11. März 2010, Woche 10/2010        Blog
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CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 04 vom 10. Dezember 2009

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CARGO 04/2009 Cover «Mad Men»
CARGO 05 erscheint am 25. März 2010.

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  • Inhaltsverzeichnis von Heft 04/2009
  • Editorial


Inhalt

  • Birds Screeching in Pain
  • Totoro
  • Knusperfrosch
  • Kuschelkino
  • Ozus Kissen
  • Let Us Remold Ourselves!
  • Rudolf Thome 70
  • Pythons Reunited
  • INA - Nouvelle Vague
  • Run Run Shaw 100
  • 50 Best Animated Movies
  • Weltkino Iran
  • Beckett Keaton Film
  • Dreharbeiten (1): Bresson dreht Mouchette
  • This Land Is Mine
  • The Auteurs Daily
  • Bresson: Quatre Nuits
  • I Know My Place
  • Marlene Dietrich: halbiert
  • Anti-Humboldt II
  • Serielles Kino
  • Herzog: Neues Buch / Radio
  • Pelechian im Netz
  • Anthology at UbuWeb
  • Wrong Man
  • Animation (28): Wise Little Hen
  • Liste der Vernunft
  • Neues
  • Marker Pelechian [Second Life]
  • Metin Erksan: Trockener Sommer
  • Bedingt großartig
  • Animation (27): I Love to Singa
  • The House is Black
  • Ogier on Rivette
  • Auteurs - Update
  • Pakeeza II
  • Animation (24): Bimbo's Initiation
  • Hiroshi Shimizu
  • Indian Auteur
  • Filmreihe Adoor Gopalakrishnan
  • Tarantino in Nuce
  • Animation (22): The Window Washers
  • Rivette Daney Interview
  • Animationsfilm (21): Wonders of the Deep
  • Thome YouTube
  • Animation (16): Out of the Inkwell - 1
  • Animation (15): Steamboat Willie
  • Meeting Lucki Stipetic (Indielisboa I)
  • Chris Marker News
  • Hitchcock Fumetto
  • Komplette Herzogs bei YouTube
  • Pipe Pas Pauvre Hulot
  • Groovy Tunes
  • Tell Me Sam
  • Robert Bresson twittert
  • Praschl Vague (Nouvelle)
  • Knepperges auf allen Kanälen
  • Michael Cimino 70
  • Hou Hsiao-hsien: Ultimate Box
  • My Name is Button, Forrest Button
  • Fundstück: Raymond Chandler
  • Screwball

Feed

CARGO Container Klassiker

  • Birds Screeching in Pain

    Grandios About It.

    11.02.2010, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Werner Herzog ist dann wohl doch der großartigste Jury-Präsident aller Zeiten (die echten Fans kennen das vermutlich alle schon, ich kannte es nicht und hab es von hier):


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  • Totoro

    Lego.

    06.02.2010, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Klassiker

    Bild zum Sonntag. Mehr davon. Via.

    Totoro


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  • Knusperfrosch

    Lachendes Auge, weinendes Auge.

    02.02.2010, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Klassiker

    Ich habe, rein zufällig fast, gestern Dominik Grafs Tatort-Klassiker Frau Bu lacht erstmals seit der Erstausstrahlung im Jahr 1995 wiedergesehen. Sehr gut erinnerte ich mich noch, dass der Film mir damals das Herz brach - wie wahnsinnig komisch er zugleich aber ist, hatte ich ganz vergessen. Dabei ist die Knusperfroschszene doch ein immerhin Youtube-würdiger Klassiker:

    Als ich Frau Bu lacht wiedersah, brach er mir das Herz ein weiteres Mal. Ich habe mich aber auch totgelacht, erinnere nur vorsichtig an einen Herrn, der ein Kreuz trägt. (Oh, und die hinreißende Deja-Vu-Szene eher am Anfang. Ein Bravourstück, ansatzlos.) Unfassbar gut ist das Drehbuch von Günter Schütter, aber es braucht eben auch einen Dominik Graf, um diese abrupten Tonlagenwechsel und den tollkühnen Erklärverzicht und das Ineinander von Wahnsinn und Zärtlichkeit so millimetergenau auf den Punkt zu bringen.

    Als "fast kinoreif" denunziert Jens Jessen, der Übliche, in der Zeit dieses Meisterwerk. Ich wüsste jetzt, ehrlich gesagt, keinen deutschen Kinofilm aus den Neunzigern, der Frau Bu, die da lachte und Cricket, der mit nacktem Arsch krachte, das Wasser zu reichen verstünde. Heute Abend, 21.45, wird der Film im BR ausgestrahlt.


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  • Kuschelkino

    Live!

    19.01.2010, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Ich fürchte, ich habe diesen Film einmal als "hübsch verschrobenes Kuschelkino für Liebhaber intelligenter Schrägheit" beschimpft (hier - wobei: Ich war's nicht, Knrer war's. Und die peinlichen Fehler in Untertitel und filmografischen Angaben stammen auch nicht von mir). Dennoch würde ich behaupten, dass die Ansicht von Die Quereinsteigerinnen von Rainer Knepperges und Christian Mrasek in erster Linie großes Vergnügen bereitet. Wer es nicht glaubt, kann sich heute Abend, falls sie oder er in Berlin weilt, im Kino Sputnik selber ein Bild machen. Rainer Knepperges persönlich wird anwesend sein. Hier sehen Sie den Regisseur in verzweifelter Lage:

    Rainer Knepperges

     


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  • Ozus Kissen

    Sammlung.

    14.01.2010, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Die Website Ozu-San sammelt Bilder und Informationen zu allen Ozu-Filmen in sehr schön schlichtem Design. Vor allem aber stellt sie auch Screenshots von Ozus berühmten "Pillow Shots" (mehr dazu) zusammen.

    Ozu: Pillow Shots


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  • Let Us Remold Ourselves!

    Revolutionsopern.

    07.12.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Geschichte, Klassiker, Musik

    Jetzt bei Youtube - und nirgends auf DVD mit englischen Untertiteln -: Xie Jins Film Wutai Jiemai (Zwei Schauspielerinnen), ein Klassiker des chinesischen Films von 1964, der von zwei Shaoxing-Opern-Darstellerinnen erzählt. Kurzes Zitat aus einem 1989 erschienenen Aufsatz von Gina Marchetti, der sowohl politische als auch opernästhetische Hintergründe erklärt:

    Although epic in scope like traditional opera, TWO STAGE SISTERS also has the chamber quality of a literature influenced by Ibsen and Western critical realism. Jiang Bo cooks rice, which boils over as she discusses sexism, classism and the theatre with Chunhua. A montage sequence shows the daily routine of the traveling troupe from calisthenics for martial roles to memorizing lines while walking from town to town. This attention to what may appear to be nearly irrelevant detail creates a sense of the particularity of the social fabric, a concrete feeling of the historical period — as it does in the best of Western critical realism.

    Ich habe den Film noch nicht gesehen, der Zusammenfassung bei Variety ist zu entnehmen, dass Wutai Jiemai erst im letzten Teil explizit kulturrevolutionäre Propaganda macht. Letzter Satz des Films: "Let us remold ourselves and always perform revolutionary operas."


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  • Rudolf Thome 70

    Glückwunsch.

    14.11.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Regisseure

    Alles Gute an Rudolf Thome, der heute seinen 70. feiert. Wir wünschen ihm, nicht ganz uneigennützig, noch Kraft und Zeit (und, tja, Fördergremienglück) für viele Thomefilme.


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  • Pythons Reunited

    Fragestunde.

    16.10.2009, Ekkehard Knörer in: Humor, Klassiker

    Die noch lebenden Monty-Python-Mitglieder, zur heiteren Fragestunde im Ziegfeld Theater versammelt:


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  • INA - Nouvelle Vague

    Fundstücke.

