CARGO Container Hollywood
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Ben Stiller
Best Supporting Role.
Dank für den Hinweis an Ben Stiller-Fan Robin Celikates (vgl. zum Thema CARGO #5, erscheint am 25. März 2010)
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Keine vergangene Woche
Stand der Dinge, resp. Zukünftiges.
Da ich in Tübingen war und damit etwas aus der Welt - und der Online-Welt schon gar mit einer so lahmarschigen wie wackligen Internet-Verbindung im Hotel -, nur ganz kurz zwei Hinweise auf interessante Sachen der vergangenen Woche.
Zum einen berichtet die Los Angeles Times über eine Aktion des Super-Agenten Ari Emanuel (s. Starsystem in CARGO #1), der für Panik in Hollywood eher keinen Anlass sieht, weil er im Jahr 1970 eine Präzedenz erkennt - es folgt ein spannender Artikel über den Moment, auf den der Durchbruch der neuen New-Hollywood-Talente folgte:
But guess what? This ain't the first time that Hollywood has tried to get tough and dump all that expensive talent baggage. That's the message that WME boss Ari Emanuel delivered to his troops recently, sending out to all his agents a copy of a 1970 Life magazine that detailed Paramount Pictures' efforts to revamp its business by jettisoning most of its costly star talent... What finally got the studios back in business, as the '60s ended and the '70s began, was something in short supply today -- a willingness to take risks on new filmmakers and adventuresome material.
Derzeit geht die Entwicklung, wenn man dem Wall Street Journal glauben darf, allerdings in eine etwas andere Richtung:
Toys now are receiving the same A-list treatment that any bankable movie star here has come to expect. That includes top billing and contracts with special perks. They even have their own talent agents.
Und ganz etwas anderes, oder jedenfalls fast: Christoph Hochhäusler träumt in seinem Blog davon, wie das Filmemachen aussehen könnte, gäbe es nicht die Zwänge zum Beispiel der Produktion. Eigentlich geht es ihm aber um eine grundsätzliche Befreiung der Kino-Ästhetik:
Wonach ich mich aber sehne, durchaus im Sinne von Coppolas Idee, technisch weniger hochgezüchtet vielleicht, wäre ein sukzessives Arbeiten an einem Film. Ich würde gerne Prototypen von Szenen bauen, sie überprüfen, verbessern, verwerfen (mit verschiedenen Schauspielern zum Beispiel, verschiedenen Kameraleuten etc), also so vorgehen, wie in jedem anderen Designprozess auch. Ich hätte gerne die Möglichkeit, an dem einen Problem geduldig und in kleinen Schritten zu arbeiten, das andere aber spontan und roh zu bearbeiten.
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Weltuntergang in Hollywood
Exitus.
Etwas oder es geht zuende in oder mit Hollywood. Das Geld geht aus. Studiobosse werden gefeuert. MGM und Paramount vor dem Exitus. Ein Weinbauer namens Coppola führt das große Wort, irgendwo draußen vor der Tür und des Guardian Mann in LA schreibt mit. Die Fakten: Im nächsten Jahr ein Drittel weniger Filme, eher 400 als 606. In der Welt am Produkt weniger Interesse, in Japan steigt die Quote einheimischer Filme von 5 auf 65 %. In Zukunft nur noch Harry Potter. Oder Kino als Live-Konzert, glaubt jedenfalls der Weinbauer namens Coppola. Nachzulesen ist das apokalyptische Szenario in diesem Artikel: "The cinema as we know it is falling apart".
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Bigger than Life
Lethem on Ray.

Großartiges Gespräch bei den Kollegen von Cinema Scope mit Jonathan Lethem über Nicholas Rays Bigger Than Life (1956):
LETHEM: Well, there’s a version of the fundamental paradox of ‘50s America. It’s alluded to in the film: the Cold War fears and the bomb, also McCarthyism. The whole incredible self-loathing paradox embedded in this apparently simple idea that “our enemy is trying to destroy our free American way of life.” The Communist enemy is like a race of insects. A faceless horde. Whereas in America, you’re allowed to be free and do anything you want, but any sign of disturbing behavior means you might be a Red, so we have to conform to one another, in order to prove that we are not the faceless horde—so we’re undergoing this constant self-scrutiny for difference. This describes a decade that contains both Allen Ginsberg and J. Edgar Hoover.
Bemerkenswert ist auch der Old School-Trailer mit James Mason:
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Jobless Men, Folge 8

Folge 8 unserer krisenbegleitenden Reihe Jobless Men: Robin Celikates über Skyscraper Souls (Edgar Selwyn) USA 1932
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Funny People: Judd Apatow im Gespräch
Neu in unserem Webmagazin: Ein Audio-Gespräch mit dem Spiritus Rector der US-Komödienlandschaft Judd Apatow, anlässlich des Starts von Funny People - ein großer, reifer, offener Film, ein absolutes Highlight des Kinojahres, if you ask CARGO.
Dazu in unserer Printausgabe CARGO 03: Ein Gespräch mit David Gordon Green und ein Text von Ekkehard Knörer zu Funny People.

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Up to the skies
Abenteuerland.


