09. Februar 2010, Woche 6/2010        Blog
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CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 04 vom 10. Dezember 2009

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CARGO 04/2009 Cover «Mad Men»
CARGO 05 erscheint am 25. März 2010.

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  • Inhaltsverzeichnis von Heft 04/2009
  • Editorial


Inhalt

  • Perlen vor die Enten
  • Ein paar Links
  • Die Vergangene Woche (KW 43)
  • Weltkino Iran
  • Paris Berlin
  • Mehr Graf
  • Thai Film Links
  • Lou Castel in Hamburg
  • Modern Mechanix
  • Avant Guard
  • World Film Festivals
  • Michael Sicinski twittert
  • Sicinski on Petzold
  • Vierundzwanzig.de
  • Fundstück: Raymond Chandler
  • The Auteurs Update
  • William Eggleston
  • Blogs, film studies
  • Nervous
  • Link-Tipps: Überbau, Coppola
  • Uwe Boll Homestory
  • Partisan Propaganda Purposes
  • Uso Justo
  • Jetzt live: Où va le cinéma?
  • Antonio Campos: Afterschool & The Last 15
  • Sean Penn in Lateinamerika
  • Criterion Beauties
  • Chris Marker: Junkopia
  • Wayward Links
  • New Sites on the Block
  • Ist mein Geschmack ein Algorithmus?

Feed

CARGO Container Link-Tipps

  • Perlen vor die Enten

    Gefundene Bilder.

    03.02.2010, Ekkehard Knörer in: Internet, Link-Tipps

    Ich habe bislang - na sowas - darauf hinzuweisen versäumt, dass seit kurzem Thomas Groh (Filmtagebuch, Filmkunst-Blog etc.) im Blog des Perlentaucher unter dem Titel "Found Footage" Kurzfilme und andere Fundstücke aus dem Weltweiten Netz präsentiert. Gerade aktuell eine Auswahl aus den Animationskurzfilmnominierungen für den Oscar. Klar, Oscars Schmoscars, auch nichts weiter dazu. Am interessantesten ist denn auch ein früher schon mal nominierter Film, den Thomas einbettet, das Steampunk-Werk The Mysterious Explorations of Jasper Morello:


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  • Ein paar Links

    Listen, News etc.

    02.12.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Link-Tipps, Musik, News

    *Beim Artforum gibt es zwei Ten Best Films 2009-Listen auch online. Die eine ist von John Waters und reicht von Ulrich Seidl bis Lucrecia Martel mit manch Erwartbarem (Brüno), aber auch Unerwartetem (Baader Meinhof Komplex) dazwischen. Die andere Liste ist von Chrissie Iles, Kuratorin am New Yorker Whitney Museum. Bei ihr ist auf Platz eins das folgende Youtube-Video, in dem der Performer John Kelly in drag Joni Mitchells "Blue" vorträgt (via auteursdailytwitter)

    *Martin Hossbach von der Spex unterhält sich mit Stefan Pethke über das von diesem kuratierte Programm des Musikfilmfestivals "Unerhört", das vom 4. bis 6. Dezember in Hamburg, dann vom 10. bis 12. in Berlin zu sehen ist (und dann auch noch in Groningen) - mit herausragenden Filmen wie etwa Klaus Wildenhahns Klassiker Was tun Pina Bausch und ihre Tänzer in Wuppertal? von 1983 und auch dem in der oben erwähnten Artforum-Liste von Chrissie Iles auf Platz drei befindlichen Film The Posters Came From the Walls von Jeremy Deller und Nicholas Abrahams ("A documentary on the enduring adoration of ’80s British band Depeche Mode featuring eyelinered fans from Moscow to Los Angeles, England to Iran.")

    *Beim Independent gibt es Auszüge aus einem Buch von Geoffrey McNab, in dem RegisseurInnen erklären, welche Filme für sie ganz besonders wichtig waren. Zum Beispiel Lars von Trier über Barry Lyndon, freilich mit kurzer Abschweifung:

    I don't know if Kubrick saw any of my films, but I know Tarkovsky watched the first film I did and hated it! That is how it is supposed to be.

    *Der Hollywood Reporter erklärt, warum höchstwahrscheinlich Roman Polanskis Robert-Harris-Verfilmung Ghost auf der Berlinale laufen wird.

    *Und dann als Bonus endlich mal wieder der Hinweis auf einen Youtube-Filmfund. W.S. van Dykes nicht auf DVD erhältlicher Pre-Code-Krimi Guilty Hands (1931) mit Lionel Barrymore und Kay Francis. Hier die ersten zehn Minuten, die weiteren Abschnitte dann im Anschluss:

    Update: Gerade sehe ich, dass es zu Jeremy Dellers und Nick Abrahams oben gleich zweimal erwähnter Depeche-Mode-Fan-Doku The Posters Came From the Walls eine ganz aktuelle lesenswerte Kritik von Owen Hatherly bei Sight and Sound gibt. Kurzer Auszug:

    It’s worth comparing this uncomfortable, funny, and melancholic film with, say, Jonathan Caouette’s All Tomorrow’s Parties. This recent music-festival documentary shares a similar formal approach – a montage of fan footage and professional work – to The Posters Came from the Walls. But it’s all about the music, and the eventual effect of this is a deadening of all the things that make music for the masses interesting. The dreams, political, sexual or personal, that are projected on the pop band are all replaced with a curatorial assemblage of Good Music and cheerful hedonism. Deller and Abrahams’ film argues that pop music is, at its best, about almost everything but the music itself.

