13. März 2010, Woche 10/2010        Blog
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CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 04 vom 10. Dezember 2009

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CARGO 04/2009 Cover «Mad Men»
CARGO 05 erscheint am 25. März 2010.

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  • Inhaltsverzeichnis von Heft 04/2009
  • Editorial


Inhalt

  • HBO Gold Box
  • Knusperfrosch
  • Where is Ray Luca?
  • Vorblende
  • Hunter Hurry Sundown
  • Resnais - Marker - David
  • HBO 2010
  • Mit Jodorowsky durch die Nacht
  • The Wire as Video Game
  • Inland Empire Tele 5
  • Wire Quotes
  • Levinson Haneke
  • Und Action
  • Taubers letzter Fall
  • National Matrix
  • Marvel at Marvel
  • (Eigen) Werbung II
  • Bored to Death
  • Rivette x 2
  • Warhol TV
  • Mad & Cheap
  • The Rural Carousel
  • Bon Temps: True Blood
  • Tom Ford
  • 23. Minute
  • Jason Schwartzman
  • Nachleben (1): You Bet Your Life
  • Obama liest
  • Curb Your Enthusiasm, Season 7
  • Mad Men, Season 3
  • TV-Hinweis
  • RIP Peter Krieg
  • I Know My Place
  • Comedy According to Letterman
  • Larry Sanders Show
  • Ah, Monsieur Mallarmé
  • Schraube verloren, Werkzeug vergessen
  • Comedy Dynamite
  • Geistes Kind
  • Uta Briesewitz
  • I don't eat catfish
  • Texthinweis
  • Volker Koepp: Söhne (ARD)
  • Move forward
  • Boardwalk Empire
  • Wire/Pelecanos/Treme
  • Die Wahrheit über Grandrieux
  • Allison Janney
  • Toby is a nice name
  • Von Aaahhh Real Monsters bis Zula Patrol
  • Mongoloid Mike
  • Like Brando in Tahiti
  • David Simons "Treme"
  • Durch die Nacht mit Praunheim und Verow
  • Modern Mechanix
  • Lost and Found
  • Tonsura
  • Luftgitarristen des Lebens
  • Lunch With David Simon
  • Dominik Graf: Süden und der Luftgitarrist
  • Caprica
  • RIP JG Ballard
  • Comfort Zone
  • Far More Than a Cop Show
  • Durch die Nacht mit Claire Denis (und Jeff Mills)
  • England
  • Steve is Not Happy
  • Kumar Goes Obama
  • TV-Tipp: Klaus Lemke: Dancing With Devils
  • Geoblocking: ausgetrickst
  • TV-Tipp: Michael Haneke: Die Rebellion
  • Oh Mamma
  • Learning From Battlestar Galactica
  • Post-Demokratie: «Kings»
  • A film is a ribbon of dreams
  • Knepperges auf allen Kanälen
  • Update Heftinhalt: The Wire
  • On-Air vs Off-Air
  • From Disgusting to Unbearable
  • Texthinweise
  • Stop Showing Off Dot Com
  • Die Sopranos in Flüchen
  • Fernsehhinweis: Karmakar
  • Netflix All You Can Eat
  • The Wire: apokryph
  • Fernsehhinweis
  • Inauguration Day
  • Jetzt als Schnäppchen: Das Weiße Haus
  • Zum Tod von Patrick McGoohan
  • Screening Room mit Frampton, Mekas, Cavell & Co.
  • ciao derrick
  • A Final Night with George Bush
  • Wayne Rooney - Street Striker
  • Palling Around With Terrorists
  • Fernsehen - richtig gemacht
  • Mad Men

Feed

CARGO Container Fernsehen

  • HBO Gold Box

    Gelegenheit.

    03.02.2010, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Mal wieder ein kurzer Kauf-Tipp: Amazon.com veranstaltet derzeit jeweils einen Tag lang gültige Discount-Aktionen für HBO-Serien. Heute gibt es zum Beispiel die kompletten drei Staffeln von Deadwood für 60 Euro (Versand inklusive). Das ist ein sehr erfreuliches Preis-Leistungs-Verhältnis.


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  • Knusperfrosch

    Lachendes Auge, weinendes Auge.

    02.02.2010, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Klassiker

    Ich habe, rein zufällig fast, gestern Dominik Grafs Tatort-Klassiker Frau Bu lacht erstmals seit der Erstausstrahlung im Jahr 1995 wiedergesehen. Sehr gut erinnerte ich mich noch, dass der Film mir damals das Herz brach - wie wahnsinnig komisch er zugleich aber ist, hatte ich ganz vergessen. Dabei ist die Knusperfroschszene doch ein immerhin Youtube-würdiger Klassiker:

    Als ich Frau Bu lacht wiedersah, brach er mir das Herz ein weiteres Mal. Ich habe mich aber auch totgelacht, erinnere nur vorsichtig an einen Herrn, der ein Kreuz trägt. (Oh, und die hinreißende Deja-Vu-Szene eher am Anfang. Ein Bravourstück, ansatzlos.) Unfassbar gut ist das Drehbuch von Günter Schütter, aber es braucht eben auch einen Dominik Graf, um diese abrupten Tonlagenwechsel und den tollkühnen Erklärverzicht und das Ineinander von Wahnsinn und Zärtlichkeit so millimetergenau auf den Punkt zu bringen.

    Als "fast kinoreif" denunziert Jens Jessen, der Übliche, in der Zeit dieses Meisterwerk. Ich wüsste jetzt, ehrlich gesagt, keinen deutschen Kinofilm aus den Neunzigern, der Frau Bu, die da lachte und Cricket, der mit nacktem Arsch krachte, das Wasser zu reichen verstünde. Heute Abend, 21.45, wird der Film im BR ausgestrahlt.


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  • Where is Ray Luca?

    Manns Ferrara.

    21.01.2010, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Bis gerade eben, als der Zufall mir zu Hilfe eilte, hatte ich keine Ahnung, dass Michael Mann in den Achtzigern nicht nur Miami Vice produziert hat, sondern zwei Staffeln lang auch noch eine Serie namens Crime Story. Und wenn dieser Ausschnitt aus der Pilotfolge - bei der dann zu allem Überfluss noch Abel Ferrara Regie geführt hat - auch nur irgendwie einen Hinweis auf die Qualität der Serie gibt, dann muss ich sie unbedingt und sofort haben:

    Die Serie ist eine historische Cop-Show - angesiedelt in den 60er-Jahren, in Chicago. Mad Men-Vergleiche ergeben vermutlich interessante Kontraste. Hier der Vorspann noch:


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  • Vorblende

    Hybrid-Reißer: FlashForward.

    18.01.2010, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Der Trick bei High-Concept-Projekten: Etwas ganz Unwahrscheinliches in zwei Sätzen vollständig begreifbar zu machen. Die im vergangenen Herbst bei ABC gestartete SciFi-Serie FlashForward stellt dies ihr Können, nicht nur darin an 24 geschult, mit den ersten Worten jeder einzelnen Folge nachdrücklich aus: "Am 6. Oktober verlor der Planet für zwei Minuten und 17 Sekunden das Bewusstsein. Die ganze Welt sah die Zukunft." Das ist in der Tat die ganze Prämisse. Alle (fast alle) werden für 137 Sekunden ohnmächtig, fallen um, sacken weg - und sehen in der Vision, die sie in dieser Zeit haben, die Zukunft. Sie ist genau datiert: es handelt sich um den 29. April 2010. Futurische Rückblende, ein kleiner Zeitschluckauf sozusagen.

    Jedes gelungene High-Concept-Projekt muss in seiner minimalen Prämisse Erzählpotenziale ballen. In der Dichte dieser Prämisse liegt mithin ihre Qualität. Die Ausgangsidee von FlashForward erweist sich schnell als in dieser Hinsicht genial. Sie ist sozusagen die Potenzialität selbst, weil sie kurzerhand den Zeitpfeil - und damit das Fundament überhaupt des Erzählens - vielversprechend manipuliert. Es liegen die unterschiedlichsten Genre-Potenziale darin, die High-Concept-Prämisse als kleiner Atomreaktor, der - in den Händen hinreichend exploitativ gesinnter Macher - immerzu Energien unterschiedlicher Art entbindet. Zentral ist das Thriller-Moment. Die Mehrzahl der ProtagonistInnen: ein kleiner FBI-Trupp. Joseph Fiennes in ihrer Mitte, er hat in seiner Vision den Stand der Ermittlungen zur Frage nach den Ursachen des FlashForward-Zeit-Schluckaufs in Bruchstücken gesehen. Wie es in einer späteren Folge einmal heißt: "Sie orientieren Ihre Ermittlungen an dem, was Sie in der Zukunftsvision sahen?" Ja, genau, das ist es. Das Futur regiert immerzu in die Erzählgegenwart hinein. Und setzt nebenbei das Erzählen selbst unter Druck: Wie geht die von David S. Goyer und Brannon Braga entwickelte Serie mit dem Zulaufen aufs determinierte Ende ihrer Geschichte um?

    Viele sterben im FlashForward-Moment. Die anderen setzt die Prämisse so oder so existenziell unter Druck. All jene etwa, die gar nichts sahen: Sie sind am 29. April mutmaßlich tot. Die Frau des zentralen Protagonisten sah sich in ihrer Vision in einer eheähnlichen Beziehung mit einem ihr zum FlashForward-Zeitpunkt komplett fremden Mann. Sie erzählt es dem Gatten - Zukunft macht hier möglicherweise Ehe kaputt. Sie übrigens arbeitet als Ärztin im Krankenhaus. Die Macher von FlashForward kennen da nichts: Die Serie ist 24, House, Lost, Heroes und was weiß ich noch in einem. Soap, Thriller, Krankenhaus, Science Fiction. Sie feuert aus allen Rohren: es wird geschossen, geheult, gerätselt, gerannt. Gedacht und gelacht. Nichts ist komplett neu, die Mischung ist's, die es macht. Und manchmal eine hinreißende Inszenierungs-Idee: Zu Björks "It's, oh, so quiet" kippt die Menschheit zur Seite und fährt ein Bus in den See.

    ABC bietet einen recht happigen Teaser - die ersten achtzehn Minuten der Pilotfolge, hier:


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  • Hunter Hurry Sundown

    Filmkritografisches.

