14. März 2010, Woche 10/2010        Blog
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CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 04 vom 10. Dezember 2009

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CARGO 04/2009 Cover «Mad Men»
CARGO 05 erscheint am 25. März 2010.

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  • Inhaltsverzeichnis von Heft 04/2009
  • Editorial


Inhalt

  • Im Zweifel für den Zweifel
  • Oh So Not Blue
  • Absolut Gondry
  • Genesis P-Cavell
  • the most prurient sets of moving pixels
  • Vic Chesnutt RIP
  • Let Us Remold Ourselves!
  • Nabil Elderkin
  • Ein paar Links
  • Instrumentalkunde: Techno
  • Nachtrag
  • Geisterstunde
  • Jackass mit Ratte
  • Der Klavierspieler
  • Irving Penn RIP
  • Newtopia
  • Clubkultur und Pharmawasser
  • Soundies
  • Claire Denis (mit Musik)
  • Jetzt Gitarrensolo
  • Dreharbeiten (3): Parks dreht Shaft
  • Pripyat cont.
  • R.D. Burman
  • Bidoun
  • No One Does It Like You
  • Fun on Skateboards
  • Visual on the Techno
  • #mj
  • RIP Ali Akbar Khan
  • Kleine Injektionen an Freude
  • listzomania II
  • Assayas Metric
  • Cool Guys Don't Look at Explosions
  • Sex With Ducks
  • Eaten Alive
  • Little Bribes
  • Lisztomania (Not easily offended)
  • Shia LaBeouf: Regiedebüt
  • (Don't have to be) Beautiful but it helps
  • Pixel Sound
  • Maria Lassnig singt ihr Leben
  • Super Arielle
  • Casta Diva
  • Sooper-trooper, howev.
  • RIP Kiyoshiro Imawano
  • Clint Eastwood (Upsetters)
  • Dark Night of the Soul
  • Tafelwerk
  • Gondryana
  • Milli Vanilli & Johnnie To
  • Bananaz
  • Will Oldham vs. Wes Anderson
  • Durch die Nacht mit Claire Denis (und Jeff Mills)
  • David Lynch - Shot in the Back of the Head
  • Toy Baby Grand
  • Longo Dancers
  • Michel Gondry, Teil 2
  • Oliver Husain
  • Arcade Fire: Miroir Noir
  • Guten Wochenstart!
  • Rough Trade
  • Dearest Maestro
  • Heinz Erhardt 100
  • Jeunesse Doree
  • Jennifer Reeves Fuck Buttons
  • Berlinale Wettbewerb I: Chen Kaiges "Mei Lanfang"
  • Bela Lugosi tot mit Musik
  • muppet plus
  • oasis
  • Fröhliche Monster
  • Richard Foreman & John Zorn: Live
  • Musik Video Favoriten 2008
  • Haider-ü Haider-a
  • Velma "Requiem"
  • Wayward Links
  • Will Sheff - Okkervil River

Feed

CARGO Container Musik

  • Im Zweifel für den Zweifel

    Delphic.

    26.02.2010, Simon Rothöhler in: Musik

    (via)


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  • Oh So Not Blue

    Rarum.

    05.02.2010, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Eine echte Rarität: James Camerons einziges Musikvideo, für die kurzlebige Band "Martini Ranch" (zu deren zwei Köpfen Bill Paxton gehörte). Aus dem Jahr 1988 ist es und Cameo-Auftritte gibt es darin unter anderem von Lance Henriksen und, jawoll, Kathryn Bigelow. Hier ist's (via):


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  • Absolut Gondry

    Colorama.

    03.02.2010, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Während, wie berichtet, Spike Jonze jüngst einen von Absolut Vodka gesponserten Film gedreht hat, der, wie auch berichtet, in der Generation-Sektion der Berlinale zu sehen sein wird, sieht das jüngste Musikvideo von Michel Gondry aus wie ein Werbefilm für United Colors of Benetton. Ist es aber, so weit ich weiß, nicht. Sondern eben ein Musikvideo, für die Musikerin Mia Doi Todd (via):


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  • Genesis P-Cavell

    Talking Heads.

    22.01.2010, Ekkehard Knörer in: Musik, Theorie

    Dieser eingebettete Link verdankt sich einem Hinweis von Björn Quiring. Der Philosoph und Kinodenker Stanley Cavell im knapp einstündigen Gespräch über sein Leben, auch seine Liebe zum Kino:

    Und der nächste, leider offenbar nicht einbettbare, Link geht dann zurück an Björn, der die Band "Throbbing Gristle" in für mich nicht immer begreiflicher Weise verehrt. Tony Ourslers Synesthesia: Genesis P-Orridge. 90 Minuten Gespräch mit dem Throbbing Gristle-Frontmann bei Ubu.


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  • the most prurient sets of moving pixels

    Nacktvideos statt Nacktscanner.

    04.01.2010, Simon Rothöhler in: Musik

    Mehr davon hier (in jeder Hinsicht), darunter die Porn-Footage-Meditation von Massive Attack («Paradise Circus») und der Flaming Lips-Nudistenclip «Watching the Planets» (via)


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  • Vic Chesnutt RIP

    About to Choke.

    29.12.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Sturm vor Austin

    Sturm bei Anfahrt auf Austin, aus dem Tourblog der Throwing Muses (2007)

    Ich habe in meinem Leben zwei Konzerte von Vic Chesnutt besucht. Es wird nun kein weiteres mehr hinzukommen. Das erste: 1995, Cactus Café, Austin, Texas. Ein hinreißender Abend, endlos, Chesnutt in einer Spiellaune, die sich steigerte, immer weiter steigerte, eine aufgekratzte Laune, die ansteckte, aus der man kaum mehr herauskam, in meinem Kopf sang es immer weiter auf dem Weg nach Hause über den Campus. Drei oder vier Stunden ging das, eine wunderbare, keine Sekunde langweilige Endlosigkeit, eine Reise durchs Repertoire mit beiseite gemurmelten Bösartigkeiten, Rollstuhlwitzen, einzelne Phrasierungen der Songs, den Refrain von Isadora Duncan etwa, erinnere ich bis heute. (Beim Nachlesen der Lyrics stelle ich fest, dass es diesen Refrain so gar nicht gibt. Vielleicht habe ich ihn nachträglich, umso emphatischer mich erinnernd, erfunden. Oder Vic Chesnutt hat das damals eben anders gesungen.) Das zweite Konzert war ein paar Jahr später, 2001 vielleicht, im alten ColumbiaFritz in Berlin, das so nicht mehr existiert. Chesnutt war außerordentlich schlecht drauf an dem Abend, kam viel zu spät auf die Bühne, saß verloren herum, stimmte seine Gitarre immerzu neu, rülpste, war vielleicht besoffen oder depressiv, man verstand nicht, was er sagte, rollte von der Bühne, kam noch einmal wieder, begann einen Song, brach ihn wieder ab und nach zwanzig Minuten war das Konzert wieder vorbei. Niemand im Publikum hat gepfiffen, alle waren voll Sympathie für einen heiß geliebten Musiker, dem es so sichtbar schlecht ging, man klatschte traurig und keiner, da bin ich sicher, verlangte sein Geld zurück.

    Zuletzt habe ich Chesnutt-Musik in Sebastian Schippers leider nicht sehr gutem Film Mitte Ende August gehört, aber das waren leider reine Instrumentalkompositionen. Das fand ich schade, denn vor allem habe ich immer die großartige nicht schöne Stimme von Vic Chesnutt und was er damit anstellte, sehr gemocht.

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  • Let Us Remold Ourselves!

    Revolutionsopern.

    07.12.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Geschichte, Klassiker, Musik

    Jetzt bei Youtube - und nirgends auf DVD mit englischen Untertiteln -: Xie Jins Film Wutai Jiemai (Zwei Schauspielerinnen), ein Klassiker des chinesischen Films von 1964, der von zwei Shaoxing-Opern-Darstellerinnen erzählt. Kurzes Zitat aus einem 1989 erschienenen Aufsatz von Gina Marchetti, der sowohl politische als auch opernästhetische Hintergründe erklärt:

    Although epic in scope like traditional opera, TWO STAGE SISTERS also has the chamber quality of a literature influenced by Ibsen and Western critical realism. Jiang Bo cooks rice, which boils over as she discusses sexism, classism and the theatre with Chunhua. A montage sequence shows the daily routine of the traveling troupe from calisthenics for martial roles to memorizing lines while walking from town to town. This attention to what may appear to be nearly irrelevant detail creates a sense of the particularity of the social fabric, a concrete feeling of the historical period — as it does in the best of Western critical realism.

    Ich habe den Film noch nicht gesehen, der Zusammenfassung bei Variety ist zu entnehmen, dass Wutai Jiemai erst im letzten Teil explizit kulturrevolutionäre Propaganda macht. Letzter Satz des Films: "Let us remold ourselves and always perform revolutionary operas."


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  • Nabil Elderkin

    05.12.2009, Simon Rothöhler in: Musik


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  • Ein paar Links

    Listen, News etc.

    02.12.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Link-Tipps, Musik, News

    *Beim Artforum gibt es zwei Ten Best Films 2009-Listen auch online. Die eine ist von John Waters und reicht von Ulrich Seidl bis Lucrecia Martel mit manch Erwartbarem (Brüno), aber auch Unerwartetem (Baader Meinhof Komplex) dazwischen. Die andere Liste ist von Chrissie Iles, Kuratorin am New Yorker Whitney Museum. Bei ihr ist auf Platz eins das folgende Youtube-Video, in dem der Performer John Kelly in drag Joni Mitchells "Blue" vorträgt (via auteursdailytwitter)

    *Martin Hossbach von der Spex unterhält sich mit Stefan Pethke über das von diesem kuratierte Programm des Musikfilmfestivals "Unerhört", das vom 4. bis 6. Dezember in Hamburg, dann vom 10. bis 12. in Berlin zu sehen ist (und dann auch noch in Groningen) - mit herausragenden Filmen wie etwa Klaus Wildenhahns Klassiker Was tun Pina Bausch und ihre Tänzer in Wuppertal? von 1983 und auch dem in der oben erwähnten Artforum-Liste von Chrissie Iles auf Platz drei befindlichen Film The Posters Came From the Walls von Jeremy Deller und Nicholas Abrahams ("A documentary on the enduring adoration of ’80s British band Depeche Mode featuring eyelinered fans from Moscow to Los Angeles, England to Iran.")

