14. März 2010, Woche 10/2010        Blog
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CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 04 vom 10. Dezember 2009

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CARGO 04/2009 Cover «Mad Men»
CARGO 05 erscheint am 25. März 2010.

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  • Inhaltsverzeichnis von Heft 04/2009
  • Editorial


Inhalt

  • Oh So Not Blue
  • Absolut Gondry
  • Instrumentalkunde: Techno
  • Zukunft des Kinos
  • Zardoz
  • Wie Deutsch Das Ist
  • Spaghetti antiquata
  • Pripyat cont.
  • Aktuelle Tendenzen in der Aufführungspraxis avancierter Videokunst
  • No One Does It Like You
  • OneDreamRush
  • Laika
  • Little Bribes
  • Shia LaBeouf: Regiedebüt
  • Super Arielle
  • Sooper-trooper, howev.
  • Plansequenz
  • Dark Night of the Soul
  • Tafelwerk
  • Bullet Time Redux
  • Generational Jesus
  • David Lynch - Shot in the Back of the Head
  • Toy Baby Grand
  • Three Weeks in Burj AlBarajneh
  • Under Construction
  • Steve is Not Happy
  • Oliver Husain
  • Opiniyama
  • Arcade Fire: Miroir Noir
  • Entburkat
  • Ich tue nichts zur Sache
  • Sussmans Sabinerinnen in Seattle
  • Phantoms of Nabua
  • Yael Bartana: Summer Camp
  • Jennifer Reeves Fuck Buttons
  • Big Shave
  • Bela Lugosi tot mit Musik
  • brenez über barnet
  • oasis
  • Dollase vs. Warhol
  • Fröhliche Monster
  • Musik Video Favoriten 2008
  • Sofia Coppola: Miss Dior Chérie
  • Mark Leckey: Post Turner

Feed

CARGO Container Video

  • Oh So Not Blue

    Rarum.

    05.02.2010, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Eine echte Rarität: James Camerons einziges Musikvideo, für die kurzlebige Band "Martini Ranch" (zu deren zwei Köpfen Bill Paxton gehörte). Aus dem Jahr 1988 ist es und Cameo-Auftritte gibt es darin unter anderem von Lance Henriksen und, jawoll, Kathryn Bigelow. Hier ist's (via):


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  • Absolut Gondry

    Colorama.

    03.02.2010, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Während, wie berichtet, Spike Jonze jüngst einen von Absolut Vodka gesponserten Film gedreht hat, der, wie auch berichtet, in der Generation-Sektion der Berlinale zu sehen sein wird, sieht das jüngste Musikvideo von Michel Gondry aus wie ein Werbefilm für United Colors of Benetton. Ist es aber, so weit ich weiß, nicht. Sondern eben ein Musikvideo, für die Musikerin Mia Doi Todd (via):


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  • Instrumentalkunde: Techno

    Japanische Untertitel.

    26.11.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Das Trio Brandt Brauer Frick spielt elektronische Musik auf nichtelektronischen Instrumenten. Sehr elegant bewegt sich die Kamera durch den Aufbau. Spannendes Projekt, tolles Video (von Daniel Brandt und Julian Schleef). Bonus: Ballett. Bop.


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  • Zukunft des Kinos

    The Greenaway Version.

    15.10.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Experimentalfilm, Kunst, Video

    Von der Zukunft des Kinos macht sich ja jeder so seine eigene Vorstellung. In einem lesenswerten Artikel bei Moving Image Source erklärt Leo Goldsmith, wie Peter Greenaway dazu kam, das Kino, wie wir es kannten, für tot zu erklären - und mit der Zukunft, wie er sie sieht, weiterzumachen. Einen etwas verwackelten Eindruck davon kann man sich auch auf Youtube machen. Da nämlich ist ein VJ-Set zu sehen, bei dem Greenaway selbst seine Film-Trilogie The Tulse Luper Suitcase zum nonnarrativen Multi-Screen-Live-Event umgestaltet.


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  • Zardoz

    Meese.

    09.10.2009, Ekkehard Knörer in: Kunst, Video

    Früher begann der Tag mit einer Schusswunde. (So hieß mal ein Gedichtband von Wolf Wondratschek.) Meiner begann heute mit einem Video von Jonathan Meese. Der macht da das für ihn eher übliche Kaschperltheater, und zwar bei sich zu Hause. Zuhausekaschperltheater mit Fensterblick. Dass ich's erst schwer erträglich fand, kann ich mir zwar nicht verdenken. Aber wenn er dann anfängt, seine Zeichnungen runterzublättern und immer neue Geräusche dazu zu machen und auch mal die Stofftiere, die bremerstadtmusikantenhaft auf dem Bett sitzen, zu streicheln, so dass ein Stofftiergeräuschselbstkommentarzuhausekaschperltheater draus wird... also, hat was. Gelegentlich wird auch eine DVD-Verpackung in die Kamera gehalten, Zardoz, Suspiria. Und ein Foto von Scarlett Johansson hat Meister Meese sowieso im Regal. (Ach so, Titel des im Januar 2008 entstandenen Meisterwerks: Scarlettierbaby's Revolutions Parfum: Dictatorship of Art (2008)


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  • Wie Deutsch Das Ist

    Pappe.

    29.09.2009, Ekkehard Knörer in: Ausstellungen, Fotografie, Video

    Der Künstler der Stunde: Thomas Demand. Große Retro in der Berliner Nationalgalerie. Botho Strauss gibt texttafelmäßig zu Demands Bildern seinen Senf. Und ganz kulturstiftungsmäßig gibt es reichlich aufgedonnerte intellektuelle Begleitmusik, mit Vorträgen - Name der Reihe: "How German is it" (mit Fragezeichen) - von Jacques Rancière bis Rem Kohlhaas, von Astrid Proll bis Hans-Jürgen Syberberg, von Günter Walraff bis Til Schweiger. Okay, okay, Til Schweiger hab ich erfunden. Aber der Rest und viele viele mehr kommen uns echt ins Haus.

    Bei Demand ist alles aus Pappe bei und nichts aus erster Hand, vielmehr ist er ein Meister des Wirklichkeits-Nachbaus nach Fotomodellen, mit anschließendem beinah täuschendem erneutem fotografischen Reenactment des Fotos von der Wirklichkeit (nebenbei gesagt, ganz großartiger Reenactment-Roman: Tom McCarthys "8 1/2 Millionen").

