlbaumer 4. Oktober 2011
- «Schlafkrankheit» - Ulrich Köhler im Gespräch Video Von Simon Rothöhler 24. Juni 2011
- Twin Brother - Jean-Pierre Gorin im Gespräch Video Von Michael Baute , Simon Rothöhler 10. April 2011
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Werkgespräch - Rudolf Thome
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Den Start von Rudolf Thomes jüngstem Film DAS ROTE ZIMMER nehmen wir zum Anlass für ein großes Interview über sein Werk und sein Leben. Im ersten Teil spannt sich der Bogen von Thomes Anfängen als Filmkritiker und Filmemacher im München der 60er Jahre bis zu einem seiner größten Erfolge beim Publikum und (nach Anlaufschwierigkeiten) auch bei der Kritik: BERLIN CHAMISSOPLATZ.
Von Lukas Foerster , Ekkehard Knörer 13. Januar 2011 -
Talentspäher - Christoph Hübner im Gespräch
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Der Dokumentarist Christoph Hübner hat u.a. Filme über Arbeiterstreiks und Thomas Harlan («Wandersplitter») gemacht (gemeinsam mit Gabriele Voss). Seit 1998 arbeitet er an einer faszinierenden Langzeitbeobachtung von Fußballerkarrieren, die vor über zehn Jahren im damals allseits bestaunten Jugendinternat von Borussia Dortmund ihren Anfang genommen haben. CARGO sprach mit ihm über dieses Projekt: über den Traum vom Profisport, Stars in the making und den harten Alltag hinter der medienöffentlichen Sportbühne.
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 13. Juli 2010 -
Ritual Singing - Miguel Gomes im Gespräch
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Miguel Gomes, 1972 in Lissabon geboren, hat erst zwei Langfilme gedreht und bekommt trotzdem schon Gesamtwerk-Retrospektiven: in Wien, in Buenos Aires, jetzt in Berlin. CARGO sprach mit ihm über seinen Werdegang, «corny songs», Rossellini und sein neues Projekt «Tabu».
Von Ekkehard Knörer , Simon Rothöhler 5. Juni 2010 -
Sense of Place - Brillante Mendoza im Gespräch
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Brillante Mendoza ist im internationalen Festivalbetrieb so etwas wie der Regisseur der Stunde. In den letzten eineinhalb Jahren wurden zwei seiner Filme (Serbis, 2008 und Kinatay, 2009) in Cannes und einer in Venedig (Lola, 2009) jeweils für den internationalen Wettbewerb ausgewählt.
Von Lukas Foerster 3. Oktober 2009 -
The State I Am In - Avi Mograbi im Gespräch
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Avi Mograbi macht seit den frühen 1990er Jahren politische Dokumentarfilme, die sich mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt auseinandersetzen. Seine jüngste Arbeit «Z 32» lief 2008 in Cannes. CARGO sprach mit ihm über den Zustand der israelischen Linken, die verbliebenen politischen Optionen und seine Herkunft.
Von Simon Rothöhler 8. September 2009 -
Visual Music - Stephen Dwoskin im Gespräch
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Stephen Dwoskin startete seine Karriere als Avantgarde-Filmer inmitten der New Yorker Underground-Szene. Berühmt und berüchtigt wurde er mit Filmen wie «Dyn Amo» und «Behindert», intensiven Körper-(Selbst)- Beobachtungen aus allernächster, oft kaum erträglicher Nähe. CARGO sprach mit ihm über Leben und Werk: ein Video-Interview in vier Teilen.
Von Ekkehard Knörer 2. September 2009 -
ArtCinema - Apichatpong Weerasethakul im Gespräch
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Nach nur vier Spielfilmen gilt der in Thailand geborene und aufgewachsene Apichatpong Weerasethakul bereits heute als einer der bedeutendsten Autorenfilmer seiner Generation. Wir sprachen mit ihm über seine Herkunft und Ausbildung, den Kunstraum, Filmfestivals und die thailändische Popkultur.
Von Ekkehard Knörer , Simon Rothöhler 31. März 2009 -
The Sonic Outlaw - Craig Baldwin im Gespräch
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Craig Baldwin ist einer der wichtigsten Found Footage-Filmemacher der Gegenwart. Politische Geschichte erzählt er als «weird history», zusammengesetzt aus B-Film-Fragmenten und Archivfunden. Im Februar trafen wir ihn in Neukölln zu einem Gespräch.