    12.10.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Regisseure

    Ich weiß nicht ganz genau, wann das französische Medienarchiv INA - siehe vorangehender Eintrag - seine Online-Pforten geöffnet bzw. seine Schätze zum Einbetten freigegeben hat (nach Anmeldung); ich bin nun auf der Suche nach Jacques Rivette jedenfalls erstmals bei Google darauf gestoßen. Da gibt es viel zu erkunden. Hier schon mal eine kleine Liste mit aus Archivmaterial zusammengestellten Kürzestfilmen zum fünfzigsten Geburtstag der Nouvelle Vague. Da gibt es nach erstem Suchen durchweg sehenswerte Clips zu Jacques Rivette, Alain Resnais, der Cinémathèque Francaise (mit Langlois), Jean-Claude Brialy, Claude Chabrol, Jacques Demy, Eric Rohmer (der will aber nicht ins Bild), Bernadette Lafont und Jean Seberg (Frisur: gewöhnungsbedürftig), alle in der Blüte ihrer Jahre. Eingebettet hier aber zu Ehren unseres aktuellen Heftschwerpunkts the one and only Agnès Varda:


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  • Run Run Shaw 100

    Nachträglich.

    08.10.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Sir Run Run Shaw hat vor vier Tagen seinen 100. Geburtstag gefeiert. Und ich hab's verpasst. (Und nicht nur ich, siehe via.) Dafür eine umso schönere Hand- und Fußkampfszene aus dem Shaw-Brothers-Film Martial Club:


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  • 50 Best Animated Movies

    Terry Gilliam kuratiert.

    06.10.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Klassiker

    Time Out London hat eine - sehr kenntnisreich - kommentierte Liste der 50 besten Animationsfilme (in Spielfilmlänge) zusammengestellt. Who cares about Reihenfolge, aber die Auswahl ist gut. Kuratiert, heißt es, sei das Ganze von Terry Gilliam. Beim Durchklicken macht es eher den Eindruck, dass er zu ein paar Filmen einfach seinen Senf gegeben hat. Die Redaktionstexte sind schlauer. Und als ich so von hinten nach vorne durchklickte, dachte ich mir auf der vorletzten Seite: Kann doch nicht sein, dass sie ausgerechnet... Und voilà, auf Platz eins (unten die Links zu den hinteren Plätzen) dann genau der Film, den ich da wahrscheinlich auch gehabt hättet. Hier ein Ausschnitt, eine der schönsten Szenen des Films:


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  • Weltkino Iran

    Blog-Entdeckung

    05.10.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Link-Tipps

    Dirty Harry - Iran

    Girish Shambu verdanke ich den Hinweis auf das iranische - meist englischsprachige - Filmblog "Notes on Cinematograph" von Ehsan Khoshbakht. Da gibt es nicht nur Fundstücke wie dieses iranische Poster zu Don Siegels Dirty Harry, sondern zum Beispiel recht aktuell auch zwei Top-Ten-Listen von iranischen Filmkritikern. Eine zum Weltkino, die ist mehr run-of-the-cinephile-mill. Interessanter scheint mir die andere, die die zehn besten iranischen Filme versammelt. Jeder westliche Cinephile wird staunend auf jeden Fall Abbas Kiarostami vermissen.

    Und zwar kenne - und bewundere - ich Bahram Beizais Bashu auf Platz zwei, von dem Film auf dem ersten Platz habe ich aber zu meiner Schande noch nie gehört: Mahsud Kimiais The Deer (Gavaznha) von 1976. Eine weitere Liste, nämlich die der an der Abstimmung teilnehmenden Kritiker, macht große Lust darauf, Näheres über diese zu erfahren. Hier ein Clip aus The Deer, es gibt noch mehr in deutlich schlechterer Qualität bei YouTube. (Und auch auf weiteren Plätzen der Top Ten tauchen Namen auf, die mir nichts sagen. Es gibt eindeutig einen Schwerpunkt auf vorrevolutionärem, linkem bzw. marxistisch inspiriertem Filmemachen der Siebziger.)

    Update: Gerade entdecke ich noch einen Eintrag zur Geschichte und Gegenwart der iranischen Filmkritik. Faszinierender Blick auf ein Buch mit sieben Siegeln.


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  • Beckett Keaton Film

    Geburtstag.

    04.10.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Wann, wenn nicht heute zu Buster Keatons (114.) Geburtstag. Und was, wenn nicht Samuel Becketts Film (2 Teile, am Ende weiterklicken; Regie, genau genommen: Alan Schneider):


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  • Dreharbeiten (1): Bresson dreht Mouchette

    Très bien payé.

    03.08.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker, Regisseure

    Ich habe beschlossen, ein wenig die Augen offen zu halten für bewegte Bilder von Drehs. Tipps nehme ich selbstverständlich gerne entgegen. Hier ein erstes Fundstück: Robert Bresson dreht Mouchette:.


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  • This Land Is Mine

    Laughton.

    31.07.2009, Ekkehard Knörer in: Internet, Klassiker

    This Land is Mine. Von Jean Renoir im amerikanischen Niemandsland gedrehter Film über Widerstand gegen die Nazis, mit einem faszinierenden Charles Laughton. Hier habe ich darüber etwas geschrieben. Und hier, in recht guter Bildqualität, bei YouTube der Film, von dem es nur eine spanische DVD-Version gibt, die man bei Amazon.de aus New Jersey bestellen kann:


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  • The Auteurs Daily

    David Hudson ist zurück.

    30.07.2009, Ekkehard Knörer in: Internet, Klassiker

    Das ging erfreulicherweise schneller als gedacht: David Hudson - The Aggregator! - ist zurück. Er wird seinen ungemein kundigen, umfassenden und jetzt auch noch einmal geschwindigkeitsoptimierten Filterservice ab sofort, was natürlich allerbestens passt, bei den Auteurs anbieten. Mit ein paar Veränderungen (tweet, tweet), die er in seinen einführenden Erklärungen vorstellt. Also: Willkommen zurück!


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  • Bresson: Quatre Nuits

    Bresson im Netz.

    29.07.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker, Regisseure

    Meines Wissen bisher überhaupt nur auf dem "grauen" DVD-Markt erhältlich: Robert Bressons Dostojewski-Verfilmung Quatre Nuits d'un Rêveur (1971). Hier als YouTube-Variante:


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  • I Know My Place

    Klassenbewusstsein.

    18.07.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor, Klassiker, Politik

    Manchmal stößt man auf Dinge, die in sich so klassisch und gültig sind, dass man sie eigentlich immer schon hätte kennen müssen. Dies aber war mir unbekannt, bis ich gerade bei click opera darauf stieß:


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  • Marlene Dietrich: halbiert

    Von Orson Welles.

    16.07.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Das sonst vor allem durch großartige alte Fotos begeisternde Blog "Old Hollywood" hat diesmal einen Filmausschnitt ausgegraben. Er stammt aus dem Truppen-Ermutigungs-Film Follow the Boys von 1944. Orson Welles, der vom Zaubern nie lassen konnte, auch in seinen Filmen nicht, führt allerlei Kunststücke vor. Und er zersägt Marlene Dietrich.


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  • Anti-Humboldt II

    Kolonialismus.

    09.07.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Politik

    Entstanden zwischen 1950 und 1953. In Frankreich verboten von 1953 bis 1963. Buch: Chris Marker. Schnitt: Alain Resnais. Regie: Chris Marker, Alain Resnais. Titel des Films: Les Statues Meurent Aussi. Erster von drei Teilen, die anderen beiden bei Youtube. 30 min. (also nicht die Schnittfassung!) Leider keine Untertitel:


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  • Serielles Kino

    Zahlenwerk.

    08.07.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker

    36 mal geht Humphrey Bogart in Howard Hawks' The Big Sleep durch eine Tür, nicht mitgerechnet jene, die offen stehen. 20 mal öffnet oder schließt er eine Autotür. 13 mal greift er sich in einer exzentrischen Grübelgeste ans Ohr. Mehr dazu hier. Und der Klick auf eines der untenstehenden Bilder führt zur entsprechenden Serie in Stills:

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    Der Film ist ab Donnerstag in ausgewählten Kinos als Wiederaufführung zu sehen.


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  • Herzog: Neues Buch / Radio

    Botanic Garden.

    29.06.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Herzog: Conquest of the UselessWerner Herzog hat ein Buch veröffentlicht, in englischer Sprache: "Conquest of the Useless". Es handelt sich dabei um die Übersetzung seines Drehtagebuchs von der Arbeit an Fitzcarraldo. In der Los Angeles Times gibt es eine Besprechung - the real deal ist aber einzig Herzog selbst im knapp zwanzig Minuten langen Radio-Gespräch bei der Leonard-Lopate-Show. Hier die Seite mit dem eingebetteten Player, außerdem der Link zur mp3-Datei. Es geht im Gespräch um allerlei Dinge. Um Obsession zum Beispiel, aber auch um Herzogs Glauben, dass sein Schreiben die Filme überdauern wird. Über seine Mikroschreibekunst, die ihm erlaubte, drei bis vier Schreibmaschinenseiten auf seiner Handfläche niederzuschreiben. Und um Mick Jagger. Und Jason Robards, mit dem schon ein halber Film gedreht war. Und um Kinski, versteht sich.