Coming of Age im Abenteuerland der Achtziger bedeutet: von Falco zu Lou Reed zu flüchten, den Autoscooter für eine echte Rückbank einzutauschen. «I’m so surprised I’m making out with you» - «Me too!». Währenddessen verlieren die Eltern ihre Jobs und Reagan perfektioniert das Genre der Fernsehansprache. Unverdrossen: Martin Starr, der sich in eine antisemitische Katholikin verliebt (Starr, mit einem Gogol-Buch unterm Arm, protestiert «But I’m more like a pragmatic nihilist»). Satellite of Love: Kristen Stewart, die in David Gordon Greens Undertow Pearl Harper spielt. Der deutsche Verleih konnte mit dem Film vor einigen Wochen so wenig anfangen, dass er ihn mehr oder weniger nur in Ulm und Stuttgart gestartet hat. Einen total einleuchtenden sentimentalen Tonfall hat Mottolas Superbad-Nachfolger: Dazed and Confused, 10 Jahre später, gelassen im Gerüst der Konventionen ruhend. Satellites gone / Up to the skies / Things like that drive me / Out of my mind
Adventureland (Greg Mottola) USA 2009



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White Chicks Can't Dance
A thousand miles.
Freunde, die den diese Woche in den Kinos anlaufenden Dance Flick gesehen haben, versichern glaubwürdig, dass man das nur tun sollte, wenn man in irgendeiner Form Geld dafür bekommt. Schade, denn die Wayans-Brüder hatten 2004 eine ziemlich smarte Cross Dressing-Komödie vorgelegt. Unbestreitbar ist zumindest, dass White Chicks den Konnex Hamptons-WASP-Vannesa Carlton ziemlich gut im Blick hat (Terry Crews Karriere hat sich bis heute nicht erholt):
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Nochmal: Tarantino
A German Fantasy.
Vielleicht dann doch nochmal der Hinweis auf einen neueren Text, der eine nicht unplausible Kritik an Inglourious Basterds relativ weit zu Ende denkt: John Rosenthal: Inglourious Basterds: A German Fantasy, Not a 'Jewish' One. (via)
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My Son, My Son What Have Ye Done
Unermüdlich: Werner Herzog.
Hatte ich zwischenzeitlich wieder vergessen, dass das Bad Lieutenant-Remake nicht das aktuellste Projekt von Werner Herzog ist, sondern der von David Lynch produzierte Horrorthriller My Son, My Son What Have Ye Done, in dem es offenbar um einen Mann geht, der seine Mutter mit einem Schwert tötet, weil er sich für einen antiken Gott (oder so ähnlich) hält. Wieder mit einem Star-Cast (Shannon, Dafoe, Sevigny und dem unvermeidliche Udo Kier). Hier ist der Trailer (via):
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Jobless Men / The Hurt Locker
Keep on Running.
2 kurze Hinweise:
(1) Neu in unserer Depressions-Reihe Jobless Men ein Text zu William A. Wellmans Hobo-Film Wild Boys of the Road von 1933. (Derzeit übrigens bei Veoh verfügbar.)
(2) Jetzt auch online ein Text aus unserer aktuellen Printausgabe zu Kathryn Bigelow und ihrem grandiosen Film The Hurt Locker, der diesen Donnerstag endlich in Deutschland in die Kinos kommt.
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Public Enemies bei CARGO
Neu im Magazin.

Am 6. August kommt Public Enemies in die Kinos. In dem neuen Film von Michael Mann, einem der innovativsten Hollywood-Regisseure der letzten Jahre, geht es um den legendären Bankräuber John Dillinger, der während der Depressionszeit zum «öffentlichen Feind» avancierte und dabei einer Institution zur Geburt verhalf: Hoovers FBI. Ein Film mit Starbesetzung - Johnny Depp spielt Dillinger, Christian Bale seinen Verfolger Melvin Purvis - und einer spektakulären High Definition-Ästhetik: Nach Collateral (2004) und Miami Vice (2006) ist Public Enemies die dritte Arbeit, die Mann als High Budget-Experimentierfeld des digitalen Kinos realisiert. Bert Rebhandl hat sich mit dem selbstsicheren Regisseur unterhalten, Simon Rothöhler denkt über einen neuen Bildtypus nach und verweist auf zwei ältere Filme von John Milius und Marco Ferreri, in denen es auch heißt: Dillinger is dead.
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Get back muhfucker
Stauffenberg goes berserk.
Gestern wurde Tom Cruise 47 Jahre alt. Warum das eine Notiz wert ist? Weil es einen halbwegs plausiblen Anlass bietet, an seinen entfesselten Auftritt in Ben Stillers Tropic Thunder zu erinnern:
Yeek yeek woop woop!! why you all in my ear?!
Talking a whole bunch of shit
That I ain't trying to hear!
Get back muhfucker! You don't know me like that!
(Get back muhfucker!! You don't know me like that!!)
Yeek yeek woop woop!! I ain't playing around!
Make one false move I'll take ya down
Get back muhfucker! You don't know me like that!
(Get back muhfucker!! You don't know me like that!!)
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Digitaler Verismus
Public Enemies ante portas.