    14.01.2010, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Filmgeschichte, Filmkritik, Regisseure

    Tim Hunters Spielfilme Tex (1982) und River's Edge (1986) haben einen hervorragenden Ruf (letzteren habe ich vor langer Zeit einmal gesehen und weiß nur, dass er mir gut gefiel), er ist aber trotzdem nicht zum großen Hollywood-, sondern zum Premium-TV-Regisseur geworden (Folgen u.a. von: Twin Peaks, Homicide, Mad Men, Dexter). Hunter studierte in den Sechziger Jahren in Harvard und veröffentlichte in der Studentenzeitung "Crimson" Filmkritiken. Danach studierte er u.a. mit Terrence Malick, Paul Schrader und David Lynch am AFI Center for Advanced Film Studies. Das alles nachzulesen in einem Blogeintrag von Girish Shambu, der sich für die Infos wiederum bei Adrian Martin bedankt. Noch besser: Die Texte von Hunter aus "Crimson" sind online und erweisen sich als sehr lesenswert. Sehr schön eigenwillig ist seine Auswahl der besten Filme des Jahres 1967. Darunter findet sich etwa Otto Premingers  Hurry Sundown:

    With European detachment, Preminger stands outside the tense and ugly world, watching with carful scrutiny without allowing his camera to enter and take part. In Preminger's films, there are no point-of-view shots; Preminger never cuts to what a character sees, instead putting both the watcher and the watched in the same shot. Though Preminger tends to ignore the dramatic world of his films, his camera defines the personality and function of a character by the amount of space placed around him, and by the way he is moved with relation to the frame. The more space Preminger has to work with, the more complex his films become, and predictably, Preminger is a master of wide-screen cinematic technique. At best, Preminger creates a network of conflicting spatial relationships from the many people in his best-seller-based sagas, and his films work on a level far transcending the dramatic material. From this specialized, perhaps perverse, point-of-view, Hurry Sundown is close to Preminger's best film.

    Premingers Hurry Sundown wird allgemein wenig geschätzt, auf DVD gibt es ihn bislang nicht. Dafür aber seit kurzem auf Youtube, und zwar nicht in ganzer Pracht, aber voller Länge:


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  • Resnais - Marker - David

    Einflüsse.

    07.01.2010, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Fernsehen, Filmgeschichte, Regisseure, Serien

    Aus einem tollen Gespräch, das Christoph Huber für Die Presse mit Alain Resnais führte:

    Chris Marker ist das Ass, der König der Regisseure! Der wichtigste in Frankreich. Wir sind noch immer gute Freunde, obwohl wir uns nur noch selten sehen. Ich bin kein Fanatiker, was TV-Serien angeht: Ich verfolge ungefähr ein halbes Dutzend treu. Übrigens sollte man diese Serien nicht episodenweise ansehen. Ich schaue sie immer am Stück, und wenn es 80, 100Stunden dauert. Sie sind als kontinuierliche Werke konzipiert, nicht damit man eine Folge hier oder da sieht. Bei „Alias“ oder den „Sopranos“ stelle ich mir vor, dass Filmpioniere wie Erich von Stroheim oder Abel Gance ähnlich ausufernde Visionen hatten: Ein Film wie ein großer Roman. Larry David könnte Les herbes folles beeinflusst haben: Ich bin ein großer Fan seiner Show „Curb Your Enthusiasm“.

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  • HBO 2010

    Treme, Boardwalk Empire, Luck

    06.01.2010, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

    Auf mindestens drei grüngelichtete HBO-Projekte darf man 2010 gespannt sein: David Simons New Orleans-Serie Treme, Boardwalk Empire (u.a. mit Steve Buscemi, Michael Shannon und Michael Pitt; Pilot: Martin Scorsese) und Luck, ein Rivalen der Rennbahn-Projekt ohne Manfred Zapatka von David Milch (Pilot: nicht zu glauben, aber wahr: Michael Mann, via). Hier ein Auszug aus einem Vice-Interview mit David Simon und ein Zeitraffer-Video des Setaufbaus zu Boardwalk Empire, einer Gangster-Serie, die im Atlantic City der 1920er Jahre angesiedelt ist:

    Vice: I know that I’m not supposed to ask much about your new series, Tremé, here. But can I just ask if the framework in terms of institutions versus individuals is informing that series also?

    Simon: Well, there’s obviously a lot of that because New Orleans has been grossly affected by the aftermath of the storm and the behavior or misbehavior of institutions, but also in some ways this series is a little bit different in that it’s a celebration of what we’re capable of as Americans. The Wire tried to imply—and I felt it being from Baltimore, and I think Baltimoreans felt it, but I’m not sure how well it conveyed for the rest of the country—the value of the city as the essential American experience. We’re an urban people. Eighty percent of us live in metro areas. I don’t buy the whole Republican convention with its small-town values and “We represent the real Americans.” I live in Baltimore. I’m concerned with big-city values and I live among real Americans. I could give a fuck about the other 20 percent of the country. I care about how we live together in cities. I think there were some people who watched The Wire and said to themselves, “You know, why don’t they just all move away? That city’s unredeemable.” We never felt that. I’m vested in Baltimore and I love it, just as I now spend part of my year in New Orleans and I’ve always loved New Orleans.

    Vice: And what’s different in New Orleans?

    Simon: Because New Orleans has created such unique cultural art in terms of music and dance, and it’s a very idiosyncratic culture, it shows the value of what the American melting pot is capable of. It does it in a way that is visual and musical and demonstrable, and it does it in the fucking street every day. Somehow this city is trying to find a way to endure while the political essence of the country doesn’t give a fuck. That, to me, is a fascinating dynamic.

     


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  • Mit Jodorowsky durch die Nacht

    arte +7.

    26.11.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Regisseure

    Ab sofort für sieben Tage umsonst online in der Arte Mediathek: die in der vergangenen Nacht ausgestrahlte "Durch die Nacht"-Sendung mit dem Unter-anderem-auch-Filmregisseur Alejandro Jodorowsky (El Topo) und dem Psychedelika-Freund Daniel Pinchbeck. (Dank an die aufmerksamen Leser: Link ist korrigert.)


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  • The Wire as Video Game

    Irreführende Überschrift.

    21.11.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien, Videospiele

    Interessanter Vorschlag - in Aufsatzform - von Jason Mittell: The Wire einmal nicht als Fernseh-Roman, sondern als Fernsehversion eines Videospiels zu betrachten. Hier als pdf. (via) Kurzer Auszug:

    One of the central elements of games, especially those centered on simulations, is replayability—for a game to be embraced by its players, it typically must allow enough experiential variation to invite multiple passes through its ludic journey. Instead of viewing each of The Wire’s seasons as a singular book within an epic novel, we could view them as one play-through its simulation game. In the first season, we walkthrough the police’s attempt to take-down Barksdale’s drug operation, concluding seemingly in a “checkmate” scene where Barksdale and Bell yield to the police’s final moves (1.12). But rather than game over, the move results in a stalemate that no players deem victorious—a few criminals get sentenced, but the Barksdale machine remains intact. Season three offers a replay with some changed variables and strategies for all sides—what if drugs are decriminalized? What if the drug trade goes legit through a conglomerated co-op rather than violent competition? What if a former soldier repents and tries to give back to his community? ... Yet the ludic joy of the third season is the ability to replay the first season’s narrative through the imagination of new rules and ways to play the game, a mode of engagement offered with less imaginative vision and more amoral brutality in season four’s replay of the drug game under the leadership of Marlo Stanfield.

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  • Inland Empire Tele 5

    Heute.

    15.11.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Dem Hinweis von Helmut Montag in einem Kommentar verdanken wir die Erkenntnis, dass heute Nacht David Lynchs Inland Empire im deutschen Fernsehen läuft. Daran klingt vieles bizarr und ich wusste gar nicht, dass es Tele 5 überhaupt noch gibt. (Ein Blick in die Wikipedia macht klar, dass es nicht mehr das Tele 5 ist, das ich als alter Werner Schulze-Erdel- und Ruck-Zuck-Fan noch kenne, sondern eine wiederauferstande Version.) Der Sender selbst behauptet, dass er auch über digitale Antenne weithin empfangbar sei - also, bei mir nicht. Für alle, denen es anders geht: Heute Nacht, 0.15 Uhr, Tele 5. (Wahrscheinlich synchronisiert, aber dazu habe ich keine Informationen gefunden.)


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  • Wire Quotes

    100.

    14.11.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Die 100 besten Zitate aus The Wire? Dürfen hier natürlich nicht uneingebettet bleiben. Untertitel wären gut, andererseits sind Wire-Dialoge auch einfach Sprachmusik.


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  • Levinson Haneke

    11.11.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Fernsehen, Filmkritik, Regisseure

    Barry Levinson hat für den US-Bezahlsender Showtime einen Doku-Essay mit dem Titel Poliwood gedreht,  über die Conventions der Republikaner bzw. Demokraten 2008. Alessandra Stanley hat für die New York Times eine unfreundliche Kritik zu Levinsons Film geschrieben. Und Barry Levinson lässt sich das nicht gefallen. In der Huffington Post - ausgerechnet, könnte man sagen - schreibt er ausführlich zurück. Die einzelnen Argumente finde ich, solange ich den Film nicht kenne, nicht so interessant, sehr viel mehr schon das, was er grundsätzlich dazu schreibt, wie sich MacherInnen und KritikerInnen zueinander verhalten:

    As I write this, I realize I am about to do something that, for the most part, is never done. I am going to criticize a critic. Filmmakers are never supposed to respond to a critic about their work. It's an unspoken rule of engagement.

    Mag schon sein, dass das eine Regel ist; aber dann ist sie blöd. Ich jedenfalls bin sehr dafür, von FilmemacherInnen zurückkritisiert zu werden. Klar, zu Schlammschlachten soll sich sowas nicht auswachsen, aber hinter dieser ganzen Idee, dass man über Kritik drüber stehen sollte, steckt eine Konsens- und Harmonie-Ideologie, die Diskurse nicht befördert, sondern im Keim erstickt. Ich hab auch schon zu hören bekommen, dass man die Namen von KritikerInnenkollegen, mit denen man uneinverstanden ist, nicht nennt. Ich halte von solcher Vornehmheit jedenfalls nichts. Und mag Widerspruch, auch der unfreundlichen Art, schon deshalb, weil ich selbst ja nur in den seltensten Fällen wirklich zu hundert Prozent meiner eigenen Meinung bin. Im Erkennen der teilweisen Uneinverstandenheit mit sich selbst wird man doch allemal nichts als schlauer. (via scannersblog)

    ***

    Und hier noch, wo ich schon einmal einen Eintrag aufgemacht habe, ein Zitat aus einem interessanten Interview, das Alexander Horwath mit Michael Haneke für den amerikanischen Film Comment geführt hat. Und zwar genau zur Frage, wie sich die Lektüre- und Denkarbeit zwischen Filmemacher und Zuschauerin verteilt:

    I always look for the places in a story where leaving things open can become really productive for the viewer. I often compare filmmaking with building a ski jump; the actual jumping should be done by the audience. For the filmmaker, this is pretty hard—it’s much easier to do the jump yourself, to do it for the viewer. Because there’s always the fear of frustrating them. What do I have to indicate? What do I leave out? How much can I not spell out when constructing a film and still not frustrate the audience? Such strategies have become widely accepted in modern literature, but much less so in cinema. That’s a bit sad.