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  • Pelechian im Netz

    Präsent.

    29.06.2009, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Klassiker, Kunst

    Der kurze Hinweis sei erlaubt, dass eine ganze Menge der meist nicht sehr langen Filme von Artavazd Pelechian im Netz präsent sind. Eher nicht legal, wahrscheinlich gegen den Willen des Künstlers. Jeder sollte die im vorigen Eintrag erwähnte Gelegenheit nutzen, die - Pelechians Anwesenheit betreffend - so schnell sicher nicht wiederkommt. Trotz allem sind die YouTube-Versionen natürlich besser als nichts, und für einen ersten Eindruck der überwältigenden Ton-Bild-Montage-Kunst Pelechians immerhin sei die YouTube-Version von Mardkants Yerkire hier dann doch gut:


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  • Anthology at UbuWeb

    Schätze.

    13.06.2009, Ekkehard Knörer in: Experimentalfilm, Filmgeschichte, Internet, Klassiker

    Bei Experimental Film bin ich gerade auf die Tatsache gestoßen, dass es im unschätzbaren Online-Archiv UbuWeb seit dem letzten Mai eine Sammlung von Audio-Aufzeichnungen aus den Archiven des von Jonas Mekas gegründeten Anthology Film Archive gibt. Das sind, für den Kreis der Interessierten, wahre Schätze. Hier nur eine kleine Auswahl:

    - Zwei Diskussionsrunden vom 28.10.1953, bei denen unter anderen die Filmemacherin Maya Deren, der Dichter Dylan Thomas und der Dramatiker Arthur Miller (wer hätte geahnt, was aus der in der Einführungsrunde erwähnten Sache mit Marilyn Monroe würde!) über Dichtung und Film diskutieren. (Eine schriftliche Zusammenfassung hat der Moderator des Panels, Willard Maas, in der Zeitschrift Film Culture veröffentlicht, die für die US-Experimentalfilmszene von zentraler Bedeutung war. Auch aus dieser Zeitschrift gibt es bei UbuWeb ausgewählte Beiträge.)

    -  Ein Gespräch zwischen der Kritikerin Pauline Kael und dem Experimentalfilmer Stan Brakhage aus den Sechziger Jahren. (Kael kommt dabei ziemlich ignorant über.)

    - Ein Gespräch der Filmemacher Jonas Mekas und Emile de Antonio.

    - Ein Vortrag des Filmemachers Hollis Frampton an der Binghampton University im Jahr 1972.

    - Eine faszinierende Kuriosität, die bei UbuWeb so beschrieben wird:

    Filmmakers Ken Jacobs, Stan Brakhage and Larry Gottheim meet with the Binghamton Council of Churches to defend Herman Nitsch's performance at Binghamton University, which involved the slaughtering of a lamb, and its reception by the greater Binghamton community. The event had taken place in the midst of a weeklong focus on filmmaker Peter Kubelka.

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  • Wrong Man

    Hitchcocks Sprache.

    10.06.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker, Regisseure

    "Infizierter Blick" - Christoph Hochhäusler analysiert eine Sequenz in Hitchcocks Wrong Man: Auszug:

    Das, was man „Sprachlichkeit” der Auflösung bei Hitchcock nennen könnte, hat, so scheint mir, viel damit zu tun, dass er sehr einfache, ja konventionelle Einheiten sehr differenziert montiert, er bildet sozusagen lange Sätze mit einem allseits bekannten Basis-Vokabular, wobei die Sprachanalogie natürlich trügerisch ist. Ich persönlich schrecke vor einer so hohen und absichtsvoll-banalen Auflösung zurück, aber wahrscheinlich ist diese Genauigkeit der Führung nicht anders zu erreichen. Auch wenn ich und andere mit den Mitteln der Moderne gerne Befreiung und Mündigkeit des Zuschauers verbinden („sich selbst ein Bild machen”) bin ich doch als Zuschauer bei Hitchcock in gewisser Weise freier, eben weil ich orientiert bin und alles verstehe, während ich im „künstlerischen” Film oft der Originalität des Erzählers ausgeliefert bin.

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  • Animation (28): Wise Little Hen

    (Not So) Happy Birthday.

    09.06.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Comic, Filmgeschichte, Klassiker

    Donald Duck - und wir bitten das donaldistisch korrekt deutsch auszusprechen - feiert heute seinen 75. Geburtstag. Offiziell jedenfalls, es gibt ein paar Sichtungen vor dem 9. 6. 1934, aber die zählen nicht, da ist die Ente noch nicht als das zu erkennen, was sie dann wurde. Der erste Auftritt ist zum Glück dokumentiert, Donald spielt eine Nebenrolle als fauler Kerl im Animationsfilm Wise Little Hen. (Nicht so gute Nachrichten gibt es derzeit aus Donalds Heimat, den USA. Da scheint er gerade im Ableben begriffen, siehe zum Beispiel hier):


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  • Liste der Vernunft

    Und des guten Filmgeschmacks.

    02.06.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Lukas Foerster hat zu viel Zeit. Unsereinem zu Nutz und Frommen, Belehrung und Nachahmung.


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  • Neues

    Bei Cargo.

    02.06.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker, News, Theater

    Kurzer Hinweis auf zwei neue Texte von mir bei Cargo:

    Hier ein Bericht zu "Super Night Shot" der Performer-Gruppe Gob Squad, die gestern ihren hundertsten Film diesen Titels drehte und unmittelbar nach Fertigstellung im Prater vorführte.

    Kurzer Einführungsvortrag zu Chatrichalerm Yukols Thai-Klassiker Hotel Angel, gehalten zur Vorführung des Films in der Reihe "Revolutionen aus dem Off".


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  • Marker Pelechian [Second Life]

    Chat-Transkript.

    01.06.2009, Ekkehard Knörer in: Internet, Klassiker, Regisseure

    Der Chat ist als diskursives Medium wenig geeignet. Hat aber andere Reize. Hier das Wortlautprotokoll von Chris Markers Führung durch seine Ausstellung im Second Life. Sergei Muraski ist das Alias von Marker. Auszug [via chrismarker.org]:

    [17:07] Sergei Murasaki: Do you people all know POelechian ?
    [17:07] Chiyushi Himanez: NO!
    [17:07] Eupalinos Ugajin: yes
    [17:07] Sergei Murasaki: Pelechian
    [17:07] Esther Timeless: yes
    [17:07] Chiyushi Himanez: He remains unknow in the U
    [17:07] Haveyouseen Lubitsch: yes they are great !
    [17:07] Chiyushi Himanez: S
    [17:07] Eupalinos Ugajin: just saw the seasons once more at “Bouffes du Nord”
    [17:08] Haveyouseen Lubitsch: Memoriy and politic and cinema
    [17:08] Chiyushi Himanez: what can you tell us?
    [17:08] Sergei Murasaki: He’s the last living inheritotr of the great Russian dynasty
    [17:09] Sergei Murasaki: Eisenstein, Dozhenko, Barnet…
    [17:09] koala Markus: does he make films again
    [17:09] Vivre Mai: he is armenian isn’t he?
    [17:10] Sergei Murasaki: Under stalinism he could mlanage to make films, with much suffering
    [17:10] Sergei Murasaki: Since democracy, non
    [17:10] Sergei Murasaki: none


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  • Metin Erksan: Trockener Sommer

    Notizen in Bild und Text.

    01.06.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker

    Trockener Sommer

     

    Trockener Sommer

     

    Trockener Sommer

     

    Die Beine gespreizt und fest auf dem Boden. Auf der Erde, im Wasser. Blick der Kamera auf die Beine, den Boden, das Wasser. Aber dann bewegt sie sich auch, ebenso oft, nach oben, von den gespreizten Beinen nach oben, schnell den Körper hinauf und zeigt uns den ganzen Mann. Aus Untersicht, denn sie selbst ist in mittlerer Höhe und wenn die Bewegung zu Ende ist, haben wir den Oberkörper des Mannes vor uns, dahinter meist nichts als der Himmel. Die Beine auf dem Boden, den Kopf vor dem Himmel, den prächtigen Schnurrbart im Gesicht.