Michael Mann wendet seine High Definition-Ästhetik ins Historische (dt. Kinostart 6.8.2009):
«Digital makes things feel more real, like you could reach out and touch them. You can see every pore on Depp's face. You get great depth-of-field, we got very close with the lenses, and you don't have that fuzzy lack of focus at night. That was why we went digital. I thought I was gonna shoot on film and I did these tests side-by-side. I came away from the tests - we just brought a Sony F23 camera out there to look at it, to be diligent - and I looked at them, and that [celluloid] looked like a period film, and this [digital] looked like what it was like to be alive in 1933. In the end it made total sense: video looks like reality, it's more immediate, it has a vérité surface to it. Film has this liquid kind of surface, feels like something made up.» (Guardian)
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Shia LaBeouf
pronounced "SHY-uh luh-BUFF"
Wieder ein kleiner Beleg dafür, wie inklusiv das Reich des Judd Apatow ist:
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Observe and Stay Away
Weggeschaut.

Jody Hills Komödie (?) Shopping-Center King ist am Startwochenende an den deutschen Kinokassen, freundlich gesagt, total abgeschmiert. 5000 Zuschauer, das ist eigentlich die Kategorie, in der sonst nur beinharte Kunstfilme landen. Und vielleicht ist über das so dokumentierte Zuschauerinteresse auch die hinter der Hollywood-Komödien-Star-Fassade eigentliche Zielgruppenzuordnung getroffen. Das Desinteresse ist bedauerlich, denn das ist ein durchaus faszinierender Film.
Seth Rogen tritt darin auf als Mall-Cop, dem auf schreckenerregende Weise nichts Menschliches fremd ist. Der Film ist nicht auf seiner Seite, aber auf einer klar identifizierbaren anderen Seite ist er ebenfalls nicht. Gegen Ende dreht er ab wie sein "Held". Observe and Report, so der sehr viel passendere Originaltitel, ist der erste Film, bei dem ich eigentlich keine CARGO-Rating-Punkte geben konnte. Die 49, die es dann wurden, sind ein windelweicher Kompromiss. Also im Grunde: versagt. Ich kann Ihnen versichern, dass es Ihnen nicht im engeren Sinn Spaß bereiten wird, den Film zu sehen. Was nichts daran ändert, dass er auf seine extrem ungemütliche Art unvergesslich ist. (Hier ein bisschen mehr dazu.)
P.S.: Ich habe meine Bewertung jetzt doch deutlich erhöht. Aber, nochmal: Sehen Sie selbst.
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Dinner Speech Routine
«Why hang out with celebrities when I can spend time with people who made me one?»
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Cargo #1 Update
Avi.
Im Starsystem des ersten CARGO-hefts war Avi Emanuel so etwas wie die heimliche Zentralfigur. Er ist einer der Gründer der Hollywood-Agentur Endeavor. Die hat sich inzwischen mit der traditionsreichen Schauspieler- und Musik-Agentur William Morris zusammengeschlossen zu William Morris Endeavor Entertainment). Die wohl zentrale Figur dabei: Ari Emanuel. In der New York Times ein nicht übermäßig freundliches Emanuel-Porträt von Michael Cieply und Brooks Barnes. [via ifc daily] Auszüge:
Long known as a hardball player of considerable skill, Mr. Emanuel, 48, has emerged in the last six weeks as the pre-eminent power player in a Hollywood that has often bemoaned the sunset of colorful moguls from an older generation, including Michael Ovitz and David Geffen.
Und dann gibt es ja noch den Bruder Rahm, Stabschef von Barack Obama:
“Nobody wants to be on the wrong side of Ari Emanuel, especially now that his brother is running the White House,” said one television executive, who asked for anonymity to preserve harmony with him.
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Enter This Space.
Hollywood und Videospiel.
In der LA Times gibt es gleich zwei Artikel zu Hollywoods Annäherungen an die Videospiel-Industrie. Eine Übersicht mit allgemeineren Informationen, außerdem Auszüge aus einem Gespräch mit Gore Verbinski (Pirates of the Caribbean). Verbinski arbeitet nicht nur - vielleicht aber schon nicht mehr - an einer Verfilmung des Spiels "Bioshock", sondern er ist auch mit einem Game-Designer sehr aktiv dabei, neue Spiele mit innovativen Spielideen zu entwickeln. Was er im LA-Times-Interview zu sagen hat, klingt durchaus interessant. [via filmmaker magazine]
It’s a mistake for Hollywood to impose themselves on the gaming space. Not only is it arrogant, but it hasn’t really worked. The presumption that we have a better understanding of narrative that we can bring to gaming is flawed at its core because interactive entertainment is a completely different way to navigate and explore what compels you in that world.
As a filmmaker, I’m absolutely fascinated with the idea that the protagonist is the audience. That mandates a new form of narrative at its core. So you can't really take the skill sets we have for making movies and impose them upon games. Hollywood has made a mistake to think they can enter this space and somehow provide better storytelling.
Some of the stuff we’re doing is taking a conventional [first person shooter] experience and tweaking it in a way that hasn't been thought of before. We looked at it from a different angle and changed the experience...
Gears of War and Halo are taking care of that part of the market. Other people are really good at those games. We’re more inspired by games like [critical favorite indie game] Portal.
Ich kann versprechen, dass es nicht nur in Cargo #2 um Videospiele gehen wird, auch hier auf unserer Online-Präsenz wird es demnächst einen Artikel zu genau den von Verbinski in diesem Auszug angesprochenen Fragen geben.