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  • Und Action

    Abenteuerfilm.

    09.11.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Werbung

    Der ultimative Actionfilm als Antwort auf die Frage: Wie [xxx]  [xxx] [xxx] Schrank? Ein Werbeclip für den französischen Bezahlsender Canal +. (via rogereberttwitter)


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  • Taubers letzter Fall

    Fernsehhinweis.

    08.11.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen

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    Heute Abend 20.15 ARD:

     

    Polizeiruf 110: Endspiel

    Regie: Andreas Kleinert

     

     

    Einen letzten Fall verdient hätten eher: Frank Thiel & Klara Blum


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  • National Matrix

    Fox News weiß Bescheid: Barack Obama ist der Messias

    18.10.2009, Bert Rebhandl in: Fernsehen, Politik

    Bis vor einigen Wochen war mir der Name Glenn Beck nur vage geläufig, und ich hätte mir nie die Mühe gemacht, mir eigens etwas von diesem nächsten der rechten Radaubrüder auf dem amerikanischen Sender Fox News anzusehen. Nun hat Barack Obama auf die Diffamierungen des Senders reagiert und einen Boykott gegen Fox News verhängt. Als wir vor einem Monat eine Weile in den USA waren, sahen wir zufällig an einem Abend im Hotel diese Sendung von Glenn Beck. Darin werden sehr unverblümt zwei Männer als die wahren Architekten der Politik der amerikanischen Regierung benannt: George Soros und Rahm Emanuel.  Zwei Juden, die insgesamt 37 "Zaren" im Weißen Haus untergebracht haben (so werden nicht gewählte, sondern vom Präsidenten bestellte Experten genannt).

    Die kurze Sequenz, mit der Soros ins Bild gebracht wird, ist klassische "conspiracy theory" - ein Mann im Hintergrund, mit langer Brennweite gefilmt, was er sagt, ist nicht zu verstehen. Ein Pate, umgeben von Handlangern. Barack Obama wird als der "anointed one" bezeichnet, ein Begriff, der aus der Bibel kommt: "der Gesalbte", der Messias, auch damit wird er ganz eindeutig jüdisch (und damit antisemitisch) konnotiert.

    Glenn Beck hat seither in zahlreichen Sendungen an seinem "Baum der Revolution" weitergearbeitet, ein Diagramm der Macht in Washington, mit dem er seinem Publikum die Augen dafür öffnen möchte, dass die USA gerade von einer weitverzweigten, linken Verschwörung übernommen werden, für die das Kino die Metaphern liefert. Was da geschieht, ist die Etablierung einer "Matrix", und Barack Obama ist der "Manchurian Candidate", als ein programmierter Attentäter in Diensten des Kommunismus.

    Da er selber der Präsident ist, kann er nicht gut ein Attentat auf diesen ausüben - damit ist die Stoßrichtung der Invektive von Glenn Beck klar: Obama ist der Attentäter der Präsidentschaft, er erledigt das Amt und liefert das Land der radikalen Linken aus.


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  • Marvel at Marvel

    60ies TV.

    15.10.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Comic, Fernsehen

    Vorspänne zu Marvel-Superhelden-Fernsehserien aus anderen Zeiten:


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  • (Eigen) Werbung II

    Noch'n Hinweis.

    15.10.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Fernsehen, Literatur, Tagung

    Wo ich schon mal dabei bin. Zwei Wochenenden später findet an der Evangelischen Akademie Schwerte eine Tagung unter der Überschrift "Im Angesicht des Verbrechens" statt. Der Titel ist von Dominik Grafs gleichnamiger Fernsehserie geborgt, die im Herbst 2010 in der ARD ausgestrahlt werden wird. Es geht auf der Tagung nicht (direkt) um diese Serie, aber unter anderem sehr wohl um Dominik Graf. Nämlich seinen Film Süden und der Luftigitarrist (mehr dazu) nach der Romanvorlage und nach Drehbuch von Friedrich Ani. Ani wird ebenso wie Graf auf der Tagung anwesend sein. Außerdem eher Wissenschaftliches zu Krimi-Fernsehfragen. Anmeldung jederzeit möglich. Überblick hier, genaues Programm hier als pdf und hier von Google freundlicherweise in HTML übersetzt.


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  • Bored to Death

    Jason Schwartzman meets Jim Jarmusch.

    13.10.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

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    Bored to death ist Jason Schwartzman zwar schon in Rushmore gewesen - in der neuen HBO-Serie gibt es aber keine extracurriricular activities, die die Misere wegsublimieren könnten. Andererseits: Eine Anzeige bei Craigslist genügt und schon wird aus einem an seinem zweiten Roman verzweifelnden Autor ein private eye (mit überschaubaren Ambitionen). Die ersten beiden Folgen der Serie, die Jonathan Ames geschrieben hat, waren noch etwas ziellos, die dritte und vierte deuten dann aber Potential zur Zweit- oder Drittserie an, was als Kompliment gemeint ist. Gentrifizierung ist ein wichtiges Thema, Brooklyn scheint die gleichen Kinderwagenprobleme wie der Prenzlauer Berg zu haben, nur das kulinarische Niveau ist in New York dann doch deutlich höher. Toll ist auch Ted Danson, der einen hyperdandyhaften Magazinherausgeber spielt, aber auch nicht verhindern kann, dass Jim Jarmusch seinen neuen Film lieber von Charlie Kaufman überarbeiten lässt:

     


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  • Rivette x 2

    TV.

    12.10.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Gleich zwei Filme von Jacques Rivette gibt es diese Woche im deutschen Fernsehen. Da ist zum einen Die Nonne (1966), zum Abschluss einer vierteiligen Liselotte-Pulver-Reihe im MDR (ja, Pulver spielt eine der Hautprollen in dem Film; hier ein kurzer Ausschnitt bei YouTube). Heute, 22.05 Uhr. Der Website kann ich nicht entnehmen, ob da das Original oder eine synchronisierte Fassung gezeigt wird - aber das heißt wohl, wie in aller Regel, dass letzteres der Fall ist. Beim Suchen bin ich auf den Seiten des französischen Medienarchivs auf einen tollen Fernsehclip gestoßen. Entstanden ist er während des Festivals in Cannes 1966 und man sieht Jacques Rivette im Interview. (Keine Untertitel, aber er sagt nichts sonderlich Aufregendes: Er kennt kaum Nonnen und hat nichts gegen sie. Der Film will provozieren, wie jeder Film. Er verurteilt die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Und er, Rivette, ist nicht gläubig, "im Moment".) Aber auch für Rivette-Nicht-Fans lohnt die Ansicht, weil nämlich zu Beginn Anna Karina, die Hauptdarstellerin des Films, vor Fischermotiven posiert. Sagen tut sie nix. Und ganz am Anfang ist auch Sophia Loren als Jury-Präsidentin zu sehen. Hier der Clip:

    Und dann läuft am Mittwoch noch Rivettes vorletzter Film, ohne Kinostart hierzulande, auch auf DVD nicht in Deutschland zu haben: Die Herzogin von Langeais (Originaltitel: Ne touchez pas la hache). Die sehr treue Verfilmung einer bitteren Balzac-Geschichte mit Jeanne Balibar und Guillaume Depardieu. Ausstrahlung auf ARTE, diesen Mittwoch ab 23.15 (weitere Termine: 30.10. und 10.11., da dann am Nachmittag).  Hier der Trailer mit englischen Untertiteln:


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  • Warhol TV

    Fifteen Minutes of MTV.

    09.10.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Kunst

    Andy Warhol Andy Warhol hat in den Achtzigern drei Fernsehsendungen gemacht. Ich zitiere aus dem Blog Zambonisoundtracks, das von einer Warhol-Seite zitiert:

    Warhol produced and appeared in three cable television series during the eighties. Andy Warhol's Fashion was shown on Manhattan Cable, Andy Warhol's TV was shown on the the Madison Square Garden Network and Andy Warhol's Fifteen Minutes was shown on MTV. Warhol died before the last episode of Andy Warhol's Fifteen Minutes was finished.

    - Andy Warhol's Fashion (ca. 1980)
    - Andy Warhol's TV (ca 19981)
    - Andy Warhol's Fifteen Minutes (1987)

    Das Erfreuliche: Alle drei Sendungen sind, als vier avi-Files, im Moment beim erwähnten Blog zum Download verlinkt. (via)


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  • Mad & Cheap

    Aus England.

    29.09.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Mad MenUnd hier mal wieder ein kleiner Schnäppchen-Tipp für US-Serien-Qualitätsware: Bei Amazon UK gibt es die Mad Men, Staffel 1 und 2, für ziemlich unschlagbare 37 Euro nochwas (Porto inklusive). Mehr als 10 Euro billiger als im Import bei der deutschen Variante. You Get the Drift. Ich kenne bislang nur die erste Folge der Serie. Allein der Vorspann freilich ist göttlich und das Ganze, sagen verlässliche Quellen, wird ohnehin immer besser. Drum hab ich zugeschlagen. (Mit Dank an sauer_lauwarm für den Tipp.)

     


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  • The Rural Carousel

    21.09.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

    Zwei Klassiker anlässlich der gestrigen Emmy-Preis-Verleihung:  The Rural Juror / 30 Rock und The Carousel / Mad Men (in einer Data-Mosh-Version - vgl. dazu den YouTube-Text von Ute Holl in CARGO 03):


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  • Bon Temps: True Blood

    Eine Würdigung.

    17.09.2009, Cargo in: Fernsehen, Serien

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    Von Nikolaus Perneczky

    Die zweite Staffel von True Blood fand letzten Sonntag zu einem Ende, was ich zum Anlass einer kritischen Würdigung nehmen möchte. Was bisher geschah: Die Vampire dieser Welt haben, nach Jahrtausenden des Schweigens, den Schritt «out of the coffin» gewagt. Grund dafür ist die Erfindung des synthetischen «True Blood», das es – zumindest in der Theorie – ermöglicht, ein Auskommen ohne menschliche Opfer zu finden.