    *Beim Independent gibt es Auszüge aus einem Buch von Geoffrey McNab, in dem RegisseurInnen erklären, welche Filme für sie ganz besonders wichtig waren. Zum Beispiel Lars von Trier über Barry Lyndon, freilich mit kurzer Abschweifung:

    I don't know if Kubrick saw any of my films, but I know Tarkovsky watched the first film I did and hated it! That is how it is supposed to be.

    *Der Hollywood Reporter erklärt, warum höchstwahrscheinlich Roman Polanskis Robert-Harris-Verfilmung Ghost auf der Berlinale laufen wird.

    *Und dann als Bonus endlich mal wieder der Hinweis auf einen Youtube-Filmfund. W.S. van Dykes nicht auf DVD erhältlicher Pre-Code-Krimi Guilty Hands (1931) mit Lionel Barrymore und Kay Francis. Hier die ersten zehn Minuten, die weiteren Abschnitte dann im Anschluss:

    Update: Gerade sehe ich, dass es zu Jeremy Dellers und Nick Abrahams oben gleich zweimal erwähnter Depeche-Mode-Fan-Doku The Posters Came From the Walls eine ganz aktuelle lesenswerte Kritik von Owen Hatherly bei Sight and Sound gibt. Kurzer Auszug:

    It’s worth comparing this uncomfortable, funny, and melancholic film with, say, Jonathan Caouette’s All Tomorrow’s Parties. This recent music-festival documentary shares a similar formal approach – a montage of fan footage and professional work – to The Posters Came from the Walls. But it’s all about the music, and the eventual effect of this is a deadening of all the things that make music for the masses interesting. The dreams, political, sexual or personal, that are projected on the pop band are all replaced with a curatorial assemblage of Good Music and cheerful hedonism. Deller and Abrahams’ film argues that pop music is, at its best, about almost everything but the music itself.

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  • Instrumentalkunde: Techno

    Japanische Untertitel.

    26.11.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Das Trio Brandt Brauer Frick spielt elektronische Musik auf nichtelektronischen Instrumenten. Sehr elegant bewegt sich die Kamera durch den Aufbau. Spannendes Projekt, tolles Video (von Daniel Brandt und Julian Schleef). Bonus: Ballett. Bop.


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  • Nachtrag

    Coincidence.

    13.11.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Gestern wäre Grace Kelly achtzig geworden, aber darum soll es jetzt gar nicht gehen. Ich bin nämlich in ganz anderem Zusammenhang gerade auf sie gestoßen. Als ich nämlich ein bisschen zum genialen und von mir sehr verehrten Musiker Van Dyke Parks herumgoogelte, der am Sonntag hier in Berlin, sogar gleich um die Ecke, in der Passionskirche, ein Konzert gibt. (Das ich besuchen werde.) Dabei erfuhr ich, was ich noch nicht wusste: Dass er nämlich als Kinderdarsteller neben Grace Kelly und Alec Guinness in Charles Vidors Film The Swan mitgespielt hat. Hier der gestochen scharfe Beweis, von der Website vandykeparks.com:

    van Dyke Parks the swan


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  • Geisterstunde

    Zitronen.

    23.10.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Ted Gaier persönlich zeichnet für die Regie verantwortlich: Clip zu "Entstehung der Nacht" von den Goldenen Zitronen:

    Die Goldenen Zitronen - "Die Entstehung der Nacht" from Buback Tonträger on Vimeo.

     


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  • Jackass mit Ratte

    Seppuku.

    19.10.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Musik

    Regisseur Spike Jonze hat mit der Kinderbuchverfilmung Where The Wild Things Are der höchst turbulenten Vorgeschichte zum Trotz die amerikanischen Kinokassen erobert; die 32 Mio $ Einspiel sind sogar deutlich mehr, als sich Optimisten erhofft hatten. Und nun taucht ein auch schon länger angekündigter Kurzfilm auf, verspätet, dafür aber umsonst und draußen, nämlich auf Vimeo. Und nun auch bei uns. Das ganze ist eine Art Musikvideo, mit Kanye West (jüngst von Barack Obama als "jackass" tituliert), zu einem Remix seines Songs "See You In My Nightmare". Der überall sonst zu lesende Hinweis, dass das Durchhalten - bis ins Badezimmer - lohnt, ist berechtigt und sei auch hier wiederholt.

    Update: Tja, und da war's wieder weg. Das Netz gibt, das Netz nimmt - und irgendwann gibt es auch wieder. Wir halten die Augen offen.

    Nochmal Update: Habe es jetzt durch die noch vorhandene Youtube-Version ersetzt:

    Nächstes Update: Und, schwupps, wieder weg.

    Aber hier, zwar nicht mehr einbett- aber noch ansehbar.

    (via)


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  • Der Klavierspieler

    17.10.2009, Simon Rothöhler in: Filmgeschichte, Musik

    (via)


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  • Irving Penn RIP

    Waltzing.

    08.10.2009, Ekkehard Knörer in: Fotografie, Musik, Tanz

    Zum Tod des Fotografen Irving Penn einer meiner Lieblingssongs von Tom Waits  - und wer immer das bei Dailymotion reingestellt hat (Trublyonne): Im Foto stillgestellter Tanz, das ist sehr schön dazu, die Penn-Fotografie ist von 1947, zu sehen ist die - später an Kinderlähmung erkrankte - Ballerina Tanaquil LeClercq, an die Frank O'Hara eine Ode geschrieben hat, in der die Zeile steht: "you were always changing into something else"


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  • Newtopia

    Rock-Oper.

    06.10.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Ein Wort, das den tapfersten Feind in die Flucht schlägt: Rock-Oper. Geht wirklich gar nicht. (Full disclosure: Ich war als Gymnasiast eines musischen Gymnasiums - nicht-musischer Zweig - ein entschiedener Verteidiger der Rockoratorien, die unser Musiklehrer Helmut Lammel komponiert hatte. Rockoratorium, mon dieu.) Dennoch hier der Link zu einer sound- und bildtechnisch nicht sehr überzeugenden Aufnahme von der Aufführung der Rock-Oper "Newtopia". Und zwar weil sie vom philippinischen Allesmacher und eben auch produktiven Filmregisseur Khavn de la Cruz stammt. Auf seinem YouTube-Kanal findet sich das Video. (Kurzer Verweis auf einen Blogeintrag von Lukas Foerster.) Und in einer der Rollen ist Alexis Tioseco zu sehen, der vor wenigen Wochen ermordete philippinische Filmkritiker.


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  • Clubkultur und Pharmawasser

    Karmakar.

    08.09.2009, Simon Rothöhler in: Festival, Musik

    Romuald Karmakar, dessen dritter Club-Film Villalobos dieser Tage in Venedig Premiere feiert, unterhält einen eigenen Youtube-Kanal. Neben dem Trailer zu seinem neuem Film (und dem tollen Ausschnitt «Hell at Work» aus 196 BPM) finden sich dort kurze Filme über Berliner Iran-Demonstrationen und Karmakars Beitrag für Alexander Kluges DVD-Projekt Früchte des Vertrauens. Finanzkrise, Adam Smith, Keynes, Marx und wir selbst: auf was kann man sich verlassen?, der die Fragestellung auf die Alltagsebene und das bekanntlich keineswegs optimale (seit 1999 teilprivatisierte) Berliner Wasser runterbricht: Ein Mann unseres Vertrauens. Ralf Otterpohl, Wasserspezialist. Den attraktiveren Arbeitsplatz hat aber eindeutig Ricardo Villalobos:


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  • Soundies

    Musik. Film.

    31.08.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Musik

    Das Musikvideo hatte manchen Vorfahren. Die Soundies zum Beispiel. Die Wikipedia erklärt:

    Soundies were an early version of the music video: three-minute musical films, produced in New York, Chicago, and Hollywood between 1940 and 1946, often including short dance sequences. (The completed Soundies were generally released within a few months of their filming; the last group was released in March, 1947.) The films were displayed on the Panoram, a coin-operated film jukebox or machine music, in nightclubs, bars, restaurants, factory lounges, and amusement centers.

    Rund 1800 Soundies sind in den Jahren entstanden, eine ausführlichere Geschichte findet sich hier. Und natürlich gibt es inzwischen auch einige Soundies auf Youtube. Eine kleine Auswahl:

    Hier, weiß und erotisch, Yvonne de Carlo:

    Kubanisch und erotisch, Amalia Aguilar:

    Im Vergleich zur normalen Filmproduktion überdurchschnittlich häufig vertreten waren schwarze Performer, etwa Jazz-Musiker wie Fats Waller:

    Oder als Rokoko-Boogie:

    THE KINGS MEN SOUNDIE-1942
    Hochgeladen von redhotjazz - Sieh die neuesten vorgestellten Musikvideos.

     


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  • Claire Denis (mit Musik)

    Und Text.

    19.08.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Regisseure

    Das Online-Magazin Reverse Shot hat seine jüngste Ausgabe dem Schaffen einer einzigen Regisseurin gewidmet: Claire Denis. Viele Artikel zu einzelnen Filmen, recht aufschlussreich finde ich auch den zu den Jahren vor ihrem ersten Film Chocolat, den sie mit rund 40 Jahren drehte. Hier ein kurzer Auszug, es geht um ihren Besuch der Filmhochschule IDHEC (die heute La Fémis heißt) zu Beginn der Siebziger Jahre:

    Not quite the prestigious film school it has become, IDHEC was at that time more a technical school, operating under the directorship of respected filmmaker Louis Daquin. Once associated with the "tradition of quality" so reviled by the Nouvelle Vague, and now all but blacklisted from the industry proper, Daquin was a member of the Communist Party who cultivated a rare supportive atmosphere for ultra-Left filmmakers like the Situationists at IDHEC, and afforded students like Denis opportunities to study under legendary cinematographers like Henri Alekan and Sacha Vierny, and meet people like Garrel and Rivette. Back then, according to Denis, “I didn't at all think I would make films, it was a point in my life where I just told myself: here I am, let's take advantage of it. The idea of having a project, for example, of becoming a director, the very idea of having any sort of ambition, I found that quite abject. To be honest, it wasn't only me, it was the times also.”