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The Happening
Für interessant befunden.

Ich habe lange darauf warten müssen, dass jemand auftaucht, der M. Night Shyamalans Film The Happening auf interessante Weise interessant findet. Selten ist etwas in den letzten Jahren, für meinen Eindruck jedenfalls, so einmütig verrissen worden. Sogar die Cahiers, die ungefähr letzte Bastion von Shyamalan-Fans, waren diesmal weggeknickt. Ich persönlich habe mit Shyamalan noch nie sehr viel anfangen können, aber das tut wenig zur Sache. Wichtiger sind immer kluge Verteidigungen von Dingen, zu denen mir der Bezug fehlt. Jetzt also ist es so weit. Einer der tollsten Autoren, die ich in jüngerer Zeit im Internet entdeckt habe (was heißt entdeckt: da sind halt Texte von ihm, wie dieser über Hiroshi Shimizu - ja, kann auch nichts dafür - und ich habe sie gelesen und fand sie alle sehr gut) - also: Ignatiy Vishnevetsky schreibt über The Happening und mag ihn und schreibt auch so darüber, dass ich jetzt große Lust habe, ihn zu sehen. Der Text ist in der Tisch Film Review, hier ein kurzer Auszug:
As in the films of Joseph H. Lewis, every image is not merely forceful, but seems to have been made forcefully. When the camera is stationary, it isn’t resting, it’s bolted down. When it moves, it’s a shove, not a glide. M. Night Shyamalan strips away all pretensions of verisimilitude: The Happening is a film without details. Every face is gigantic, even on the small screen, the features somehow distorted. Every line of dialogue is like a thudding footstep–a conscious progression.
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Meeting Lucki Stipetic (Indielisboa I)
Gesprächsnotizen.
Nach den Dankesreden der drei Festivalchefs kommt ein schlanker Herr auf die Bühne, spricht frei ein paar Worte in ziemlich gutem Portugiesisch (sage ich mal) und liest dann einen Brief seines Bruders vor. Der Herr ist Lucki Stipetic und sein Bruder ist Werner Herzog (geb. Stipetic). Herzog hat soeben seinen jüngsten Film mit dem Titel My Son, My Son, What Have Ye Done abgedreht. Dafür war er zuletzt noch für einen einzigen Drehtag nach China geflogen und, schreibt er im Brief, den sein Bruder vorliest, dachte ernsthaft, als er erwachte, er sei in Lissabon.
Wo er nun nicht ist, obwohl er alles versucht hat, obwohl man ihm hier, wo alles so entspannt und großzügig und freundlich ist, ganz sicher einen großen Bahnhof bereitet hätte. Das Festival Indielisboa zeigt eine Herzog-Retrospektive, die sich nicht ausschließlich, aber doch stark auf die Dokumentarfilme bezieht. Zur Eröffnung lief der jüngste, das auf erhabene Weise komische Antarktik-Werk Encounters at the End of the World. Darin geht ein Pinguin aus eigenem unerforschlichen Ratschluss allein in die Eiswüste und damit in den sicheren Tod. "Warum?" fragt Werner Herzog im Voiceover-Kommentar. My Son, My Son, What Have Ye Done.
Vorhin traf ich Lucki Stipetic dann beim Espresso im Hotel zum Gespräch. Seit Jahrzehnten produziert er die Filme seines Bruders - erst neuerdings bei den Hollywood-Produktionen nicht mehr. Was produzieren so heißt in den freischwebenden Zusammenhängen, in denen Herzog sich mit seinen Filmen so bewegt. Er ist vor Ort meist dabei (nicht in McMurdo, was er schon sehr bedauert), er stellt Kontakte her mit Geldgebern und hält dem Bruder den Rücken frei. Sie haben ein harmonisches Verhältnis, meint er, und das seit Jahrzehnten, der eine vertraut dem anderen und genau so funktioniert es.
Mit einem Gerücht räumt er auch gleich auf: David Lynch hat mit der Produktion von My Son, My Son, What Have Ye Done persönlich gar nichts zu tun; seine Produktionsfirma ist an Stipetic/Herzog herangetreten und hat gefragt, ob es vielleicht ein Projekt gibt. Die Antwort versteht sich von selbst, meint Stipetic, bei Werner Herzog gibt es immer ein Projekt, und wenn es keins gibt, dann erfindet er eins aus dem Stand. Der Film ist ein Krimi, soviel ist zu erfahren, und am Ende tötet ein Sohn seine Mutter mit dem Schwert. Der Film ist jetzt abgedreht und Werner Herzog, der inzwischen fast ganz in Los Angeles lebt, braucht ein paar Tage Ruhe auf seinem Bauernhof in der Steiermark.
Ein überzeugter Amerikaner ist Herzog inzwischen, versichert sein Bruder, der dennoch durchblicken lässt, dass einem Europäer wie seinem Bruder da doch etwas fehlt. Wir sprechen darüber, wie es kam, dass Deutschlands aufregendster noch aktiver Regisseur (das sage jetzt ich) aus den großen Zeiten des Neuen Deutschen Films seiner Heimat so vollständig abhanden gekommen ist. Im Spielfilm Invincible steckt noch ein wenig nordrhein-westfälisches Fördergeld, sonst aber: Fehlanzeige in Deutschland. Bedenklich werden bei Verleihern Köpfe gewiegt, wenn der Name Herzog fällt, mit Finanzierungsanfragen versucht es Stipetic schon gar nicht mehr. In England, in Frankreich reißen sich die Leute darum, Herzogs Filme zu finanzieren, in Deutschland: nichts und wieder nichts.