    In Wirklichkeit ist alles viel komplizierter, die Vampire haben, wie die Menschen, in deren Mitte sie leben, ein eigenes quasi-feudales Kastensystem herausgebildet, das aus unterschiedlichen, teils konfligierenden Interessensgruppen zusammengesetzt ist und sich seit dem großen Outing auch in die Sphäre politischer Stellvertretung verzweigt. Nicht alle waren mit dem Vorhaben einverstanden, den Vampirismus publik zu machen, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Vertreter dieser Spezies  allen nur erdenklichen Epochen der Menschheitsgeschichte entstammen: Ein (womöglich skandinavischer) Ureinwohner, der vor Christi Geburt zum Vampir wurde, bringt eine ganz andere Perspektive bei als ein konföderierter Soldat im amerikanischen Bürgerkrieg – und blickt anno 2009 auf einen ganz anderen Erfahrungsschatz zurück, der mit seinem Über- und Durcheinander inkommensurabler Zeitalter jede normalsterbliche Vorstellungskraft übersteigt.

    Die Unterschiede zwischen Vampiren und Menschen rühren dementsprechend weniger von ihrem Ernährungsplan oder biologischen Besonderheiten – sie haben keinen Herzschlag, zerfallen bei Sonnenlicht zu Staub und weinen schwarzes Blut, während Knoblauch und Kreuze ihnen nichts anhaben –, als daher, dass ersteren in ihrer Zählebigkeit der Vorlauf zum Tode nichts mehr sagt (oder nur noch eine schwache Erinnerung ist), während letzteren die geschichtliche Tiefe ermangelt und darum bei anderen unheimlich vorkommen muss.

    Eine andere Irritation, die gleichzeitig Anreiz zur Interspezies-Anbandlung sein kann, ist die um einige Koordinaten erweiterte Begehrensstruktur der Vampire, die neben den herkömmlichen Weisen, Sex zu haben, mit ihren bei Erregung angespitzten Zähnen auf deinen Hals oder deine Beinschlagader schielen. Fang bangers, wie Menschen, die sich mit Vampiren einlassen, despektierlich gerufen werden, sind, so ihr Partner seine Diät nicht auf True Blood umgestellt hat, daher auf Blutergänzungsstoffe angewiesen.

    Dass die Vor- und Nachteile eines anders gearteten Begehrens zu den zentralen Themen von True Blood rechnen, wird im Fortgang der 2. Staffel, wenn weitere Fabelwesen in Erscheinung treten, immer deutlicher. Alan Ball, der die Serie auf der Grundlage von Charlaine Harris’ southern gothic Buchreihe Sookie Stackhouse entworfen hat, zeichnete davor für eine andere HBO-Serie verantwortlich, die zumindest in dieser Hinsicht eine ähnliche Agenda verfolgt: Six Feet Under.

    Statt überkomplexer Netzwerkerzählmodelle steht in True Blood die Besinnung auf eher klassische Serientugenden. Das Geschehen spielt sich im Kleinen und Ganzen in einer verschlafenen Ortschaft in den Sümpfen Louisianas mit dem sprechenden Namen Bon Temps ab, die von etwas bescheuerten, aber im Grunde harmlosen Rednecks und den letzten Residuen der einst großmächtigen Südstaatenbourgeoisie, nunmehr in Eintracht mit ihren ehemaligen Sklaven, bewohnt wird. Bon Temps besteht aus einer sofort überschaubaren Anzahl von Schauplätzen und Personen, deren narrativen Anziehungspunkt die mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattete Kellnerin Sookie markiert. Bald verschaut sie sich in den Vampir Bill, der seiner nomadischen Existenz ein Ende bereiten und sich als so genannter Mainstreamer mit einem Vorrat True Blood zur Ruhe setzen will. Außerdem sind da noch Sookies schwarze Freundin, die auf den unglücklichen Namen Tara hört, deren flamboyant schwuler Cousin Lafayette und Sam Merlotte, in dessen Bar sich die ganze Ortschaft versammelt, um ins trübe Bier zu stieren und dabei ihre diversen Konflikte auszutragen.

    Die Serie True Blood ist sichtlich darum bemüht, ihr Szenario ernst zu nehmen und in allen seinen Konsequenzen am Beispiel dieses Nussschalenuniversums durchzuspielen. Es gibt überaus prosaische Vampire, die es vorziehen, die Ewigkeit vor dem Fernseher herumzubringen, und sehr exaltierte, die ihren literarischen und filmischen Vorbildern nacheifern, und es gibt Vampire, die als Jungfrauen dazu gemacht wurden und deren Hymen nach jeder Penetration wieder zuwächst: Wie gestaltet sich unter solchen Voraussetzungen das Beziehungsleben?

    Noch nicht überzeugt? True Blood gewährt tiefe Einblicke in das Milieu christlicher Fundamentalisten, die den Vampiren im Namen Gottes auf den Leib rücken, hängt den Himmel in zerdehnten melodramatischen Momenten voller Geigen, ohne dass man darob aus seinem immersiven Schlummer gerissen würde, und verpflichtet Gewerkschaftsboss Andy Sobotka aus The Wire (gespielt von Chris Bauer) als Polizeibeamten. Das muss fürs erste reichen, see you next season!

    True Blood läuft auf HBO... und im Internet.

     

    Dieser Text ist zuerst erschienen auf Überbau.


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  • Tom Ford

    In Treatment.

    11.09.2009, Simon Rothöhler in: Aktueller Film, Fernsehen

    ... atmet aber unter all der schoenheit schwer.

    (spoof alert).


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  • 23. Minute

    TV-Regeln.

    07.09.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen

    «Diese Verzagtheit gegenüber allem, was einer Herausforderung nur entfernt ähnlich sieht, hat wohl auch mit jenem Missverständnis zu tun, das der ZDF-Fernsehspielchef Reinhold Elschot so formuliert: Auch wer erst in der 23. Minute dazustoße, müsse sofort verstehen, worum es geht. Das Missverständnis besteht nicht nur darin, dass dies eine sehr gute Regel fürs Kommerzfernsehen mit seinen Werbeunterbrechungen und von Quoten abhängigen Werbepreisen ist. Das Missverständnis offenbart sich vor allem in der Weigerung zu erkennen, dass, was man beruhigt in der 23. Minute erst einschalten kann, man mit derselben Ruhe auch zehn Minuten später wieder ausschaltet. Eine Folge der „Sopranos“ bekommt man jedenfalls nicht mit dieser Regel.»

    Peter Körte, Claudius Seidl, Harald Staun: Verblödung mit System, FAS, 06.09.2009


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  • Jason Schwartzman

    Sieh an.

    27.08.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Komödie, Mode, Serien

    Jason Schwartzman ist ... überall. In Judd Apatows Funny People, der kommt bald zu uns und lassen Sie sich nicht einreden, der taugte nichts. Schwartzman macht natürlich auch weiter Musik, als Coconut Records, zu hören ("I Am Young") auch in Funny People und hier. Er trägt, sehr à la Godard, die Mode des Labels Band of Outsiders auf, die Fotos sind da, eins davon hier:

    Schwartzman: Band of Outsiders

    Und dann ist er auch noch der Protagonist einer neuen HBO-Serie (Start: 20.9.) mit dem schönen Titel Bored to Death. Er ist darin ein nichtlizenzierter Privatdetektiv, Zach Galifianakis spielt auch mit und mit dem Regisseur einiger Episoden Paul Fleig (bei Freaks and Geeks mit dabei) ist auch der Kontakt zum Apatow-Universum eindeutig hergestellt. Hier der Promo-Trailer:


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  • Nachleben (1): You Bet Your Life

    Groucho Marx.

    26.08.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Das Hollywood-Kino und seine Stars hatten in mehr als einem Fall ein Nachleben als Schatten ihrer selbst im US-Radio- und -Fernsehen. Groucho Marx' Quiz- und Konversations-Show You Bet Your Life lief erst im Radio (für das die Marx Brothers auch Großes geleistet hatten) - und dann mit Erfolg auch im Fernsehen. Das Prinzip wird auf der entsprechenden Youtube-Seite wie folgt erklärt:

    The idea was the same as it later was with Bill Cosby: to invite people on and have an unrehearsed conversation with them. Groucho could always be counted on to enliven the banter with his unique blend of comedy and wit. After talking with Groucho for several minutes, the contestants chose quiz questions from a category they had preselected and, if they answered them correctly, won money.

    Und hier eine Folge aus dem Jahr 1956 oder 1957 (in den Kommentaren wird die ursprüngliche Angabe 1959 korrigiert: der Sponsor DeSoto hat seine Sponsoring 1958 offenbar eingestellt):


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  • Obama liest

    Am Strand.

    25.08.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Literatur, Politik

    Obama macht Urlaub und Pressesprecher Bill Burton informiert die Weltpresse über des Präsidenten Lektüre. Was nicht unmiitelbar mit Film zu tun hätte, stünden nicht gleich zwei der fünf Titel im Zusammenhang mit der Fernsehserie The Wire. Da ist zum einen nämlich Wire-Stammautor George Pelecanos, dessen Kriminalroman "The Way Home" an erster Stelle genannt ist. Auch dabei: Richard Prices großartiger East-Village-Gesellschaftsroman mit kriminalliterarischem Einschlag "Lush Life" (den ich im Rahmen unseres großen Wire-Dossiers in CARGO No. 1 kurz besprochen habe). Außerdem Kent Haroufs Roman "Plainsong" und David McCulloughs "John Adams"-Biografie. Letzter im Bunde ist NYT-Leitartikler Thomas Friedman mit seinem jüngsten Wurf "Hot, Flat, and Crowded", in dem er sich in gewiss bewährt oberflächlicher, aber thesenfreudiger Manier mit den Themen Terrorismus und Umweltkrise befasst.

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  • Curb Your Enthusiasm, Season 7

    Preview.

    19.08.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien


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  • Mad Men, Season 3

    Vorfreude.

    15.08.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

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    «The first episode begins with the show’s star ad man, Don Draper (Jon Hamm), at a stove, heating milk, wrapped in a plaid bathrobe and ...» (hier)


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  • TV-Hinweis

    Madonnen.

    27.07.2009, Simon Rothöhler in: Aktueller Film, Fernsehen

    Hat mir damals gut gefallen, dieser Wunsch, aus den sauberen Kadrierungen auszubrechen, mit einem Film, der sein Heil in Fluchtbewegungen sucht, keine Angst hat vor dem Unfertigen, der Hysterie und dem Kleinbürgerlichen. Zu sehen heute um Mitternacht im ZDF: Madonnen (2007) von Maria Speth.


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  • RIP Peter Krieg

    Außenseiter.