    Ein weiterer Artikel widmet sich einem mir bislang unbekannten Randaspekt von Denis' Schaffen, nämlich den beiden Musikvideos, die sie für Sonic Youth drehte, beide aus dem Jahr 2006. Die gibt es im Netz und drum jetzt auch hier. Zum ersten "Incinerate", während eines Konzerts gedreht:


    Sonic Youth Incinerate
    Hochgeladen von genepinkrusty - Sie originelle Web Videos.

     

    Und zum anderen "Jams Run Free" (Hinweis für alle KatzenfanatikerInnen unter den Lesern: mit Katze):

    <

    Sonic Youth Jams Run Free
    Hochgeladen von genepinkrusty. - Entdecke mehr kreative Videos.

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  • Jetzt Gitarrensolo

    Stand By Me.

    07.08.2009, Ekkehard Knörer in: Humor, Musik, Politik

    Die einen nennen es weltweite Solidarität:

    On June 24, Iranian Superstar Andy Madadian went into an LA recording studio with Jon Bon Jovi, Richie Sambora and American record producers Don Was and John Shanks to record a musical message of worldwide solidarity with the people of Iran.

    Die anderen nennen es Musikfolter für Mahmud Ahmadinedschad:


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  • Dreharbeiten (3): Parks dreht Shaft

    Plus Isaac Hayes.

    07.08.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Musik

    Im folgenden Clip sind einerseits Isaac Hayes beim Soundtrack-Einspielen, andererseits eine kurze Szene vom Dreh zu Shaft zu sehen. [via Andrian "Gestern einen Leitartikel dazu verfasst" Kreye]


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  • Pripyat cont.

    Aus der Zone.

    27.07.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    In einem früheren Blogeintrag hatte ich schon auf diverse Aufnahmen aus Pripyat, der dem Atomreaktor von Tschernobyl nächstgelegenen Stadt, hingewiesen. Nun gibt es auch ein - ganz schön dämliches - Musikvideo, das dort entstanden ist. Delphic: "This momentary".  [via creative review]


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  • R.D. Burman

    Nachträglich.

    11.07.2009, Ekkehard Knörer in: Bollywood, Musik

    Ich merke gerade, dass ich es am 27. Juni verpasst habe, des großen Bollywood-Komponisten R.D. Burman zu gedenken. Der hätte da nämlich seinen 70. Geburtstag gefeiert - wäre er nicht schon 1994 verstorben. Daher also nachträglich noch drei seiner großartigen Songs - der männliche Sänger, der da herumknödelt, ist jeweils Burman selbst. Zweimal ist dabei tanzend die einzigartige Helen zu sehen (die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag noch feiern wird). Es ist nicht nur tolle Musik, es sind auch herzergreifend übergeschnappte Tanzchoreografien.

    Erstens: Der Song "O Meri Jaan Mein Ne Kaha" (Sängerin: Asha Bhosle) aus dem Film The Train (Regie: Ravikant Nagaich,1970)

    Zweitens: Der Song "Piya Tu Ab To Aaja" (Sängerin: Asha Bhosle) aus dem Film Caravan (Regie: Nassir Hussain, 1971)

    Und drittens: Der Song "Duniya mein logon ko" (Sängerin: Asha Bhosle) aus dem Film Apna Desh (Regie: Jamub, 1972)


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  • Bidoun

    Arabisch: Ohne.

    10.07.2009, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Musik

    BidounDie sehr interessante Zeitschrift "Bidoun" (Arabisch und Farsi für: "Ohne"), die sich auf kulturelle Nahost-Themen spezialisiert, hat eine neue Nummer draußen. Online ist zum Beispiel ein Interview mit M.I.A., in dem sie unter anderem auch über ihre Musikvideos spricht:

    M.I.A.: In the desert in Nevada. On my second album, I got more brave to say, “Fuck it, I’m going to have better shit than this.” And I did “Boyz” and “Bird Flu” and stuff like that by myself. But MTV played “Bucky,” this wishy-washy nondescript piece of bullshit. Before that I made “Sunshowers” in the jungle in India with Rajesh Touchriver.

    NA: He’s a film director, right? 
    M.I.A.: Yeah, he’s really talented. No one wanted to talk about him. (...)

    NA: So the most boring, watered-down video made it onto MTV… 
    M.I.A.: Yeah, it’s the one that’s going to get paid. It’s really weird. And then they also had “Paper Planes,” but they only wanted to play it with the gunshots taken out.

    Außerdem unter anderem ein Gespräch zwischen dem Experimentalfilmer Johan Grimonprez und seinem Drehbuchautor Tom McCarthy, das mich leider auch nicht von der intellektuellen Schlüssigkeit ihres gemeinsamen Projekts Double Take überzeugen kann, in dem Alfred Hitchcock und der Kalte Krieg in Bild und Ton als Doppelgänger-Phänomene parallelisiert werden. Im Gespräch werfen die beiden nun mit intellektuellen Größen wie Paul de Man und Jacques Derrida auch ein wenig besinnungslos um sich.


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  • No One Does It Like You

    Schussgespenster.

    01.07.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Absolut fabelhaftes Musikvideo, wenn Sie mich fragen. Gerade zufällig drüber gestolpert. Von Patrick Daughters und Marcel Dzama. Musik: Department of Eagles.

    Update: Ich sehe schon, den Namen Patrick Daughters muss ich mir merken. Weil (übrigens mal wieder ein Plansequenzvideo):

    Und weil:


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  • Fun on Skateboards

    Chloe.

    01.07.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Hipster-Alarm: Musik-Video zu Coconut Records' (d.i. Jason Schwartzmans) "Any Fun". Co-Regie: Skateboard-Legende Mark Gonzalez (Vorgeschichte mit Coconut Records: hier). Offenbar auch jeden Scheiß mitmachend: Chloe Sevigny.


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  • Visual on the Techno

    blip bip tish.

    01.07.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Geburts-Video zu einem Techno-Track von Alex McLean. Eine Idee von jener Sorte simpel, die man nur genial nennen kann. Via Spextrakt, dem seit einer Woche existierenden, sehr viel versprechenden neuen Link-Blog der Spex-Redaktion.


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  • #mj

    wiz kid.

    26.06.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Wir betrauern den Tod eines einst viel versprechenden jungen Schauspielers, im Jahr 1979 als "Best Supporting Actor" nominiert für den Saturn Award. Es folgten dann aber Leistungen und Fehlleistungen anderer Art. [Jetzt aber. Mit Crowwalk.]


    Watch Ease On Down The Road - The Wiz (1978) in Musik |  View More Free Videos Online at Veoh.com


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  • RIP Ali Akbar Khan

    Sarod.

    20.06.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    "Greatest Musician in the World."


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  • Kleine Injektionen an Freude

    Click Opera.

    12.06.2009, Ekkehard Knörer in: Internet, Musik, Radio

    Das ungefähr tollste Blog der Welt ist ja, meiner bescheidenen Meinung nach, das Blog Click Opera des - seinerseits nicht unbedingt bescheidenen - Musikers, Denkers, Autors Momus alias Nicholas Currie. Aber Grund zur Bescheidenheit gibt's ja auch keinen. Im Februar lief, ohne dass ich es merkte, im Deutschlandfunk ein Momus-Porträt von Katharina Teichgräber. Das hat, mit vielen geschmeichelten Anmerkungen, nun Momus selbst als Bootleg auf seinen Server gestellt. Es geht um Yvonne Rainer, die Frankfurter Schule, Andy Warhol, die Schönheit, die man der Welt hinzufügen muss, seinen ersten, in diesem Jahr erscheinenden Roman und vieles, vieles, vieles (vieles!) mehr. Alles sehr schön und für den Fan ist es sowieso ein Muss.

    Neulich, irgendwann zwischen seinen Kunst-Auftritten in Frankfurt (Main) und New York, wurde Momus in England zu Leben und Werk befragt. Das ist auf Youtube zu finden, jetzt eingebettet auch hier:

    Hier noch ein Video von der Momus-DVD "Man of Letters":


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  • listzomania II

    So 80ies.

    06.06.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Neulich hatten wir das offizielle Video zu "Lisztomania" von Phoenix gepostet. Jetzt macht ein Mashup aus 80er-Jahre-Filmen Furore. Sogar die Band findet das besser als das Original. Was man verstehen kann. Die Musik ist immer noch toll. [via Boing Boing]


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  • Assayas Metric

    Clips.

    05.06.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Regisseure

    Nächste Woche erscheint die neue CD Fantasies von Metric. Den Clip zur ersten Single-Auskopplung "Sick Muse" gibt es hier. Er ist nicht schlecht.

    Aber in Wahrheit will ich die Gelegenheit nur zu einer kleinen Hommage an Olivier Assayas nutzen, den Interview-Gesprächspartner in der neuen CARGO. Assayas hat tiefe Wurzeln in der Pop-Musik, genauer gesagt: in der Post-Punk-Szene. (Sein Bruder Michka übrigens ist, was ich auch erst von Michael Baute erfahren habe, ein wichtiger Popmusik-Kritiker in Frankreich. Außerdem Roman-Autor.) Es gibt einen Konzertfilm von Assayas - etwas irreführender Titel: Noise -, da hatte ihm das Festival Art Rock in Saint Brieuc Carte Blanche für ein Line-Up eingeräumt. Wer nach den dreizehn Minuten, die darin Metric und natürlich vor allem die Sängerin Emily Haines zu sehen und zu hören sind, kein Fan geworden ist, wird keiner mehr. Und in Assayas' Clean von 2004 - auch ein sehr guter Film - gibt es ebenfalls ein Metric-Konzert zu bewundern. Das findet sich als Auszug aus dem Film auf YouTube:


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  • Cool Guys Don't Look at Explosions

    Denzel Walks.

    02.06.2009, Ekkehard Knörer in: Humor, Musik

    Andy Samberg, Will Ferrell (als Neil Diamond) und J.J. Abrams (Keyboards) bei den MTV Movie Awards [via The Playlist]


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  • Sex With Ducks

    Badewanne.

    01.06.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Politik

    Riki "Garfunkel" Lindhome and Kate "Oates" Micucci sing a pro-gay marriage song in response to a Pat Robertson quote that legalizing gay marriage would lead to legalizing sex with ducks. [via The Chutry Experiment]


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  • Eaten Alive

    Mr. Wobble.

    28.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Bei Creative Review - via IFC Daily - eine Reihe großartiger neuerer Musikvideos. Ich binde hier stellvertretend Joel Trussells kannibalischen Obst-Film zu Mr. Wobble's Nightmare von Kid606 - die anderen, von Grizzly Bear bis Bob Dylan sind aber auch sehr empfohlen.