    Ich schau mir das an und berichte dann mehr. Vorerst aber ein Tunnel, denn manchmal macht Demand nach denselben Prinzipien - Nachbau einer irgendwie emblematischen Fotografie/Wirklichkeit aus Pappe; dann Aufnahme - auch einen Film. Hier, in "Tunnel" (1999), gibt es den Tunnel zu sehen, in dem ihr Chauffeur Lady Di, sich und Dody, von Paparazzi gejagt, zu Schanden fuhr. Bei Demand aber alles unheimlich still, leer, steril geradezu. Courtesy of UbuWeb:


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  • Spaghetti antiquata

    Daniel Kehlmann gegen das Regietheater

    28.07.2009, Bert Rebhandl in: Serien, Theater, Video

    Der nach Diedrich Diederichsen bekannteste Fan der Simpsons im deutschsprachigen Raum, Daniel Kehlmann, hat sich in seiner Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele gegen das Regietheater, das er mit Videowänden und Spaghettiessen auf der Bühne assoziiert, ausgesprochen. Er hat dabei auch kulturelle Fronten aufgemacht, die von unserer Seite schon lange exklusiv unterlaufen werden: Cargo "liest Romane, geht ins Kino, kauft DVD-Boxen mit den intelligentesten amerikanischen Serien", nimmt Theater aber deswegen nicht "als fernen Lärm wahr, als Anlass für wunderliche Artikel im Feuilleton, als Privatvergnügen einer kleinen Gruppe folgsamer Pilger, ohne Relevanz für Leben, Gesellschaft und Gegenwart", sondern als kulturelles Teilsystem, in dem Brillanz und Blödsinn nicht viel anders verteilt sind als in allen anderen auch. Eine, die entscheidende Frage hat Daniel Kehlmann übrigens zu beantworten vergessen: Was ist das eigentlich, eine "historisch akkurate Inszenierung eines Theaterstücks"? Er wird doch nicht am Ende so etwas meinen wie zuletzt Der zerbrochene Krug mit Klaus Maria Brandauer in der Einrichtung durch Peter Stein?


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  • Pripyat cont.

    Aus der Zone.

    27.07.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    In einem früheren Blogeintrag hatte ich schon auf diverse Aufnahmen aus Pripyat, der dem Atomreaktor von Tschernobyl nächstgelegenen Stadt, hingewiesen. Nun gibt es auch ein - ganz schön dämliches - Musikvideo, das dort entstanden ist. Delphic: "This momentary".  [via creative review]


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  • Aktuelle Tendenzen in der Aufführungspraxis avancierter Videokunst

    Da. Da.

    16.07.2009, Ekkehard Knörer in: Kunst, Video

    Wir befinden uns auf der 2. Ebene des Berlin Carré gegenüber vom Fernsehturm. Hier ist die Zick Zack Nähwelt. Da gibt es Stoffe und Nähmaschinen von Singer und Pfaff.

    Daneben ist der McDonald mit McCafé. Da ist eine Gruppe von Pfadfindern mit bräunlichen Uniformen und grünen Socken.

    Daneben ist der Audio-Palace. Da kann man Bongo-Trommeln kaufen; und Plattenspieler, als DJ.

    Daneben ist das Ostpaket. Da gibt es Grabower Küsschen und Wurzener Waren und das Sandmännchen und viele Dinge, deren Namen ich nicht kenne.

    Daneben ist das Pfennigland. Da kommen die Waren hin, die kein anderer Laden auf der Welt noch verkaufen will.

    Daneben ist der Raum mit der Videoinstallation von Eske Schlueters und Axel Gaertner. Da geht es um die Maske als Antlitz und Spiegel, um Identität und das Erbe der Revolution.

    Daneben ist die Cartridge World. Da kann man Drucker und das überteuerte Zubehör wie vor allem Patronen vergleichsweise günstig erwerben.

    Daneben ist die Kunstgalerie Glas / Foto. Da sind Scheußlichkeiten des Kunsthandwerks zu erwerben.

    Daneben ist das Brauhaus Mitte. Da kann man auch draußen sitzen und blickt auf die S-Bahn.

    Daneben ist die Tropicana Bar, in der man, wie es sich gehört, Pizza und Flammkuchen bekommt. Da ist aber niemand.


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  • No One Does It Like You

    Schussgespenster.

    01.07.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Absolut fabelhaftes Musikvideo, wenn Sie mich fragen. Gerade zufällig drüber gestolpert. Von Patrick Daughters und Marcel Dzama. Musik: Department of Eagles.

    Update: Ich sehe schon, den Namen Patrick Daughters muss ich mir merken. Weil (übrigens mal wieder ein Plansequenzvideo):

    Und weil:


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  • OneDreamRush

    Wodka.

    12.06.2009, Ekkehard Knörer in: Video, Werbung

    OneDreamRush ist bzw. wird ein Werbefilm, für eine neuseeländische Wodka-Marke mit dem Namen 42 Below. Ein Werbefilm als Omnibusfilm aus 42 Filmen in je 42 Sekunden Länge von 42 RegisseurInnen. Vorgabe: Bilder eines Traums. Offenbar gab es einen Wettbewerb dafür und eine Jury - darin: Werner Herzog, Mu Deyuan, Cary Woods, Xia Gang, Ge You - und ein Festival in Peking, bei dem die 42 Filme vorgestellt wurden. Auch in Cannes waren die Filme offenbar zu sehen. Info von hier, die offizielle Website ist hier und weitere Informationen gibt es da. Dort auch eine Liste der ausgewählten RegisseurInnen. Sie ist nicht nur kurios, sondern wird, wie Alice sagen würde, curiouser and curiouser. Film, Kunst, Comic, Musik. Hipster, Experimentalfilmer, Sympathen und Unsympathen wild durcheinander:

    Kenneth Anger (Youtube), Grant Morrison: The 42nd Minute (Youtube), Matt Pyke, UK, Chris Milk, USA, “Last Day Dream” (Youtube), Dee Poon, China, “An Exercise in Futility” (feat. Chun Xiao), Arden Wohl, USA, “Jacobian”, Asia Argento, Italy, “S/He”, Zhang Yuan, China, Michele Civetta, Italy, “Astarte”, Florian Habicht, New Zealand, Liebestraume, Taika Waititi, New Zealand, “Last Night”, Yung Chang, China/Canada, “Alishan”, Abel Ferrara, USA, Sergei Bodrov, Russia/USA, David Lynch, USA, Larry Clark, USA, Chan Marshall, Charles Burnett, USA, Joe Coleman, USA, Terence Koh, China/Canada, Carlos Reygadas, Mexico, Zachary Croitoroo, USA, Rinko Kikuchi, Japan, Mike Figgis, UK, Tadanobu Asano, Japan, Griffin Marcus, USA, Brian Butler, USA, Rajan Mehta, Floria Sigismondi, Italy/USA, Sean Lennon, USA, Leos Carax, France, James Franco, USA, Niki Caro, New Zealand, Lou Ye, China, Harmony Korine, USA, Lola Schnabel, USA, Mote Sinabel, Japan, Chris Graham, New Zealand, Jonathan Caouette, USA, Gaspar Noe, Argentina/France, Jonas Mekas, Lithuania/USA

    Es gibt einen Trailer und Kenneth Angers Segment, Titel Death, ist auch online. Beides folgt.


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  • Laika

    Bar.

    12.06.2009, Ekkehard Knörer in: Video

    Streichholz-Stopmotion. Werbefilm für eine Bar in Montreal. [via feingut]

    LAÏKA (SHORT VERSION) from Guillaume Blanchet on Vimeo.


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  • Little Bribes

    Death Cab For Cutie

    22.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Kein offizielles Musikvideo, aber eines, dem Zuviel - nicht nur Buchstäblichkeit - gerade genug ist. Von Ross Ching, zu Death Cab For Cuties Song "Little Bribes". [via Feingut]

    Death Cab for Cutie - Little Bribes from Ross Ching on Vimeo.