    25.07.2009, Ekkehard Knörer in: Dokumentarfilm, Fernsehen

    In einem Artikel in "Brand eins" - auf den ich gleich noch zurückkomme - fasste Peter Lau die frühe Biografie des Peter Krieg so zusammen:

    Er kommt aus Schwäbisch Gmünd, sein Urgroßvater war Baumeister am Straßburger Münster, sein Großvater erfand den Schnellhefter und gründete die Glühlampenfabrik Südlicht, die sein Vater übernahm. Peter Krieg, der Sohn, ging nach einem Jahr BWL und VWL als Reitlehrer nach Beirut und Saudi-Arabien, wurde Ende der sechziger Jahre Mitglied des US-Filmkollektivs Newsreel, studierte danach an der Film- und Fernsehakademie Berlin und gründete anschließend eine Firma, die unabhängig Dokumentarfilme produzierte.

    Peter Krieg, der als Wilhelm Gladitz geboren wurde und den Nachnamen seiner Mutter als Künstlernamen wählte, weil auch seine Schwester Nina Gladitz Filmemacherin wurde. war vielen verdammt unbequem. Nestlé zuerst, sein Film Flaschenkinder von 1975 prangerte den Milchpulver-Missbrauch des Konzerns - was einen Boykott gegen den Konzern auslöste. Sein erster im Kino und Fernsehen gezeigter Film Septemberweizen (1980) war eine Collage, die radikal das Funktionieren der globalen Nahrungsmärkte in Frage stellte - und in der Montageform das Vokabular des aktivistischen Dokumentarfilms erweiterte. Krieg erhielt den Adolf-Grimme-Preis für den Film. (Produziert hatte ihn Das Kleine Fernsehspiel des ZDF, damals noch eine Redaktion von, man verzeihe das Wortspiel, anderem Schrot und Korn.) Septemberweizen ist in schlechter Qualität bei Google Video zu sehen. Die DVD gibt es bei Salzgeber, hier der Link zum Shop.

    Danach entstanden eine ganze Reihe weiterer Filme, wie etwa das Science-Fiction-Mockumentary Bericht von einem verlassenen Planeten (1984), ebenfalls komplett bei Google Video:

    Spätestens mit seiner mir unbekannten "Mythen der Modern"-Trilogie (Vaters Land, Die Seele des Geldes, Maschinenträume) filmt sich Krieg an den äußeren Rand des öffentlichen Diskurses. Seine Karriere als Dokumentarfilmer endet zu Beginn der Neunziger Jahre, ein Film über Entwicklungshilfe in Afrika wird von Arte nicht gesendet. In einem Interview erklärt er:

    Es war relativ schnell klar, dass ich mit kritischen Filmen keine Chance mehr bei öffentlich rechtlichen Anstalten habe, bei den privaten sowieso nicht. Seitdem habe ich nur noch ein bisschen produziert, aber jetzt versuche ich, langsam wieder rein zu kommen. Aber die Fernsehanstalten sind im Moment hermetisch zu und weitestgehend dissensfrei. 

    Die zunehmende Marginalisierung hat sicherlich auch damit zu tun, dass Krieg für keine der gängigen ideologischen Positionen mehr kommensurabel ist. Er hat den Radikalen Konstruktivismus für sich entdeckt, sich mit Heinz von Foerster angefreundet, sogar ein Buch gemeinsam mit Paul Watzlawick herausgegeben. Und er hatte von dieser Position aus seine eigenen früheren Positionen a ls radikal libertär - und damit auch radikal anti-interventionistisch und radikal-marktwirtschaftlich - (um)interpretiert. Er selbst formuliert es im späten Kommentar zu Septemberweizen so, der Anlass war, dass Salzgeber den Film 2006 noch einmal in die Kinos gebracht und auf DVD veröffentlicht hatte:

    Erst später wurde mir selbst deutlich, dass mein Weg in Richtung eines philosophischen radikalen Konstruktivismus hier bereits angelegt war. Fast notwendigerweise damit verbunden war der politische Weg in Richtung der„Selbstheilungskräfte“ einer offenen Gesellschaft, vermittelt und ermöglicht durch weitestgehende individuelle Freiheit einschließlich freier Märkte in einer offenen, globalisierten Welt. Diese libertäre (heute gern als ‚neoliberal’ verunglimpfte) Perspektive erscheint nur vordergründig als Widerspruch zum Tenor von SEPTEMBERWEIZEN: es waren deutlich die staatlichen macht- und marktpolitischen Interventionen (nicht nur der USA), die den Markt für die Farmer verzerrten, die Überlebensstrategien der Bewohner in der Dritten Welt bedrohten und Weizen als Waffe im kalten wie im heißen Krieg missbrauchten. Dies galt damals genauso wie heute.

    Im anfangs erwähnten "Brandeins"-Artikel figuriert Peter Krieg dann als Propagator der Ideen von Erez Elul, der einen vom Mainstream als unbrauchbar abgetanen Vorschlag zu neuartiger Datenverarbeitung entwickelt hatte. Krieg, der inzwischen (sagt der Artikel) unter anderem als Event-Organisator tätig war, hat sich in den letzten Jahren bemüht, der Pile-Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Mehr zu dem Projekt hier, und man muss sagen, dass nicht nur die vielen Ausrufezeichen auch den Laien leise zweifeln lassen.

    Über Erez Elul sagte Krieg: "Er hat genau die richtige Mischung für einen Innovator: verrückt genug, aber nicht zu verrückt." Krieg war einer, der, weil er für das Ungewöhnliche, vielleicht auch Verrückte, jedenfalls für das Ungebahnte offen war, vom Aufmerksamkeitsradar des Diskurs- und Kulturbetriebs fiel. Peter Krieg ist nach einer schweren Operation im Alter von nur 61 Jahren gestorben.


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  • I Know My Place

    Klassenbewusstsein.

    18.07.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor, Klassiker, Politik

    Manchmal stößt man auf Dinge, die in sich so klassisch und gültig sind, dass man sie eigentlich immer schon hätte kennen müssen. Dies aber war mir unbekannt, bis ich gerade bei click opera darauf stieß:


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  • Comedy According to Letterman

    10 Kapitel.

    16.07.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor

    Fragmente einer oral history der US-Comedy seit 1980, courtesy of youtube und David Letterman.

    1 Andy Kaufman (24.6.1980)

    2 Gary Shandling (1983)

    3 Robin Williams (15.1.88)

    4 Jerry Seinfeld (25.11.88)

    5 David Letterman (1990)

     

    6 Steve Martin (1991)

     

    7 Jim Carrey (1994)

    8 Jon Stewart (10.9.1996)

    9 Tina Fey (23.8.2007)

    10 Sarah Silverman (2.10.2007)


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  • Larry Sanders Show

    Asparagus.

    11.07.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Vieles, das heute berühmt und bedeutend ist, nahm in der Sitcom mit dem Titel The Larry Sanders Show seinen Anfang. Sie lief von 1992 bis 1998, in der Titelrolle glänzte Gary Shandling. Die Serie tat, als wäre sie eine Late-Night-Show. Man sah dann, nach Mockumentary-Art, was vor der Kamera, aber auch backstage so abging. (Sex & Kabale.) Einer, der sich als Autor der Show erste Sporen verdiente, war der heute in Hollywood supermächtige Judd Apatow (vgl. Daniel Eschkötters Artikel "We Are Family" in CARGO #2).

    Beim Online-Magazin "This Recording" gibt es jetzt einen weniger an Text als an Clips reichen Artikel von Eleanor Morrow über die Show. Und apropos damals klein, heute groß - wie wäre es hiermit:

    Update: Mit Dank an Thomas für den Hinweis - oops, da hatte ich peinlicherweise Nikolaus Perneczkys nicht an Clips, dafür an Informationen und Einsichten reiche Larry-Sanders-Einführung bei CARGO für eine Sekunde vergessen. Voilà.


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  • Ah, Monsieur Mallarmé

    Interview, rauchend.

    11.07.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Regisseure

    Wo hier eh grad alles so franko- und cinéphil ist... In Volker Pantenburgs Kunst-der-Vermittlung-Text über die "Etappen des filmvermittelnden Films in Frankreich" gibt es ein Unterkapitel zum Schulfernsehen, für das auch einschlägige Filme, etwa über Renoir, entstanden sind. Vor allem Eric Rohmer, der ja eigentlich Literaturwissenschaftler war, hat aber auch Schulfilme über Literaten gedreht. Ein paar davon sind in Frankreich inzwischen auf DVD zu haben. Und für alle jene, die - wie ich - immer schon mal wissen wollten, wie dieser Teil seines Oeuvres eigentlich aussieht, können sich immerhin einen Eindruck verschaffen, nämlich in den folgenden zwei Ausschnitten:

    Victor Hugo : les Contemplations - Éric Rohmer
    Hochgeladen von leoscheer_tv. - Komplette Serien und ganze Episoden online.


    Eric Rohmer - Stéphane Mallarmé
    Hochgeladen von leoscheer_tv. - Entdecke mehr kreative Videos.

     


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  • Schraube verloren, Werkzeug vergessen

    Helge Schneider.

    10.07.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen

    Langsam aber sicher rückt dctp die Perlen raus: "Aber ehrlich gesagt: wo will man damit einkaufen gehen?"


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  • Comedy Dynamite

    Jon Heder TV.

    10.07.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor, Serien

    Verzeihen Sie die Vorfreude, aber diese Ankündigung in der New York Times klingt schon recht viel versprechend. Jon Heder, bekannt vor allem als Hauptdarsteller von Napoleon Dynamite, bekommt eine eigene TV-Serie bei Comedy Central:

    On Thursday Comedy Central announced that it would broadcast a new scripted half-hour series to star Mr. Heder. The show’s producers include Will Ferrell and Adam McKay
    The network said that it had ordered 10 episodes of the untitled series, and that it was committed to ordering as many as 90 more if the show meets certain ratings benchmarks when it has its debut in 2010.
    Mr. McKay...  said he appreciated the sheer size of the deal. But more important, he said, was the chance to create the first 10 episodes without interference from the network.

    In a news release Comedy Central said Mr. Heder would play “an out-of-work computer IT specialist who leaves the big city and returns to his small hometown, where he moves back in with his parents and younger brother.” But Mr. Heder said that concept was still in flux.

     


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  • Geistes Kind

    Exemplarisch fernsehen.