Von Bert Rebhandl 19. März 2009 -
Small Movies and Small Business - Andrew Bujalski im Gespräch
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Seit seinen ersten beiden Filmen "Funny Ha Ha" (2002) und "Mutual Appreciation" (2003) gilt der amerikanische Regisseur Andrew Bujalski, der in Harvard u.a. bei Chantal Akerman studiert hat, als großes Versprechen auf ein US-Independent-Kino ohne unmittelbare Sundance-Kompatibilität. Auf der Berlinale haben wir Bujalski zu einem Gespräch getroffen.
Von Ekkehard Knörer , Simon Rothöhler 10. Februar 2009 -
Das Amerikanische der Prignitz - Christian Petzold im Gespräch
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Der Berliner Regisseur Christian Petzold gehört zu den wenigen deutschen Filmemachern, die kontinuierlich arbeiten können und international wahrgenommen werden. "Jerichow", der am 8. Januar in die Kinos kommt, ist Petzolds neunter Spielfilm seit er 1995 mit "Pilotinnen" debütierte. Vergangenen Dezember trafen wir ihn zu einem Gespräch.
Von Ekkehard Knörer , Simon Rothöhler 12. Januar 2009 -
Fighter im System - Dominik Graf im Gespräch
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Mit großer Selbstverständlichkeit bewegt sich der Filmemacher Dominik Graf zwischen Kino und Fernsehen. Beide Produktionszuammenhänge begreift er als kommerzielle Systeme, die von den Rändern her innovativ gehalten werden können. Mit Dominik Graf sprachen wir Ende November 2008 in Berlin.
Von Ekkehard Knörer , Simon Rothöhler 11. Dezember 2008 -
InkarNation - Lav Diaz im Gespräch
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Der philippinische Regisseur Lav Diaz öffnet dem Weltkino ganz neue Dimensionen. Seine vielstündigen Filme sind zugleich Nationalgeschichte und melancholische Reflexion auf deren Unmöglichkeit. Wir haben im Oktober 2008 in Berlin mit ihm ein ausführliches Gespräch geführt. Hier die wichtigsten Passagen.
Von Ekkehard Knörer , Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 12. Oktober 2008
Audiointerviews
- Once Upon A Time - Nuri Bilge Ceylan im Gespräch Audiointerview Neu 24. Januar 2012
- In Treatment - David Cronenberg im Gespräch über «A Dangerous Method» Audiointerview Von Cristina Nord 30. November 2011
- Target Lady - Kristen Wiig im Gespräch über «Bridesmaids» Audiointerview Von Bert Rebhandl 20. Juli 2011
- Fiktionsgewinne - Bret Easton Ellis im Gespräch über «Imperial Bedrooms» Audiointerview 7. November 2010
- Citizen Zuckerberg - Aaron Sorkin im Gespräch über «The Social Network» Audiointerview 7. Oktober 2010
- Mystische Geschichte - Shirin Neshat im Gespräch über magischen Realismus und Konzeptkunst Audiointerview 12. Juli 2010
- Klassenkampf: Apichatpong Weerasethakul im Gespräch über die politische Situation in Thailand, Zensur und seinen neuen Film Audiointerview 25. Mai 2010
- Antichrist: Lars von Trier im Gespräch über Misogynie, schamanische Reisen, Angstzustände und innere Bilder. Audiointerview 12. Dezember 2009
- Ruhr: James Benning im Gespräch über seinen neuen Film Audiointerview 12. November 2009
- Funny People: Judd Apatow im Gespräch über Komiker in der Krise und sein Standing im Hollywood-System. Audiointerview 14. September 2009
- Public Enemies: Michael Mann im Gespräch über die historische Figur Dillinger und die HD-Ästhetik. Audiointerview 23. Juli 2009
- Birdwatchers: Marco Bechis im Gespräch über ethnische Authentizität, die Wahrheit des Kinos, die Ansprüche der Landlosen - und über Werner Herzog. Audiointerview 12. Juli 2009
- 40 Jahre Forum: Ulrich Gregor im Gespräch über die Ereignisse bei der turbulenten Berlinale 1970 und ein Leben mit gut 30 000 Filmen. Audiointerview 1. Juli 2009