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  • Little Bribes

    Death Cab For Cutie

    22.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Kein offizielles Musikvideo, aber eines, dem Zuviel - nicht nur Buchstäblichkeit - gerade genug ist. Von Ross Ching, zu Death Cab For Cuties Song "Little Bribes". [via Feingut]

    Death Cab for Cutie - Little Bribes from Ross Ching on Vimeo.

     


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  • Lisztomania (Not easily offended)

    20.05.2009, Simon Rothöhler in: Musik



    A Lisztomania
    Think less but see it grow
    Like a riot like a riot oh!
    Not easily offended
    Know how to let it go
    From the mess to the masses

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  • Shia LaBeouf: Regiedebüt

    Cage.

    19.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Shia LaBoeuf (Transformers und so) ist offenbar mit dem Rapper Cage eng befreundet. So kommt es, dass er für ihn nun ein Musikvideo gedreht hat: I Never Knew You. Mehr steht, heißt es hier, noch ins Haus: [via video.antville]

    Set to coincide with the release of the free digital EP, Cage will spend February filming the video for “I Never Knew You” in LA with close personal friend Shia Labeouf (making his directorial debut). The video is the first official collaboration between Cage andLabeouf which will ultimately culminate in a full-length feature film based on the rapper’s young life starring Labeouf himself.

    Hier ist das Video:


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  • (Don't have to be) Beautiful but it helps

    11.05.2009, Simon Rothöhler in: Animationsfilm, Musik


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  • Pixel Sound

    Synchromy.

    10.05.2009, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Musik, Videospiele

    Interessante Überlegungen von Kurt Shulenberger in seinem Blog Bliterations über die Nähe, in der sich frühe Computerspiel-Pixel und noch frühere Filme des Experimentalfilmers Norman McLaren zueinander befinden:

    A few years ago I discovered the wonderful films of artist Norman McLaren, and I find such a close compatibility in his work to the notional quandaries that game scholars would later pose that I dare call McLaren the spiritual predecessor to electronic gaming, “pixelating” our world before anyone knew what the digital revolution would actually come to represent.

    Hier der auch von Shulenberger verlinkte McLaren-Film Synchromy von 1971, der optischen Sound sichtbar und hörbar macht:


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  • Maria Lassnig singt ihr Leben

    Als Trickfilm.

    08.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Kunst, Musik

    Mein Gott, ist das großartig: Die Künstlerin Maria Lassnig singt in diesem Zeichentrickfilm mit Autobiografie-Realfilm-Elementen ihr Leben in Moritatenform. Kantate (1992), via expanded cinema.


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  • Super Arielle

    Dombasle macht Musik.

    08.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Arielle Dombasle, Schauspielerin (Rohmer, Marker, Ruiz) und Ehefrau von Bernard-Henri Lévy, hat ein Album mit Neo-Chanson-Superstar (Philippe) Katrine aufgenommen. Hier das sehr schöne Superhelden-Comic-Musikvideo zum Song "Extraterrestre" [via mesimagesquibougent]:

    Clip : Arielle Dombasle - Extraterrestre
    by femmes

     


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  • Casta Diva

    Maria Callas.

    06.05.2009, Ekkehard Knörer in: Literatur, Musik

    Als Wiedergutmachung für den Tippfehler im letzten Eintrag. (Dank für die aufmerksame Lektüre an Jean-Luc):


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  • Sooper-trooper, howev.

    Im Studio.

    05.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Und noch ein Musikvideo als Plansequenz. Nyle: Let The Beat Build. Diesmal auch mit Informationen zu und Aufnahmen von den Proben. Das reine Vergnügen war es nicht [via Le Journal Graphic]:

    The musicians in the video are all friends or friends of freinds that became friends. They all seem to appear from nowhere because we built a makeshift wall in the studio, which they would all have to run out of as soon as the camera was facing another direction.

    The shoot was a pretty grueling day, with 31 takes in all, plus 6 practice takes. Everybody was a super-trooper, howev.

    Nyle "Let The Beat Build" from Nyle on Vimeo.



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  • RIP Kiyoshiro Imawano

    Aus: Takashi Miikes "Happiness of the Katakuris"

    04.05.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    via Same Hat! Same Hat!


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  • Clint Eastwood (Upsetters)

    01.05.2009, Ekkehard Knörer in: Internet, Musik

    Ein mir bislang unbekanntes, aber auf der Stelle einleuchtendes YouTube-Genre. Die Platten-Aufnahme.


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  • Dark Night of the Soul

    Lynch mal wieder.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Regisseure, Video

    Das folgende ist, wenn ich recht verstehe, der 16sekündige Trailer für einen Musikvideoclip, den David Lynch für das Danger Mouse & Sparklehorse-Kollaborationsalbum "Dark Night of the Soul" dreht. Oder vielleicht dreht er gar kein Video, sondern ist nur für das Album-Artwork zuständig? Genau verstehe ich es nicht, der Hinweis kommt von Playlist, wo es auf jeden Fall auch noch die Fotografie eines Posters zum Album gibt:


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  • Tafelwerk

    In Kreide.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Dies Stop-Motion-Musikvideo - zu Firekites: Autumn Story, von Lucinda Schreiber and Yanni Kronenberg - ist nicht nur sehr schön, es schließt auch direkt an die ganz frühen Animationsfilme von Blackton an.


    Firekites - AUTUMN STORY - chalk animation from Lucinda Schreiber on Vimeo.


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  • Gondryana

    Gondry en famille.

    22.04.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Musik, News

    Also, der Reihe nach. Michel Gondrys neuer Film (nach der Superheldenverfilmung Green Hornet, von und mit Seth Rogen) wird den Titel Megalomania tragen. Es ist ein Animationsfilm. Und er dreht ihn gemeinsam mit seinem Sohn Paul, der gerade mal 18 Jahre alt ist. Den Inhalt beschreibt Gondry père wie folgt:

    “We’re translating our relationship into a futuristic story with a dictator and a rebel,” he explained of the film’s rudimentary outline. “He’s the dictator in the story [and] it will be based on [his] art.”

    Drehbuch: Niemand anderer als Daniel Clowes (Ghost World). Mitspieler (Stimme): Steve Buscemi.

    Paul Gondry hat schon vor zwei Jahren Regie geführt, bei einem Musikvideo für die Willowz (kurz gesagt: Punx not dead). Das wäre hier:

    Wo ich gerade schon dabei war, habe ich auch noch dies entdeckt, ein Werbevideo von Hewlett Packard. Zu sehen ist Michel Gondry, beteiligt auch sein Sohn Paul. Regie geführt hat allerdings Michels Bruder Olivier. Es ist, das mindeste zu sagen, extrem Gondryesk.

    Michel Gondry for HP
    by ViaMedia

    [von hier]


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  • Milli Vanilli & Johnnie To

    Few Degrees of Separation.

    22.04.2009, Ekkehard Knörer in: Hollywood, Musik, News

    Zu den Dingen, die die Welt unbedingt braucht, gehört ein Hollywood-Film über "Milli Vanilli". Und zwar unter der Regie des Stümpers Brett Ratner (X-Men: The Last Stand, Rush Hour). Wer Frank Farian spielt, weiß ich nicht. Aber den Film wird es wohl geben. (Bei imdb sehe ich gerade, dass Ratner als executive producer von Johnnie Tos mit viel Spannung erwartetem Hollywood-Melville-Remake The Red Circle aufgeführt ist - es spielen mit: Liam Neeson, Chow Yun-Fat und Alain Delon. Boggles the Mind.)


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  • Bananaz

    Gorillaz. Bananaz.

    21.04.2009, Ekkehard Knörer in: Dokumentarfilm, Musik

    “Bananaz” removes the secretive, mucky walls of Gorillaz, the cartoon band created by artist Jamie Hewlett & musician Damon Albarn, smashing down all artificial barriers to reveal the full and filthy details behind this awe-inspiring band. Audiences see just what director Ceri Levy saw over seven years of mayhemical creative madness…

    Ich erinnere mich, nicht viel Gutes über den Film gelesen zu haben, der im letzten Jahr auch auf der Berlinale lief. Aber wer mag, kann sich jetzt vier Wochen lang im Stream bei Babelgum einen eigenen Eindruck verschaffen: Bananaz von Ceri Levy. [via Spex]


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  • Will Oldham vs. Wes Anderson

    Starke Meinung.

    17.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Will Oldham, Inbegriff des Indie-Musikers und Indie-Darstellers (und des Vollbarts) hat im Interview mit dem AV-Club von The Onion sehr entschiedene Vorstellungen davon, wie Musik im Film Einsatz finden darf. Und wie nicht:

    Like the cancer that is that Darjeeling guy… what’s his name?

    AVC: Wes Anderson?

    WO: Yeah. His completely cancerous approach to using music is basically, “Here’s my iPod on shuffle, and here’s my movie.” The two are just thrown together. People are constantly contacting me saying, “I’ve been editing my movie, and I’ve been using your song in the editing process. What would it take to license the song?” And for me it’s like, “Regardless of whatyou’ve been doing, my song doesn’t belong in your movie.” That’s where the conversation should end. Music should be made for movies, you know?


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  • Durch die Nacht mit Claire Denis (und Jeff Mills)

    Ein TV-Tipp.

    16.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Musik, Regisseure

    In der fast immer hoch interessanten Arte-Reihe "Durch die Nacht mit..." begegnen einander heute Claire Denis (Regisseurin des CARGO-Titel-Films 35 Rum) und Techno-Gott Jeff Mills.Die Sendung läuft, zum Titel und Inhalt passend, aber trotzdem ärgerlich, selbst spät in der Nacht, nämlich von 0.15 bis 1.10 Uhr. Erfreulich jedoch: Danach steht sie für sieben Tage in der Arte-Mediathek, bereit zum Stream. [Dank für den Hinweis an David Hudson]

    Update: Die [Doch-Nicht]-Fehlinformation zur Zusammenarbeit bei Vendredi Soir habe ich gestrichen. Siehe Kommentare.