    08.07.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Als Dominik Graf einmal das Fernsehen zu verteidigen für angezeigt hielt, schrieb er dies:

    Das öffentlich-rechtliche TV-Wesen ist mental seit den Neunzigern leicht aus den Fugen. Es hat sich damals an seinen Spitzen ohne rechte Not in eine Zwangsideologie hineinmanövriert.  In eine Kontrollmanie, die alles, was gesendet wird, zwischen Publikumsquote und Kulturanspruch in Schubladen zwängt. Anstatt einfach immer nur das zu machen, wozu man Lust hat und wovon man überzeugt ist, unterjocht man sich nun schon jahrelang dem Quotenerfolgsdruck und stellt reichlich Flachkäse her als angeblich notwendige Legitimation für die Gebührengelder

    Was jetzt nicht nach einer Verteidigung klingt, aber tatsächlich, als Erwiderung auf einen sehr kritischen Artikel der ZEIT-Filmredakteurin Katja Nicodemus, so gemeint war. Nichts, könnte man auch sagen, macht den durchaus verheerenden Zustand der öffentlich-rechtlichen Sender klarer als die Mattigkeit noch jener, die ihnen zur Seite springen. (Graf lobt in anderen Teilen des Textes ausdrücklich einzelne RedakteurInnen und einzelne Projekte. Auch sonst werden immer wieder vor allem zwei Frauen genannt, die vorzügliche Arbeit leisten: Bettina Reitz vom BR und Caroline von Senden beim ZDF.)

    Nicodemus hat in ihrem nach wie vor sehr lesenswerten Artikel damals den deutschen Kulturstaatsminister Bernd Naumann besucht und den scheidenden ZDF-Fernsehchef Hans Janke porträtiert. Der reagiert am Ende ziemlich sauer auf Kritik, die er als unberechtigt wahrnimmt - Kritik nämlich, die vom Fernsehen die Unterstützung auch und gerade anspruchsvoller, nicht publikumsgängiger Werke fordert. Zitat aus dem Text von Nicodemus:

    Am Ende des Gesprächs macht er seiner ganzen Resignation Luft. »Wir können auch sagen: ›Kinders, lasst uns in Ruhe. Wir machen einfach alles selber, wir brauchen das Kino nicht. Und wenn wir nur die Verderber sind, dann wollen wir irgendwann nicht mehr.‹«

    Es sei, hörte ich damals, Janke ein wenig Unrecht widerfahren im Nicodemus-Artikel. Er habe sich durchaus als Förderer des nicht-kommerziellen Kinos mit Fernsehgeldern begriffen und war damals - nicht als einziger - verbittert, dass das sauteure und ausdrücklich nicht als Event-Movie konzipierte, ZDF-finanzierte Anonyma-Projekt an den Kinokassen dann nicht funktionierte. Was bleibt, ist freilich doch der Eindruck, dass sich da jemand mit einer Funktion verwechselt. Bzw. diese Funktion missversteht. Es ist nämlich nicht die Funktion des Fiction-Chefs eines öffentlich-rechtlichen Senders, auf Kosten der Qualtiät Quote zu machen. Eigentlich eher im Gegenteil. Sein Auftrag ist nämlich ein Kultur- und kein Kommerzauftrag. Die Abermillionen, die das ZDF in seine Fiction-Sparte steckt, sollten ihm selbstverständlich entzogen werden, sobald es diese nur noch als Konkurrenzprogramm zum und auf dem Niveau der privaten Sender begreift. Man kann sehr wohl der Meinung sein, es sei längst so weit.

    (Nebenbei: ZDF-Programmchef Thomas Bellut verteidigt ganz aktuell die Neuauflage des SAT.1-Klassikers "Kommissar Rex" beim ZDF so: "Sicher ist das eine alte Marke der Kommerziellen – aber es lag doch nahe, diesen Namen, den so viele Zuschauer noch kennen, neu zu beleben. Das dürfen Sie aber nicht als Prinzip nehmen." Was für einen Fernsehmann so alles "nahe liegen" kann.)

    Die Causa Janke ist erst einmal Schnee von gestern. Janke ist seit ein paar Wochen pensioniert. Sein Nachfolger als ZDF-Fiction-Chef heißt Reinhold Elschot (senderintern : "El Shot") und es zeichnen sich in jüngeren Pressemitteilungen erste Konturen seiner Fernsehzukunftspläne ab. Eine Ahnung haben konnte man bereits vorher, denn Elschot ist seit Jahrzehnten mit dem ZDF verbandelt. Die Firma "Network Movie", der er vorstand, hat neben vielem anderen auch die Serien "Soko Köln" und "Lutter" produziert. In einem Interview mit derwesten.de hatte er über seine Präferenzen zum Beispiel die folgenden Dinge mitzuteilen:

    Sie müssen zusehen, dass die Frauen- und Männertypen in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Und: es muss immer eine Reibungsfläche geben. Sie können eine sexy Frau besetzen, wenn Sie einen richtigen Mann dagegenstellen.
    Auch ich liebe es nicht, wenn die Schauspieler so aussehen, als wenn sie gerade aus dem Teich gezogen worden wären. Normale Gesichtstöne, normale Umweltfarben gehören für mich auch ins Fernsehen.

    Leuten, die das Innere von Fernsehsendern kennen und die meine Fassungslosigkeit darüber mitbekommen, dass dergleichen erfolgsalchemistische Hirnlosigkeiten als Diskurs über Filme durchgehen, kucken mich meist ehrlich erstaunt an und und teilen mir mit, dass im Fernsehen allermeistens genau so geredet wird. (Ausnahmen, siehe oben, bestätigen diese Regel.) Also: In den Köpfen dieser Leute spuken in erster Linie Normierungsideen. Sie fragen sich nicht, wie man etwas anders machen könnte, als man es für gewöhnlich macht, sondern wie man es so machen kann, dass es möglichst vielen gefällt. Sie würden wahrscheinlich noch nicht einmal begreifen, wo in einem Satz wie dem von mir eben formulierten etwas wie ein Problem stecken könnte. Sie halten, kurz gesagt, nicht die Konvention für etwas, das es nach Möglichkeit zu vermeiden gilt, sondern die Abweichung davon.

    Der aktuelle Anlass ist dieser: Vor einer guten Woche hat das ZDF mitgeteilt, dass es die Krimi-Serie um "Kommissar Süden" auf Eis legt. Das ist nichts anderes als die feige Formulierung dafür, dass man sie frühestens am Sankt-Nimmerleinstag fortzusetzen gedenkt. Stillos schon, dass es keine offizielle Mitteilung von zuständiger Stelle an die Verantwortlichen gab. Schon daran kann man eigentlich die Wertschätzung für das Projekt erkennen. Dafür wurde eine interne Mail an die halbe Welt verschickt. Begründet wurde die Absetzung darin so:

    Die Würfel sind gefallen: Unsere Reihe wird nicht fortgesetzt. Die schwache Resonanz beim Publikum und - vor allem - die Tatsache, dass beide Filme im Verlauf der Sendung kontinuierlich Zuschauer verloren haben, haben zu dieser Entscheidung geführt.
    Das sind Fakten, denen bei aller positiven Resonanz in der Presse wenig entgegenzuhalten ist.

    Exemplarisch ist das alles aus mehreren Gründen. Zum einen war Dominik Grafs Süden und der Luftgitarrist - den ersten von Martin Enlen habe ich leider nicht gesehen - ein herausragender Film. Überhaupt war das ganze, als Verfilmung der Romane des erfolgreichen und seinerseits von der Kritik hoch gelobten und überdies preisgekrönten Friedrich Ani, einmal als Prestigeprojekt des Senders geplant. Top-Bücher, Top-Regisseure und mit Ulrich Noethen, Jeannette Hain, Martin Feifel und anderen auch Top-Darsteller.

    Irgendetwas muss dann aber schief gelaufen oder auch schief gesteuert worden sein. Man darf vermuten: Die Sender-Zuständigen konnten mit den fertigen Filmen nichts anfangen und unternahmen jedenfalls die Anstrengungen nicht, die nötig gewesen wären, um eine sehr ungewöhnliche, qualitativ herausragende Reihe wie diese so zu positionieren, dass sie die nötige Aufmerksamkeit und auch das ihr entsprechende, vielleicht eher kleine und feine Publikum findet.

    So kam es, dass die Filme lange fertig waren, bevor sie Sendetermine bekamen. Und die tatsächliche Sendepolitik war vollends absurd. Die Reihe wurde zunächst als neuer Samstagskrimi angekündigt, bereits der zweite Film aber lief dann am Montag.  Die Quote des ersten Films war gar nicht schlecht: Sie lag mit 4,89 Millionen bei 17 Prozent, das mag nicht überragend sein für einen "Samstagskrimi", überm Senderschnitt aber ist das allemal. Am gänzlich anders gearteten Sendeplatz - Montag Abend läuft im ZDF eigentlich eher Fiction-Weichspülprogramm - sahen den Graf-Film 3,88 Mio, die Quote bei den jüngeren Zuschauern (14-49) lag aber über dem Senderschnitt.

    Das zentrale Absetzungs-Argument war aber offenbar - siehe Zitat oben - nicht die Einschalt-, sondern die Abschaltquote. Die ist, minütlich ausweisbar, sowieso der wahre Horror aller Programmverantwortlichen. De facto kann Abschalten natürlich einerseits bedeuten: Die Leute verabschieden sich, weil sie den Schrott nicht ertragen. Oder andererseits: Was sie sehen, verstößt gegen ihre Sehgewohnheiten und darum schalten sie weg. Mal im Ernst: Bei einem dramaturgisch, ästhetisch, überhaupt: in jeder Hinsicht unkonventionellen Film ist das alles andere als ein Wunder. Es versteht sich doch von selbst, dass herausragende künstlerische Qualität in aller Regel weniger Quote macht als das handwerklich okay gemachte Mediokre.

    Warum hat dann jemand wie Reinhold Elschot nicht den Arsch in der Hose, das genau so zu sagen? Die weiß Gott wenigen Programme von herausragender Qualtiät gegen die Absurdität von Quotenzumutungen also zu verteidigen? Wie kann es denn sein, dass den Fakten der Quote - die allemal erwartbar waren - in einer Redaktionskonferenz "wenig entgegenzuhalten ist"? Das kann doch nur zweierlei heißen: Qualität wird entweder nicht erkannt oder gilt nicht als Argument gegen unbefriediegende Quoten. Ich kenne Herrn Elschot nicht, kann nur versuchen, zum Beispiel aus Interviewäußerungen zu schließen, wie er tickt. So jedenfalls klingt seine Antwort auf die Frage nach den Erfolgsgeheimnissen seiner damaligen Firma "Network Movies":

    Wenn wir Abnahmen haben, müssen wir alle zwei-, dreimal herzlich lachen. Wir haben eine A-Geschichte, einen Fall, der zu lösen ist, und eine B-Geschichte mit Privatgeschichten der Kommissare, wo es immer zu Missverständnissen kommt. Also: Eines unserer Erfolgsgeheimnisse ist der Humor.