- Klaus Lemke: Baaders Tennisschläger Ein Gespräch über Rainer Werner Fassbinder, die RAF und den Tennisschläger von Andreas Baader. Audiointerview 7. Juni 2009
- Adoration: Atom Egoyan im Gespräch über seinen aktuellen Film und die geopolitischen Bruchlinien nach 9-11. Audiointerview 20. Mai 2009
- The International: Tom Tykwer im Gespräch über den Eröffnungsfilm der Berlinale 2009. Audiointerview 2. Mai 2009
- Kino als Perversion: Slavoj Zizek im Gespräch über «A Pervert's Guide to the Cinema». Audiointerview 2. Mai 2009
- Wolverine: Hugh Jackman im Gespräch über eine Karriere zwischen blutigem Ernst und Zunge in der Wange. Audiointerview 2. Mai 2009
Im Webmagazin:
- Dinge passieren lassen Michelangelo Frammartino im Gespräch Im Webmagazin Von Ekkehard Knörer 3. Juli 2011
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Paranoischer Blick der Liebe
Christoph Hochhäusler & Ulrich Peltzer im Gespräch zu «Unter dir die Stadt»
Im Webmagazin
Von Ekkehard Knörer 31. März 2011 - «Der Faschismus hat nie existiert» Ein Interview mit Susana de Sousa Dias Im Webmagazin 14. Oktober 2010
Im Heft
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Edgardo Cozarinsky
Die Nacht sing ihre Lieder
Nur in Heft 12
Edgardo Cozarinsky, geboren 1939 in Buenos Aires, wurde vor allem durch den Film Le guerre d’un seul homme bekannt, in dem er 1982 Wochenschaumaterial aus den Jahren 1941 bis 1943 mit den Pariser Tagebüchern von Ernst Jünger aus dieser Zeit zu einer komplexen Montage über die faschistische Peripetie verband. Sein Werk changiert zwischen Kino und Literatur, in den letzten Jahren sind eine Reihe sehr interessanter Bücher erschienen (Die Braut aus Odessa). Sein Film Skizzen zu einer imaginären Biographie (Apuntes para uma biografía imaginaria) weckte 2010 meine Neugierde, und so nahm ich bei der Viennale 2011, wo Cozarinsky seinen neuesten Film Nocturnos präsentierte, die Gelegenheit wahr, ausführlich über seine frühen Jahre in Argentinien und seine Zeit in Paris zu sprechen, über Begegnungen mit Jorge Luis Borges und Raúl Ruiz, über die Medien der Erinnerung und das zwiespältige Glück, einen unanfechtbaren europäischen Reisepass zu haben.
Von Bert Rebhandl 14. Dezember 2011 -
Haile Gerima
«Mir geht es nicht um Mittelklasse und schon gar nicht um die Koexistenz mit dem Imperium»
Nur in Heft 11
Haile Gerima, geboren am 4. März 1946 in Gonder in Äthiopien, zählt zu den wichtigsten Figuren des postkolonialen Kinos. Er studierte Theater zuerst in Addis Abeba, dann in Chicago, bevor er Ende der 60er Jahre in Los Angeles zum Film kam. Zusammen mit Charles Burnett (Killer of Sheep), Julie Dash (Illusions), Larry Clark (Passing Through), Billy Woodberry (Bless their Little Hearts) Ben Caldwell (I and I) oder Jamaa Fanaka (Welcome Home, Brother Charles) war er Teil einer losen Gruppe an der UCLA, die später mit dem Label «LA Rebellion» versehen wurde. Derzeit wird diese Bewegung in den USA mit Ausstellungen und Filmschauen wiederentdeckt. Haile Gerima, der inzwischen in Washington lebt, findet für seine Filme das Geld eher in Deutschland, wie zuletzt für Teza (Morgentau), in dem er eine neuere Nationalgeschichte Äthiopiens entwirft. Im Kino gab es für Teza nur eine kurze und wenig erfolgreiche Auswertung, nun gibt es aber auch eine DVD-Ausgabe, die hoffentlich ein größeres Publikum findet. Im CARGO-Gespräch geht Haile Gerima ausführlich auf sein filmisches Werk ein, äußert sich aber auch grundsätzlicher zu einem «cinema of struggle» aus afrikanischer Perspektive.