    Osman. Seine Augen im Schlitz in der Wand, wie sie Bahar, die Frau seines Bruders, lüstern betrachten. Und wie er vorher, das sehen wir, im Spiegel, die Pomade im Haar, den Schnurrbart sich zwirbelt, sich schön macht, sich prächtig macht, bevor er so lüstern den Blick, den sie gar nicht sieht, auf Bahar wirft, die sich im Nebenzimmer entkleidet. Oder, vorher schon, in der Hochzeitsnacht, fällt wie der Blick eines Ungeheuers, diesmal sichtbar, durchs Fenster sein Blick: Auf Bahar, im Bett mit Hassan, dem jüngeren Bruder, der unter der Fuchtel des Größeren steht, widerwillig und doch gibt er nach, wieder und wieder. Hassan, der auf Betreiben Osmans die schöne Bahar erst an sich reißt, der auf Bitten des Bruders sie, die Schuld des anderen auf sich nehmend, diesem und nicht nur seinen lüsternen Blicken überlässt.

    Das Wasser, die Frau. Was für eine seltsame Beziehung dieser Film zwischen beiden einrichtet. Osman sitzt an der Quelle des Wasser, mit dem auch die anderen Bauern ihre Felder bewässern. Er will es für sich haben, das Wasser, meins ist es, zack, rammt er das Holzbrett vor den Ausfluss der Rinne und gräbt den anderen die Bedingung ihres Arbeiterlebens einfach ab. Meins ist es: die irrsinnige Eigentumslust des Kapitalisten, die aber in Erksans Analyse keinen Grund und kein Fundament hat, oder nur ein Fundament, das so irrational, so wenig kanalisierbar ist wie (letzten Endes) das Wasser: die Gier. Aus diesem Überschuss (oder Unterschuss) speisen sich die Osmanischen Energien. Er enthält den anderen nicht nur das Wasser vor, er verhöhnt sie auch noch: Organisiert euch doch, unternehmt was, ihr werdet schon sehen. Sie gehen übers Feld, die Schaufeln in der Hand und es ist großartig, wie Eksin in einem Schnitt-Kontinuum ihre Dialoge und das Gehen zusammenfügt zu einem Gehen, wie im Stillstand, vor und zurück, die Kamera macht die Bewegung der Gehenden, die wie die Dialoge, zu nichts führt, im Schnitt zwar mit, das Dabei-Vorankommen aber nicht.

    Die Frau, das Wasser. Mit einem Spiegel ruft Bahar den Geliebten von jenseits des Wasser. Da ist der Schilf-Wald, ein abstraktes Arrangement aus Stangen und Blättern, die Kamera fährt hinein. Hassan fährt hinein, Bahar rennt davon, eine verliebte Jagd, ein kleiner Schäferroman, dann der Halt, dann haben sie einander, dann liegen sie im Bett, dann streichelt er ihre nackten Arme und durchs Fenster plötzlich der Schnurrbart-Kopf von Osman. Immer fährt er dazwischen, immer rammt er das Brett vor den Ausfluss der Rinne, immer hemmt er den natürlichen Lauf der Dinge, immer will er, Osman, alles, und zwar für sich.

    Das Begehren des Wassers und das Begehren der Frau. Metin Erksan bringt in Trockener Sommer das eine mit dem anderen zusammen, setzt das eine zum anderen ins Verhältnis einer Übertragung und lässt doch auch das eine und das andere ein- und dasselbe sein. An dieser Übertragung, die eine Identifizierung ist, wird der Film vollends verrückt. Das fließende, das gehemmte Wasser. Osman rammt das Holzbrett in den Ausfluss und schneidet das Wasser ab. Männliche Tat wie ein Schlag mit der Schaufel (aber später hat sie, Bahar, die Axt in der Hand). Bahar packt, selbst ganz im Wasser, das Holzbrett und lockert es, hinter ihr ganz unnatürlich gebläht der Rock, , was für ein Bild, das Wasser kann fließen.

    Die Orgasmus-Szene im Wasser. Bahar voran, Osman hinterher (Hassan ist hier längst schon im Gefängnis). Ein Schlangenbiss und als Ungeheuer und Mann stürzt sich Osman auf den Schenkel Bahars. Wie er das Gift der Schlange, den Mund am Körper der Frau, heraussaugt, wie sich sich im Schmerz, im Orgasmus dazu windet: der reine Sex, im Wasser. Später, eine ungeheure Lüge später, zerrissene Briefe später wird er sie wirklich haben, an sich bringen, die seine sein lassen, Triumph seiner Gier. (Osman will nicht einfach etwas, er will immer das, was die anderen wollen; das erst macht ihn geil.)

    Der Wald ist ein Gegenprinzip. Der Schilf-Wald, in den zu Beginn Bahar den Geliebten mit dem Spiegel lockt, der Wald aus Stangen und Blättern und Licht und aus Schatten. Dann aber ein anderer Wald. Er besteht aus atonaler Musik, Menschen jagen sich darin, es geht auf Leben und Tod in der Dunkelheit. Hier wird sich das Schicksal wenden, in hektischen Schattenrissen. Die zuvor so traditionelle orientalisierende Musik verläuft sich, verliert den Kopf wie der Film, in dem - später, später - die Menschen beginnen werden, Telegrafenmasten und Vogelscheuchen zu umarmen, weil der Mensch kein Mensch mehr ist, sondern ein Untier, das das Gut seiner Nächsten begehrt.

    Die Kamera macht das alles mit. Sie macht auch den Wahnsinn einfach mit: Sie dreht sich und stellt die Welt auf den Kopf und dreht sich und stellt die Welt wieder richtig hin und dreht sich. Trockener Sommer ist, kurz gesagt, ein Film, in dem der Haushalt der Zeichen in eine schreckliche Unordnung gerät. Das Wasser, das buchstäblich reißende, wird zur Metapher und die wird zur Frau, die eine Kamerabewegung ist (die Beine gespreizt auf dem Boden, der Kopf vor dem Himmel), die dem Wahnsinn und der Lust daran verfällt und sich hingibt. Einmal packt die auf dem Bett liegende Bahar ihren Hassan, der mit ihren nackten Beinen beschäftigt ist, brutal an den Haaren und zieht den Kopf, ihn zu küssen (und mit dem Kopf den Blick der Kamera), zu sich heran. So, genau so ist dieser außerordentliche Film.

    Trockener Sommer

     

    Trockener Sommer

    Metin Erksans Film Trockener Sommer, Gewinner des Goldenen Bären im Jahr 1964, ist bei The Auteurs in der von Martin Scorseses World Cinema Foundation restaurierten Fassung als Online-Stream zu sehen. Jetzt, sofort, umsonst.


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  • Bedingt großartig

    Kurosawa Akira.

    28.05.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Regisseure

    Akira Kurosawa

    Eine unabsehbare Schatztruhe an Akira-Kurosawa-Fotografien - solchen von ihm, solchen aus seinen Filmen, solchen von den Dreharbeiten - findet sich: hier. Das (für mich) Unabsehbare daran hat leider viel mit der Sprache zu tun, in der das präsentiert wird. Es ist, naheliegenderweise, die japanische. So kann man also, als einer, der dieser Sprache nicht mächtig ist, von hier nach da und dann woandershin klicken, ohne zu wissen, wie einem geschieht, bzw. was man da tut. Alles aber sehr schön und vielleicht sogar doch noch mal schöner ohne System. [via Movie Nation]


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  • Animation (27): I Love to Singa

    Tex Avery.

    26.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Ich habe die Animatinsfilme vernachlässigt. Danke auch für den Hinweis zuletzt in den Kommentaren auf Oskar Fischinger, aber wie dort schon erwähnt gibt es davon nichts, das embeddable wäre. Und zum anderen würde ich die Experimentalfilm-Animationen gerne erst einmal ausklammern. Ich bin nicht sicher, dass von hier an die Chronologie weiter Priorität haben wird, Sprünge zurück erlaube ich mir hiermit jedenfalls ausdrücklich. Hier nun der erste einer ganzen Reihe von Filmen des großen Tex Avery, vor dessen Zeichenstift keine Form und kein Ding sicher ist. Von seinem bösen, versauten, oft leider auch misogynen Humor ganz zu schweigen. Wir beginnen mit dem frühen, jazzfreundlichen Meisterwerk I Love to Singa von 1936 - auf YouTube, aber nicht einbettbar, in besser Qualität unter diesem Link:


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  • The House is Black

    Legendärer Film online.