Stipetic hat keine Erklärung, außer: Herzog schleimt nicht rum. Er ist nicht in Talkshows oder sonstwie in Deutschland präsent; er macht, ohne allzuviel Rücksicht zu nehmen, immer sein Ding und geht nicht mit den richtigen Leuten essen. Meinem Seufzer, dass die deutsche Filmproduktionslandschaft und alles, was hier so gern Industrie wäre, zum Verzweifeln provinziell ist, widerspricht Stipetic denn auch nicht. Filmpreis, Filmakademie, Kosslick-Berlinale: einvernehmlich schütteln wir schweigend die Köpfe.
Und sprechen über Hollywood: Jederzeit ist in Los Angeles, meint Stipetic, die Verehrung zu spüren, die Herzog dank seiner legendären Filme aus den siebziger Jahren genießt. Er freut sich, so eitel ist er schon, aber er geht auch, versichert Stipetic, ziemlich gelassen mit diesem Ruhm um. Und natürlich ist er auch nicht mehr als die "gun for hire" bei Produktionen wie Bad Lieutenant, er hat nicht das Recht auf den Final Cut, aber wirklichen Ärger gab es bisher nicht. Das Ende von Bad Lieutenant war den Produzenten allzu düster, jetzt gibt es, versichert Stipetic, einen Kompromiss. Einen US-Verleihtermin gibt es noch nicht.
Dann noch Spannendes zum nächsten Projekt, wieder ein Dokumentarfilm. Ausgangspunkt war ein Auftragsjob, wieder Oper (Stipetic, stellt sich heraus, ist ein Opernfan und war auch das Movens für die Operninszenierungen seines Bruders), ein dreiminütiger Film zu einer Arie aus "La Boheme". Es ergab sich, zufällig, dass Herzog in diesem Kontext auf die Fotografien von Hans Silvester aufmerksam wurde. In den siebziger Jahren machte Silvester Aufnahmen von Mitgliedern eines von der Welt abgeschieden lebenden Stammes in Äthiopien. Den hat Herzog, fasziniert von den - übrigens völlig inszenierten - Bildern, aufgesucht, ein paar Bilder gemacht für den Dreiminutenfilm.
Es stellte sich heraus, dass darin ein Filmprojekt ganz nach seinem Herzen steckt. Der Stamm lebt bis heute in einer anderen, von der modernen ganz abgeschiedenen Welt. Zwar sichern die Männer mit Kalaschnikoffs das Revier (sie leben im Grenzgebiet zum Sudan), aber von der modernen Welt, in der sie leben und nicht leben, sind, erklärt Stipetic - der mit Herzog zu den Aufnahmen für den Kurzfilm dort war -, die Mitglieder des Stamms bis heute unberührt. Von ihnen wird Herzog dann erzählen, in diesem Jahr noch geht es nach Afrika. Stipetic, der ein ganz in sich ruhender Mensch ist, der auch glaubhaft versichert, dass ihn das Kino eigentlich weniger interessiert als Literatur oder Oper, der glücklich ist, mit dem was er tut, der gar nicht mehr sein will für die Welt als der Produzent (und der Bruder) seines Bruders, Stipetic klingt da jetzt doch ganz ausgesprochen vorfreudig.
P.S.: Stipetic erklärt ausdrücklich, dass die kürzlich auch hier verlinkten YouTube-Herzog-Filme, die Starzmedia ins Netz gestellt hat, völlig illegal dort stehen. Das Cease-and-Desist haben sie bereits im Briefkasten. (Dreist, sehr dreist findet Stipetic diese Aktion. Und recht hat er.) Der folgende Ausschnitt aus Encounters ist auch einfach so upgeloadet worden, aber ich persönlich finde Exzerpte dieser Länge okay, deswegen hier auch der Auftritt des traurigsten Pinguins der Welt (RIP). Ansonsten: unbedingt ansehen, toller Film. (S. auch Ludger Blanke im CARGO-Heft: "Der schönste Dokumentarfilm der letzten hundert Jahre"):
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Animation (12): Disney - Alice's Egg Plant
Pink Chicken.
Walt Disney entwickelte gemeinsam mit Ub Iwerks eine neue Serie, rund um ein Mädchen mit dem an Lewis Carroll gemahnenden Namen Alice. Die Idee war, Live-Action mit Animation zu vermischen. Disneys erste Versuche dazu passierten noch in Kansas City, es gelang ihm jedoch, mit der Idee in Hollywood auf sich aufmerksam zu machen. Es folgte der Umzug, die heute noch erhaltenen Alice-Filme sind dann schon im neuen Walt-Disney-Studio auf der Hyperion Avenue entstanden. Die Alice-Darstellerin im folgenden Film (sie wechselten) ist Margie Gay.