    Claire Denis Jeff Mills


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  • David Lynch - Shot in the Back of the Head

    Musikvideo von David Lynch.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Das Animations-Musikvideo zu Mobys "Shot in the Back of the Head", der ersten Auskopplung aus seiner Ende Juni erscheinenden neuen CD "Wait For Me", hat kein geringerer als der große transzendentale Meditationist David Lynch zusammengekritzelt. Via video.antville.org. Enjoy:


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  • Toy Baby Grand

    Zeichen, Wunder.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Das habe ich so auch noch nicht gesehen: Ein Musikvideo aus Text und Umsonst-Animated-Gifs. Eine Parade aus Zeichen und Wundern. Das ganze gibt es zusätzlich auch noch als kleines Computerspiel mit fliegenden Eisbären. Boy in Static - Toy Baby Grand. Regie: Alexander Chen und Philip Stockton. [via videos.antville.org]


    Boy in Static - Toy Baby Grand from Alexander Chen on Vimeo.


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  • Longo Dancers

    Circlesquare-Musikvideo à la Longo.

    13.04.2009, Ekkehard Knörer in: Kunst, Musik

    Klasse Video: Circlesquare - Dancers. Regie: Bienvenido Cruz.

    Vorbild: Robert Longos Serie von Zeichnungen "Men in the Cities" (1979). (Ein Band, der das fotografische Ausgangsmaterial zu dieser Serie versammelt, erscheint in Deutschland im Mai, btw.)

    Robert Longo: Men in the Cities

     


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  • Michel Gondry, Teil 2

    Neue DVD mit Gondry-Musikvideos.

    10.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Am 14. April veröffentlicht Michel Gondry - der wohl doch genialste aller Musikvideoregisseure - eine neue DVD mit teils recht altem Material. (Zur ersten habe ich hier mal was geschrieben.) Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Videos darauf zu verlinken, soweit sie irgendwo im Netz existieren. Teils ist die Bild-Qualität wirklich beschissen - und ganz sicher ist die neue DVD jeden Cent wert, den sie kostet. Zu haben ist sie, wenn ich recht verstehe, exklusiv auf einer neuen Website, die Gondry selbst zum Verkaufsstart am 14. freischalten wird.

    01 Michael Andrews [ft. Gary Jules]: "Mad World"
    02 Paul McCartney: "Dance Tonight" *
    03 Thomas Dolby: "Close But No Cigar"
    04 Björk: "Declare Independence" *
    05 Steriogram: "Walkie Talkie Man" *
    06 The Willowz: "I Wonder"
    07 Beck: "Cellphone's Dead" *
    08 The White Stripes: "The Denial Twist" *
    09 Donald Fagen: "Snowbound"
    10 Cody ChesnuTT: "King of the Game"
    11 Sinead O'Connor: "Fire On Babylon"
    12 Queen [ft. Wyclef Jean, Pras and Free]: "Another One Bites the Dust"
    13 Radiohead: "Knives Out" *
    14 Dick Annegarn: "Soleil du Soir"
    15 Sananda Maitreya: "She Kissed Me"
    16 Sheryl Crow: "A Change Would Do You Good"
    17 The Black Crowes: "High Head Blues"
    18 Leafbirds: "It Can All Be Taken Away"
    19 The Rolling Stones: "Gimme Shelter"
    20 Energy Orchard: "How the West Was Won”


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  • Oliver Husain

    Wow.

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Wow. Das ist mal ein tolles Musikvideo, von Oliver Husain, zu "Alter Ego: Betty Ford"


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  • Arcade Fire: Miroir Noir

    Miroir Noir von Arcade Fire bei Pitchfork.

    07.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Die definitiv etwas andere Band- und Konzert-Doku ist Miroir Noir der tollen kanadischen Indie-Band Arcade Fire. Gerade für kurze Zeit umsonst bei pitchfork.tv. Mehr dazu gibt es hier zu lesen. Der erste Teil [nicht mehr] hier, der Rest des insgesamt 70 Minuten langen Werks bei Pitchfork.

    [Ich hab das Video rausgenommen, weil es immer von selber startet.]

    [via nerdcore]


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  • Guten Wochenstart!

    Musik aus Japan.

    06.04.2009, Ekkehard Knörer in: Musik

    Ich weiß nicht genau, von wann das ist, ich weiß nicht im mindesten, was sie singt, ich bin nicht mal ganz sicher, wer sie ist (Jun Togawa? mitlesende JapankennerInnern zu Hilfe! ), weiß aber, dass ich's in jeder Hinsicht großartig finde:


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  • Rough Trade

    Die Geschichte von Rough Trade.

    23.03.2009, Ekkehard Knörer in: Dokumentarfilm, Musik

    The Rough Trade story excites me because it shows the "golden age of indie" with all its tensions -- between lucre and ethics, between artists and companies, between egalitarianism and the star system -- clearly delineated. It also excites me because I've glimpsed bits of it at first hand.

    Sehr schöner Text von Momus über einen BBC4-Dokumentarfilm, der die Geschichte des Ur-Indie-Plattenladens->Vertriebs>Labels>der Künstleragentur "Rough Trade" erzählt. Ich habe den Film auch gesehen: alles, was Momus schreibt, stimmt. Inszenatorisch ist das ganze eine konventionelle Fernsehdokumentation, aber voller spannender/kurioser Musik- und Fernsehaufnahmen aus den goßen Zeiten des Post-Punk. (Clash, Smiths, The Fall, Scritti Politti etc. etc.)

    rough trade


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  • Dearest Maestro

    Filmmusikgeschichte wird versteigert.

    17.03.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Musik, Regisseure

    psycho hermann

     

    Für alle, die es nicht gleich auf den ersten Blick erkennen: Dies ist eines der berühmtesten Stücke Filmmusikgeschichte, nämlich ein Auszug aus der Mordszenenstreicherbegleitung in Alfred Hitchcocks Psycho. Originalmanuskripte nebst verschiedenen Briefen an Bernard Hermann (u.a. von Orson Welles) stehen nun, zum Verkauf gegeben von Bernard Hermanns Witwe, in London zur Versteigerung. Deadline: 24. März. Geschätzter Wert: 30-40000 Pfund. Interessant ist der Besuch der Website auch wegen der vielen historischen und film- sowie musikkundliche Informtionen, die diese bietet. [via Alex Ross: The Rest is Noise]

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  • Heinz Erhardt 100

    20.02.2009, Ekkehard Knörer in: Humor, Musik

    Wolverhampton / verschämten: Reime, die sich fressen und ein Sherry und ein Gläschen Rum und ein winzig kleiner Gin und ein Fruchtsaft, die der Lord im Ford trinkt. Hier, zum Geburtstag, ein Musikvideo der alten Schule:


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  • Jeunesse Doree

    Ein kleiner Spaziergang durch ein Hipster-Netzwerk. In den Hautprollen: Jordan Galland, Sean Lennon, Asia Argento und Michele Civetta.

    25.01.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Horror, Musik, Regisseure, Theater, Trailer

    Der Titel ist auf jeden Fall clever: Rosencrantz and Guildenstern are Undead. Der Film, der jetzt beim Slamdance-Festival zu sehen war (noch keine Kritiken), ist das Langfilmdebüt von Jordan Galland. Zu ihm gleich mehr. Ganz schwer zu sagen, ob das Werk irgendwann in einer Videothek in Ihrer oder meiner Nähe auftaucht, ich bin auch nicht sicher, wie viel ich mir davon verspreche, aber sehen möchte ich es schon. Hier jedenfalls ein paar Informationen zum Film, zu den Machern und zu den Freunden der Macher und den Freunden der Freunde der Macher. Einigen der Protagonisten eilt der Ruf voraus, nichts als prätentiöse Hipster-Arschlöcher zu sein. Die Zusammenhänge sind in jedem Fall recht interessant, bleiben Sie dran.

    Wie der Titel vermuten lässt, setzt der Film auf Tom Stoppards Theaterstück (von Stoppard selbst auch verfilmt) Rosencrantz and Guildenstern are dead noch einen drauf. Oder sogar zwei oder drei. (Stoppard übrigens hat offenbar seinen Segen zu der Sache gegeben.) Schauplatz der Handlung ist New York, das East Village genauer gesagt. Den Helden namens Julian Marsh spielt Jake Hoffman, der wiederum nicht nur der Sohn von Dustin ist, sondern auch keineswegs das einzige Kind berühmter Eltern, das im weiteren Fortgang dieses Postings auftaucht. Ebenfalls mit dabei: John Ventimiglia, der bei den Sopranos Artie Bucco und Jeremy Sisto, der in Six Feet Under Billy war. 

    Julian Marsh soll, so geht die Geschichte, ein Theaterstück inszenieren, das Titeltheaterstück des Films. Im Stück im Film ist Horatio ein Vampir, und Hamlet sowie seine Wittenberger "Freunde" Rosencrantz und Guildenstern sind es auch. Ophelia ertränkt sich, bevor Horatio kraftvoll zubeißen kann - und damit wäre das auch geklärt. Hamlet will sich erlösen, aber dazu muss er vom Gral trinken, der ist also gleichfalls im Spiel. Die Wikipedia-Seite erklärt die näheren Einzelheiten zum Meta-Theater-Aspekt:

    The battle for the Grail between Hamlet and Horatio lasts for centuries and leads to the creation of four plays, each concealing a secret message. The first is Shakespeare's Hamlet, written at Horatio’s bidding. The second is Rosencrantz and Guildenstern, written in the Nineteenth Century by W.S. Gilbert (half of the duo of Gilbert and Sullivan). The third is Tom Stoppard's Rosencrantz and Guildenstern Are Dead, written in 1964. The final play in the cycle is this one, Rosencrantz and Guildenstern Are Undead, written by Horatio himself under the name Theo Horace. Its purpose: to lure the real Hamlet into a final confrontation.

    Von dem tatsächlich existierenden Theaterstück ohne Sullivan-Musik von W.S. Gilbert habe ich bisher nichts gewusst; die Grundpointe scheint darin zu bestehen, dass Gertrud und Claudius sich ernste Sorgen machen um ihren (Stief)Sohn Hamlet, der nämlich eine gefährliche Tendenz zum ständigen Monologisieren hat. Zu heftigen Konflikten kommt es, als Hamlet, auf den Rat der zu seiner Zerstreuung an den dänischen Hof geholten Freunde Rosencrantz und Guildenstern, ein Theaterstück aufführt, das Claudius in seiner Jugend geschrieben und dessen Aufführung er streng verboten hat. Aber egal, darum geht es jetzt nicht, wer sich im Detail dafür interessiert, hat Glück: Das Stück ist komplett im Netz zu bekommen. 