    25.05.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Dieser nur 22 Minuten lange Film ist eine Legende des Weltkinos. Das einzige flmische Werk der Dichterin Forough Farrokhzad (1935-1967), unbestritten der wohl wichtigste Vorläufer des neuen iranischen Kinos von Kiarostami, Makhmalbaf oder Beizai. Jetzt bei UbuWeb, kurz vorgeschaltet dieser Hinweis von Eric Henderson

    Following an opening statement accompanying a black screen that simultaneously warns and invites viewers to gaze upon that which society has deemed horrifying, Farrokhzad trains her lens insistently on the decay of human faces in bleak honesty, observing the lepers' flaccid eyelids (incapable of doing the biological job of protecting the eyes behind them from flies), the crusty, flaking stumps that used to be their feet, and their exposed nose cavities completely devoid of cartilage (one of them casually and surreally exhales cigarette smoke from the orfice).


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  • Ogier on Rivette

    Knistern.

    17.05.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker

    Filmbo macht weiter Rivette-Ausgrabungen. Das nehme ich als alter Rivettianer doch liebend gern mit. Hier spricht Bulle Ogier im schon erwähnten Dokumentarfilm, den Claire Denis über Rivette gedreht hat, über ihre Arbeit mit dem Regisseur.


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  • Auteurs - Update

    Wow.

    16.05.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Internet, Klassiker

    Update zur gestrigen Meldung. Die ersten vier Filme im neuen World Cinema Foundation-Kanal bei The Auteurs sind weltweit zur Ansicht freigegeben. Und was für Filme! Die beiden, die ich kenne, sind auf ihre völlig verschiedene Weise ganz, ganz großartig. Djibril Diop Mambetys Touki Bouki zum einen (hier etwas darüber), Kim Ki-youngs The Housemaid (hier ganz kurz erwähnt) zum anderen. Ich kenne Transes von Ahamed El Maanouni und Metin Erksans Trockener Sommer bisher nicht, werde das aber nun bequem und schleunigst nachholen. Man muss sich bei The Auteurs registrieren, dann kann man auf der WCF-Seite die Filme sehen. Einfach so, ohne Unterbrecher-Werbung, in hoher Qualität. Wenn das die Zukunft der Weltkino-Geschichte im Internet ist: Dann soll sie so schnell wie möglich kommen.


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  • Pakeeza II

    Texte.

    15.05.2009, Ekkehard Knörer in: Bollywood, Filmwissenschaft, Klassiker

    Indian Auteur hat mit dem vor wenigen Einträgen verlinkten Beitrag einen weiteren Pakeezah-Fan hervorgelockt: Catherine Grant von Film Studies For Free hat wieder eines ihrer überwältigenden Lektüre-Pakete zusammengestellt: Zu Kamal Amrohi, Pakeezah, Meena Kumari und anverandten Themen. Als Teaser Grants einführende Worte:

    One of the favourite films of Film Studies For Free's author is Kamal Amrohi's Pakeezah/Pure Heart (1971), a magnificent Hindi melodrama and one of the most accomplished and beautiful films in the transnational 'courtesan with a heart of gold' film genre.

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  • Animation (24): Bimbo's Initiation

    Scary. Scaaary.

    15.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    So, jetzt sind wir beim Ausgangspunkt angekommen. Lukas Foerster hatte bei Twitter einen Link zu diesem Cartoon, Bimbo's Initiation, gepostet, was mich auf die Idee zu der Serie brachte. Hier also das furchterregende Meisterwerk, aus dem Jahr 1931, von Max Fleischer:


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  • Hiroshi Shimizu

    & Co.

    15.05.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Filmwissenschaft, Klassiker

    Ozu Shimizu

    Die Herren im Bild sind: die Regisseure Yasujiro Ozu (ganz links) und Hiroshi Shimizu (dritter von links) sowie die Drehbuchautoren Akira Fushimi und Kogo Noda. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1928, d.h. sowohl Ozu als auch Shimizu waren 23 Jahre alt. Das Bild habe ich aus David Bordwells Blog, wo er anlässlich der Eclipse-Box von vier Shimizu-Filmen diese, mal wieder bis zur Selbstparodie à la Bordwell, analysiert. (Es sei nicht verschwiegen, dass sich auch im zweiten CARGO-Heft etwas zu Shimizu finden wird.)


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  • Indian Auteur

    Neue Ausgabe.

    14.05.2009, Ekkehard Knörer in: Bollywood, Klassiker

    Gefällt mir immer besser, das noch relativ neue Online-Magazin-Projekt Indian Auteur. Gerade ist eine neue Ausgabe (#3) ins Netz gegangen, darin unter anderem ein Porträt des Bollywood-Thriller-Regisseurs Vijay Anand - Bruder des Superstars Dev Anand - und Michael J. Andersons "Body and Soul: Pakeezah and the Parameters of Classical Indian Cinema". Anderson sieht den wirklich grandiosen Film Pakeezah (1971) von Kamal Amrohi (dessen erster Film Mahal von 1949 gleichfalls ein Meisterwerk ist) als den Rio Bravo des indischen Kommerzkinos. Wie er das meint, bitte hier nachlesen. Für einen ersten Eindruck vom Film:

    Chalte Chalte FR - Pakeezah
    by AldousH

     


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  • Filmreihe Adoor Gopalakrishnan

    In München.

    14.05.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker, Regisseure

    Bis Mitte Juni wäre ich gerne in München. Dort nämlich läuft eine Retrospektive des südindischen, aus Kerala kommenden, in der Sprache Malayalam drehenden Regisseurs Adoor Gopalakrishnan. Unter den bedeutenden und im Westen einem breiten Publikum weitestgehend unbekannten Heroen des indischen Autorenfilms (Mani Kaul, Mrinal Sen wären auf jeden Fall noch zu nennen) ist er möglicherweise der interessanteste. Der einzige seiner Filme, den ich kenne, Rat Trap (Elippathayam, von 1981), ist unzweifelhaft ein Meisterwerk. Ich tue was Unfeines und zitiere mich kurz selber (von hier):

    Adoor Gopalakrishnan, 1941 geboren, gilt vielen als der bedeutendste heute arbeitende indische Regisseur, als würdiger Nachfolger des Bengalen Satyajit Ray. Dabei kam der im indischen Südstaat Kerala arbeitende, in der dort gesprochenen Sprache Malayalam drehende Gopalakrishnan eigentlich vom Theater und gelangte durch Zufall eher zum Film. Man sieht diese Herkunft seinem scharfen Blick für die Stellung der Figuren im Raum deutlich an. Jede Einstellung ist durchkomponiert, und doch wird das nie statisch. Er bewegt die Kamera stets mit Bedacht, aber gar nicht bedächtig. Sie und die gelegentlich brutal sprunghafte Montage sind für ihn Instrumente, mit denen er die Beziehungen zwischen Personen, aber auch die Verhältnisse von Menschen und Dingen mit größter Genauigkeit analysiert.

    Klar und trocken sind die Metaphern und die Symbole, die hier gar nichts verrätseln. Bedeutung erlangt jede Bewegung, jedes Bild vielmehr durch genaue Verortung: im Gesellschaftspolitischen, im Sozialen, im vom Film entworfenen Raum-und-Zeit-Bild.

    Bei YouTube gibt es komplette Filme von ihm zu sehen, ohne Untertitel und sicherlich illegal. Ich kann allen derzeit nicht in München Befindlichen nur empfehlen, sich den meines Wissens einzig im Westen verfügbaren Film - eben: Rat Trap - auf der DVD des Labels Second Run zu besorgen. (Hier zum Beispiel.)

    Das Programm der Filmreihe, vom Blog Indien im Kino übernommen:

    14.05.09, 19.00 Uhr , Naalu Pennungal - Vier Frauen (2007)
    15.05.09, 18.00 Uhr , Swayamvaram - Eine eigene Entscheidung (1972)
    16.05.09, 18.00 Uhr , Kodiyettam - Aufstieg (1977)
    19.05.09, 21.00 Uhr , Elippathayam - Die Rattenfalle (1981)
    26.05.09, 21.00 Uhr , Mukhamukham - Von Angesicht zu Angesicht (1984)
    02.06.09, 21.00 Uhr , Anantaram - Der Monolog (1987)
    03.06.09, 21.00 Uhr , Mathilukal - Die Mauern (1990)
    09.06.09, 21.00 Uhr , Kathapurushan - Der Protagonist (1995)
    16.06.09, 21.00 Uhr , Nizhalkkuthu - Der Henker (2002)
    (alle Filme im Originalton Malayalam, mit englischen Untertiteln,
    Ort: Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München)

    Eine Übersicht mit Kommentaren bietet das Filmmuseum, so weit ich sehe, nur im lästigen pdf-Format. Und zwar hier.