     


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  • Shia LaBeouf: Regiedebüt

    Cage.

    19.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Shia LaBoeuf (Transformers und so) ist offenbar mit dem Rapper Cage eng befreundet. So kommt es, dass er für ihn nun ein Musikvideo gedreht hat: I Never Knew You. Mehr steht, heißt es hier, noch ins Haus: [via video.antville]

    Set to coincide with the release of the free digital EP, Cage will spend February filming the video for “I Never Knew You” in LA with close personal friend Shia Labeouf (making his directorial debut). The video is the first official collaboration between Cage andLabeouf which will ultimately culminate in a full-length feature film based on the rapper’s young life starring Labeouf himself.

    Hier ist das Video:


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  • Super Arielle

    Dombasle macht Musik.

    08.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Arielle Dombasle, Schauspielerin (Rohmer, Marker, Ruiz) und Ehefrau von Bernard-Henri Lévy, hat ein Album mit Neo-Chanson-Superstar (Philippe) Katrine aufgenommen. Hier das sehr schöne Superhelden-Comic-Musikvideo zum Song "Extraterrestre" [via mesimagesquibougent]:

    Clip : Arielle Dombasle - Extraterrestre
    by femmes

     


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  • Sooper-trooper, howev.

    Im Studio.

    05.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Und noch ein Musikvideo als Plansequenz. Nyle: Let The Beat Build. Diesmal auch mit Informationen zu und Aufnahmen von den Proben. Das reine Vergnügen war es nicht [via Le Journal Graphic]:

    The musicians in the video are all friends or friends of freinds that became friends. They all seem to appear from nowhere because we built a makeshift wall in the studio, which they would all have to run out of as soon as the camera was facing another direction.

    The shoot was a pretty grueling day, with 31 takes in all, plus 6 practice takes. Everybody was a super-trooper, howev.

    Nyle "Let The Beat Build" from Nyle on Vimeo.



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  • Plansequenz

    Lippensynchron.

    03.05.2009, Ekkehard Knörer in: Video

    Plansequenz-Lippensynchron-Musikvideo, dessen Spontaneität ganz sicher das Ergebnis eines beträchtlichen choreografischen Aufwands ist [via Feingut]:

    Lip Dub - Tambureddu HD from Leonardo Dalessandri on Vimeo.

     

     


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  • Dark Night of the Soul

    Lynch mal wieder.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Regisseure, Video

    Das folgende ist, wenn ich recht verstehe, der 16sekündige Trailer für einen Musikvideoclip, den David Lynch für das Danger Mouse & Sparklehorse-Kollaborationsalbum "Dark Night of the Soul" dreht. Oder vielleicht dreht er gar kein Video, sondern ist nur für das Album-Artwork zuständig? Genau verstehe ich es nicht, der Hinweis kommt von Playlist, wo es auf jeden Fall auch noch die Fotografie eines Posters zum Album gibt:


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  • Tafelwerk

    In Kreide.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Dies Stop-Motion-Musikvideo - zu Firekites: Autumn Story, von Lucinda Schreiber and Yanni Kronenberg - ist nicht nur sehr schön, es schließt auch direkt an die ganz frühen Animationsfilme von Blackton an.


    Firekites - AUTUMN STORY - chalk animation from Lucinda Schreiber on Vimeo.


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  • Bullet Time Redux

    Special Effect Standstill.

    17.04.2009, Ekkehard Knörer in: Video, Werbung

    Bin beeindruckt. Ein Werbefilm von Adam Berg: Philips Carousel. Bullet Time Redux. [via videos.antville.org]


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  • Generational Jesus

    Jünger als Jesus: Ryan Trecartin.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Kunst, Video

    Im New Museum in New York findet die erste "The Generational: Younger Than Jesus"-Ausstellung statt. Geplant ist eine Triennale, in bewusster Konkurrenz zur Whitney-Biennale für zeitgenössische Kunst. Der Titel allerdings nennt ein Auswahl- bzw. Ausschluss-Kriterium: Es ist eine U33-Veranstaltung. Keine/r kommt rein, der/die älter ist als Jesus je wurde. (Zu Jesus vgl. Paul Verhoeven.) In den zwei Berichten zur Ausstellung, die ich bisher kenne, wird vor allem ein Künstler als zentrale Figur genannt: Ryan Trecartin. 1981 in Texas geboren, an der Rhode Island School of Design in Providence studiert, in Philadelphia lebend, schwul. 2006 auf der Whitney Biennial, allzeit bei YouTube - dort mit eigenem Kanal als Wian Treetin.

    Momus in seinem Blog click opera über Trecartin:

    I get a camp aggression towards normality from the films -- all the characters seem exaggeratedly obnoxious, the settings ugly, heightened from normality into a kind of farce-normality. And yet the pushing-into-garishness of normal suburban ugliness (which happens also formally, on the level of edits and video effects and dialogue) actually becomes weirdly compelling, and suggests a utopia of artificiality, a kind of peacockery of ugliness which becomes a new sort of beauty. I don't think you could really ask anything more of a 28 year-old artist. Hail the new Jesus of OMG!

    Jordan Mejias in der FAZ von heute:

    In einem wüsten Dauerangriff auf unser Wahrnehmungssystem entfesselt Trecartin Figuren, die wie ungeratene Nachkommen der Commedia dell'Arte mit krass geschminkten Gesichtern und schriller Gestik eine knallbunte, hyperaktive Performance hinfetzen. Zwischen Albtraum und Fieberphantasie sind da auch sexuell entgrenzte Charaktere damit beschäftigt, ihre Identität neu zu verpacken.

    Auch bei UbuWeb ist Trecartin vertreten, unter anderem mit seinem spielfilmlangen Werk I-Be Area.


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  • David Lynch - Shot in the Back of the Head

    Musikvideo von David Lynch.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Das Animations-Musikvideo zu Mobys "Shot in the Back of the Head", der ersten Auskopplung aus seiner Ende Juni erscheinenden neuen CD "Wait For Me", hat kein geringerer als der große transzendentale Meditationist David Lynch zusammengekritzelt. Via video.antville.org. Enjoy:


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  • Toy Baby Grand

    Zeichen, Wunder.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Das habe ich so auch noch nicht gesehen: Ein Musikvideo aus Text und Umsonst-Animated-Gifs. Eine Parade aus Zeichen und Wundern. Das ganze gibt es zusätzlich auch noch als kleines Computerspiel mit fliegenden Eisbären. Boy in Static - Toy Baby Grand. Regie: Alexander Chen und Philip Stockton. [via videos.antville.org]


    Boy in Static - Toy Baby Grand from Alexander Chen on Vimeo.


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  • Three Weeks in Burj AlBarajneh

    10.04.2009, Ekkehard Knörer in: Politik, Video

    In “Three Weeks in Burj AlBarajneh,” Katayoun Vaziri gives an intimate perspective on life inside a Palestinian refugee camp in Lebanon. Funded by a Yale travel grant, the artist spent three weeks in the camp last summer forging relationships with its inhabitants far beyond those seen in most documentaries.


    3 week in Burj AlBarajneh from Katayoun Vaziri on Vimeo./p>

    Alles via index magazine, Text von dort.