Von Bert Rebhandl 7. September 2011 -
Peter Kubelka
«Der Zeigefinger ist eines der ersten Kunstmedien»
Nur in Heft 10
Peter Kubelka, geboren 1934 in Oberösterreich, hat in der Geschichte des Avantgardefilms beinahe legendären Status. Seinem Arnulf Rainer (1960), in dem er auf die grundlegenden Elemente des Films zurückging (Licht, Schwarzfilm, Ton, Stille), wurde verschiedentlich ein vergleichbarer Status zugeschrieben, wie ihn Malewitschs Schwarzes Quadrat in der Malerei einnimmt. Danach hat Kubelka nur noch sehr sporadisch Filme gemacht, sich vielmehr konsequent «entspezialisiert» und in zahlreichen Vorträgen in aller Welt seine grundlegende Theorie der Metapher entwickelt, die er bevorzugt auch an Beispielen aus der Küche veranschaulicht. Kürzlich ist in Wien eine Publikation zu dem von ihm kuratierten Zyklischen Programm Was ist Film? erschienen, in dem die Filme vorgestellt werden, die im Österreichischen Filmmuseum immer dienstags laufen und dort als «Beispiele» das Medium Film erschließen. Und noch in diesem Jahr will Kubelka einen neuen Film präsentieren, mit dem er noch einmal an Arnulf Rainer anzuschließen versucht. Im Gespräch erwies er sich als konsequenter Verfechter eines sehr eigenwilligen Naturalismus.
Von Bert Rebhandl 15. Juni 2011 -
Paul Schrader
Nur in Heft 09
Auf Paul Schrader hatten wir in den letzten Jahren eher sporadisch geachtet, zum Beispiel anlässlich seiner Verfilmung des sehr guten Romans Affliction von Russell Banks. Arbeiten der Nullerjahre wie Auto Focus und The Walker erinnerten als Um- und Weiterschreibungen an eine Filmografie, die weit in die 70er Jahre zurückreicht. Als sich zu Jahresbeginn die Gelegenheit zu einem Gespräch in Wien ergab, nahmen wir uns sein wechselvolles Werk der letzten Dekade noch einmal vor. Zu entdecken war (und ist) hier Schraders Versuch, die Themen und Motive seiner großen Filme (von American Gigolo bis Patty Hearst) unter schwierigen ökonomischen Umständen noch einmal aufzunehmen und zu aktualisieren. Wir begegneten schließlich einem bemerkenswert desillusionierten Intellektuellen, der sein eigenes Spätwerk in weiten Teilen als gescheitert und nicht der Rede wert zu betrachten scheint. An Schrader, über Jahrzehnte ein Insider der amerikanischen Filmindustrie, lässt sich in jedem Fall ablesen, wie sich das, was einmal New Hollywood war, zunehmend in der unübersichtlichen Produktionsmittelwelt der globalisierten Finanz- und Subventionsströme verliert.
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 23. März 2011 -
Jacques Doillon
Nur in Heft 08
Jacques Doillon ist einer der unterschätzten Regisseure des französischen Kinos. Sein Werk changiert zwischen sensiblen Figurenportraits, die er häufig mit jugendlichen Schauspieldebütanten erarbeitet, und offenen Abenteuern, deren politische Sprengkraft sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließt. Bei der «Viennale» ergab sich im Oktober die Gelegenheit zu einem ausführlichen, mäandernden Gespräch.
15. Dezember 2010 -
Eyal Sivan
Nur in Heft 07
Die Orange ist eine runde Frucht, sie hat keine zwei Seiten wie der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern, Juden und Arabern, «Westen» und «Orient». In seinem Dokumentarfilm «Jaffa – An Orange’s Clockwork» erzählt Eyal Sivan anhand der bekannten Orangen aus Jaffa eine kritische Geschichte des Zionismus. Wir sprachen mit ihm im Juni in Berlin — wenige Tage, nachdem Israel einen Konvoi von Hilfsschiffen nach Gaza im Mittelmeer gewaltsam gestoppt hatte — über die Ikonökonomie der Orange, über Bilderpolitik und Historikerstreit, und über seine jüdische Identität.
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 15. September 2010 -
Marco Bellocchio
Nur in Heft 06
Im deutschsprachigen Raum ist Marco Bellocchio der große Unbekannte des italienischen Kinos. Seine intellektuell wie ästhetisch kühne Auseinandersetzung mit dem linken Terrorismus «Buongiorno, notte» (2003) kam mit vier Jahren Verspätung in wenige deutsche Kinos. Für uns war der Film nicht nur ein Ereignis, sondern auch das Startsignal, sich eingehender mit Bellocchios Werk zu beschäftigen, an dessen Beginn ein Klassiker der europäischen Kinomoderne steht: «I pugni in tasca» (1965). Unser Interesse an Bellocchio ist durch das Fachismus-Melodram «Vincere» (2009) noch einmal erneuert worden und hat schließlich dazu geführt, dass wir Anfang Mai in der Via Nomentana in Rom ein langes Gespräch mit dem bald 71-jährigen Regisseur führen konnten.