    Einen für alle nicht Malayalam Sprechenden leider auch nur visuellen Eindruck des Regisseurs kann man sich hier verschaffen:


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  • Tarantino in Nuce

    Remix.

    14.05.2009, Ekkehard Knörer in: Internet, Klassiker, Regisseure

    Lässig: das Tarantino Mixtape von Eclectic Method


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  • Animation (22): The Window Washers

    Rad ab.

    10.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Und noch ein Terrytoon, auch von 1920: The Window Washers. Animationsfilm als großes Fortbewegungskino.


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  • Rivette Daney Interview

    Swoon.

    10.05.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Regisseure

    Serge Daney interviewt, wir schreiben das Jahr 1990, Jacques Rivette, über seine Anfänge, die Cahiers, seine Mitstreiter und dies, das, anderes auch. Gefilmt von Claire Denis - vermutlich ist das Material in Teilen in Denis' Rivette-Porträt Jacques Rivette - Le veilleur eingegangen, ich habe das noch nicht gesehen. In jedem Fall großartig. [via Ryland Walker Knight]

    Nebenbei: Rivettes neuer Film 36 vues du Pic Saint-Loup müsste eigentlich fertig sein, war im Grunde schon für Cannes zu erwarten. Da aber keine Spur, hoffen wir auf Venedig, das müsste gerade so klappen, vor dem offiziellen Kinostart am 9. September in Frankreich.


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  • Animationsfilm (21): Wonders of the Deep

    Terrytoons.

    09.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Und noch einmal: Rewind. Nach Disney und Fleischer nun eine kleine Serie mit Filmen von Paul Terry bzw. dem Van Beuren Studio. Paul Terry hatte seit den zehner Jahren Animationsfilme hergestellt, seit 1920 dann für das Fables Studio von Armadee J. Van Beuren. In diesem Kontext entstand 1920 dieser Film, Wonders of the Deep, mit der ersten wichtigen Serienfigur der Terrytoons, Farmer Al Falfa (später: Farmer Gray):


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  • Thome YouTube

    Clips und Trailer.

    01.05.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Internet, Klassiker

    Rudolf Thome stellt gerade mit beträchtlichem Tempo Ausschnitte aus und Trailer zu seinen Filmen bei seinem YouTube-Kanal moanafilm ins Netz. Von ganz frühen Sachen angefangen, etwa diesem Ausschnitt aus seinem ersten,1964 entstandenen gemeinsam mit Klaus Lemke und Max Zihlmann geschriebenen Kurzfilm Die Versöhnung (wenn ich die Imdb recht verstehe, sieht man Lemke auch in dem Auszug - als den Mann, der auf der Treppe sitzt, aufsteht und nach vorne aus dem Bild geht).


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  • Animation (16): Out of the Inkwell - 1

    Max and Dave Fleischer.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Jetzt der angekündigte Sprung zurück. Out of the Inkwell lautet der Name der Serie, mit der die Brüder Max (Zeichner) und Dave (Produzent) Fleischer ihr am New Yorker Broadway gelegenes Inkwell-Studio rasch bekannt machten. (Über die Arbeit für das Bray Studio, für das sie von 1919 bis 1921 tätig waren, informiert mit Filmausschnitten dieser Dokumentarfilm.) Die berühmteste Figur aus der Anfangszeit ihres Schaffens ist Koko the Clown, dessen Geburt aus dem Geist der Tinte und des Tintenkleckses man in Modeling (1921) in einer Mischung aus Realfilm- und grafischer Animation zu sehen bekommt:


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  • Animation (15): Steamboat Willie

    Der Klassiker.

    28.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Klassiker

    Schon bisher gab es in den Clips Musik und Ton. Alles falsch, bzw. in Wahrheit alles Stummfilme. Bei Steamboat Willie ist das anders. Nicht ganz der erste Auftritt von Mickey Mouse im Animationsfilm, aber doch fast. Und dann eben: mit Ton. Erstaufführung: November 1928. 


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  • Meeting Lucki Stipetic (Indielisboa I)

    Gesprächsnotizen.

    24.04.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Filmgeschichte, Filmpolitik, Hollywood, Klassiker

    Nach den Dankesreden der drei Festivalchefs kommt ein schlanker Herr auf die Bühne, spricht frei ein paar Worte in ziemlich gutem Portugiesisch (sage ich mal) und liest dann einen Brief seines Bruders vor. Der Herr ist Lucki Stipetic und sein Bruder ist Werner Herzog (geb. Stipetic). Herzog hat soeben seinen jüngsten Film mit dem Titel My Son, My Son, What Have Ye Done abgedreht. Dafür war er zuletzt noch für einen einzigen Drehtag nach China geflogen und, schreibt er im Brief, den sein Bruder vorliest, dachte ernsthaft, als er erwachte, er sei in Lissabon. 

    Wo er nun nicht ist, obwohl er alles versucht hat, obwohl man ihm hier, wo alles so entspannt und großzügig und freundlich ist, ganz sicher einen großen Bahnhof bereitet hätte. Das Festival Indielisboa zeigt eine Herzog-Retrospektive, die sich nicht ausschließlich, aber doch stark auf die Dokumentarfilme bezieht. Zur Eröffnung lief der jüngste, das auf erhabene Weise komische Antarktik-Werk Encounters at the End of the World. Darin geht ein Pinguin aus eigenem unerforschlichen Ratschluss allein in die Eiswüste und damit in den sicheren Tod. "Warum?" fragt Werner Herzog im Voiceover-Kommentar. My Son, My Son, What Have Ye Done.

    Vorhin traf ich Lucki Stipetic dann beim Espresso im Hotel zum Gespräch. Seit Jahrzehnten produziert er die Filme seines Bruders - erst neuerdings bei den Hollywood-Produktionen nicht mehr. Was produzieren so heißt in den freischwebenden Zusammenhängen, in denen Herzog sich mit seinen Filmen so bewegt. Er ist vor Ort meist dabei (nicht in McMurdo, was er schon sehr bedauert), er stellt Kontakte her mit Geldgebern und hält dem Bruder den Rücken frei. Sie haben ein harmonisches Verhältnis, meint er, und das seit Jahrzehnten, der eine vertraut dem anderen und genau so funktioniert es.

    Mit einem Gerücht räumt er auch gleich auf: David Lynch hat mit der Produktion von My Son, My Son, What Have Ye Done persönlich gar nichts zu tun; seine Produktionsfirma ist an Stipetic/Herzog herangetreten und hat gefragt, ob es vielleicht ein Projekt gibt. Die Antwort versteht sich von selbst, meint Stipetic, bei Werner Herzog gibt es immer ein Projekt, und wenn es keins gibt, dann erfindet er eins aus dem Stand. Der Film ist ein Krimi, soviel ist zu erfahren, und am Ende tötet ein Sohn seine Mutter mit dem Schwert. Der Film ist jetzt abgedreht und Werner Herzog, der inzwischen fast ganz in Los Angeles lebt, braucht ein paar Tage Ruhe auf seinem Bauernhof in der Steiermark.

    Ein überzeugter Amerikaner ist Herzog inzwischen, versichert sein Bruder, der dennoch durchblicken lässt, dass einem Europäer wie seinem Bruder da doch etwas fehlt. Wir sprechen darüber, wie es kam, dass Deutschlands aufregendster noch aktiver Regisseur (das sage jetzt ich) aus den großen Zeiten des Neuen Deutschen Films seiner Heimat so vollständig abhanden gekommen ist. Im Spielfilm Invincible steckt noch ein wenig nordrhein-westfälisches Fördergeld, sonst aber: Fehlanzeige in Deutschland. Bedenklich werden bei Verleihern Köpfe gewiegt, wenn der Name Herzog fällt, mit Finanzierungsanfragen versucht es Stipetic schon gar nicht mehr. In England, in Frankreich reißen sich die Leute darum, Herzogs Filme zu finanzieren, in Deutschland: nichts und wieder nichts.