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  • Die Vergangene Woche (KW 43)

    16.10.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Link-Tipps, News

    Werner Herzog Klaus Kinski

    Rogues, No Film School

    Der Fall Polanski und kein Ende. Nun melden sich, streng und scharf urteilend, Alice Schwarzer und, Elisabeth Bronfen die moralischen und auch die Altersgrenzen des Erotischen verunklaren lassend, Rüdiger Suchsland zu Wort. Die Welt hat einen Text des Autors Martin Amis aus dem Jahr 1979 ausgegraben, in dem er Polanski interviewt. Amis eröffnet mit einem Zitat des Regisseurs, das einen schnurstracks Alice Schwarzer in die Arme treibt:

    "Als ich vom Hotel zur Polizeiwache gefahren wurde, war im Autoradio schon die Rede davon. Die Nachrichtenleute haben bei der Polizei angerufen, noch bevor ich verhaftet wurde, um rauszukriegen, ob sie die Nachricht als Erste bringen könnten. Es war nicht zu fassen. Ich dachte, ich würde gleich aufwachen. Wenn ich jemanden umgebracht hätte, wäre das für die Presse nicht so spannend gewesen, verstehen Sie? Aber... Ficken, verstehen Sie, und die jungen Mädchen. Richter wollen junge Mädchen ficken. Geschworene wollen junge Mädchen ficken – alle wollen junge Mädchen ficken! Nein, da wusste ich, das wird wieder eine richtig große Sache.“

    Weitere Links, Hinweise etc.

    1450 Dollar übrig, Lust, 25 Dollar gleich zu Beginn schon mal auf Sieg zu setzen? Dann nichts wie bewerben zu Werner Herzogs "Rogue Film School". In LA findet die Veranstaltung im Frühjahr 2010 erstmals statt, die üblichen Regeln gelten nicht, dafür andere, siehe hier (und ein Auszug):

    Related, but more practical subjects, will be the art of lockpicking. Traveling on foot. The exhilaration of being shot at unsuccessfully. The athletic side of filmmaking. The creation of your own shooting permits. The neutralization of bureaucracy. Guerrilla tactics. Self reliance.
    Related, but more reflective, will be a reading list: if possible, read Virgil's "Georgics", read "Hemingway's "The short happy life of Francis Macomber", The Poetic Edda, translated by Lee M. Hollander (in particular the Prophecy of the Seeress), Bernal Diaz del Castillo "True History of the Conquest of New Spain".

    Michael Mann dreht mal wieder ein Biopic und verfilmt - für seine Verhältnisse wohl eher Low Budget - das Leben des Kriegsfotografen Robert Capa, unter besonderer Berücksichtigung des Spanischen Bürgerkriegs und auch von Capas Liebesbeziehung mit der Fotografin Gerda Taro. Wie es um die schon länger angekündigte Don-Winslow-Verfilmung Frankie Machine steht, die eigentlich das Public-Enemies-Anschlussprojekt zu sein schien, ist auf die Schnelle nicht zu eruieren. Keine neuen Nachrichten sind da aber eher schlechte Nachrichten, vermute ich.

    Interessante Besprechung der ersten großen Robert-Altman-Biografie in der New York Times.

    Dass man die Namen Jackie Chan und Jia Zhang-ke einmal in so großer Nähe nebeneinander sehen würde, wie zum Beispiel in diesem Satz hier, war vor ein paar Jahren auch eher nicht vorstellbar. Nun aber hat Jias Produktionsfirma X Stream Pictures eine Road-Movie-Komödie mit dem Titel Flying Duck angekündigt, in der die Hauptrolle zu spielen Jackie Chan offenbar ernsthaft erwägt. (Jia wird aber nicht Regie führen.)

    Wir hatten das vor fast einem Jahr schon mal gemeldet, aber die Sache macht gerade wieder die Runde: Breat Easton Ellis schreibt ein Drehbuch zur tragischen Doppelselbstmord-Geschichte von Theresa Duncan und Jeremy Blake. Das ganze beruht auf dieser höchst lesenswerten Vanity-Fair-Reportage - und der Grund, aus dem das alles jetzt noch einmal Nachrichtenwert hat: Auch Gus van Sant ist - wenngleich noch nicht offiziell als Regisseur - nun mit an Bord.

    Das Magazin Salon.com hat Leute wie James Toback und Mary Harron, aber auch die Blogger Glenn Kenny und Aaron Hillis nach ihrem Lieblings-Coen-Brothers-Film gefragt.


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  • Weltkino Iran

    Blog-Entdeckung

    05.10.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Link-Tipps

    Dirty Harry - Iran

    Girish Shambu verdanke ich den Hinweis auf das iranische - meist englischsprachige - Filmblog "Notes on Cinematograph" von Ehsan Khoshbakht. Da gibt es nicht nur Fundstücke wie dieses iranische Poster zu Don Siegels Dirty Harry, sondern zum Beispiel recht aktuell auch zwei Top-Ten-Listen von iranischen Filmkritikern. Eine zum Weltkino, die ist mehr run-of-the-cinephile-mill. Interessanter scheint mir die andere, die die zehn besten iranischen Filme versammelt. Jeder westliche Cinephile wird staunend auf jeden Fall Abbas Kiarostami vermissen.

    Und zwar kenne - und bewundere - ich Bahram Beizais Bashu auf Platz zwei, von dem Film auf dem ersten Platz habe ich aber zu meiner Schande noch nie gehört: Mahsud Kimiais The Deer (Gavaznha) von 1976. Eine weitere Liste, nämlich die der an der Abstimmung teilnehmenden Kritiker, macht große Lust darauf, Näheres über diese zu erfahren. Hier ein Clip aus The Deer, es gibt noch mehr in deutlich schlechterer Qualität bei YouTube. (Und auch auf weiteren Plätzen der Top Ten tauchen Namen auf, die mir nichts sagen. Es gibt eindeutig einen Schwerpunkt auf vorrevolutionärem, linkem bzw. marxistisch inspiriertem Filmemachen der Siebziger.)

    Update: Gerade entdecke ich noch einen Eintrag zur Geschichte und Gegenwart der iranischen Filmkritik. Faszinierender Blick auf ein Buch mit sieben Siegeln.


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  • Paris Berlin

    Hingewiesen.

    23.07.2009, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    Erstens: Auf Flicker gibt es die Fotos, die man Chris Marker auf dem neulich mal verlinkten Film schießen sah. Paris, Mai 2009, Anti-Sarkozy-Demonstration. Und mehr.

    Zweitens: Den Hinweis habe ich von David Hudsons Tumblelog Transatlantic, da alles ist, was wir derzeit von ihm haben. Offener in den Interessen als die Daily-Arbeit, aber ebenso ingeniös im Finden von Dingen, die sonst so schnell keiner findet.


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  • Mehr Graf

    Jetzt bei uns.