    Bevor es mit Informationen zu Jordan Galland weitergeht, der entweder nur ein schlauer Hipster ist oder doch ein interessanter Mann, gibt es erstens den Link zu einem ganz aktuellen Interview des Filmmaker Magazine mit Galland, zweitens einen Link zu einem nicht ganz aktuellen Interview und den Trailer zu seinem Film Rosencrantz and Guildenstern are Undead:

    Jordan Galland, das ist auf seiner Website nachzulesen, hat mit 13 Jahren sein erstes Theaterstück geschrieben. Er hat mit 18 Jahren eine Band gegründet, des Namens "Dopo Yume", und ist mit dieser Band ein bisschen halb berühmt geworden, immerhin durch die Welt getourt mit größeren Stars wie zum Beispiel Rufus Wainwright, der der Sohn berühmter (und jedenfalls musikalisch grandioser) Eltern ist, nämlich von Kate McGarrigle und Loudon Wainwright III (der dem Filmfreund aus diversen Judd-Apatow-Abenteuern bekannt ist und in der ziemlich tollen Apatow-College-Fernsehserie Undeclared sogar eine Hauptrolle spielt; aber darum soll es nicht gehen, wer sich für die Serie interessiert, kann diesen Ausschnitt genießen, in dem Loudon Wainwright in der Gegenwart von Adam Sandler, der Adam Sandler spielt, einen sehr peinlichen Gesangs-Auftritt hat:

    Sorry, das war eine Abschweifung, die gar nicht intendiert war. Es kommt aber noch dicker. Einer der engsten Freunde von Jordan Galland ist Sean Lennon, der Sohn von Yoko Ono und John Lennon. Von Lennon stammt der Score zu Rosencrantz and Guildenstern are Undead, mit Sean Lennon gemeinsam hat Jordan Galland das Buch zu seinem ersten Kurzfilm Smile for the Camera (Informationen bei Wikipedia) geschrieben, in dem es um Seelendiebstahl durch Fotografie geht. Milla Jovovich hat einen Cameo-Auftritt, auch Sean Lennon, den man im übrigen im Clip zum Dopo Yume-Song Igloo an einem großen Lolli schlecken sieht:

    Als Dritter im Bunde taucht immer wieder auf: Michele Civetta. Er hat Regie geführt bei obigem Music-Clip, aber auch, nur zum Beispiel, dieses Video zu Lou Reeds Song "Ecstasy" gedreht. Er ist jedoch auch, und wir beginnen uns langsam den Töchtern berühmter Väter zu nähern, der Regisseur einer ungewöhnlichen Folge von kurzen Video-Clips oder, man kann das offenbar unterschiedlich sehen, eines gut fünfzigminütigen Films, den Sean Lennon seinem zweiten Album, das den Titel "Friendly Fire" trägt, als Bonus beigelegt hat.

    Dieses Album hat einen persönlichen Hintergrund, es dreht sich nämlich um die Trennung Sean Lennons von seiner Freundin Bijou Phillips. Diese ist nicht nur die Tochter von John Phillips - ja, genau, von The Mamas and the Papas - und das Patenkind von Andy Warhol, sondern auch eine Scientologin, eine Musikerin, ein Model und eine Schauspielerin (mit unter anderem einer Hauptrolle in Eli Roths sehr unangenehmem Osteuropa-Slasher  Hostel, Part II). In Rosencrantz and Guildenstern are Undead hat sie einen Cameo-Auftritt. Sean Lennon, dessen Freundin sie war, hat sie mit dessen bestem Freund Max LeRoy betrogen und bevor es zur Versöhnung kommen konnte, starb dieser bei einem Motoradunfall. Diese Geschichte also wird aufgearbeitet auf dem Album - das Max LeRoy gewidmet ist und musikalisch sehr schönen und freundlichen und etwas arg harmlosen Gitarrenpop enthält - und auf der dazugehörigen DVD eben die Clips/den Film von Michele Civetta.

    Das wäre nur halb so interessant, wäre nun Civetta nicht der nachmalige Ehemann von - ich kann auch nichts dafür - Asia Argento, deren berühmten Vater man ja gewiss nicht vorstellen muss. Und schon in den Videos zum Sean-Lennon-Album spielt neben Bijou Phillips (die sich selbst spielt) und Lindsay Lohan (weiß nicht, wo die jetzt herkommt) und Carrie Fisher (dito) und Jordan Galland eben auch Asia Argento mit. Das ganze ist sehr aufwendig gedreht, mit Kostümen etc., wovon man sich in diesem Clip ein erstes Bild machen kann:

    Alle miteinander werden sie im nächsten Jahr beim bisher größten Projekt, an dem sie beteiligt sind, auftauchen. Nämlich der Verfilmung des Kultromans "Coin Locker Babies" von Ryu Murakami. Das Drehbuch dazu haben Sean Lennon und Jordan Galland schon vor einigen Jahren geschrieben, nun wird der Film - mit umgeschriebenem Drehbuch, koproduziert von Don Murphy und Wild Bunch - wohl tatsächlich gedreht. Regie: Michele Civetta. Hauptrollen: Val Kilmer, Tadanobu Asano und Asia Argento. Ein paar giftige Worte - Stand vor einem Jahr - hat dazu Grady Hendrix. Wir bleiben am Ball.

    ***

    Bonus-Tracks

    Website mit Video-Interviews verschiedener Darsteller auf dem Set von Rosencrantz and Guildenstern are Undead

    MySpace-Seite von Jordan Galland, da sind auch recht hübsche Songs von seinem im letzten Herbst selbst-veröffentlichten ersten Solo-Album "Airbrush" zu hören

     


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  • Jennifer Reeves Fuck Buttons

    21.01.2009, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Musik, Video

    In der Presse-Vorabaufführung habe ich am Montag Jennifer Reeves'  Film When It Was Blue gesehen. Was nicht ganz stimmt, denn zu sehen gab es nur eine DigiBeta-Version des Films, den Reeves selbst während der Berlinale als 16mm-Doppelprojektion vorführen wird. (Bei einer weiteren Gelegenheit wird sie über ihren iPod als DJane zur Begleitung ihrer eigenen Bilder tätig sein.) Jennifer Reeves ist eine Schülerin von Stan Brakhage, die mit dem Zelluloidmaterial selbst arbeitet: es bemalt, es ätzt, es zerstört. In When it was blue werden eine Realfilmebene und eine "Gemälde"-Ebene immerzu über- und gegeneinandergeblendet. Zu sehen - und dann wieder nur zu ahnen oder nicht zu sehen - sind Aufnahmen aus der Natur, die Reeves selbst auf Reisen um den ganzen Globus aufgenommen hat.

    Einen Eindruck davon kann ich nicht vermitteln. Das ist aber nicht schlimm, denn da kann ich einfach auf den Cargo-Autor Michael Sicinski verweisen. Er hat in CinemaScope einen ungeheuer kenntnisreichen Essay über Reeves und diesen Film geschrieben, aus dem ich kurz zitiere, den ich, da er online nachzulesen ist, ansonsten aber einfach verlinke.

    Here’s one way to think about it: If you’ve ever been in an argument, and you realized that there were exactly two things that needed to be said at the same time, because those two things were mutually dependent, and that singly, each would give the disastrously wrong idea, then perhaps you can begin to grasp the specific anxiety that I perceive coursing through When It Was Blue. It is a dialectic that cannot resolve, that mere montage will not suffice to explicate. It is visceral, not rhetorical. And it needs multiple images hitting the screen, complicating one another at the same time, at all times. It is one singer singing with two mouths, live.

    Was ich abgesehen davon tun kann, ist, hier das einzige Werk einzubinden, das von Jennifer Reeves online nachzusehen ist. Wobei dazugesagt werden muss, dass diese Filme  - sie arbeitet bis heute nach wie vor fast ausschließlich mit und auf 16mm - als Youtube-Geflimmer ganz sicher nicht zu der Wirkung gelangen, die sie im Kino, für das sie gedacht sind, haben. Hier dennoch The Girl's Nervy von 1996:

    Am ganz anderen Ort bin ich gestern rein zufällig - nämlich durch diese Liste - auf nicht vollkommen anders geartete Filme gestoßen. Zwei Musikvideos nämlich zu Titeln der Band "Fuck Buttons", deren eine Hälfte Andrew Hung ist, von dem diese, allerdings, großer Unterschied: rein digital bearbeiteten Videos stammen. Das erste zu "Bright Tomorrow", das zweite zu "Colors Move":

     


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  • Berlinale Wettbewerb I: Chen Kaiges "Mei Lanfang"

    Erster Teil einer losen Serie zur Einstimmung auf den Berlinale-Wettbewerb: Notizen zu Mei Lanfang, dem Gegenstand von Chen Kaiges Biopic, dem einzigen asiatischen Beitrag im Wettbewerb.

    17.01.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Festival, Musik, Theater, Theorie

    Der chinesische Artist ... verzichtet auf die restlose Verwandlung. Von vornherein beschränkt er sich darauf, die darzustellende Figur lediglich zu zitieren. Aber mit welcher Kunst tut er das! Er benötigt nur ein Minimum von Illusion. Was er zeigt, ist sehenswert auch für den, der nicht von Sinnen ist. Welcher westliche Schauspieler der alten Art (der eine oder andere Komiker ausgenommen) könnte wie der chinesische Schauspieler Mei Lan-fang, mit einem Smoking angetan, in einem Zimmer ohne besonderes Licht, umgeben von Sachverständigen, die Elemente seiner Schauspielkunst zeigen? 
    Bertolt Brecht, Verfremdungseffekte in der chinesischen Schauspielkunst

    Die Szene ist datierbar. Das Zimmer ohne besonderes Licht muss in Moskau gewesen sein, der Zeitpunkt das Frühjahr 1935. Zu einem Theaterkongress in der Sowjethauptstadt war, was im Theater seiner Zeit Avantgarde war, zusammengekommen. Als Deutscher im Exil mit dabei war der in der Hauptstadt lebende Erwin Piscator, Brecht kam aus Kopenhagen angereist. Auch Sergei Eisenstein, der führende Filmregisseur der Sowjetunion und der Theatertheoretiker Edward Gordon Craig waren mit von der Partie.