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 10. Juni 2010 -
Brillante Mendoza
Nur in Heft 05
In nur fünf Jahren ist Brillante Mendoza, der 2005 im Alter von 45 Jahren seinen ersten Film machte, zu einem der wichtigsten Regisseure des Weltkinos geworden. Er nimmt für sich in Anspruch, die sozialen Realitäten der Philippinen in Geschichten zu verwandeln und bedient sich dabei einer involvierenden Dramaturgie und einer Ästhetik der Unmittelbarkeit. Bert Rebhandl und Lukas Foerster haben sich mit Mendoza im Februar 2010 unterhalten.
Von Lukas Foerster , Bert Rebhandl 25. März 2010 -
Mircea Cartarescu
Nur in Heft 04
Nicht nur der Fall der Berliner Mauer jährt sich heuer zum zwanzigsten Mal, auch die Revolution in Rumänien rückt zum Jubiläum wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Schriftsteller Mircea Cartarescu (53) war Zeit- und Augenzeuge der dramatischen Ereignisse, die mit Flucht und Hinrichtung des Ehepaars Ceausescu am 22. Dezember 1989 einen Höhepunkt erreichte. Mit seiner Romantrilogie «Orbitor» (deutscher Titel: «Die Wissenden») strebt er nicht weniger als eine Totalgeschichte dieser Epoche an. Im Gespräch mit Bert Rebhandl gibt er Auskunft über seine Poetik, seine Erfahrungen mit der Diktatur und der Freiheit, und das Nachleben des Geheimdienstes Securitate.
Von Bert Rebhandl 10. Dezember 2009 -
David Gordon Green
Nur in Heft 03
«Ich möchte, dass ein Indie-Regisseur, der auf Dramen spezialisiert war, eine verrückte Komödie mit starkem Marihuana-Einfluß dreht.» Dieser Satz des einflussreichenreichen Regisseurs und Produzenten Judd Apatow bedeutete eine Wende in der Karriere von David Gordon Green («George Washington», «All the Real Girls», «Undertow», «Snow Angels» und eben: «Pineapple Express»). Wir unterhielten uns mit dem Regisseur über seine originäre Bewegung durch das amerikanische Kino, über die HBO-Serie «Eastbound & Down» und Freunde wie Danny McBride, Jody Hill und Wayne Kramer.
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 3. September 2009 -
«Wie kann man das Individuum schützen?»
Nur in Heft 03
Jia Zhang-ke im Gespräch über seine Erfahrungen mit der chinesischen Zensur, über die zentralistische Modernisierung und seine Einschätzung der Demokratiebewegung
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 3. September 2009 -
Olivier Assayas
Nur in Heft 02
Olivier Assayas, geboren 1955 in Paris, ist der zentrale Regisseur einer Generation französischer Filmemacher, die vor der Aufgabe standen, das Erbe der Nouvelle Vague antreten zu müssen. Derzeit dreht er u.a. in Paris, Berlin, Budapest und Beirut eine weit ausholende Trilogie über den Terroristen Carlos. Wir trafen Assayas zu einem ausführlichen Gespräch über dieses Projekt und seine politische Biographie, darüber, wie er arbeitet und was es heißt, in einer Tradition zu stehen.
Von Ekkehard Knörer , Simon Rothöhler 4. Juni 2009 -
Thomas Harlan
Nur in Heft 01
Thomas Harlan, geboren 1929 in Berlin, ist einer der großen Außenseiter der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der Sohn des Filmemachers Veit Harlan («Jud Süss», «Immensee») wuchs in einem Haushalt auf, in dem Goebbels verkehrte. In den frühen 60er-Jahren ging er nach Polen, um persönlich aus den Akten die ungesühnt gebliebenen Verbrechen zahlreicher deutscher Täter nachzuweisen. In den 70er-Jahren war er Zeuge der portugiesischen Nelkenrevolution, das Umbruchjahr 1989 erlebte er auf Haiti. Aus seinem Engagement, seinen Reisen, seinen Leidenschaften erwuchs ein komplexes filmisches («Torre Bella», «Wundkanal» und «Souvenance») und literarisches («Rosa», «Heldenfriedhof») Werk. Wir besuchten Thomas Harlan vergangenen November in der Nähe von Berchtesgaden.
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 5. Februar 2009


