Filmwirtschaft
Im Heft
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Paul Schrader
Nur in Heft 09
Auf Paul Schrader hatten wir in den letzten Jahren eher sporadisch geachtet, zum Beispiel anlässlich seiner Verfilmung des sehr guten Romans Affliction von Russell Banks. Arbeiten der Nullerjahre wie Auto Focus und The Walker erinnerten als Um- und Weiterschreibungen an eine Filmografie, die weit in die 70er Jahre zurückreicht. Als sich zu Jahresbeginn die Gelegenheit zu einem Gespräch in Wien ergab, nahmen wir uns sein wechselvolles Werk der letzten Dekade noch einmal vor. Zu entdecken war (und ist) hier Schraders Versuch, die Themen und Motive seiner großen Filme (von American Gigolo bis Patty Hearst) unter schwierigen ökonomischen Umständen noch einmal aufzunehmen und zu aktualisieren. Wir begegneten schließlich einem bemerkenswert desillusionierten Intellektuellen, der sein eigenes Spätwerk in weiten Teilen als gescheitert und nicht der Rede wert zu betrachten scheint. An Schrader, über Jahrzehnte ein Insider der amerikanischen Filmindustrie, lässt sich in jedem Fall ablesen, wie sich das, was einmal New Hollywood war, zunehmend in der unübersichtlichen Produktionsmittelwelt der globalisierten Finanz- und Subventionsströme verliert.
Von Bert Rebhandl , Simon Rothöhler 23. März 2011 - Produzent Florian Körner von Gustorf Nur in Heft 07 15. September 2010
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State of the Arthouse (I)
Nur in Heft 06
Ökonomie: Kleine Sprünge
Von Ekkehard Knörer 10. Juni 2010 -
Was ein Weltvertrieb macht
Nur in Heft 08
Die Geschichte des in Köln beheimateten Weltvertriebs ist eine Erfolgsgeschichte der außergewöhnlichen Art. Ex-Bavaria-Mann Michael Weber gründete die Firma im Jahr 2006, im Bund mit den alten Hasen Karl Baumgartner und Reinhard Brundig. Die Weltrechte an den Filmen von Aki Kaurismäki waren das Fundament des The Match Factory-Geschäfts. Der erste Zukauf war Madeinusa, das Debüt der damals noch völlig unbekannten späteren Goldene-Bären-Gewinnerin Claudia Llosa. Schlag auf Schlag wird die Firma zum bestaunten Player auf einem Gebiet, das bislang vor allem französische Firmen wie Celluloid Dreams und Wild Bunch dominierten. Die Festival-Gewinner «Grbavica», «La teta asustada», «Uncle Boonmee» und «Bal» finden sich ebenso im Match-Factory-Portfolio wie Fatih Akins «Soul Kitchen», Athina Tsangaris «Attenberg», Brillante Mendozas «Kinatay» und Christoph Hochhäuslers «Unter dir die Stadt». Michael Weber erläutert im Interview, wie man auf den Weltmärkten des Films zwischen Arthouse, Cinephilie und Geschäft die Balance hält.
15. Dezember 2010
Mehr im Blog zu Filmwirtschaft
- Künstlerischer Low Budget Film Blog 23. November 2010