    20.05.2009, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    Notiz für die Blog- und Feed-Leser: Vier weitere - und abschließende - Teilstücke unseres Video-Interviews mit Dominik Graf sind jetzt online. Er spricht über Genrefilme und warum sie ihm liegen (aber nicht in der Tarantino-Variante), über den Erfolg und Misserfolg seines digitalen Experiments Der Felsen, darüber, wie man Schauspielern das Schauspielern austreibt und darüber, warum er so gerne Szenen in Polizeibüros dreht: Fighter im System, 2. Teil.


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  • Thai Film Links

    13.05.2009, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    thai ex-movie theaters

    Das beste englischsprachige Filmblog zum Thai-Kino Wise Kwais' Thai Film Journal verlinkt gerade neue einschlägige Seiten. Die Chance lasse ich mir nicht entgehen, das gleich zu tun. Den Link unter Wise Kwais Blog bitte gleich schon mal klicken.

    Tilman Baumgärtel, in den Südosten der Welt verschlagener Filmjournalist- und Wissenschaftler (Südosten heißt natürlich: wenn man von hier aus guckt), verlässt Thailand und zieht nach Kambodscha. Man darf gespannt sein, was daraus für die Leserschaft folgt - auf jeden Fall schreibt er jetzt in einem Blog mit dem Umfassendes versprechenden Titel South East Asian Film Film Studies Institute übers südostasiatische Kino: Es gibt da Texte von Baumgärtel, viele Links, Interviews etc. (Hier der "Hello World"-Text, der alles erklärt. Zitat: "There are huge difference in terms of film culture between the different countries of the region. But to me they all seem to share the desire to come to terms with the contradiction of trying to develop a national cinema in a post-national world.")

    Bei Bangkok1080 ist gerade jemand - auch ein Deutscher, übrigens - dabei, ein englischsprachiges Thai-Film-Archiv aufzubauen. Sehr nützlich.

    Das South East Asia Movie Theater Project zeigt Bilder von ehemaligen Kinos. Mission Statement: "This is a photographic archive of derelict or converted movie theaters in Southeast Asia. Ever since humankind discovered the convenience of the home entertainment center, movie theater-going has been on the path to extinction. Declining audiences and rising operational costs have made the business feasible only for larger conglomerates, while the independent, family-run theater has been squeezed out of the picture. Here their memories are kept alive. Going or gone, but not forgotten."

    Und dann ist da noch ein neues Thai-Klatsch-Blog mit vielen bunten Bildern, das ich eigentlich nur des seltsam vertrauten namens wegen verlinke: Dirtii Laundry.


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  • Lou Castel in Hamburg

    26.04.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Link-Tipps

    Castel erzählte von seiner Zeit als kommunistischer Aktivist in Italien, spielte auf einer kleinen Drehorgel die Internationale und empfahl allen Gästen die Lektüre von Marx' Kapital, dessen zweiten Band er gerade lese: "You will understand what is happening now."

    Sehr lesenswerter Bericht von einem Auftritt des einzigartigen Lou Castel (Bellocchio, Fassbinder, Tatort, Garrel,  Assayas, Faust, Köhler etc. etc.) in Hamburg bei The Wayward Cloud.


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  • Modern Mechanix

    Zukunft von gestern.

    25.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Geschichte, Internet, Link-Tipps

    Das Blog Modern Mechanix tut etwas sehr Einfaches und Großartiges. Es publiziert, unterteilt in verschiedene Rubriken, Poster, Werbeanzeigen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel der letzten Jahrzehnte, die auf die technische Zukunft vorausblicken. Daher der Untertitel des Blogs: Yesterday's Tomorrow Today. In Text und Bild. Hier ein Artikel aus dem Jahr 1936:

    Modern Mechanix


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  • Avant Guard

    Großartiges Stummfilm-Blog.

    18.04.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Filmwissenschaft, Link-Tipps, Machinima

    Und noch ein  Blog, und zwar ein ganz großartiges, das ich jetzt erst entdeckt habe: "The Bioscope". Gewidmet ausschließlich dem Stummfilm, betrieben vom Filmhistoriker Luke McKernan. Mit Kalender, Bibliothek, mehr drum und dran, als man erhoffen dürfte. Im wesentlichen natürlich historisch orientiert. Aber auch was die Gegenwart des Stummfilms betrifft, hält man die Augen offen.  So gibt es etwa den Hinweis auf die Vimeo Weekend Competition für einen zeitgenössischen Kurz-Stummfilm. Ebenso wie der Bioscope-Blogger finde ich dieses Stummfilm-Machinima Guard Duty von Andrew C sehr überzeugend:


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  • World Film Festivals

    18.04.2009, Ekkehard Knörer in: Festival, Link-Tipps

    World Film Festivals. Neues Blog, mit diesen Zielen:

    This Monash University 2009 Unit aims to give an understanding of the contemporary phenomenon of the International Film Festival as an event within global circuits of film culture. It is not a Unit devoted to film analysis per se; but rather to the socio-cultural institutions of the Festival circuit – taking in issues of audience, economics, promotion, programming and curation, cultural and ideological agendas, etc, and the relationship to other circuits of film culture such as mainstream exhibition/distribution, cinémathèques and museums, etc.

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  • Michael Sicinski twittert

    04.04.2009, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    Übrigens twittert jetzt auch CARGO-Autor Michael Sicinski.

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  • Sicinski on Petzold

    Michael Sicinski über Jerichow, in der neuen Cinema Scope.

    26.03.2009, Ekkehard Knörer in: Filmkritik, Link-Tipps

    But while Akin focuses on (supposedly) fully formed human subjects who are thwarted by external political circumstance, and with whose fortunes we’re supposed to identify, Petzold instead fixates on the spaces in between human beings, the material constraints that prevent identifiable humanist subjects from coming into being in the first place. It’s worth noting, after all, that Petzold’s Ghosts is, among other things, a film that implicitly critiques the faddish, everybody’s-connected jerryrigging that The Edge of Heaven exemplifies. At the end of the day, Akin’s cinema is fundamentally of the 19th century; Petzold’s is 21st through and through.