    Mei Lan FangIn der Woche vom 23. bis 28. März des Jahres war auch Mei Lanfang (1894-1961)  in Moskau, damals nicht nur der berühmteste Star der Peking-Oper, sondern auch ein großer Exportschlager Chinas im Westen, junge Frauen in Japan fielen bei seinen Auftritten in Ohnmacht, er war, das ist nicht übertrieben, tatsächlich weltberühmt. Mit Chaplin befreundet, und der Vermittler schlechthin der Kunst der chinesischen Oper, auf die sich Brecht, aber auch Eistenstein oder Piscator ihren anti-illusionistischen, anti-realistischen Reim machten. (Einen Aufsatz zu Brecht und dem chinesischen Theater gibt es als pdf hier. Interessanterweise waren zum selben Zeitpunkt auch Lee Strasberg und Konstantin Stanislawski vor Ort, die ganz andere oder auch gar keine Schlüsse aus Mei Lanfangs Auftritt zogen.)

    So fanden in diesem Frühjahr des Jahres 1935 durchaus unterschiedliche, aber verwandte Vorstellungen zur Überwindung des herkömmlichen Schauspiels für einen Moment in dieser einen exemplarischen, zur Projektion wie geschaffenen Figur aus dem fremden, fernen Osten ihren Schnittpunkt. Positionen, muss man hinzufügen, weil es die Sache noch spannender macht, die durchweg die ästhetische und die politische Avantgarde zusammenzudenken versuchten - auch das eine Konjunktion, die wenig später in Moskau nicht mehr vorstellbar gewesen wäre.

    Den Mann, der 1935 im Smoking so freundlich war, Proben seiner Kunst abseits der Bühne zu geben, wurde bereits 1924 von einem westlichen Reporter im Backstage-Bereich aufgesucht. Mei Lanfang war damals noch nicht in den Westen gereist, so dass dies sehr wohl der erste westliche Bericht über ihn sein könnte. Hier ein kurzer Auszug, der Text ist komplett im Netz nachzulesen, nämlich hier.

    He appeared on that occasion in the greenroom a model of self-respecting humility far removed, of course, from emphatic self-depreciation, which would have been completely out of place. Characteristic of him was his action in personally dashing for a cigarette and lighting the match for his guest. None of the numerous attendants who were at beck and call was summoned to procure them. His manners, as has, been said, are without fault, hnd his natural shyness, even if it is not now very pronounced, is sufficiently apparent to increase one's interest in him.

    Der Mann im Smoking, Mei Lanfang, hieß von Geburt Mei Lan. In der Endung fang, die er seinem Namen hinzufügte, kondensiert eine der entscheidenden Pointen der Nicht-Identität der zwei Körper des asiatischen Artisten - diese Endung nämlich feminisiert den Mann. Das ist kein Zufall, denn als Darsteller von Frauen wurde Mei Lan(fang) zum Star, als Darsteller, um mit Hilfe der Wikipedia noch genauer zu sein, jener eher reifen Frauen im Rollenfach der qingyi (oder guimen dan), deren hohen, durchdringenden Gesangsstil wir bis heute wohl am ehesten mit der Peking-Oper verbinden. Eine seiner berühmtesten Rollen spielte er in der - durch Chen Kaiges Film gleichen Titels berühmt gewordenen - Peking-Oper Lebewohl, meine Konkubine. Eine Aufführung der Oper, bei der Mei Lanfang bereits sechzig Jahre alt war, existiert als Film, einen Auszug daraus können Sie hier sehen, einen weiteren Auszug aus einer Aufführung der Oper Peony Village gibt es gleichfalls bei Youtube:

    Zurück nach Moskau. Es gibt ein Bildzeugnis der Begegnung zwischen Sergei Eisenstein und Mei Lanfang, denn der Regisseur war so beeindruckt von dessen Auftritt, dass er eine fünfminütige Szene auf Film festhielt, freilich ohne Ton. Einen immerhin dreißigsekündigen Ausschnitt daraus gibt es bei Youtube:

    Der bedeutendste Ausflug des Opernstars ins Kino ist das freilich nicht. Im Jahr 1946 nämlich drehte der chinesische Regisseur Mu Fei - verantwortlich auch für einen der ganz großen Klassiker des chinesischen Kinos, Springtime in a Small Town von 1948 - den ersten chinesischen Farbfilm Sheng Si Hen (Regrets Eternal). Es ist eine Opernverfilmung und die Hauptrolle spielt, genau, kein anderer als Mei Lanfang. Die ersten acht Minuten des Films sind, man sehe, höre und staune, online:


    Regrets eternels (Sheng si hen ) de FEI Mu 1946
    by cinemachinois


    ***

    Der Anlass zu diesen Notizen ist Chen Kaiges jüngster Film Mei Lanfang (in der englischen Übersetzung Forever Enthralled ins Kitschige verallgemeinert). Der in China sehr erfolgreich angelaufene Film geht zwar auf Mei Lanfangs erfolgreiche US-Tour ein, wohl kaum aber auf die hier vorgestellten Zusammenhänge. Ins Zentrum scheint er - wie dieser ersten, sehr lauen Kritik zu entnehmen ist - eine Liebesaffäre mit einer von Zhan Ziyi gespielten Schauspielerin zu stellen. Zu befürchten ist leider, dass er sich auch und gerade für die Schauspieltheorien, in deren Zentrum Mei Lanfang ohne Absicht geriet, nicht interessiert und ganz auf die tumben Identifikationsdarstellereien des konventionellen Biopic zurückfällt. Der Schluss lässt sich - inklusive Begründung - aus einem Interview Kaiges mit Newsweek ziehen:

    I started 25 years ago, in a different time. We didn't have pressure from the audience. We just did what we wanted to do. We were crazy about creating a new cinema language. Now you have to negotiate with your investors about how much money you put into your production, and of course, you care about the box office. But this is just the situation; it's nothing to complain about.

     Bis man sich dann selbst ein genaueres Bild machen kann, darf man erst mal aus dem Trailer des Films seine Schlüsse ziehen (auch ein Making of gibt es bereits zu sehen):

    Manchen Hinweis verdanke ich dem - dringend zur zusätzlichen Lektüre empfohlenen - Eintrag zu genau diesen Zusammenhängen im Blog Click Opera des sowieso grandiosen schottischen Musikers und Kritikers und Allround-Denkers Momus, dessen in jeder Hinsicht irren musikalischen Output ich allen aufgeschlossenen LeserInnen sehr gerne und dringend ans Herz lege.


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  • Bela Lugosi tot mit Musik

    19.12.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Die französische Band "Nouvelle Vague" liebt New-Wave-Klassiker. Meistens produziert sie aber seltsame Bossa-Nova-Cover davon. Die Version des Bauhaus-Songs "Bela Lugosi's Dead" (hier bei YouTube) ist da noch vergleichsweise nah dran. So naheliegend wie in der Ausführung überzeugend ist die Idee, die Musik nun mit einer einschlägigen Filmszene zu verbinden. (Aus unserer Rubrik: "Mashups für Anfänger".)

    Ach so, die Filmausschnitte: Aus Tod Brownings "Dracula".


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  • muppet plus

    16.12.2008, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Humor, Musik

    Mashup-Mathematik für Anfänger.

    Das:

    plus das

    gibt das:

    via Coudal Partners


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  • oasis

    16.12.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Nachtrag zu den Musik-Videos: Amanda Palmer "Oasis"  - Dedicated To Sarah Palin. Finster. (via shooting down pictures)

    Das nehmen wir auch noch: FATBOY SLIM -THE BPA TOE JAM FT. DAVID BYRNE & DIZZEE RASCAL


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  • Fröhliche Monster

    Wir wünschen einen guten Wochenstart mit fröhlichen animierten Monstern.

    15.12.2008, Ekkehard Knörer in: Comic, Humor, Musik, Video

    Wir wünschen einen schönen Wochenstart! Mit zweimal Joann Sfar, dem großen Comic-Künstler, als Musikvideo-Regisseur:

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    Dionysos - Tes lacets sont des fées ...

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    Hyacinthe - Thomas Fersen

    Und dann noch, mit Dank an Andreas Platthaus, for something not completely different: der berühmteste Frosch der Animationsgeschichte: "One Froggy Evening", Regie Chuck Jones. Mit Michigan J. Frog.

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  • Richard Foreman & John Zorn: Live

    Richard Foreman probt live mit John Zorn im Netz.

    13.12.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Theater

    Richard Foreman John ZornDer legendäre Avantgarde-Theaterautor und -Regisseur Richard Foreman ("Now That Communism Is Dead My Life Feels Empty") probt sein nächstes Stück "Astronome. A Night at the Opera" fürs New Yorker Ontological-Hysteric Theater gemeinsam mit dem nicht minder legendären Avantgarde-Musiker John Zorn. Klingt nach einer in einer etwas bizarren, aber faszinierenden Ecke des Himmels geschlossenen Ehe. Das klingt für den, der keine Reise nach New York auf dem Plan stehen hat, zunächst eher frustrierend. Zu unrecht. Der Coup nämlich ist: Die Proben zum Stück werden jeden Mittwoch live als Videofeed ins Internet übertragen, von zehn Uhr morgens bis halbfünf nachmittags (New Yorker Zeit, d.i. vier Uhr nachmittags bis halbelf abends bei uns). Für alle Freunde des postdramatischen Theaters und seines Gurus Foreman eine ganz einzigartige Chance, ihm bei der Arbeit auf die Finger zu sehen. Und zwar hier. Nicht geprobt wird an Heilig Abend.

    via The Wire

    Update: Hier ein Interview mit Richard Foreman, in dem auch sein Filmbezug deutlich wird (es gibt auch einen sehr eigenen Langfilm von Foreman, Titel "Strong Medicine", aus dem Jahr 1979)

    Und hier macht John Zorn Live-Musik:


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  • Musik Video Favoriten 2008

    Lieblings-Musikvideos aus 2008.

    09.12.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Video

    Erst dachte ich, ich mache eine Bestenliste. Was aber Unsinn ist, dafür müsste man ja einen Überblick haben. Musikvideos sehe ich nur hin und wieder und hier und da. Was nun folgt, ist also dem Zufall mehr als umfassender Kenntnis geschuldet. Und Vorlieben. Und dem Angebot bei YouTube & Co. Vor allem aber: Verlinken Sie doch, liebe LeserInnen, in den Kommentaren Ihre liebsten Musikvideos des vergehenden Jahres.