Was man in Alice's Egg Plant (1925) zu sehen bekommt, ist im höchsten Maße erstaunlich. Ein kommunistisches Huhn namens Little Red Henski - Mächen, Kinderbücher sind die Referenzwelt - ruft die Kolleginnn/Genossinnen um Streik auf. Große Katastrophe. Eine weitere Serienfigur, der Kater Julius, muss sich Tricks einfallen lassen, um den politisch irregeleiteten Hühnern ihre Eier dennoch abzuluchsen. Die Antwort ist, höchst einleuchtend: Entertainment. Boxkampf ist Opium fürs Hühnervolk. Muss man gesehen haben.
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James Franco räumt auf
à la Meese.
Wir hatten neulich schon Hinweise auf James Franco Interesse an Performance-Auftritten. In diesem Ausschnitt aus The Room Before and After zerstört er nun ein Zimmer:
Das ganze ist zu sehen auf einer DVD-Kompilation des Experimentalfilmprojekts Wholpin. Begeitend gibt es noch ein Interview mit Franco, das Dave Eggers mit ihm geführt hat. Beim Filmmaker Magazine, dem ich diese Hinweise verdanke, steht ein kurzer, aber ganz aufschlussreicher Auszug daraus. Franco spricht darin über seine künstlerischen Einflüsse (hätte ich auch nicht gedacht, dass sich Spiderman und Jonathan Meese mal auf diese Weise in einem Zimmer begegnen):
I think I was thinking of, not consciously thinking of it when I was doing it, but going in to the performance I was thinking about…I just watched like, every Paul McCarthy video that I could find. I hope it wasn’t too close to him, but I love him, he’s amazing. And then, I think I told you, I just met this artist- Jonathon Meese — who does these extended performances, where he tries to go in and not impose anything on the performance. So I think I took something of that idea and went in here, and then when I’d come across something, just try and react to it. Or, see how it played on me. And like I said, you know, a childhood bedroom has, or I guess this isn’t a kid’s bedroom, but a bedroom has so many things that can, you know, inspire reactions, that there was no shortage I guess.
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Milli Vanilli & Johnnie To
Few Degrees of Separation.
Zu den Dingen, die die Welt unbedingt braucht, gehört ein Hollywood-Film über "Milli Vanilli". Und zwar unter der Regie des Stümpers Brett Ratner (X-Men: The Last Stand, Rush Hour). Wer Frank Farian spielt, weiß ich nicht. Aber den Film wird es wohl geben. (Bei imdb sehe ich gerade, dass Ratner als executive producer von Johnnie Tos mit viel Spannung erwartetem Hollywood-Melville-Remake The Red Circle aufgeführt ist - es spielen mit: Liam Neeson, Chow Yun-Fat und Alain Delon. Boggles the Mind.)
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Animation (9): Felix the Cat in Hollywood
Go ye forth, and procure the wherewithal for sustenance and transportation to Hollywood. Das war dann schon 1923: Felix the Cat in Hollywood. Aus den YouTube-Kommentaren die Legende zu den dramatis personae:
4:56-Gloria Swanson (girl in keyhole)
5:10-Ben Turpin (cross-eyed guy)
5:22-John Barrymore (?)
5:44-Will Hays (studio boss)
6:28-Charlie Chaplin
6:49-Douglas Fairbanks Sr. (man tormented by bugs)
6:59-William S. Hart-(Cowboy)
7:45-Cecil B. DeMille
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Sadomasochistic Activities
Screen Tests mit Audrey Hepburn, Sharon Stone und Bruce Lee.
Bei ifc daily gerade verlinkt, ein Screen Test von Audrey Hepburn (für Roman Holiday):
Hier zwei weitere, die sogar noch interessanter sind.
Sharon Stone (für Basic Instinct, der Dialogpartner ist Paul Verhoeven)
Bruce Lee (für Green Hornet, er redet über sein Kind und das Filmen in Hongkong etc.)
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James Franco Superstar
The artiest member of the Judd Apatow frat pack, the thirty-year-old Franco is turning out to be one of the more intriguing Hollywood stars of his generation, certainly the one most willing to lend his bankable, Gucci-endorsing face to an experimental art project. (See the current edition of Wholphin for a Dave Eggers collaboration that consists entirely of Franco trashing a room.) He’s a filmmaker, an MFA candidate, and soon to be a published author (his short-story collection is due out from Scribner next year).
Das stammt von diesem sehr interessanten Artikel. I kinda see it now. Auf Will Ferrells und Adam McKays Comedy-Kanal Funny or Die kann man Schauspielerei lernen mit Franco.
Hier noch ein Auszug aus einem Experimentalfilm, den dessen Macher, der Künstler Carter (ja, einfach Carter) wie folgt beschreibt - darum dreht sich der oben verlinkte Artikel vor allem::Carter directs the American actor, James Franco in a film that has him 're-enact' every television and film performance from his entire career, creating a new narrative from these re-visited performances. As the film unfolds, Franco also plays the part of Julianne Moore in the Todd Haynes film, 'Safe' (1995) as well as Rock Hudson in the John Frankenheimer film, 'Seconds' (1966). The result is a schizophrenic, daunting and poetic performance that has Franco not only playing 'himself as himself' but also the roll of a celebrated, 'leading lady' (Moore) and one of Hollywood's charismatic 'sex symbols' (Hudson).