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  • Under Construction

    10.04.2009, Ekkehard Knörer in: Dokumentarfilm, Experimentalfilm, Video

    Was herauskäme, wenn man Andrej Tarkowski und Videogame-Ästhetik und Jia Zhang-Ke kreuzte? Etwas wie Zhenchen Lius Under Construction vielleicht. [auf Zohilofs Dailymotion-Kanal]


    Under construction
    by zohilof

     


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  • Steve is Not Happy

    Google.

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor, Internet, Ökonomie, Video

    Grandios, via Praschls Vague, "'Charlie Rose' by Samuel Beckett":


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  • Oliver Husain

    Wow.

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Wow. Das ist mal ein tolles Musikvideo, von Oliver Husain, zu "Alter Ego: Betty Ford"


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  • Opiniyama

    Akinori Oishi.

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Comic, Video

    Sind so kleine - und reizende - Mikrofilme, von Akinori Oishi. Solche

    Akinori Oishi

    Hinreißend und süchtig machend auch dieses kleine Flash-Spiel von Oishi. [via click opera]


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  • Arcade Fire: Miroir Noir

    Miroir Noir von Arcade Fire bei Pitchfork.

    07.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Die definitiv etwas andere Band- und Konzert-Doku ist Miroir Noir der tollen kanadischen Indie-Band Arcade Fire. Gerade für kurze Zeit umsonst bei pitchfork.tv. Mehr dazu gibt es hier zu lesen. Der erste Teil [nicht mehr] hier, der Rest des insgesamt 70 Minuten langen Werks bei Pitchfork.

    [Ich hab das Video rausgenommen, weil es immer von selber startet.]

    [via nerdcore]


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  • Entburkat

    Chloe Sevigny zieht die Burka aus.

    03.04.2009, Ekkehard Knörer in: Video

    Chloe Sevigny

    Chloe Sevigny entledigt sich ihrer Burka, in einem kurzen Film von Alia Raza mit dem (Nicht-)Titel Untitled (Terrace to Mirror). Oder: Die Frau, die sich der Burka entledigt, erweist sich als Chloe Sevigny [Sorry: Spoiler] Exklusiv bei The Moment, dem Mode-Blog der New York Times. [dank für den Hinweis an Christopher Pückler]


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  • Ich tue nichts zur Sache

    Ghost Machine. Ein Video Walk im Hau 1 mit Janet Cardiff und George Bures Miller.

    27.03.2009, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Kunst, Theater, Video

    Ghost Machine Video Walk

    Ghost Machine. Videowalk. Von Janet Cardiff und George Bures Miller. HAU 1. 26.3.2009, 20.15 bis 20.47 Uhr

    Man setzt sich auf den Stuhl vor dem Spiegel und schaltet die Kamera an, die man in der Hand trägt. Die Kamera filmt nichts, die Linse ist verdeckt, aber auf dem kleinen Kameramonitor sieht man dennoch bewegte Bilder. Da läuft ein Film. Auf dem Kopfhörer gibt es den Ton dazu. Eine Stimme spricht mit dir, sie adressiert dich, sie sagt: Folge der Kamerabewegung des Films, den du auf dem Kameramonitor siehst. Der Film, den ich sehe, ist genau da gedreht, wo ich bin. Die ihn gefilmt hat, sitzt zu Beginn im Stuhl vor dem Spiegel. Sie ist ein Ich, die Kamera zeigt also das, was man subjektive Einstellungen nennt. Ich bin eingeladen und aufgefordert, mich mit der Person, die da spricht, mit der Person, deren Bewegungen ich folge, den Anweisungen ihrer Stimme gehorchend, folge, mich mit dieser Person, die ich nicht bin, zu identifizieren - wie man so sagt.

    Ich identifiziere mich. Ich gehorche. Ich folge. Ich höre zu. Ich bin, indem ich dies tue, unterwegs in einer Geschichte, die die ihre ist, nicht die meine. Aber mein Körper, meine Sinne sind drin im Film, in der Geschichte. Der Kopfhörer-Sound ist supersorround. Als ich später einmal in einer Dachkammer stehe und Schritte hinter mir höre, die nicht hinter mir, sondern nur im Kopfhörer sind, muss ich mich geradezu zwingen, den Kopf nicht zu wenden, dem Trug nicht zu verfallen. Ich halte meine Sinne beisammen und verweigere micht der Verwechslung von Realität und Fiktion. Was nicht einfach ist.

    Zurück zum Anfang. Steh auf, geh die Treppe runter, geh durch die offene Tür rechts, geh die Treppe rauf. Die Stimme im Ohr sagt mir, ich tun soll. Ich gehorche, ich stehe auf, den Blick auf den Monitor der Videokamera gerichtet. Ich höre, ich sehe. Ich setze mich in Bewegung. Auf dem Monitor sehe ich eine attraktive Frau. Auf der realen Treppe ist außer mir niemand. Ich höre Stimmen. Sie sind in meinem Kopf, draußen sind sie nicht. Sie sind, ich bin nicht verrückt, in meinem Kopfhörer. Ich höre Schritte, meine, sie vermischen sich mit den Schritten der Frau in meinem Kopf. Ich folge weiter den Anweisungen der Stimme. Wenn ich über den Monitor hinausblicke, ist und bleibt da erst einmal weiterhin nichts.

    Ich bin backstage, werde durch Theatergänge geleitet, gehe durch Theatertüren, sehe Theatergegenstände. Alles, was ich sonst gar nicht zu sehen bekomme. Aber darum geht's nicht. Alles ist nun Kulisse im Film, in dem ich nicht mitspiele. Es gibt gar keine Einsichten, oder fast keine, außer: So sieht's hier aus. Hier die Garderobe. Hier die Wendeltreppe zur Bühne. Hier die Dusche, hier noch ein Zimmer, hier siehst du dich im Spiegel. Ah, der Spiegel. Der ist interessant. Denn auf dem Monitor sieht man im Spiegel eine Fremde. Die Frau, die mit mir spricht, ist im Spiegel. Was auch wieder nicht wahr ist, denn die Frau im Spiegel ist Janet Cardiff. Die Frau in meinem Ohr ist Sophie Rois. Es gibt eine englische Version des Video-Walk, da spricht Janet Cardiff selbst. In der deutschen Version macht sie als Frau im Spiegel die passenden Mundbewegungen zu den Worten, die Sophie Rois spricht.

    Die Videowalks von Janet Cardiff und Bures Miller aktivieren den Filmbetrachter, aber sie sind nicht interaktiv. Was ich tue, tut nichts zur Sache. Ich tue nichts zur Sache. Ich kann den Dingen, der Geschichte keine andere Wendung geben, als jene, die sie im fertig gedrehten Film immer schon nehmen. Dies ist kein Videospiel, kein Egowalker. Was Cardiff und Miller aber in Szene setzen, ist eine Verdopplung. Man folgt der Geschichte, die man im Film sieht, am Ort, an dem sie spielt. In der Illusion des Filmischen wird so, zum Schein, die vierte Wand eingerissen. Die klare Spaltung von hie Filmdiegese, da ich im Sessel wird unklarer. Arbeit am Immersiven. Keineswegs verwechsle ich mich mehr als gehabt mit der Figur, mit der ich mich identifiziere. Im Gegenteil: Ich bin von ihr, der Stimme, ja immer auch angesprochen, adressiert. Ich "erlebe", was sie erlebt, indem ich ihren Anweisungen - die nicht in die Diegese gehören - folge.