    Stipetic hat keine Erklärung, außer: Herzog schleimt nicht rum. Er ist nicht in Talkshows oder sonstwie in Deutschland präsent; er macht, ohne allzuviel Rücksicht zu nehmen, immer sein Ding und geht nicht mit den richtigen Leuten essen. Meinem Seufzer, dass die deutsche Filmproduktionslandschaft und alles, was hier so gern Industrie wäre, zum Verzweifeln provinziell ist, widerspricht Stipetic denn auch nicht. Filmpreis, Filmakademie, Kosslick-Berlinale: einvernehmlich schütteln wir schweigend die Köpfe.

    Und sprechen über Hollywood: Jederzeit ist in Los Angeles, meint Stipetic, die Verehrung zu spüren, die Herzog dank seiner legendären Filme aus den siebziger Jahren genießt. Er freut sich, so eitel ist er schon, aber er geht auch, versichert Stipetic, ziemlich gelassen mit diesem Ruhm um. Und natürlich ist er auch nicht mehr als die "gun for hire" bei Produktionen wie Bad Lieutenant, er hat nicht das Recht auf den Final Cut, aber wirklichen Ärger gab es bisher nicht. Das Ende von Bad Lieutenant war den Produzenten allzu düster, jetzt gibt es, versichert Stipetic, einen Kompromiss. Einen US-Verleihtermin gibt es noch nicht.

    Dann noch Spannendes zum nächsten Projekt, wieder ein Dokumentarfilm. Ausgangspunkt war ein Auftragsjob, wieder Oper (Stipetic, stellt sich heraus, ist ein Opernfan und war auch das Movens für die Operninszenierungen seines Bruders), ein dreiminütiger Film zu einer Arie aus "La Boheme". Es ergab sich, zufällig, dass Herzog in diesem Kontext auf die Fotografien von Hans Silvester aufmerksam wurde. In den siebziger Jahren machte Silvester Aufnahmen von Mitgliedern eines von der Welt abgeschieden lebenden Stammes in Äthiopien. Den hat Herzog, fasziniert von den - übrigens völlig inszenierten - Bildern, aufgesucht, ein paar Bilder gemacht für den Dreiminutenfilm.

    Es stellte sich heraus, dass darin ein Filmprojekt ganz nach seinem Herzen steckt. Der Stamm lebt bis heute in einer anderen, von der modernen ganz abgeschiedenen Welt. Zwar sichern die Männer mit Kalaschnikoffs das Revier (sie leben im Grenzgebiet zum Sudan), aber von der modernen Welt, in der sie leben und nicht leben, sind, erklärt Stipetic - der mit Herzog zu den Aufnahmen für den Kurzfilm dort war -, die Mitglieder des Stamms bis heute unberührt. Von ihnen wird Herzog dann erzählen, in diesem Jahr noch geht es nach Afrika. Stipetic, der ein ganz in sich ruhender Mensch ist, der auch glaubhaft versichert, dass ihn das Kino eigentlich weniger interessiert als Literatur oder Oper, der glücklich ist, mit dem was er tut, der gar nicht mehr sein will für die Welt als der Produzent (und der Bruder) seines Bruders, Stipetic klingt da jetzt doch ganz ausgesprochen vorfreudig.

    P.S.: Stipetic erklärt ausdrücklich, dass die kürzlich auch hier verlinkten YouTube-Herzog-Filme, die Starzmedia ins Netz gestellt hat, völlig illegal dort stehen. Das Cease-and-Desist haben sie bereits im Briefkasten. (Dreist, sehr dreist findet Stipetic diese Aktion. Und recht hat er.) Der folgende Ausschnitt aus Encounters ist auch einfach so upgeloadet worden, aber ich persönlich finde Exzerpte dieser Länge okay, deswegen hier auch der Auftritt des traurigsten Pinguins der Welt (RIP). Ansonsten: unbedingt ansehen, toller Film. (S. auch Ludger Blanke im CARGO-Heft: "Der schönste Dokumentarfilm der letzten hundert Jahre"):


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  • Chris Marker News

    Begegnung mit Markers Avatar.

    22.04.2009, Ekkehard Knörer in: DVD, Internet, Klassiker, Regisseure

    Chris Marker: Second LifeEines von Chris Markers Hauptwerken, Le fond de l'air est rouge, auf Englisch: Grin Without a Cat, ist jetzt, vorläufig exklusiv, im Wexner Store auf DVD zu haben, für  knapp 30 Dollar. Im dazugehörigen Blog findet sich ein zum Film gehöriges Zitat von Chris Marker über das Schicksal der 68er-Linken, aus dem Mai 2008.

    In May, anyway, the final whistle came quickly: with the first casualty…. Left to their own devices amidst a reassured country, they became weakly and purposeless. Historical anarchy had died – heroically – in Spain. To refer to it now made no more sense than being a royalist, unless it became an ideological business, quite profitable at that. The Communist Party had missed every helping hand offered by History and started the long spin of a motorless airplane. French Maoism would remain a landmark in the history of teratology. The foolishness of morons is a plague, but statistically speaking we have to put up with it. What is fascinating is the foolishness of clever people and, in this particular case, some of the cleverest.

    Ich persönlich würde ja meine linke, meine rechte, na, doch meine linke Hand dafür geben, Chris Marker für CARGO interviewen zu können. Leider gibt der Mann keine Interviews. Aber.

    Aber es gibt eine Gelegenheit, seinen Avatar kennenzulernen. Und zwar am 16. Mai, ab 19 Uhr Ostküsten-Zeit USA (müsste dann, tja, ein Uhr nachts bei uns sein). Ort: Second Life. Dort wird Marker durch eine von ihm kuratierte/ihm gewidmete Ausstellung führen, über die Haden Guest, Leiter des Harvard Film Archive, das foglende schreibt [via hier]:

    The Harvard Film Archive SECOND LIFE event with Chris Marker will take place on Saturday, May 16 at 7PM. Chris (through his avatar) will be leading a guided tour of his museum and answering questions from myself and a colleague (or rather our avatars) and also taking some from the audience (in the form of another avatar waiting at the conclusion of the tour). The show will also include various video pieces and film clips—single-channel versions of The Hollow Men, Silent Movie and Pictures at an Exhibition plus a number of clips and perhaps other slide shows, all projected in the actual HFA rather than the virtual screening room (although we might see something there).

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  • Hitchcock Fumetto

    Fred.

    21.04.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker, Regisseure

    Auf Shadowplay gibt es einen sehr interessanten Hitchcock-Remix, narrativer als die Müller-Girardet-Montagen - dafür in Stills. Ich poste als Spoiler schon mal das Ende.

    Hitchcock Shadowplay


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  • Komplette Herzogs bei YouTube

    Herzog For Free.

    20.04.2009, Ekkehard Knörer in: Filmgeschichte, Klassiker, Regisseure

    Nochmal YouTube. Auf dem Kanal von StarzMedia gibt es derzeit Filme von Werner Herzog zu sehen. Und zwar Mein LIEBSTER Feind, Fitzcarraldo, Lessons of Darkness, Little Dieter Needs To Fly. Und zwar komplett. Und ohne Geoblocking. Der Kanal ist hier. Und der Kaspar-Hauser-Film. Den bette ich ein und bitte darum, nicht nur auf Herbert Achternbusch, sondern auch auf den grandiosen Kidlat Tahimik zu achten, dessen umwerfenden Film The Perfumed Nightmare ich vorgestern in der Revolutionen aus dem Off-Reihe das große Vergnügen hatte. [Via Filmstudies For Free, wo es noch viele weitere Links gibt. Auch zu angeblich weiteren verfügbaren Herzog-Filmen - diese Links führen im Moment aber nur zu Trailern.]


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  • Pipe Pas Pauvre Hulot

    Hulot dreht am Windrad.

    18.04.2009, Ekkehard Knörer in: Humor, Klassiker

    Kein Pardon kennen die Pariser Verkehrsbetriebe. Auf dem Plakat, das für die große Tati-Retros in der Cinémathèque wirbt, sieht man Jacques Tati in einem Still aus Monsieur Hulot. Er hat, wie üblich, die Pfeife im Mund. Nein, hat er nicht. Werbung fürs Rauchen nämlich ist im öffentlichen Raum nicht erlaubt. Die Ausstellungsmacher haben vorgeschlagen, deshalb den Schriftzug "Ceci n'est pas une pipe" auf dem Plakat anzubringen. Bei der Stadt hat man, na, sagen wir: eine andere Art von Humor: Darum hat Hulot jetzt bescheuerterweise ein gelbes Windrädchen im Mund.