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Dog Shit
“Listen, punk. To me you’re nothin’ but dogshit, you understand? And a lot of things can happen to dogshit. It can be scraped up with a shovel off the ground. It can dry up and blow away in the wind. Or it can be stepped on and squashed. So take my advice and be careful where the dog shits ya!” (Clint Eastwood, Sudden Impact)
Teil einer Sammlung "nicht-klassischer" Textzeilen und Dialoge im Reverseblog.
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Die Funny
Is it true that comedy is harder than drama?
Well, there’s the great story of Edmund Gwenn on his deathbed. He was dying and someone said, “Oh, this is very difficult, isn’t it Teddy?” And he said, “Not as difficult as comedy.” I wouldn’t say that. He had a right to say that — he was a superb actor — but it depends on the writing, on a combination of circumstances. Sometimes comedy seems easier than drama. Drama can become incredibly laborious.
Der Schauspieler Norman Lloyd, der mit Hitchock, mit Welles, mit Chaplin gearbeitet hat, plaudert im Stop-Smiling-Interview aus dem Nähkästchen.
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Update Heftinhalt: Richard Price
Richard Price, Autor des Romans "Lush Life" und einiger Folgen der Serie "The Wire" (sehr viel mehr dazu im aktuellen CARGO-Heft), erklärt in einem aktuellen Interview unter anderem, wie er an den "Wire"-Job geriet. Außerdem geht es unter anderem ums Drehbuchschreiben überhaupt, seine Arbeit am "Lush Life"-Drehbuch im Besonderen, seinen Umzug nach Harlem und seinen nächsten Roman. Kurzer Auszug:
I could see the elements of "Clockers" in the first year especially, and that was fine with me, you know, it was flattering. But (David Simon, the show's creator) was taking it to so many different places and on so many different planes. And then about halfway through the second year, I did a reading in D.C. and he came with George Pelecanos and he said, "Do you want to write for the third season?" And my first thought was no, because I don't know anything more than "Clockers." I think they thought that I knew so much more than I wrote. But it was such a good show and I really wanted to be a part of it, so I did it.
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Studio-Logos: keineswegs sakrosankt
Übersicht, mit Screenshots: Spielereien mit den Studio-Logos aus mehreren Jahrzehnten Hollywoodgeschichte. Es fällt aber auf, falls die Übersicht repräsentativ ist, dass die Freiheit des Umgangs mit den Markenlogos seit den Achtziger Jahren zunimmt. [via coudal]

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Michael Mann: Public Enemies
Michael Manns Public Enemies kommt bei uns im August in die Kinos, jetzt gibt es einen ersten Trailer. Der Film basiert auf dem gleichnamigen und absolut lesenswerten Sachbuch von Bryan Burroughs, das im Kern rekonstruiert, wie sich das FBI als Institution selbst erfand, indem es einen «War on Crime» ausrief, der den legendären Depressionszeit- Outlaws John Dillinger, Lester Gillis a.k.a. «Baby Face Nelson», Clyde Barrow & Bonnie Parker und Fred Parker galt.
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Apatows Männer
Ein Beleg dafür, wie sehr die ganze Apatow-Familie (Seth Rogen, Jason Segel et. al.) inzwischen im Medien-Mainstream angelangt sind, ist die jüngste Foto-Session, für die sie berühmte Momente der Filmgeschichte sowie auch mehr oder minder legendäre Star-Fotografien mehr oder minder, meist mehr als minder, komisch nachstellen. Auf den Seiten der amerikanischen Vanity Fair (muss man ja jetzt eigentlich wieder nicht mehr dazusagen, "amerikanische") ist das ganze als Slide-Show zu bewundern [via The Playlist]
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Christian Bale goes berserk
Neulich am Set zum neuen «Terminator»
Christian Bale schreibt sich eindrucksvoll in die Klaus Kinski-Tradition ein:
(via Michael Althen)
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Michael Cimino 70
Zu Ehren von Michael Cimino, der heute seinen 70. Geburtstag feiert und hier eines seiner berüchtigt großmäuligen Interviews gibt, spielen wir jetzt ein bisschen Russisches Roulette.
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Hitchcock Cameos
Nicht ganz komplett, aber doch eine reizende Sammlung: Alfred Hitchcocks Kurzauftritte in seinen eigenen Filmen, am Stück.
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The Unsungs
Ein monothematisches Blog der ganz feinen Art: "The Unsung Joe" schildert Karrieren, die im strengen Sinn keine waren. Nämlich die Filmografien von NebendarstellerInnen, Extras, Schauspielerinnen und Schauspielern, die höher hinaus wollten als sie konnten oder auch durften. Aktuell: Sally Yarnell.
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My Name is Button, Forrest Button
Drüben bei Spiegel Online muss ich mir sagen lassen: Wer anlässlich des "Seltsamen Falls des Benjamin Button" kein Herz hat, dem wächst keines mehr. Na, sei's drum, wer braucht schon ein Herz, wenn er ein Netz hat, das vor Augen führt, was für ein Selbstplagiat das Buch zum Film ist, das einem einen Gump für einen Fitzgerald vormacht:
The Curious Case of Forrest Gump - watch more funny videos
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Relatable
"Can we make this seem babysitter-worthy?" - Fragen wie diese gehören zum Alltag von Tim Palen, Marketingchef des aufstrebenden Hollywood-Studios Lionsgate. In der letzten Ausgabe des New Yorker findet sich ein aufschlussreiches Industrieporträt - zwischen "unaided awareness", "the four quadrants", "tent-pole-franchise" und Regeln wie dieser: "Why have a four-year-old character, when one who is ten will prompt ten-year-olds to find him 'relatable', and four-to-nine-year-olds to look up to him?"