    Im selben Atemzug, in dem Elschot die Süden-Absetzung bekannt gab, hat er übrigens weitergehende Pläne verkündet:

    Der ehemalige Geschäftsführer der Produktionsfirma Network Movie trat sein Amt vor vier Wochen an. Elschot hat bereits große Pläne: Er will künftig, wie er sagt, "mehr Kino ins ZDF" bringen. Sein Sender beabsichtigt künftig die Beteiligung an sechs bis acht Kinoproduktionen pro Jahr. Jeweils 800.000 bis eine Million Euro sollen in jeden Film fließen. Die ZDF-Kinostrategie wird voraussichtlich ab 2010 realisiert. Die Streifen könnten dann auch als Primetime-Filme im Zweiten ausgestrahlt werden.

    Man wird da nach allem, was man aus dem Süden-Debakel schließen kann, nur das Allerschlimmste befürchten dürfen. Mediokritäten mit A-Geschichte und Humor. Anders gesagt - und das macht den Fall, fürchte ich, so exemplarisch: Wer als Filmemacher Gelder des ZDF beantragt und trotzdem nicht auf den Anspruch der Qualität verzichten will, wird in Zukunft noch weniger zu lachen haben als bisher.


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  • Uta Briesewitz

    Hung.

    04.07.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

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    Bei insgesamt 29 Folgen der US-Serie The Wire führte eine Frau aus Leverkusen die Kamera: Uta Briesewitz, ausgebildet an der DFFB. Zuletzt drehte sie u.a. die allseits geschätzte John C. Reilly-Komödie Walk hard - The Dewey Cox Story aus dem Hause Apatow und eine neue HBO-Serie, die von Alexander Payne produziert wird: Hung. Darin geht es um einen High School-Lehrer in Detroit, der zum Callboy wird: Die Krise der Industrie als Krise des Mannes, so wird das jedenfalls in der ersten Folge anmoderiert (hier mehr dazu). An The Wire erinnert der Höhepunkt des Piloten: eine Serie aus starren Einstellungen über den Niedergang einer Stadt.

    Update - Nachgereicht dazu: Inside HBO's The Wire (via Dirty Laundry)



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  • I don't eat catfish

    Larry David.

    29.06.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

    Derzeit tourt Larry David durch die US-Talkshows, um den Eindruck zu erwecken, es sei ihm tatsächlich gelungen, Woody Allen zu renovieren (die US-Kritik scheint wenig begeistert). Erfreulich hingegen, dass die siebte Staffel von Curb your Enthusiasm offenbar schon diesen Herbst auf HBO ausgestrahlt wird und alle vier Seinfeld-Darsteller in kleineren Rollen dabei sind.


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  • Texthinweis

    17.06.2009, Cargo in: Fernsehen, Serien

    Neu in unserem Web-Magazin:

     

    Lukas Foerster

    Step Sister

    Den Post-Feminismus überwinden: In der «Sarah Silverman Show» ist Weiblichkeit kein Konsumauftrag.


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  • Volker Koepp: Söhne (ARD)

    Heute

    16.06.2009, Ekkehard Knörer in: Dokumentarfilm, Fernsehen

    Fernseh-Tipp: Volker Koepps Dokumentarfilm Söhne, heute um 22.45 Uhr in der ARD. Bert Rebhandl zum Film in der taz:

    Wenn Volker Koepp nicht wesentliche Elemente ausgespart hat, dann bilden diese fünf Männer, von denen einige gute Gründe hätten, sich von der Geschichte benachteiligt zu fühlen, eine versöhnliche Gemeinschaft. Für eine politische Agitation in eigener Familiensache oder gar im Sinne der Vertriebenenverbände sind sie nicht zu haben, dazu müssten sie ohnehin "die Wiederherstellung des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1914" fordern, wie sie einmal ironisch anmerken. Der Film "Söhne" besteht fast ausschließlich aus Interviews und Schauplätzen, ganz sparsam setzt Volker Koepp die wenigen historischen Fotografien ein - das Panorama, das sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bis in die Enkelgeneration hinein dabei entfaltet, ist enorm detailreich und anschaulich und bestätigt den Regisseur als einen der großen Geschichtsschreiber in Deutschland.

    Update: Überhaupt interessanter Fernsehabend. Auf 3sat gleich zwei Woody-Allen-Filme (Im Banne des Jade-Skorpions und Anything Else), auf Arte um 21 Uhr Bettina Blümners sehenswerte Doku Prinzessinnenbad und im Anschluss das nicht so sehenswerte, aber in diesem Jahr erst im Berlinale-Wettbewerb aufgeführte Terror-Drama London River von Rachid Bouchareb.


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  • Move forward

    Mad Men Season 3

    13.06.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen


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  • Boardwalk Empire

    HBO Scorsese.

    10.06.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Michael Kenneth Williams

    Wir haben bisher noch gar nicht auf Boardwalk Empire hingewiesen, die HBO-Serie, deren Pilotfilm kein Geringerer als Martin Scorsese drehen wird. Entwickler und Chefautor der Serie ist Terence Winter, als Autor wie Produzent ein Sopranos-Veteran. Als Darsteller dabei: Michael Pitt, Steve Buscemi, Michael Shannon, Paz de la Huerta - und, wie nun gemeldet wird, auch Michael Kenneth Williams, der als Omar Litte in der Serie The Wire Kultstatus erlangt hat. Die Serie beruht auf Nelson Johnsons gleichnamigem Buch, das die Geschichte des Aufstiegs von Atlantic City erzählt.


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  • Wire/Pelecanos/Treme

    Interview.

    06.06.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Im interview mit dem Wall Street Journal spricht der Autor George Pelecanos über seinen neuen Roman "The Way Home", über seine Arbeit an "The Wire" und seine Mitarbeit an David Simons neuer Serie "Treme", die in New Orleans spielt. Kurzer Auszug:

    Will any actors from “The Wire” emerge in new roles in “Treme?”
    Yes, Wendell Pierce, who played Bunk, is one of the leads. He’s a trombonist on the show and lives in New Orleans. And Clarke Peters, who played Lester Freamon, will be back as a member of a Mardi Gras Indian tribe with a son who is a jazz musician in New York.

    Looking back at “The Wire,” what changes, if any, would you have made?
    There were times I wanted to maybe give a little bit more of a moral center to some of the characters. I championed Cutty, the guy who comes out of prison and opens a boxing gym. You look at that story line and it’s got my stamp on it. David and I argued in a good way about these things. Sometimes I won, sometimes not. Many times he saved me from myself.


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  • Die Wahrheit über Grandrieux

    LIVE.

    05.06.2009, Ekkehard Knörer in: Dokumentarfilm, Experimentalfilm, Fernsehen, Regisseure

    Weil DIE GANZE WAHRHEIT nur erfährt, wer CARGO und New Filmkritik liest, poste ich den Beginn von Volker Pantenburgs Posting hier her:

    Von heute abend bis übermorgen werden in Lyon unter dem Titel De la télévision au cinéma die drei Kinofilme Philippe Grandrieux’ sowie einige seiner Fernseharbeiten aus den 80er Jahren gezeigt. Zusammengestellt wurde das Programm von Raymond Bellour, der die Filme dort auch vorstellt und gemeinsam mit Grandrieux kommentiert. Auch die Serie LIVE, 14 einstündige Sequenzeinstellungen, die Grandrieux für den Sender LA SEPT konzipierte und bei Filmemachern und Künstlern in Auftrag gab, wird dort vollständig zu sehen sein. In der aktuellen CARGO-Ausgabe schreibe ich über die TV-Vergangenheit Grandrieux’, vor allem über LIVE und die Entwicklung von Fernsehformaten am Institut National de l’Audiovisuel (INA).

    Ergänzend zu diesem Text hier ein längeres Zitat von Grandrieux aus dem Jahr 1983.

    Und für das längere Zitat verweise ich auf New Filmkritik, wo es dann nachzulesen ist.


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  • Allison Janney

    Podcast.

    05.06.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Fernsehen, Serien

    The flamingo is a ridiculous looking bird. Allison Janney, den West-Wing-Fans als Pressesprecherin CJ bekannt, im Podcast mit Aaron Hillis von Daily Greencine. Der Anlass ist ihr neuer Film Away We Go, eine semi-verdächtig klingenden Komödie von Sam Mendes, nach Drehbuch von Dave Eggers und Vendela Vida. Hillis:

    we sat down to discuss my home state of Arizona, why she appreciates political doublespeak, the reason she thinks she'd be an awful mother, and the illicit on-set behavior of Sam Mendes

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  • Toby is a nice name

    Richard Schiff

    27.05.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

    _

    Natürlich ist uns jeder Anlass gut genug, The West Wing in Erinnerung zu rufen. Heute: Richard Schiff feiert seinen 54. Geburtstag - für die Philologen unter Ihnen: hier findet sich sein Auftritt bei Jon Stewart 2001.


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  • Von Aaahhh Real Monsters bis Zula Patrol

    TV-Intros.

    20.05.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Bei TV-Intros gibt es, wie der Name schon sagt, TV-Intros. Also die Vorspänne zu Fernsehserien. Was der Name nicht sagt: verdammt viele. Spartanisch aufbereitet, aber das Alphabet ist und bleibt ein starkes Ordnungssystem. [via ignant]


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  • Mongoloid Mike

    Best of Kenny Powers.

    17.05.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor, Serien

    Serientipp für alle, die hart im Nehmen sind - via Simon: Eastbound & Down. Hier auf Funny & Die ein Best of bzw. Worst of. Allerdings lebt die Serie nicht nur von ihren Tiefpunkten. Es geht um das Porträt eines gescheiterten Großmauls, das vor den Erstreckungen, die zwischen den Pointen liegen, erst so recht interessantes Profil gewinnt. [via Big Screen Little Screen]

    The Best of Kenny Powers from Danny McBride

     


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  • Like Brando in Tahiti

    The World's Greatest Cobbler.

    14.05.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Internet, Serien

    Am nächsten Samstag, ich hatte schon darauf hingewiesen, kann man Chris Markers Avatar im Second Life begegnen. Criterion nimmt das zum Anlass, ein ebendort vor einem Jahr in französischer Sprache geführtes Interview ins Englische zu übersetzen. Ganz kurzer Auszug, in dem es um Dinge geht, die auch unsereinem wichtig sind:

    SM: I really like great American television series. You mentioned politics. Has there been anything as good as The West Wing?
    IA: How about The Wire?
    SM: I was going to mention it next. But there I’d say sociology rather than politics. Only, they should have English subtitles.

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  • David Simons "Treme"

    Grünes Licht.