    So, hier, Phosphorescent, "At Death a Proclamation". Bin nicht sicher, ob das ein großartiges Video ist. Was vielleicht schon für seine Großartigkeit spricht. (Es ist ja doch oft ein Angebergenre, alles in allem, die Musikvideofilmerei. Schöne bunte Welten basteln. Schöne bunte Bilder finden.) Das hier ist anders. Das hier ist vor allem eher seltsam. Es gibt ein anderes - "A Picture of Our Torn Up Praise" -, das noch seltsamer ist. Da wird ein Pferd erschossen. Hier wird kein Pferd erschossen. (Und Phosphorescent ist für mich eine der Band-Entdeckungen des Jahres. Für Will-"Bonnie Prince Billy"-Oldham-Fans, denen Will Oldham nicht Will Oldham genug ist.)

    Gnarls Barkley "Who's Gonna Save My Soul". Aus der Serie: Musikvideos mit Plot. Sort of. Erlebt man auch nicht so oft, dass eine literalisierte Metapher zu singen beginnt. Herzgemüse. Aber sehen Sie selbst:

    Habe hin und her überlegt, welches der zwei Nima-Nourizadeh-Videos ich reinstelle. Das für Santogolds "L.E.S. Artistes" oder das für "Ready For The Floor" von Hot Chip. 

    Das Video zu Björks "Wanderlust" ist auf allen Bestenlisten. Nicht ganz zu Unrecht.

    Das hier, zu "Year of the Dog" von den Lovely Sparrows, ist ein bisschen was für den Hippie in dir und mir. Allerliebst.

    Songstrukturen in Bewegungsstrukturen zu übertragen, das ist etwas, das das Musikvideo meines Wissens von Michel Gondry gelernt hat. Oder jedenfalls macht es keiner besser als er. Aber Richard Ayoades Video zu Vampire Weekends "Oxford Comma" zeigt sich aufs Angenehmste gelehrig und tut schön seitwärts narrativ.

    Hier kommt der Bonus-Track. Videos im strengen Sinn gibt es nicht zu Musik von Gustav (=Eva Jantschitsch). Aber weil "Verlass die Stadt" alles in allem doch meine Platte des Jahres ist, gibt es hier noch einen Live-Auftritt. Mit Trachtenkapelle.

    Update: Aus den Kommentaren - in denen das Embedment von Videos nicht möglich ist - hier Thomas' Metallica-Empfehlung ins Posting gerettet:


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  • Haider-ü Haider-a

    05.12.2008, Ekkehard Knörer in: Humor, Musik, Nachruf, Politik

    Viel Aufmerksamkeit bekommt gerade Jörg Haiders männliche "Witwe" Stefan Petzner mit seinem ergreifenden YouTube-Nachruf.

    Da wollen wir nicht nachstehen. Pfiat Gott, kleiner besoffener Raser:


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  • Velma "Requiem"

    Die Performer, die Band Velma machen Konzerte zu Performances mit Film, Bewegung, Bühnenbild und lauter und leiser Musik.

    29.11.2008, Ekkehard Knörer in: Musik, Termin, Theater

    Velma sind eine Band. Velma sind Performer. Velma sind eine Band. Velma sind Performer. Sie treten im Off-Theater Hau auf, sie treten im Dollhouse auf. Sie machen Musik auf der Bühne, im Konzert, im Dollhouse. Sie sind eine Band. Sie sind Performer. Sie machen Soundtrackmusik zu Filmen. Sie lassen im Hintergrund ihrer jüngsten Performance, ihrer jüngsten Konzert-Performance, ihres jüngsten Performance-Konzerts "Requiem" kurze Filme laufen. Sie machen leise Musik. Sie machen laute Musik. Sie machen Rockmusik. Sie machen elektronische Musik. Sie machen Musik mit den Hip-Hoppern Dälek aus New York. Sie spielen Motörhead-Cover. Sie sind eine Band. Sie sind Performer. Sie produzieren Trailer zu ihren Performance-Konzert-Shows, die nicht weniger seltsam sind als diese Shows selbst. Heute Abend noch einmal in Berlin, im HAU 1 und sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

     

     


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  • Wayward Links

    28.11.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps, Musik

    Um meiner Freude Ausdruck zu geben, dass er/sie das Schweigen gebrochen hat; um ihn/sie zu erfreuen, der/die sich übers Verlinktwerden freut; und um dieses sehr schöne Stück Film von Serge Bozon zu Musik von The Calico Wall (aus Bozons "Mods", seinen "La France" habe ich sehr bestaunt) hier hinstellen zu können: Der Hinweis auf das Filmblog "The Wayward Cloud" und von da auch gleich weiter aufs Filmblog "Supposed Aura". Als Versprechen auch, dass eine kommentierte Linkliste kommt, bald oder irgendwann später.


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  • Will Sheff - Okkervil River

    Über Will Sheff und seine Band Okkervil River. Seine Texte zum Film. Seine Texte zur Musik. Seinen Text zu traurigen Liedern. Zu Daniel Johnston. Zu Eric Rohmer. Zu Musikern, die sich als Schauspieler versuchten.

    18.11.2008, Ekkehard Knörer in: Musik

    Will Sheff - Okkervil RiverGestern Abend das Okkervil-River-Konzert im Postbahnhof: fantastisch. Ich würde hier nicht darüber schreiben; also auch nicht über das umwerfende Charisma des Frontmanns Will Robinson Sheff, der mit Brille, Anzug, Krawatte beginnt, mit seiner extrem gut eingespielten Band dann vier Songs am Stück lang die Barn stompt, bevor das erste gesprochene Wort fällt; der dann die Brille, die Krawatte, die Jacke ab-, das Tempo rausnimmt, dann wieder los-, die Kleidung und die Brille aber nicht wieder anlegt; dessen hinreißender beinahe rein akustischer Fast-Solo-Auftritt zur Mitte des Konzerts dessen absoluter Höhepunkt wäre, wären da nicht andere Höhepunkte genug; über all das würde ich nicht schreiben, denn wir sind hier ja nicht in einem Blog. Jedenfalls nicht in so einem Blog.

    Aber. Eine Recherche zu Will Robinson Sheff, dem Sänger und Songwriter von Okkervil River, ergab - und ich wusste es wirklich nicht -, dass er im Neben-, Haupt-, Brot- oder Spaßberuf, was weiß ich, auch Kritiken schreibt oder geschrieben hat. Musikkritiken, versteht sich. Aber für den Austin Chronicle auch eine ganze Reihe von Kritiken zu Filmen, zu Retrospektiven, zu Festivals. Die Texte sind informiert, er interessiert sich für alles Mögliche von Kinji Fukasaku bis Stan Brakhage, von Wladislaw Starewicz bis Eric Rohmer; die Musiktexte sind besser als die eher etwas konventionellen zum Film. Sehr schön jener hier, der über MusikerInnen geht, die sich als SchauspielerInnen versuchten. Alle seine Texte sind auf dieser Seite verlinkt. Hier ein paar Zitate aus den Artikeln. Als Hommage:

    "In Eric Rohmers Filmen gibt es keine Kameratricks, keine Pistolen, keine Musik. Tatsächlich passiert in Rohmers Filmen nicht viel. Aber dieses nicht viel passiert mit einer so fantastischen, sinnlichen Mattigkeit; der moralische und intellektuelle Riss zwischen seinen Figuren und ihrer unmittelbaren Mitwelt weitet sich dabei langsam und still in einen schwindelnden Abgrund." Hier.

    Aus einer Kritik zu Lou Reeds "Berlin"-Platte (nicht zum ganz sicher, ich will ihn nicht sehen, verschmockten Film, den Julian Schnabel zur Konzert-Wiedereinspielung des inzwischen sowieso total verschmockten Lou Reed kürzlich gedreht hat):

    "Das, was wir ein trauriges Lied, einen sad song nennen, kann einen, wie jeder Fan von traurigen Liedern weiß, in Wahrheit glücklich machen. Das liegt daran, dass die meisten der Lieder, die wir traurig nennen, gar nicht so sehr traurig sind, sondern meditativ; ihr Ziel ist es nicht so sehr, den Hörer zu deprimieren, sondern vielmehr, ihn zu einer ruhigen Abfolge von miteinander verbundenen Gedanken anzuregen, hin zu einer letztlichen Einsicht, die, ist man zu ihr gelangt, den Blick auf die Welt um uns verändert haben wird."

    In der Folge erklärt Will Sheff dann aber - sehr zurecht -, dass Lou Reed auf "Berlin" eben doch die allertraurigsten und deprimierendsten sad songs der Welt singt. 

    Und dann noch dies, weil es hier um Daniel Johnston, einen meiner Lieblings-Songwriter geht, der in einer meiner Lieblings-Städte leidet und lebt oder jedenfalls litt und lebte und der mir Anfang diese Jahrtausends eines der schönsten aller Konzerterlebnisse bescherte, in der Volksbühne damals (nicht, dass das hier so ein Blog wäre):

    Daniel Johnston"Daniel Johnston war einer der Gründe für meinen Umzug nach Austin, Texas. Ich war das erste Mal in der Universitätsstadt gewesen, hatte einen Freund besucht, der mir ein Exemplar von 'Songs of Pain' geschickt hatte (eine der vielen von Johnston handkopierten Kassetten, die man für ein paar Dollar in den Musikläden der ganzen Stadt finden konnte; verpackt in eine Weichplastik-Hülle mit per Hand draufgeklebtem Label und einer Kopie einer kleinen Johnston-Zeichnung auf dem Cover). Zurück in St. Paul, Minneapolis, steckte ich die Kassette in meine Anlage und hörte mal rein. Es war erstaunlich, voller Songs, die sich in meinen Kopf schlichen unter dem Anschein, es handle sich um eines dieser Do-it-yourself-Punk-Alben. Dahinter verbargen sich aber, als rohe Skizzen, die Muster für die großartigsten nie geschriebenen Pop-Singles der Welt."

    Der ganze Text steht dann hier.

    Fotos: Will Sheff: public domain; Daniel Johnston: Joshua Head, cc-by-sa-2.0

    Video-Links:

    Video zu Okkervil Rivers "Our Life is Not a Movie or Maybe":




    Daniel Johnston spielt und singt "Casper the Friendly Ghost":


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Webmagazin/Feature

Ein Glossar zum Frühwerk von Jean-Pierre und Luc Dardenne

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