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Eigenwerbung: Edgar G. Ulmer
No Filmmaker ever demonstrated a more formidable capacity for making something from nothing and Bernd Herzogenrath's anthology plays belated, serious tribute to his genius. J. HobermanHerzogenrath's fascinating collection not only clarifies many particulars about the life, career, and art of Ulmer (including his birthplace), it also proposes some new and mor fruitful routes we might take in understanding them. Jonathan Rosenbaum
Das steht auf der Rückseite des folgenden Buchs, das eine Aufsatzsammlung ist zum großen kaum je A-, umso öfter B-, C- und gelegentlich auch Z-Movie-Regisseur Edgar G. Ulmer, dessen einzigartige Karriere vom deutschen Stummfilm übers jiddische Kino bis in diverse Randlagen Hollywoods, später dann auch europäischer Exploitation reicht:

Eigenwerbung ist das deshalb, weil neben Texten von u.a dem Herausgeber Bernd "Der große Ermöglicher" Herzogenrath, Adrian Martin, Petra Löffler, Stefan Grissemann und Herbert Schwab auch Aufsätze der Cargo-Autoren Stefanie Diekmann und Ekkehard Knörer enthalten sind.
Update, bibliografische Angaben:
Bernd Herzogenrath: Edgar G. Ulmer. King of the B's. McFarland 2009, 296 S. Rund 40 Euro (leider). Gibt es auch beim deutschen Amazon.
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Fundstück: Raymond Chandler
Im Blog riordan's desk gibt es ein Fundstück in drei Frames: den - meines Wissens - einzigen Filmauftritt des großen Raymond Chandler, nämlich in Billy Wilders Verfilmung von James M. Cains "Double Indemnity", an deren Drehbuch Chandler berühmtermaßen gemeinsam mit/gegen Billy Wilder schrieb. Wobei Auftritt schon zu viel gesagt ist, nicht nur weil Chandler nur sitzt. Hier der erste der drei Ausschnitte:
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Golden Globes
Die Golden Globes - die Verleihung ging erst vor ein paar Stunden zu Ende - waren in diesem Jahr ein britischer Triumph fast auf der ganzen Linie. Bester Film, Beste Regie: Danny Boyles' damit wohl endgültig zum Oscar-Favoriten aufgestiegener Slumdog Millionaire über einen jungen Mann, der aus den Slums von Bombay kommt und in der indischen Fassung von "Wer wird Millionär?" kurz davor steht, die zwanzig Millionen Rupien zu gewinnen, die der Hauptpreis sind. Die Sendung gibt es in Indien - natürlich - tatsächlich, sie wurde jahrelang von keinem Geringeren als Amitabh Bachchan moderiert, dessen Nachfolger dann wiederum kein Geringerer als Shah Rukh Khan wurde. (Im Film wird der Moderator, der hier alles andere als sympathisch ist, vom Bollywood-Schurken-Darsteller Anil Kapoor gespielt.) Sehr schön, dass bei den Globes der Film von Superstar Shah Rukh Khan präsentiert wurde - an seiner Seite die Slumdog-Schauspielerin Freida Pinto (den Film selbst finde ich alles andere als großartig, das nur nebenbei):
Den Preis als beste weibliche Hauptdarstellerin in einer Komödie erhielt Sally Hawkins für ihre Rolle in Mike Leighs "Happy Go Lucky". Sehr schöne Dankesrede, auch schon online bei Youtube - verleihen darf den Preis Johnny Depp:
Bester Männlicher Darsteller: Mickey Rourke und im Ausschnitt sehen Sie, wie Darren Aronofsky ihm freundschaftlich den Mittelfinger zeigt:
Summarisch der Rest: Weibliche Haupt- und (!) Nebendarstellerin (Drama) Kate Winslet, posthum auch ein Darstellerpreis für Heath Ledger (Nebenrolle Dark Knight). Der ärgste Kelch, der an uns vorüberging: Auslands-Globe für Waltz With Bashir - und nicht den gleichfalls nominierten Baader Meinhof. Beste Komödie: Vicky Cristina Barcelona von Woody Allen (der nicht anwesend war). Bester Soundtrack: A.R. Rahman für Slumdog Millionaire. Beste Fernsehserie (Drama): Mad Men. Beste Fernsehserie (Komödie): 30 Rock - Darstellerpreis TV (Komödie): Tina Fey, damit endgültig so etwas wie die Gewinnerin des Jahres im US-Showbiz (gute Gelegenheit, auf Maureen Dowds großes Fey-Porträt in der US-Vanity-Fair zu verweisen).
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Did you ever push an old lady down the stairs?
Richard Widmark (26.12.1914, Sunrise, Minnesota - 24.3.2008, Roxbury, Connecticut)








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