    Nur ein kurzer Auszug aus Michael Sicinskis weit ausgreifendem Essay zu Christian Petzolds Film Jerichow. Erschienen in der neuen Ausgabe von Cinema Scope, die unter anderem - nicht online - auch die englische Übersetzung von Ulrich Köhlers new-filmkritik-Essay "Warum ich keine 'politischen' Filme mache" enthält. Außerdem auch Thom Anderson über Morgan Fisher, Interviews mit Andrew Bujalski (hier noch mal unseres) und Johan Grimonprez, dessen Double Take auf der Berlinale zu sehen war und sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst hat. Natürlich auch wieder eine Ausgabe von Jonathan Rosenbaums "Global Discoveries on DVD"-Kolumne. Und: Christoph Huber schreibt über John Woos Comeback-Film Red Cliff.


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  • Vierundzwanzig.de

    Die Deutsche Filmakademie hat ihre eigene Website, auf der sie die Gewerke der Profession in Bild, Schrift und Ton vorstellt.

    15.01.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Filmpolitik, Link-Tipps

    Deutsche Filmakademie

    Erkenntnisse wie die, dass es "aufs Menschliche ankommt" (Hans Weingartner) und dass Stummfilme vielleicht nicht spannend sind, aber wie Träume (Tom Tykwer), kann man auf der technisch aufwendigen neuen Seite der Deutschen Filmakademie mit dem Titel vierundzwanzig.de gewinnen. Das Prinzip der Seite: Alle Bestandteile - "Gewerke" heißt es sehr schön - des Berufsfelds Kino an Einzelbeispielen vorstellen. In Video-Interviews mit VertreterInnen ihres Gewerkes, sehr bedienerfreundlich aufbereitet und in die Gefahr, intellektuell überfordert oder mit irgendwelchen Errungenschaften des Web 2.0 konfrontiert zu werden, gerät man ganz sicher nicht.

    Das Interessanteste, was ich bisher entdeckt habe, sind ein Gespräch mit Drehbuchautor Christoph Fromm über Dominik Grafs Film Die Katze, und eines mit der Produzentin Bettina Brokemper, die erzählt, wie sie es damals mit Christoph Hochhäusler hingekriegt hat, den Falschen Bekenner, den skandalöserweise keiner finanzieren wollte, doch auf die Beine zu stellen.


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  • Fundstück: Raymond Chandler

    15.01.2009, Ekkehard Knörer in: Hollywood, Klassiker, Link-Tipps

    Im Blog riordan's desk gibt es ein Fundstück in drei Frames: den - meines Wissens - einzigen Filmauftritt des großen Raymond Chandler, nämlich in Billy Wilders Verfilmung von James M. Cains "Double Indemnity", an deren Drehbuch Chandler berühmtermaßen gemeinsam mit/gegen Billy Wilder schrieb. Wobei Auftritt schon zu viel gesagt ist, nicht nur weil Chandler nur sitzt. Hier der erste der drei Ausschnitte:

    Raymond Chandler in Double Indemnity


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  • The Auteurs Update

    Der Stand der Dinge beim ambitionierten Online-Videothek-Projekt The Auteurs.

    11.01.2009, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    The Auteurs

     

    In der aktuellen Ausgabe der US-Filmzeitschrift Film Comment, bzw. in der Online-Version der Zeitschrift finden sich gleich zwei Artikel zu einem der derzeit interessantesten filmbezogenen Internet-Projekte, nämlich The Auteurs. Zum einen nämlich ein Interview mit Efe Cakarel, dem Erfinder, Organisator, Macher der Online-Plattform - das mir erst klar gemacht hat, wie ambitioniert die ganze Angelegenheit ist. Für den normalsterblichen Internet-Surfer war da zunächst nur das dazugehörige Notebook zu bemerken und auch kaum zu übersehen, weil exzellente Schreiber wie Daniel Kasman (D+Kaz), Glenn Kenny (Some Came Running) und andere da Texte veröffentlichten, ohne Rücksicht auf Popularität etc. Auch früher bemerken können hätte ich das dazugehörige Forum, in dem sich bereits eine sehr beachtliche Diskussionskultur entwickelt hat.

    Was aber eigentlich dahintersteckt, das wurde mir erst jetzt in den beiden Film-Comment-Artikeln so richtig klar (hier der andere, der das Projekt vorstellt), ist etwas viel Größeres und Wichtigeres. Nämlich eine Filmkunst-Online-Videothek - bzw. -Abspielstation mit allem Drum und Dran, und zu jeweils fünf Dollar pro Screening. Durch Kooperationen mit zwei großen Playern der Filmkunstszene, nämlich Criterion - wie man schnell sieht, ist die Criterion-Seite von den Auteurs-Designern entworfen - und Celluloid Dreams  - man lese Cakarels Ausführungen dazu, wie er sich der Globalfilmkunstdrahtzieherin Hengameh Panahi genähert hat -, ist das Angebot zwar offiziell nur public beta, aber doch schon exzellent.

    Arnaud Desplechin

    Und zwar nicht nur, wie zunächst gedacht, ausschließlich für das US-Publikum. Konsequent kauft The Auteurs auch internationale Rechte für andere ausgewählte Territorien. Die Liste der in Deutschland verfügbaren Filme ist zwar noch recht kurz, dafür aber umso interessanter. So finden sich darauf nicht nur Filme von z.B. Hirokazu Kore-eda (After Life), Jia Zhang-ke (das Debüt Pickpocket) oder Claire Denis (Vers Mathilde), sondern auch gleich zwei eher unbekannte Filme des hierzulande sträflich unverliehenen Arnaud Desplechin (nämlich The Sentinel und How I Got Into An Argument (My Sex Life)), dessen Status als einer der großen Gegenwartsregisseure international kaum bestritten ist. Man muss sich anmelden für die Filmübersicht, aber das geht schnell und umkompliziert.


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  • William Eggleston

    Hinweis auf William Eggleston. Farbfotograf. Demokratischer Betrachter von Südstaaten-Dingen und Südstaaten-Menschen. Link zu einem Interview, das er mit Harmony Korine geführt hat. Link zu einem Interview, das er mit Michael Almereyda geführt hat.