    Ich verwechsle auch nicht die Räume: den realen, in dem ich bin, und den fiktiven, der dem realen so ähnelt. Oder: Ich verwechsle sie und zugleich nicht. Ich muss mich dazu anhalten, sie nicht zu verwechseln. Theoretisch ist und bleibt alles klar unterscheidbar. Dennoch ist alles irritiert. Ich werde immerzu auf dem falschen Fuß erwischt. Weil ich mobilisiert bin, weil ich der Täuschung, um deren Täuschungscharakter ich weiß (wie wir, unterwegs im Fiktionalen, immer eigentlich Bescheid wissen, dass uns in Wahrheit nur mitgespielt wird), nur zu gern erläge. Eine weitere Irritation kommt ins Spiel durch die geringen Abstände, in denen die Zuschauer/Beobachter/Mitspieler losgeschickt werden. Man sieht sich, man folgt sich, man begegnet sich. Man kommt sich in den Blick.

    Irgendwann stehe ich so nach dem Gang durch Garderoben und Gänge auf der Bühne des Hebbel-Theaters im Dämmerlicht. Zuvor schon habe ich aus einer Loge im ersten, aus einer Tür im zweiten Rang hinuntergeblickt. In der Fiktion und, über den Monitor hinausblickend, von ihm absehend, auch im Realen. Jetzt blicke ich, bevor ein Mann im Sopran zu singen beginnt (in der Fiktion), hinaus auf die Loge, auf die Tür im ersten Rang und im zweiten. Die Stimme im Ohr hält mich nicht dazu an. Sie erzählt weiter ihre Geschichte. Ich handle dem den Rahmen der Fiktion setzenden, freilich unausgesprochenen, nie unterzeichneten Pakt also zuwider, indem ich anderswohin blicke. Dort oben stehen nun andere Videowalker. Sie sehen mich auf der Bühne, so wie ich zuvor meine Vorgänger auf der Bühne sah. Oder sie sehen mich nicht, falls sie auf den Monitor blicken. Ich sehe, wie ich vielleicht gesehen werde, auf der Bühne stehend. Zugleich behalte ich meinen kleinen Monitor im Blick, auf dem ich im "selben" Raum anderes sehe.

    Ich spiele ja nichts, hier auf der Bühne. Ich bin, der ich bin: beobachtender, beobachteter Videowalk-Teilnehmer. Die vierte Wand ist nicht weg. Dennoch steht die Stabilität all der Regeln - der Identifikation, der Immersion, der klaren Unterscheidung von Diegese und Rezeption - seltsam in Frage. Man kann auf dem Standpunkt beharren, dies alles sei nichts als Sinnestäuschung und Spiel. Weil aber mein Sein im und mit dem Fiktionalen immer schon auf einer Einwilligung zum Spiel und einer Lust an der Täuschung beruht, ist in Wahrheit doch alles ins Schwanken geraten auf meinem von außen betrachtet etwas seltsamen Gang durchs Theater: Ein Mann mit Kopfhörern auf dem Kopf, die Kamera in der Hand, deren Monitor im Blick. Es sieht aus, als filme er. Doch auch das täuscht.

    Ghost Machine ist eine Wiederaufnahme anlässlich der Cardiff/Miller-Installation im Hamburger Bahnhof in Berlin. Der Videowalk findet noch von heute bis Sonntag statt, mehr auf den Seiten des HAU 1. Die Installation ist noch bis zum 17. Mai zu sehen.


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  • Sussmans Sabinerinnen in Seattle

    Eve Sussmans Raub der Sabinerinnen in Seattle. Reisenotizen, 4. Teil.

    06.03.2009, Ekkehard Knörer in: Kunst, Video

    Wir sind dann, aus Zufall fast, im Henry Art Museum in Seattle, noch in den Keller gegangen, wenig erwartend. Dort war eine Sonderausstellung mit dem Titel "Adaptation", die auch ein Video des israelischen Künstlers Guy Ben-Ner zeigt, in dem er mit seinem Sohn Francois Truffauts Film Wolfskind nachinszenierte. Dahin aber gelangten wir fast nicht mehr, weil wir im ersten Saal vor einem anderen Video festhingen. Erst sahen wir vierzig Minuten des Films, die zweite Hälfte, wir waren, wie es einem in Kunstausstellungen meist ergeht, mitten hineingeraten in die Vorführung. Es war aber so faszinierend, dass wir beschlossen, dann noch den Anfang zu sehen, weitere vierzig Minuten, nicht unmittelbar anschließend drangeloopt, die zehn Minuten dauernde Pause vertrieb uns jedoch nicht.

    Was wir sahen, war Eve Sussmans Raub der Sabinerinnen - vor zwei Jahren war das als Uraufführung im Hamburger Bahnhof, dem Berliner Museum für Gegenwartskunst zu sehen. Da hatte ich es verpasst. Was ich kannte von Sussman war 89 Seconds at Alcázar, ein zehnminütiges Video, das die Szene von Diego Velázquez' berühmtem Gemälde "Las Meninas" in Bewegtbild auflöst. Mit großem Aufwand wird, was das längst von vielen berühmten Deutungen (die von Foucault in "Die Ordnung der Dinge" ist wahrscheinlich die bekannteste) umstellte Werk im Bild zeigt, im Studio nachinszeniert und  mit, man könnte sagen: historischen Bewegungskonjekturen zum Video gemacht. Einen Auszug daraus kann man - in leider sehr schlechter Qualität - hier sehen:

    Der Ursprung von Sussmans Der Raub der Sabinerinnen ist ähnlich wie bei der Meninas-Adaption. Erarbeiet hat sie das spielfilmlange Video mit einem Ensemble, das sich The Rufus Corporation nennt und an dem, wenn ich mich nicht irre, auch die Sasha Waltz Kompanie beteiligt war. Vieles daran ist denn auch sehr choreografisch und nähert sich, ohne je ganz darin aufzugehen, dem Tanz. Am Anfang, der dem Video immer wieder abzulesen ist, stand jedoch erneut ein Gemälde, nämlich Jacques-Louis Davids "Raub der Sabinerinnen". Der deutsche Titel des Gemäldes führt freilich in die Irre, denn die Szene zeigt nicht den Raub der Sabinerinnen durch die Römer, sondern das zwei Jahre später angesiedelte Einschreiten der Frauen gegen den Versuch der sabinischen Männer, die Frauen aus den Händen der Römer wieder zu befreien. Die Frauen schreiten ein, Frieden fordernd und - was die Szene nicht zeigt - Frieden auch stiftend, weil sie als deren Ehefrauen einen modus vivendi des Zusammenlebens mit den Räubern gefunden haben, den sie nun nicht mehr rückgängig zu machen wünschen. °Der Raub der Sabinerinnen° ist also ein entschieden post-revolutionäres Gemälde, auch der Geschlechterkampf, wie Sussman ihn zeichnet, ist in einen seltsam uneindeutigen Post-Zustand eingetreten. Hier das Gemälde von David:

    jacques louis david: sabinerinnen

    Auf diese Schlacht-Szene läuft Sussmans Videofilm zu, mit einer solchen Szene, die in einem griechischen Amphitheater spielt, endet er. Hier ein Still daraus:

    eve sussman sabinerinnen

    Grundsätzlich verkompliziert wird die Frage nach dem Stand der Geschlechterverhältnisse dadurch, dass Sussman ihre Geschichte, jedenfalls den Kostümen nach zu urteilen, in die Sechziger Jahre verlegt hat. Falls man die Abfolge von Tableaus als Geschichte bezeichnen will. Und falls man die von eleganten Figuren- und Kamerachoreografien in vielfältige Bewegung gebrachten Einstellungen als Tableaus betrachten will. Scharf auch der Wechsel zwischen Totalen und Großaufnahmen, auf letztere fokussiert sich der Film insbesondere in der Schlacht auf der griechischen Bühne am Ende. 

    Schauplätze sind: Das Pergamon-Museum in Berlin. Der Flughafen Tempelhof in Berlin. Die Berliner U-Bahn. Der Fleischmarkt in Athen. Ein an der Wright-Moderne orientiertes Haus an einem Hang überm Meer,darin eine Party. Und zuletzt das Amphiteater. Hier ein paar Stills:

    sussman sabinerinnen

    sussman sabinerinnen

    sussman sabinerinnen

    Faszinierend, auch faszinerend uneindeutig, sind zum einen die Tableaus. Was das aufwendig produzierte Video zusammenhält, ist die Andeutung von Narration. Man sieht, in wechselnden Kleidern, immer wieder dieselbe Figuren. Sie lauern einander auf im Museum, sie synchronisieren ihre Bewegung zu einer Art Tanz im Flughafen, sie hängen herum während der Party im Haus, sie fügen sich in Zeitlupe zur finalen Schlacht auf der Bühne. Nichts davon ist nicht stilisiert. Es wird vorausgewiesen und zurück. Das Bildmaterial wechselt, neben dem hochauflösenden gibt es auch sehr körniges Video. Selbst die Kamera selbst kommt mehrfach ins Bild. Das David-Gemälde, von dem alles ausgeht, auf das alles zuläuft, diffundiert auf die unerwartetste Art. In andere Künste und Medien - Tanz, Film, Theater -; Sussman entfernt sich davon, nähert sich wieder, verfährt streng in einzelnen Einstellungen und hoch assoziativ im Ganzen. 

    Achtzig Minuten sind lang für einen Videofilm im Museum. Ich bin nicht sicher, ob ich je zuvor so lang durchgehalten habe in dieser immer etwas mühsamen Rezeptionssituation. Ich erinnere mich an Ottinger-Filme, in die ich reinschaute, um bald wieder rauszugehen. Auf der letzten Biennale gab es einen chinesischen - glaube ich - Videofilm, der ein paar Stunden dauerte und auf mehrere in aufeinander folgenden Räumen untergebrachten Boxen, aufgeteilt in Kapitel von rund einer Stunde, zur Vorführung kam. Auch da habe ich immer nur reingeschaut. Sussmans Raub der Sabinerinnen aber hat mich ganz gefangen genommen. Es ist eine Sache des Rhythmus, der elegant durchgeführten Schauplatzwechsel und Motivvariationen, der sich ändernden Blickführung. Und zuerst vielleicht: der Wahrung einer Spannung, die nicht so sehr die eines Plots ist, sondern eine der Form. Man wird vom jeweils nächsten Bild immer nur wissen, dass es zu den vorangehenden und nachfolgenden in einer hoch interessanten Beziehung gestanden haben und stehen wird.


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  • Phantoms of Nabua

    Videos von Apichatpong Weerasethakul.

    04.03.2009, Ekkehard Knörer in: Ausstellungen, Experimentalfilm, Kunst, Video

    The film’s setting is a rear projection of Nabua (from the Primitive installation) and a recreation of a fluorescent light pole back in my hometown. I used this setting as a playground for the teens who emerged from the dark with a football raging with fire. They took turns kicking the ball that left illuminated trails on the grass. Finally they burned the screen which revealed behind it a ghostly white beam of a projector. 

    So beschreibt Apichatpong Weerasethakul sein zehnminütiges Video Phantoms of Nabua, das hier in voller Länge zu betrachten ist. Es entstand im Zusammenhang der Ausstellung Primitive, die das Münchner Haus der Kunst noch bis zum 17. Mai zeigt - begleitet von einer Weerasethakul-Retrospektive im Filmmuseum. Hier ein Still aus dem Video. [via academichack]

    Weerasethakul: Phantoms of Nabua

    Update: Ich sehe gerade, dass es einen weiteren Film aus dem Primitive-Umfeld bei Animateprojects gibt, nämlich Letter to Uncle Boonmee.

     


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  • Yael Bartana: Summer Camp

    Notizen aus den USA, lose Folge. Eins: Yael Bartanas Video "Summer Camp" im P.S.1, New York.

    23.02.2009, Ekkehard Knörer in: Ausstellungen, Berlinale 2009, Dokumentarfilm, Kunst, Video

    Der Zufall hat mir innerhalb weniger Wochen erst, zur Berlinale, Harun Farockis Doku Zum Vergleich und dann gestern Yael Bartanas Video Summer Camp, das ich bei der letzten Documenta offenbar übersehen hatte, vor die Augen gespielt. Summer Camp ist jetzt im Rahmen einer der israelischen Künstlerin Bartana gewidmeten Retrospektive im New Yorker P.S.1 zu sehen. Die beiden Filme laden, hier gewinnt Farockis Titel ohne sein Wissen eine weitere Dimension, auf den ersten Blick zum Vergleich ein.

    Harun Farocki Zum Vergleich

    Farocki führt dokumentarisch, sachlich, nüchtern vor, was Menschen mit Ziegeln tun. Sie formen sie, sie brennen sie und sie bauen daraus auf der ganzen Welt Häuser. Bartanas Film führt den Bau eines sehr speziellen Hauses vor. Er dauert zwölf Minuten und dokumentarisch, sachlich, nüchtern ist er nicht. Wer hier nämlich baut, sind Israelis, Mitglieder einer besatzungskritischen Organisation mit dem Namen "Israeli Committee Against House Demolitions" (ICAHD). Ihr Hausbau ist ein symbolischer Akt. Auf Jerusalemer Boden errichten sie ohne Genehmigung der Behörden das Haus eines Palästinensers neu, dass von der israelischen Armee in Hebron niedergerissen wurde. (Rachel, ein Film von Simone Bitton, der auch auf der Berlinale zu sehen war, erzählt von einer Friedensaktivistin aus dem Westen, die von einem israelischen Schutträumpanzer bei einem Unfall getötet wurde.)