    Hulot ohne Pfeife


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  • Groovy Tunes

    B-Movie Heaven.

    10.04.2009, Ekkehard Knörer in: Internet, Klassiker

    College Girl MurdersDer US-Sender AMC erlebt seit einigen Jahren einen interessanten Gestaltwandel. Ursprünglich ein Kabel-Abspielkanal für Filmklassiker - daher auch der Namen: American Movie Classics -, ist der Sender seit einem Relaunch im Jahr 2002 zu einem interessanten Produzenten eigener Programme geworden. Nicht zuletzt stammen zwei der derzeit interessantesten Fernsehserien, nämlich Mad Men und Breaking Bad, von AMC.

    Die jüngste Entwicklung: AMC streamt im Netz B-Movies unterschiedlicher Genres, und zwar ohne Geoblocking. Von Giorgio Capitanis Western The Ruthless Four (mit Van Heflin und Klaus Kinski) bis zu John Carpenters SciFi-Kultkomödie Dark Star, vom Hammer-Horror Asylum (mit Peter Cushing, Britt Ekland) zu Raquel Welchs Filmdebüt A Swingin' Summer, von Roger Cormans The Saga of the Viking Women and Their Voyage to the Waters of the Great Sea Serpent bis zu Alfred Vohrers Wallace-Verfilmung Der Mönch mit der Peitsche, nach Drehbuch von Herbert Reinecker. Es spielen mit: Blacky Fuchsberger, Uschi Glas und Grit Boettcher. Der englische Titel lautet langweiliger College Girl Murders, der Inhalt klingt zusammengefasst so:

    Big hair, short skirts and groovy tunes abound as a killer dressed like a monk poisons students at an all-girls school with a deadly poison that comes out of their Bibles!

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  • Tell Me Sam

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker, Regisseure

    Komplett auf YouTube: Emil Weiss' Fuller-Dokumentarfilm "Tell Me Sam":


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  • Robert Bresson twittert

    Sort of.

    02.04.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Wer mag, kann sich jetzt Robert Bressons Aphorismen zur Regisseursweisheit "Notes on Cinematography" zutwittern lassen. Stück für Stück.


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  • Praschl Vague (Nouvelle)

    26.03.2009, Ekkehard Knörer in: Klassiker

    Und dann habe ich bis gerade eben nicht gewusst, dass CARGO-Kolumnist Peter Praschl seit Anfang März wieder ein Blog betreibt: VAGUE.


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  • Knepperges auf allen Kanälen

    16.03.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Klassiker, Regisseure

    Gefesselter Riese: Rainer Knepperges

    Wer hier liegt wie ein von Zwergen gefesselter Riese, ist Rainer Knepperges. Ihm ist, was natürlich ein Glück ist, grade gar nicht zu entgehen.

    Knepperges, erstens: 3sat, Dienstag, 17.3., 22.55 Uhr. Der Film Die Quereinsteigerinnen, über den es summa summarum viel Gutes zu sagen gibt. (Nach der Fernseherstaustrahlung bleibt der Film sieben Tage lange im Mediathek-Programm auf der Website verfügbar.)

    Knepperges, zweitens: Bei den Nachbarn von der newfilmkritik mit Filmhinweisen, Filmreminiszenzen.

    Knepperges, drittens: Eine Hommage an Rainer Knepperges - Viva Knepperges! - bei The Wayward Cloud. Alles Zitat.


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  • Michael Cimino 70

    03.02.2009, Ekkehard Knörer in: Hollywood, Klassiker, Regisseure

    Zu Ehren von Michael Cimino, der heute seinen 70. Geburtstag feiert und hier eines seiner berüchtigt großmäuligen Interviews gibt, spielen wir jetzt ein bisschen Russisches Roulette.


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  • Hou Hsiao-hsien: Ultimate Box

    29.01.2009, Ekkehard Knörer in: DVD, Klassiker, Regisseure

    Hou Hsiao-hsienGerade ausgesprochen günstig bei HKflix: die Hou Hsiao-hsien Ultimate Collection. Darin: Acht Filme des Regisseurs, nämlich "The Boys From Fengkuei", "A Summer At Grandpa's", "The Time To Live And The Time To Die", "Dust In The Wind", "The Puppetmaster", "Good Men, Good Women", "Goodbye South, Goodbye", and "Flowers Of Shanghai". Auf vier DVDs, alle mit englischen Untertiteln. Kostenpunkt: umgerechnet 54 Euro inkl. Porto, Zoll kommt noch dazu. HKflix ist meiner Erfahrung nach ein verlässlicher Online-Shop.


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  • My Name is Button, Forrest Button

    28.01.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Hollywood, Klassiker

    Drüben bei Spiegel Online muss ich mir sagen lassen: Wer anlässlich des "Seltsamen Falls des Benjamin Button" kein Herz hat, dem wächst keines mehr.  Na, sei's drum, wer braucht schon ein Herz, wenn er ein Netz hat, das vor Augen führt, was für ein Selbstplagiat das Buch zum Film ist, das einem einen Gump für einen Fitzgerald vormacht:

    The Curious Case of Forrest Gump - watch more funny videos
      

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  • Fundstück: Raymond Chandler

    15.01.2009, Ekkehard Knörer in: Hollywood, Klassiker, Link-Tipps

    Im Blog riordan's desk gibt es ein Fundstück in drei Frames: den - meines Wissens - einzigen Filmauftritt des großen Raymond Chandler, nämlich in Billy Wilders Verfilmung von James M. Cains "Double Indemnity", an deren Drehbuch Chandler berühmtermaßen gemeinsam mit/gegen Billy Wilder schrieb. Wobei Auftritt schon zu viel gesagt ist, nicht nur weil Chandler nur sitzt. Hier der erste der drei Ausschnitte:

    Raymond Chandler in Double Indemnity


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  • Screwball

    31.12.2008, Ekkehard Knörer in: Klassiker, Komödie

    Ich habe drei Screwball-Comedies gesehen zwischen den Jahren in Paris. In einer wird eine Familie konstituiert, aber so, dass erst mal ein Baby da ist, verwaist. Die Mutter, zuerst, und der Vater, danach, und der Großvater, zuletzt, aber als einziger sofort begeistert, finden sich hinterher ein. Das Baby heißt John und klatscht oft in die Hände. Ginger Rogers und David Niven und Charles Coburn üben sich in der Kunst des slow burn in Goßaufnahme. Das sich überm Baby begegnenden Liebespaar aus Warenhaus-Juniorchef und Verkäuferin hat darüber hinaus einer Aufziehpuppe mit Namen Donald Duck viel zu verdanken. (Garson Kanin: "Bachelor Mother", 1939)

    In der zweiten der Screwball-Komödien macht eine Frau aus dem gesellschaftlichen Nichts, aus dem sie wie aus einem Güterbahnwaggon in den Film purzelt, eine Menge. Den, den sie haben kann, nimmt sie zunächst nicht, weil sie erst lernen muss, das, was sie haben könnte, gar nicht zu wollen. Einem anderen verdreht sie den Kopf um, sagen wir, 360 Grad und im Grund ist der Film nicht mehr und nicht weniger als der schwindelerregend komische Nachvollzug dieser Bewegung. (Michell Leisen: "Midnight", 1939)

    Im dritten Film will eine Sekretärin, die ihrem Boss in fast jeder Hinsicht über ist, diesen eben darum oder trotzdem haben. Sie kriegt ihn und versohlt, was man hört, aber nicht sieht, seine Tochter. Die Reihenfolge ist freilich umgekehrt. Dann betrinkt sie sich mit einem anderen Mann in einem Schaufenster in einer anderen Stadt und zerlegt das Familienglück der versammelten Puppen. Es ist, als hätte sich in diesem eben darum oder trotzdem temporeichsten der drei Filme, in dem, wie in "Midnight", Claudette Colbert die Hauptrolle spielt, alles, was an den anderen Screwball-Komödien genderpolitisch und gesellschaftlich weggeblendet wird durch Verlachen, als bitterer Bodensatz zur Beinahe-Screwball-Tragödie verdichtet. (Gregory LaCava: "She Married Her Boss", 1935)


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