    04.01.2009, Ekkehard Knörer in: Ausstellungen, Fotografie, Link-Tipps

    William Eggleston hat - das ist nicht maßlos übertrieben - der Kunstfotografie die Farbe beigebracht. (1976, die erste große Eggleston-Ausstellung am Museum of Modern Art in New York. Ein Skandal, ein Wendepunkt in der Geschichte der Fotografie.) Jahrzehntelang wurde, obwohl technisch die Farbe natürlich längst möglich war, in dem Bereich, der als künstlerische Fotografie galt, in schwarz-weiß fotografiert. Magazinfotografie war was anderes. William Eggleston hat - das ist nicht maßlos übertrieben - der Kunstfotografie auch die unwürdigen Gegenstände geschenkt, genauer gesagt: ihre Banalität und ihre Beiläufigkeit. Eggleston hat nicht das Beiläufige kunstvoll fotografiert - das haben die Großen immer getan -, sondern klargestellt, dass das Beiläufige, in seiner Banalität erfasst, ein würdiger Gegenstand der Fotografie ist. Dabei war wiederum die Farbe sehr wichtig. Denn sie eben galt als banal, als pedestrisch, als zu nah an dem, was man als künstlerisch nicht bearbeitete Wirklichkeit lange verachtet hat. (Das sind Grenzen, die im Film ganz anders verlaufen. Die S/W-Farbe-Grenze der Fotografie ähnelt eher der zwischen Film- und Videomaterial im Film.)

    Die künstlerische Fotografie hatte, und vielleicht hat sie ihn irgendwo noch, einen doppelten Minderwertigkeitskomplex. Erstens weil sie apparatisch ist und den Autor, an der Maschine vorbei, trotzdem ins Bild schmuggeln will. Und zweitens weil es einen Alltagsgebrauch des Apparats gibt, millionenfach, von dem sie sich auch abgrenzen zu müssen glaubt. Daher Ideologien wie die vom "decisive moment", den es - genial - zu treffen gilt, um die Wirklichkeit ihrer bloßen Wirklichkeitshaftigkeit ins Bild entheben, sie ins Künstlerische retten zu können. William Eggleston bewundert Henri Cartier-Bresson sehr, den großen Ideologen des entscheidenden Moments (eine Ideologie, die unzählige schlechte und fürs Denken und Sehen unbrauchbare Bilder hervorgebracht hat, mehr oder weniger die komplette "Magnum"-Schule), aber seine Bilder funktionieren anders. Sie spitzen sich nicht zu, sie sind flächig in Zeit und Raum, sie zeigen Dinge wie Menschen, Menschen wie Dinge, kleine Dinge, unbesondere Menschen, und sie bevorzugen, wenn ich eine Film-Metapher beiziehen darf, die Plansequenz; Egglestons Geste ist die eines "das war ungefähr so da, schön oder nicht, und ich habe es aufgenommen, als ich vorbeikam, und es war nichts weiter dabei, es zu fotografieren". (Eggleston: "Es geht mir darum, alles gleich zu behandeln; demokratisch, wie ich zu sagen pflege.") Es sind sehr amerikanische Dinge und Menschen, die er dabei fotografiert. Eggleston kommt aus Memphis und er interessiert sich für die Vorstädte, die Kleinstädte, das Amerika der Südstaaten, weit abseits von New York. Natürlich sind seine Bilder dann einzigartig; dafür kann er aber nichts. Sie sind so einzigartig, dass inzwischen ganze Schulen diese Geste nachahmen. Viele Fotografen in der Nachfolge des William Eggleston sind sehr gut. (Gibt es auch Fotografinnen aus der Eggleston-Schule? oder ist das dann doch wieder eine sehr männliche Geste? gibt es sogar einen Machismo der Banalität?)

    William Eggleston hat auch Filme gemacht; ich kenne sie nicht [Korrektur der ursprünglichen Angabe: Sie sind in der Ausstellung zu sehen, die gerade in New York im Whitney Museum läuft und später im Jahr auch im Münchner Haus der Kunst zu sehen sein wird, vgl. Kommentar, EK] würde sie aber sehr gerne einmal zu Gesicht bekommen. Und auf Eggleston komme ich eigentlich, weil es erstens ein langes Gespräch gibt, das der Filmemacher Harmony Korine mit ihm geführt hat, auf Englisch, für das Interview Magazine, hier nachzulesen. (Eggleston, vorzustellen in seinem großartigen southern drawl, über Cartier-Bressons Reaktion: "Er wollte einfach nicht verstehen, wie ich in Farbe arbeiten konnte. 'Finden Sie das nicht lächerlich?', fragte er mich.") Und zweitens gibt es auch ein kurzes Video-Interview, das der Filmemacher Michael Almereyda - Regisseur eines Dokumentarfilms über William Eggleston - im Auftrag des Whitney-Museum mit dem Fotografen geführt hat. Es geht darin ebenfalls um den Übergang von Schwarz-Weiß zu Farbe - darauf kommen alle, die sich mit Eggleston befassen, immer und immer wieder zurück. Eggleston sagt dazu im Interview, ich paraphrasiere: "Das war keine bewusste Entscheidung. Aber die Welt ist ja doch auch farbig." Das Video-Gespräch ist hier:

    via Filmmaker Magazine


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  • Blogs, film studies

    13.12.2008, Cargo in: Filmwissenschaft, Link-Tipps

    Sehr hilfreiche Liste mit Blogs zum Thema Film aus film- und medienwissenschaftliche Perspektive im Blog "Film Studies For Free", das selbst ein Blog mit filmwissenschaftlicher Perspektive ist. Und zwar - mit kleinen tricks, wie gleich am Anfang - alphabetisch von A wie "annett's blog missing image" bis Z wie "Zigzigger". Der Feedreader freut sich und dankt.