    Schutt, sehr viel Schutt sieht man in Summer Camp. Überm Schutt die Einblendung "Palestine", die buchstäblich nicht zutrifft. Aber das zeigt nur: hier wird ein allegorisches Haus gebaut. Und ein referenzielles. Summer Camp, die Doku vom Hausbau hat nämlich eine Rückseite, die, wer vorne sitzt, nur als Flackern im hinteren Teil des Raums wahrnimmt. Diese Rückseite ist ein von Bartana neu geschnittener alter Propagandafilm der in endlosen Bildern von gehenden, ziehenden Menschen zur Eroberung des gelobte palästinensischen Lands - auch hier die Einblendung "Palestine" - aufruft.

    Stumm ist der Propagandafilm, der im Hintergrund flackert. Bartanas Summer Camp ist es nicht. Vielmehr läuft darunter sehr pathetische, spätromantische Musik, die von Paul Dessau ist, der, bevor er Brecht traft, bereits Filmmusik unter anderem für die Bergfilme Arnold Fancks komponiert hatte. Dessau ist ein eklektizistischer Komponist, aber so wild durcheinander wie hier geht es, denke ich, auch bei ihm nicht am Stück: Bartana, vermute ich, hat Dessau in einzelne Teile zerlegt und daraus in teils schroff wirkender Rekombination ihr eigenes Haus gebaut.

    Yael Bartana Summer Camp

    Auch Geräusche auf der Tonspur gibt es, die den dokumentarischen Ton, der undokumentiert bleibt, verzerren. Hammerschläge vor allem und das Treffen von Hammern auf Köpfe von Nägeln, die in Holzverstrebungen geschlagen werden. Daneben sieht man, ganz wie bei Farocki, was Menschen mit Ziegeln tun: Sie bauen Wände, sie bauen ein Haus. Israelische Polizei taucht auf und steht rahtlos herum. Zwischendurch steigert Bartana den Hausbau in frenetischer Montage selbs zur quasi-propagandistischen Bild-Komposition. 

    Einander fremd bleiben die Bilder und die Dessau-Musik. Diese Fremdheit ist der hauptäschliche Effekt. Man sieht Menschen beim Hausbau und weiß nicht genau, was das, was man sieht, zu bedeuten hat. Man liest es nach im Begleittext zur Ausstellung. Aber dass mit dem Haus, das entsteht (und am Ende steht es, kein Mensch mehr im Bild, einsam da in der Wüste), etwas nicht stimmt, ist nicht zu verkennen. Einerseits ist der historische Kontext sonnenklar. Dies ist ein Haus wie kein anderes, es entzieht sich, auch als allegorisches Haus, dem Vergleich. Yael Bartanas Film treibt einem eine tief unheimliche Dissonanz mit schweren Schlägen in den Wahrnehmungsapparat. Man kriegt sie nicht wieder raus.


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  • Jennifer Reeves Fuck Buttons

    21.01.2009, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Musik, Video

    In der Presse-Vorabaufführung habe ich am Montag Jennifer Reeves'  Film When It Was Blue gesehen. Was nicht ganz stimmt, denn zu sehen gab es nur eine DigiBeta-Version des Films, den Reeves selbst während der Berlinale als 16mm-Doppelprojektion vorführen wird. (Bei einer weiteren Gelegenheit wird sie über ihren iPod als DJane zur Begleitung ihrer eigenen Bilder tätig sein.) Jennifer Reeves ist eine Schülerin von Stan Brakhage, die mit dem Zelluloidmaterial selbst arbeitet: es bemalt, es ätzt, es zerstört. In When it was blue werden eine Realfilmebene und eine "Gemälde"-Ebene immerzu über- und gegeneinandergeblendet. Zu sehen - und dann wieder nur zu ahnen oder nicht zu sehen - sind Aufnahmen aus der Natur, die Reeves selbst auf Reisen um den ganzen Globus aufgenommen hat.

    Einen Eindruck davon kann ich nicht vermitteln. Das ist aber nicht schlimm, denn da kann ich einfach auf den Cargo-Autor Michael Sicinski verweisen. Er hat in CinemaScope einen ungeheuer kenntnisreichen Essay über Reeves und diesen Film geschrieben, aus dem ich kurz zitiere, den ich, da er online nachzulesen ist, ansonsten aber einfach verlinke.

    Here’s one way to think about it: If you’ve ever been in an argument, and you realized that there were exactly two things that needed to be said at the same time, because those two things were mutually dependent, and that singly, each would give the disastrously wrong idea, then perhaps you can begin to grasp the specific anxiety that I perceive coursing through When It Was Blue. It is a dialectic that cannot resolve, that mere montage will not suffice to explicate. It is visceral, not rhetorical. And it needs multiple images hitting the screen, complicating one another at the same time, at all times. It is one singer singing with two mouths, live.

    Was ich abgesehen davon tun kann, ist, hier das einzige Werk einzubinden, das von Jennifer Reeves online nachzusehen ist. Wobei dazugesagt werden muss, dass diese Filme  - sie arbeitet bis heute nach wie vor fast ausschließlich mit und auf 16mm - als Youtube-Geflimmer ganz sicher nicht zu der Wirkung gelangen, die sie im Kino, für das sie gedacht sind, haben. Hier dennoch The Girl's Nervy von 1996:

    Am ganz anderen Ort bin ich gestern rein zufällig - nämlich durch diese Liste - auf nicht vollkommen anders geartete Filme gestoßen. Zwei Musikvideos nämlich zu Titeln der Band "Fuck Buttons", deren eine Hälfte Andrew Hung ist, von dem diese, allerdings, großer Unterschied: rein digital bearbeiteten Videos stammen. Das erste zu "Bright Tomorrow", das zweite zu "Colors Move":

     


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  • Big Shave

    20.12.2008, Ekkehard Knörer in: Regisseure, Video

    Als Martin Scorsese noch richtig gute Filme machte; naja, bevor er wirklich richtig gute Filme machte;  als er vielmehr das Filmemachen noch lernte, drehte er diesen Kurzfilm "The Big Shave". Das Jahr ist 1967. Der Ort ist ein Badezimmer. Das Geld war knapp. Die Musik ist wichtig.

    The Big Shave 1967 - Martin.Scorsese
    by alsk59

     

    via filmlinc blog

     


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  • Bela Lugosi tot mit Musik

    19.12.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Die französische Band "Nouvelle Vague" liebt New-Wave-Klassiker. Meistens produziert sie aber seltsame Bossa-Nova-Cover davon. Die Version des Bauhaus-Songs "Bela Lugosi's Dead" (hier bei YouTube) ist da noch vergleichsweise nah dran. So naheliegend wie in der Ausführung überzeugend ist die Idee, die Musik nun mit einer einschlägigen Filmszene zu verbinden. (Aus unserer Rubrik: "Mashups für Anfänger".)

    Ach so, die Filmausschnitte: Aus Tod Brownings "Dracula".


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  • brenez über barnet

    16.12.2008, Cargo in: Filmwissenschaft, Video

    Nicole Brenez über Boris Barnets " U samogo sinyego morya / By the Bluest of Seas" (1936) bei Shooting Down Pictures (via Dirty Laundry)


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  • oasis

    16.12.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Nachtrag zu den Musik-Videos: Amanda Palmer "Oasis"  - Dedicated To Sarah Palin. Finster. (via shooting down pictures)

    Das nehmen wir auch noch: FATBOY SLIM -THE BPA TOE JAM FT. DAVID BYRNE & DIZZEE RASCAL


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  • Dollase vs. Warhol

    Jürgen Dollase isst einen Hamburger. Andy Warhol isst einen Hamburger.