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  • Nervous

    10.12.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps, Ökonomie, Regisseure

    Das Blog "Daily Routines" sammelt Beschreibungen von, genau, "Daily Routines". Wie Menschen, die mehr oder minder Großes leisten (von Ingmar Bergman bis George W. Bush), dem Gewöhnlichen und Täglichen das Außergewöhnliche abringen. Oder, weniger pathetisch und künstler-kultistisch: Wie sie ihren Tag organisieren, damit am Ende ein Buch, ein Film, ein Gemälde, ein Stück Musik (oder ein Krieg) dabei rausspringt. Hier zum Reinschmecken Gertrude Stein, kongenial beschrieben im New Yorker des Jahres 1934:

    Miss Stein gets up every morning about ten and drinks some coffee, against her will. She's always been nervous about becoming nervous and she thought coffee would make her nervous, but her doctor prescribed it. Miss Toklas, her companion, gets up at six and starts dusting and fussing around. Once she broke a fine piece of Venetian glass and cried. Miss Stein laughed and said "Hell, oh hell, hell, objects are made to be consumed like cakes, books, people." Every morning Miss Toklas bathes and combs their French poodle, Basket, and brushes its teeth. It has its own toothbrush.

    via Filmmakermagazine


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  • Link-Tipps: Überbau, Coppola

    Zwei Link-Tipps: Ein Text von Christoph Hochhäusler über Francis Ford Coppolas gescheiterten Versuch, die Filmherstellung zu revolutionieren. Und ein neues Blog, "Überbau", ein kommentierter Kino-Terminkalender für Berlin.

    07.12.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps, Termin

    Zwei Links zu befreundeten Blogs. Auf einem Seitenblog mit dem Titel "Raumsprache" macht der Filmemacher und Blogger Christoph Hochhäusler seine Seminararbeit "Der Traum von Kontrolle" öffentlich zugänglich. Es geht darin um Francis Ford Coppolas Versuch, die Arbeitsprozesse der Filmentstehung für "One From The Heart" radikal mit Hilfe neuer Techniken zu modernisieren. Hier ein kurzer Auszug aus dem sehr lesenswerten Text:

    Coppolas "Revolution", so wie er sie seit den späten 1960er Jahren vorgedacht hat, hatte nie den Ehrgeiz, die inhaltlichen, ideologischen oder sozialen Traditionen des Mediums zu verändern. Vielmehr konzentrierten sich alle seine Vorschläge allein auf die Modernisierung dieses Organisationssprozesses, während er gleichzeitig in seiner Arbeit als Produzent und Regisseur neokonservativ die Genres des klassischen Hollywood wiederbeleben wollte. Was Coppola umtrieb, war das pragmatische Interesse, die visuelle Gestalt eines Filmes vor der eigentlichen Produktion der Bilder - also vor dem Dreh - zu bestimmen, kontrollier- und kommunizierbar zu machen. 

    Und die beiden Blogger Lukas Foerster und Thomas Groh haben ein zuvor bei "Dirty Laundry" beheimatetes Feature in ein eigenes Blog verlagert - Beteiligung weiterer Freiwilliger ausdrücklich erwünscht. "Überbau" ist ein kommentierter Kino-Terminkalender für Berlin. Im aktuellen Eintrag geht es um die Reihe zum Türkischen Film des Arsenal, auf die wir hiermit auch gerne hinweisen:

    Ein Höhepunkt stellt Yilmaz Güneys Umut dar. Der mit erkennbar geringem Büdget produzierte Film gilt als erstes Mesiterwerk seines Regisseurs (und wurde, im Gegensatz zu beispielsweise Sürü oder Yol von ihm vor Ort, nicht aus dem Gefängnis heraus, inszeniert). Bekannt sind mir darüber hinaus zwei Filme: Bes vakit ist solides Festivalkino, vom GutmenschenfilmBulutlari beklerken sollte man lieber die Finger lassen. Außerdem wurden mir von zuverlässiger Seite einige weitere Filme ans Herz gelegt: Ceylans Mayis sikintisi, die 80-er-Jahre-KomödienZügürt aga und Muhsin bey sowie Serif Görens Almanya aci vatan, dessen Titel (übersetzt: "Deutschland bittere Heimat") in der Türkei zum (ironischen) geflügelten Wort avanciert ist.


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  • Uwe Boll Homestory

    Was die Welt jetzt braucht: Die Uwe-Boll-Homestory!

    05.12.2008, Cargo in: Link-Tipps, Regisseure

    Hi, I'm Uwe Boll - the world's greatest filmmaker. Jetzt umsonst und online: Die Homestory!

    Uwe Boll Homestory


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  • Partisan Propaganda Purposes

    05.12.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    Wo wir schon mal bei Found-Footage- und Appropriation-Sachen sind. Es gibt natürlich Blogs zum Thema, zum Beispiel Recycled Cinema (Klick lohnt schon wegen des Titelbilds.) Motto: "The Literary and Artistic heritage of humanity should be used for partisan propaganda purposes." - Gil J. Wolman"

    Dort habe ich das folgende Werbevideo für munteres Appropriieren und Culture Jamming gefunden:

    Und hier ein Musikvideo mit Found-Footage-Tanz und -Striptease:


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  • Uso Justo

    05.12.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    Lohnt das Ansehen: "Uso Justo" (zu Deutsch: "Fair Use") - ein Experimentalfilm, ein wenig aus dem Geiste von Woody Allens "What's Up, Tiger Lily". Nur viel mehr Meta. Der Regisseur Coleman Miller:

    A couple months before I started working on Uso Justo I had told my friends I was going to make a foreign film. I had no idea what I meant at the time. It’s really just something you say, just to keep the ball rolling a little. See where that leads the conversation. Like when I tell people I work at a used furniture factory.

    Twenty years I’ve been making experimental films with titles like Surrendering Innuendoes, Step Off a Ten Foot Platform With Your Clothes On and Fixated Whereabouts. Lots of scratching and bleaching old 16 millimeter educational films. Printing it all crazy. Some real artsy shit. And not many words.

    There’s a lot of words going on in Uso Justo. I had no idea where I was heading when I started indiscriminately writing subtitles over an operating room scene. It didn’t make the final cut but the premise was fleshed out in this exercise. Characters in a film, realizing they are characters in a film. Once you start with that idea the thing almost writes itself. Unlike these liner notes.

    Beste Untertitel-Zeile: "He's heard that we are all found footage. Whatever that means."

     


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  • Jetzt live: Où va le cinéma?

    Veranstaltung im Centre Pompidou - live ins Netz übertragen. Mit Claire Denis, Olivier Assayas, Bruno Dumont, Frederick Wiseman, Nicolas Philibert, Pascale Ferran und vielen anderen.

    04.12.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps, Termin

    Wenn ich das recht verstehe - und ich glaube, ich verstehe es recht - habe ich eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte: Die Hälfte des Events habe ich fast schon verpasst. Die gute: Da kommt noch sehr, sehr viel Interessantes. 

    Worum geht es? Eine Veranstaltung im Centre Pompidou in Paris zum Thema "Où va le cinéma?" ("Wohin bewegt sich das Kino?"). Vom 3. Dezember bis zum 7. Eine Serie von Panel-Diskussionen mit so manchem, was im Weltkino Rang, Namen, Stimme hat. Die Website mit der Gesamtübersicht und kurzen Videostatements ist hier. Die Live-Übertragung der Diskussionen findet hier statt. (Ja! Im Ernst! Toll! Aber auf Französisch, klar.)

    Hier die Übersicht über den Rest der Veranstaltungen:

    4 Dec, 20h30-22h : Auteur, filmmaker, collective : who makes a film ?with Olivier Assayas, Claire Denis, Bruno dumont, Daniel Deshays, Marianne Alphant

    5 Dec, 18h-19h30 : Where does film criticism go to ? new objects, new supports, new players
    with André Habib, Hervé Joubert-Laurencin, Joachim Lepastier, Olivier Séguret, Marcos Uzal, Jennifer Verraes, Julien Gester

    5 Dec, 20h30-22h : Narrative models, crisis or renewal ?
    with Emmanuel Bourdieu, Serge Bozon, Valérie Mréjen, Joana Hadjithomas (Lebanon), Khalil Joreige (Lebanon), Omar Berrada

    6 Dec, 14h30-16h30 : Real and fiction ? back to the question
    with Frederick Wiseman (USA), Rithy Panh (Cambodia), Nicolas Philibert, Bouchra Khalili, Serge Kaganski

    6 Dec, 17h-18h30 : Hold up! Which economy for which films ?
    with Eric Altmayer, Pascale Cassagnau, Corinne Castel, Frédérique Dumas, Denis Freyd, Sylvie Pialat, Serge Kaganski

    6 Dec, 19h-20h30 : Creation, production, distribution : which relations ?
    with Bertrand Bonello, Pascale Ferran, Stéphane Goudet, Benoit Jacquot, Olivier Meneux, Jean-Jacques Rue, Roger Rotmann

    7 Dec, 15h-16h30 : Which history ? The cinema of artists invents its own past
    with Valérie Jouve, Mark Lewis (Canada), Clemens von Wedemeyer (Germany), Philippe-Alain Michaux

    7 Dec, 17h30-19h : The cinema as a geography. Which new worlds are there ?
    with Philippe Avril, Joachim Lafosse (Belgium), Tudor Giurgiu (Romania), Pablo Trapero (Argentina), Liew Seng Tat (Malaysia), Jean-Marc Lalanne

    Und hier der Trailer zur Veranstaltung:

    Où va le cinéma ?
    Hochgeladen von centrepompidou
    via Screenville

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  • Antonio Campos: Afterschool & The Last 15

    Antonio Campos gilt als großes Talent unter den jungen amerikanischen Independents. Nun ist sein Kurzfilm "The Last 15" online zu sehen.

    04.12.2008, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Link-Tipps

    23 Jahre alt war Antonio Campos, als er seinen ersten langen Spielfilm "Afterschool" drehte. Er lief in einer Nebenreihe in Cannes und manch einer, der ihn gesehen hat, hält Campos für das vielversprechendste Talent der jungen amerikanischen Independents. Es geht in "Afterschool" um die Auswirkungen von Gewalt und Pornografie auf jugendliche Psychen. Brutal, direkt, überzeugend, findet zum Beispiel Mike d'Angelo. Andere finden den Film schrecklich didaktisch. Beide Seiten verweisen zum Vergleich auf einen Regisseur, dessen Name offenkundig als Lob wie als Beschimpfung taugt: auf Michael Haneke. 

    Nun kann man sich selbst ein Bild machen. Noch nicht von "Afterschool", aber von einem davor entstandenen Kurzfilm "The Last 15", der, um Titeldirektheit nicht verlegen, die letzten fünfzehn Minuten im Leben eines Teenagers erzählt. Der beendet sein Leben nämlich in der ersten Szene des Films mit einem Schuss in den Mund. Der Rest ist trockene, klare Ursachenbehauptung: was wir zu sehen bekommen, sind genau kadrierte Einstellungen aus dem Alltag einer dysfunktionalen Familie. Einblendungen sprechen vom Geld. Wasser kommt durchs Dach. Nichts wird gut.

    Bei "The Vulture" ist der Film, den auch "Cargo"-Mitarbeiter Michael Sicinski als - und er meint es freundlich - Haneke-nah begreift, nun komplett als Video zu sehen. Hier drei Ausschnitte, darunter ein Video-Gespräch mit dem Filmemacher von Filmcatcher:

    Antonio Campos: The Last 15

    image

    Antonio Campos: The Last 15

    Links: 

    Hier ein Video-Gespräch mit Antonio Campos

     
    Director Antonio Campos-Afterschool - Watch a funny movie here

    Antonio Campos über seinen Film "Afterschool"


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  • Sean Penn in Lateinamerika

    Was immer man von Sean Penn hält, als Schauspieler, als Denker, als Politaktivist - sein sehr ausführlicher Bericht in der Huffington Post von einer Reise nach Lateinamerika, bei der er mit Hugo Chávez, Fidel Castro, Gabriel Garcá Márquez und anderen zusammentraf, ist ganz ausgesprochen lesenswert.

    02.12.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps, Politik

    Was immer man von Sean Penn hält, als Schauspieler, als Denker, als Politaktivist - sein sehr ausführlicher Bericht in der Huffington Post von einer Reise nach Lateinamerika, bei der er mit Hugo Chávez, Fidel Castro, Gabriel Garcá Márquez und anderen zusammentraf, ist ganz ausgesprochen lesenswert. Kurzer Auszug:

    On a 2005 family Christmas trip to Cuba, traveling under the auspices of religious tourism, my wife, our children and I were received in a private midnight meeting with then-President Fidel Castro and the great Colombian novelist and nobel laureate Gabriel Garcia Marquez. Prior to our departure from the United States, I had sat my children down with documentaries of the Cuban revolution. In particular, my daughter had been offended by the history of oppression toward homosexuals in Cuba, and had made it clear to her father, that if offered the opportunity to meet directly with Castro, she would refuse it. Marquez invited us to his house. We walked in, and there, in the living room alone, sat Fidel Castro. Taken by surprise by the meeting, and being a polite then 14-year old, my daughter took her place in the room and waited her turn to attack.