    15.12.2008, Ekkehard Knörer in: Gastronomie, Kunst, Video

    Neulich aß der FAZ-Gastrokritiker Jürgen Dollase vor laufender Kamera einen Hamburger mit Messer und Gabel und konnte dabei die Klappe nicht halten. Hier der Vergleich mit dem Original - Andy Warhol (Video via fartguide) zeigt, wie man seinen Burger mit sehr viel mehr Stil isst. Die Frisur ist auch besser. (Für Dollase durchklicken zur FAZ-Seite!)

    Jürgen Dollase isst Hamburger


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  • Fröhliche Monster

    Wir wünschen einen guten Wochenstart mit fröhlichen animierten Monstern.

    15.12.2008, Ekkehard Knörer in: Comic, Humor, Musik, Video

    Wir wünschen einen schönen Wochenstart! Mit zweimal Joann Sfar, dem großen Comic-Künstler, als Musikvideo-Regisseur:

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    Dionysos - Tes lacets sont des fées ...

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    Hyacinthe - Thomas Fersen

    Und dann noch, mit Dank an Andreas Platthaus, for something not completely different: der berühmteste Frosch der Animationsgeschichte: "One Froggy Evening", Regie Chuck Jones. Mit Michigan J. Frog.

    image 


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  • Musik Video Favoriten 2008

    Lieblings-Musikvideos aus 2008.

    09.12.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Erst dachte ich, ich mache eine Bestenliste. Was aber Unsinn ist, dafür müsste man ja einen Überblick haben. Musikvideos sehe ich nur hin und wieder und hier und da. Was nun folgt, ist also dem Zufall mehr als umfassender Kenntnis geschuldet. Und Vorlieben. Und dem Angebot bei YouTube & Co. Vor allem aber: Verlinken Sie doch, liebe LeserInnen, in den Kommentaren Ihre liebsten Musikvideos des vergehenden Jahres.

    So, hier, Phosphorescent, "At Death a Proclamation". Bin nicht sicher, ob das ein großartiges Video ist. Was vielleicht schon für seine Großartigkeit spricht. (Es ist ja doch oft ein Angebergenre, alles in allem, die Musikvideofilmerei. Schöne bunte Welten basteln. Schöne bunte Bilder finden.) Das hier ist anders. Das hier ist vor allem eher seltsam. Es gibt ein anderes - "A Picture of Our Torn Up Praise" -, das noch seltsamer ist. Da wird ein Pferd erschossen. Hier wird kein Pferd erschossen. (Und Phosphorescent ist für mich eine der Band-Entdeckungen des Jahres. Für Will-"Bonnie Prince Billy"-Oldham-Fans, denen Will Oldham nicht Will Oldham genug ist.)

    Gnarls Barkley "Who's Gonna Save My Soul". Aus der Serie: Musikvideos mit Plot. Sort of. Erlebt man auch nicht so oft, dass eine literalisierte Metapher zu singen beginnt. Herzgemüse. Aber sehen Sie selbst:

    Habe hin und her überlegt, welches der zwei Nima-Nourizadeh-Videos ich reinstelle. Das für Santogolds "L.E.S. Artistes" oder das für "Ready For The Floor" von Hot Chip. 

    Das Video zu Björks "Wanderlust" ist auf allen Bestenlisten. Nicht ganz zu Unrecht.

    Das hier, zu "Year of the Dog" von den Lovely Sparrows, ist ein bisschen was für den Hippie in dir und mir. Allerliebst.

    Songstrukturen in Bewegungsstrukturen zu übertragen, das ist etwas, das das Musikvideo meines Wissens von Michel Gondry gelernt hat. Oder jedenfalls macht es keiner besser als er. Aber Richard Ayoades Video zu Vampire Weekends "Oxford Comma" zeigt sich aufs Angenehmste gelehrig und tut schön seitwärts narrativ.

    Hier kommt der Bonus-Track. Videos im strengen Sinn gibt es nicht zu Musik von Gustav (=Eva Jantschitsch). Aber weil "Verlass die Stadt" alles in allem doch meine Platte des Jahres ist, gibt es hier noch einen Live-Auftritt. Mit Trachtenkapelle.

    Update: Aus den Kommentaren - in denen das Embedment von Videos nicht möglich ist - hier Thomas' Metallica-Empfehlung ins Posting gerettet:


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  • Sofia Coppola: Miss Dior Chérie

    05.12.2008, Ekkehard Knörer in: Video, Werbung

    Mit: Maryna Linchuk. Musik: Brigitte Bardot "Moi je joue"

    via Coudal Partners


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  • Mark Leckey: Post Turner

    Ein paar Links und Bilder zu Turner-Preisträger Mark Leckey.

    03.12.2008, Ekkehard Knörer in: News, Video

    Hier ein paar Zitate und Links und Bilder zu Mark Leckey, dem diesjährigen Gewinner des Turner-Preises. Gerrit Gohlke - der Lieblingskunstritiker eines unserer Lieblingsblogger malorama - schreibt bei artnet.de darüber, was Mark Leckeys in gewissem Sinn ortsspezifischer Installation widerfährt, wenn sie ins offizielle Turner-Preis-Umfeld der Londoner Tate geraten:

    Die Tate zeigt einen Programmkinematographen mit einem Drang zum Plakativen und einem Hang zu dessen subjektiver Verschlüsselung. Was aber im Kölnischen Kunstverein mit seiner Weigerung, die konventionelle Künstler-Rolle auszufüllen, gerade als Ergebnis einer Stipendiaten-Ausstellung eine gewitzte Finte war, was mit seinen Bildhybriden in Dijon wie eine Guerilla-Attacke gegen die Ordnungen der Kunstgeschichte mit ihrer Sucht nach dem Originalen erschien, wirkt in London als Wiederaufbau nicht mehr virtuos assoziativ, sondern verwandelt sich selbst in ein museales Rollenangebot.

    Hier ist ein Video aus der Serie "Tate Shots", das zuerst die Turner-nominierte Runa Islam und danach Mark Leckey vorstellt:

    Und hier noch ein Ausschnitt aus dem frühen Leckey-Video "Fiorucci Made Me Hardcore". (Bitte verzeihen Sie die Bildqualität.)

    Mark Leckey

    Und hier der Link zur MySpace-Seite von Leckeys Band "Jack Too Jack", die ziemlich kaputte Gespenstermusik macht und Tracks oder Songs mit Titeln wie "Banksy" schreibt (Refrain: "Banksy's gotthe artworld on the run.) Eine Selbstbeschreibung gibt's da auch:

    Jack too Jack are a group of men. They came together two years ago and they are growing. They have performed in Cinemas and Stockrooms all over the world. They are inhabiting a nascent world between the Artworld and the MusicIndustry. They were given life by the 20th century and its countercultural ambitions but now they find themselves walking amongst its ghosts... yet, and yet they are still are alive.


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