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  • Criterion Beauties

    02.12.2008, Ekkehard Knörer in: DVD, Link-Tipps

    Schönes, sehr Schönes und ganz besonders Schönes: Criterion-Cover

    Criterion Cover

    via kottke


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  • Chris Marker: Junkopia

    01.12.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    Unseren täglichen Marker-Link gib uns heute. In "Junkopia" filmte Chris Marker aka Kosinki, der bric-a-brac-Regisseur par exellence,am Emeryville Beach von San Francisco Kunst, die unbekannte Künstler aus vom Meer an Land geschwemmtem Junk zusammengebastelt hatten. Scharfscherbig die Soundscape dazu. Das war 1981. Jetzt bei ubuweb anzusehen:

    Chris Marker: Junkopia 

    via Chris Marker. Notes from the Era of Imperfect Memory


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  • Wayward Links

    28.11.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps, Musik

    Um meiner Freude Ausdruck zu geben, dass er/sie das Schweigen gebrochen hat; um ihn/sie zu erfreuen, der/die sich übers Verlinktwerden freut; und um dieses sehr schöne Stück Film von Serge Bozon zu Musik von The Calico Wall (aus Bozons "Mods", seinen "La France" habe ich sehr bestaunt) hier hinstellen zu können: Der Hinweis auf das Filmblog "The Wayward Cloud" und von da auch gleich weiter aufs Filmblog "Supposed Aura". Als Versprechen auch, dass eine kommentierte Linkliste kommt, bald oder irgendwann später.


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  • New Sites on the Block

    25.11.2008, Ekkehard Knörer in: DVD, Link-Tipps, News

    Ein paar Hinweise auf neuere und neueste Websites:

    1 Criterion

    Der Qualitäts-DVD-Produzent gönnt sich einen ganz neuen Auftritt. Mit Hilfe der immer noch nicht gelaunchten Website Auteurs (höchst viel versprechend ist aber das seit einiger Zeit nun schon von Daniel Kasman, Glenn Kenny und anderen eifrig gefüllte Notebook) stellt Criterion sich im Netz ganz neu auf: Eher Nebensache scheint der Shop, dafür gibt es zu vielen Filmen nun Texte, die wohl zum großen Teil nicht exklusiv sind, aber immerhin zum ersten Mal im Netz auftauchen. Erstes größeres Beispiel: Die Artikel von Martin Scorsese und James L. Brooks zu Wes Andersons Debütfilm "Bottle Rocket". Zwar gibt es außerdem auch eine Video-on-demand-Seite, auf der man von Criterion vertriebene Filme im Stream sehen kann. Der große Haken: "Man" ist mal wieder - wie zum Beispiel auch beim großen US-Stream-Kanal Hulu - nur der amerikanische Konsument. (Mit einer leisen Einschränkung. Criterion kündigt an, gelegentlich auch die Online-Rechte für den außeramerikanischen Markt zu erwerben. Mal abwarten.)

    2 Monty Python

    Die Python-Netz-Offensive findet bei YouTube statt und sieht so aus, dass sie einfach alles Mögliche legal und kostenlos in höherer Qualität freigeben, als es bisher schon, illegal eher, bei YouTube zu finden war. Hier das Python-typische Video, das alles erklärt, und das auch die Hoffnung ausdrückt, dass beim Kauf der Filme und Flying-Circus-DVDs dann doch ein bisschen was hängenbleibt in den ohnehin gut gefüllten Taschen der britischen Komik-Legenden.

    3 MSN movies

    Ich linke mit sehr spitzen Fingern. Das rein kommerzielle Projekt von Microsoft, bei dem der User ganz umsonst vollständige Spielfilme umsonst per Streaming genießen darf - mit Werbeeinblendungen freilich. Die bisherige Auswahl bleibt weitestgehend Zeitschriften-Beileger-DVD nah, d.h. es sind zum großen Teil Filme, die eher Flops als Riesenerfolge waren oder es sind solche, die schon gut abgehangen sind. (Oder nicht selten auch: beides.) Beispiele: Gus van Sants "Good Will Hunting", Iain Softleys "Die Flügel der Taube" - und der Bollywood-Film, den es als exotisches Extra gab, der ist inzwischen warum auch immer schon wieder verschwunden.

    4 3min Das Webserien Portal

    Macht auch einen eher unguten Eindruck, die Telekom steckt dahinter. Hier gibt es jeweils dreiminütige Clips. Serien, die exklusiv für dieses Portal entstehen, Kategorie (auf den ersten Blick jedenfalls): professionell, aber hirnlos. Dazu Musikclips, Sport. Immerhin: In der Comedy-Rubrik hat der Tiger von Kreuzberg seine Auftritte, den man als Kuhlbrodt-Leser gut kennt.

    via Greencine, Filmrtagebuch, Turi2

     


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  • Ist mein Geschmack ein Algorithmus?

    22.11.2008, Ekkehard Knörer in: Link-Tipps

    Wie idiosynkratisch sind unsere Vorlieben? Ist Geschmack ein Algorithmus? Und warum sind die Reaktionen der ZuschauerInnen auf den Film "Napoleon Dynamite" am allerschwersten vorauszusagen? Mit diesen Fragen befasst sich ein faszinierender Artikel von Clive Thompson im New York Times Magazine über die mathematischen Systeme, die hinter den hassgeliebten automatisierten Empfehlungen bei Amazon & Co. stecken.

    Ebenfalls in der New York Times: A.O. Scott, der Chef-Filmkritiker des Blattes neben Manohla Dargis, denkt über die Filmerfahrung in Zeiten ihrer technischen Miniaturisierbarkeit nach.

    via Greencine Daily

     


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