    06.05.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Bereits im März hatten wir von David Simons neuem Fernseh-Projekt Treme berichtet: einer Serie über das Leben im von Kathrina zerstörten New Orleans, die er gemeinsam mit Eric Overmeyer schreibt. Variety informiert nun, dass HBO grünes Licht für eine erste Staffel gegeben hat. (Dank für die Info an Christoph Hochhäusler.):

    Production on "Treme" won't begin until fall, following hurricane season. Simon said the producers themselves wouldn't have a problem with shooting during those months -- but that it's nearly impossible to secure insurance for New Orleans-set productions during that time of the year.

    That means HBO is eyeing a spring debut for the show. HBO had already picked up an additional nine scripts for the series beyond the pilot.

     


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  • Durch die Nacht mit Praunheim und Verow

    Auf Arte.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Schon wieder gondeln bei Arte interessante Menschen mit Filmbezug durch die Nacht: Rosa von Praunheim und sein amerikanischer Underground-Kollege Todd Verow erleben aufregende Dinge im queeren Berlin.

    Von Praunheim und Verow schauen Patrick bei einer Fotosession über die Schulter, als er einen Jüngling im klassisch-römischen Stil inszeniert.
    Nach dem gemeinsamen Besuch einer Ausstellung mit explizit schwuler Fotografie geht es weiter in die "Drama Bar", in der die stadtbekannte Berliner Transe Doris Disse Schlager auflegt. Hier treffen Rosa und Todd auf die rothaarige Philly, eine Freundin Todds, die auch in einigen seiner Filme mitwirkt.

    Ab morgen dann auch wieder für eine Woche in der Mediathek.


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  • Modern Mechanix

    Zukunft von gestern.

    25.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Geschichte, Internet, Link-Tipps

    Das Blog Modern Mechanix tut etwas sehr Einfaches und Großartiges. Es publiziert, unterteilt in verschiedene Rubriken, Poster, Werbeanzeigen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel der letzten Jahrzehnte, die auf die technische Zukunft vorausblicken. Daher der Untertitel des Blogs: Yesterday's Tomorrow Today. In Text und Bild. Hier ein Artikel aus dem Jahr 1936:

    Modern Mechanix


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  • Lost and Found

    23.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Ich bin grade noch irgendwo in der ersten Staffel und habe die seltsame Insel seit Monaten nicht besucht. So, wie die Macher von Lost im großen Variety-Interview die Sache beschreiben, leuchtet sie mir allerdings aufs gerdezu Allegorischste, das Verfolgen von Serien betreffend, ein [via house next door]:

    I think our hope is that looking back on the entire run of the show, that people remember the EXPERIENCE of watching it — what it actually felt like to be mystified and frustrated and surprised — as opposed to just where it landed storywise. When all is said and done, we’ll have consumed six years of our fans’ lives and our greatest wish is that they look back on that time and feel that it was all worth it. 

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  • Tonsura

    22.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Momus verteidigt das japanische Fernsehen, jedenfalls nächtliche Randbereiche. Aus einem solchen Randbereich stammt offenbar die Serie Tonsura, die er in einem click-opera-Eintrag vorstellt; und zwar so, dass ich sofort Lust bekomme, das zu sehen. Kurzer Teaser von Momus:

    The zany liberties Tonsure takes with plot and character recall Gogol, Pirandello or Dario Fo, and the quirkily-subversive sabukaru (subcultural) energy of the show puts it on a par, I think, with anything being produced for TV anywhere right now.

    Die erste Folge gibt es - Link von Momus - mit englischen Untertiteln bei Google Video. Ich habe kurz reingesehen und, äh, hm. Auf jeden Fall steht fest: Es geht um eine erfolgreiche Autorin mit Schreibblockade und ihren Lektor, der eine Tonsur hat, aber kein Mönch ist. Für einen Eindruck:


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  • Luftgitarristen des Lebens

    Paar Notizen zu Dominik Grafs "Süden und der Luftgitarrist"

    21.04.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Fernsehen

    Von einer Straße ist die Rede, im Luitpoldpark, die keiner mehr kennt. Dass man von da den Fernsehturm sieht, daran erinnert sich Süden. Und dass der Mann, den sie suchen, von Anfang an suchen, dort stecken könnte, in einem Volvo, in Lebensgefahr, das ahnt er intuitiv auch.

    "Süden und der Luftgitarrist" ist ein Film über München und seine Straßen, es ist ein Film über Süden und seine Erinnerungen, es ist ein Film über falsches Timing und übers Unglücklichwerden, das den Umständen, einem Verstocktsein der Dinge, dem eigenen Willen zum Unglück oder, naja, hier oder da einfach auch Friedrich Ani verdankt ist.

    Traumatisiert sind sie alle. Vom Tsunami. Von der Kindheit her. Von den Männern. Von den Frauen. Vom Erfolg. "Süden und der Luftgitarrist" zeigt München im Winter, München als Stadt, in der einer erfrieren kann, in der es einem kalt und dann nie wieder warm wird.

    Großartig ist, wie der Film von Anfang an einfach nicht zulässt, dass eine der Geschichten, die er erzählt, so ähnlich sie sich auch sind, ins Zentrum rückt. Er bewegt sich durch seine Geschichten, wie sich die Kamera durch seine Räume, durch die Straßen der Stadt bewegt. Mal stößt ein Zoom von oben herab, aber die Bewegung verliert sich danach. Es ist viel Bewegung im Film, aber es ist zerstreuende Bewegung, ein Treiben und ein Zerstreutsein. Ein Gehen durch Räume, in dem das Vergehen der Zeit und das Nicht-Vergangen-Sein des Vergangenen seltsam untrennbar schon steckt.

    Was vielleicht auch der Grund ist, dass die Räume des Films, die innen, die außen, die Zimmer, die Wege, die Häuser, die Kneipen anfällig sind für die Zeit. Manchmal ist es, als biege der Film mit seinen Bildern um eine Ecke, oder folge dem Blick durch ein Fenster und dann ist da der Vater, der wahrscheinlich lang tot ist. Oder auch: Vom totalen Stillstand, in dem nichts als Trauer zum Ausdruck kommt, zum raschen Bei-der-Hand-Packen und Ins-Hotel-Rennen und Miteinander-Schlafen: das geht ganz schnell, ganz übergangslos.

    Und das Luftgitarrespielen als symbolisches Handeln ist wirklich ganz toll. Es geht um eine Verausgabung um nichts, um ein Handeln, ein Fühlen, ein Sich-Vergessen im Ersatz. Dabei muss man's schon können, muss aber das Können, wenn's Ernst wird (ganz am Ende, haarscharf und famos an der Grenze zum Exzess: Alexander Scheer), auch wieder vergessen können. Wie hier auf diese Subkultur geschaut wird, ist sehr, sehr schön; wie sie Jeepster sagen und Vagabond. Dieses Möchtegernhinausgehen durch die Namen allein in die Welt. Auch das ja sehr Siebzigerjahre. Und dass Süden lachen muss, obwohl er wirklich nicht darf und ja versprochen hat, nicht zu lachen. Und wie sein Kollege es hinnimmt, weil er schon weiß, dass Süden sich nicht lustig macht. Es ist komisch, an sich, aber so, wie es dann ist, ganz konkret, ist es gar nicht so komisch. Sondern eindrucksvoll fast, das Luftgitarrespielen.

    Und so erzählt "Süden und der Luftgitarrist" von ganz verschiedenen Dingen: Von einer Wiederbegegnung als Wunder, das sich dann als Alptraum erweist. (Nichts schlimmer als ein tiefer Wunsch, der sich erfüllt.) Davon auch, wie einer aus dem Loch, in das er sich verkrochen hat, nicht mehr rauskommt. Erklärt wird da weiter nichts, das ist sehr schön. Man sieht vielmehr zu, man sieht rückwärts noch zu, wie das kam und da genügt Dominik Graf eine Bewegung der Kamera über die Wand mit all den Fotos des Jungen, der einmal so viel versprach; oder eine Postkarte und eine Hand, die sich krampfhaft darum schließt. Oder die Super-8-Bilder, die Gitarre, eine Assoziation und mit der Vision, die er hat, reiht sich auch Süden ein in den Reigen derer, die mit der Wirklichkeit nur gerade so noch zurande kommen.

    Der Trauer, um die sich die Süden-Krimis so sehr, und manchmal auch so ausgestellt drehen, nimmt Dominik Graf alles Erlesene. Indem er sie in Bildern präsentiert, die an Filme und mehr noch deutsche Fernsehkrimis der 70er Jahre erinnern. Leicht körnig sind sie, leicht verwaschen, fast selbst ein bisschen verstockt sind diese Bilder, auch wenn sie, in Zooms und wenn der eine die andere packt, hochschrecken können. Wenn sie dann Sex aber haben, ein bisschen, klar, à la Roeg, im Hotel, in einer Zeit, die sie sich nehmen, wenn nicht gar stehlen (und wieder ausgeschlossen Kollege Jeepster, der das irgendwie weiß und spürt, weswegen er so insistent nachfragt), das ist schon eine Idee vom Glück, die gilt.

    Über die Musik, die Dieter Schleip dafür komponiert hat, könnte man sagen, dass sie alles moduliert und pointiert, aber ganz selbständig, im Gespräch mit den Bildern, der Atmosphäre des Films; nichts wird einfach nachgesprochen oder vorbuchstabiert. Es geht in der Musik wie in allen anderen Tönen, die der Film findet, sehr darum, solidarisch zu sein mit den, etwas seltsam-pathetisch gesagt, Luftgitarrespielern des Lebens, auch wenn man schon komisch, oder, sei's drum, sogar peinlich finden kann, was sie da tun.


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  • Lunch With David Simon

    20.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Filmkritik, Gastronomie, Serien

    Dude, swear to god, I didn’t realize that little thing was a video camera. I thought it was a mike w/maybe a still camera. C’mon, brother. I was eating a rushed lunch before catching a flight, fer chrissake…

    David Simon (The Wire) isst und denkt und spricht. [Link stimmt jetzt! Sorry] Mit Transkript (ganz hilfreich, der Sound erinnert stark an ein dennoch immer noch sehenswertes Lav-Diaz-Video-Interview.)


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  • Dominik Graf: Süden und der Luftgitarrist

    Graf: Süden. Heute im ZDF.

    20.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Gerade habe ich nachgelesen, was ich damals über den zweiten Band der Tabor-Süden-Reihe von Friedrich Ani geschrieben hatte und musste doch lachen, als ich dann dies las:

    Mit Friedrich Ani gibt es einen Autor, der für die beste der Freitagsserien - "Ein Fall für zwei" - ebenso wie für den "Tatort" Drehbücher geschrieben hat, nur um jetzt, mit einem Doppelschlag den Kommissar Tabor Süden in die Welt zu setzen: Der im letzten Jahr erschienene erste Band der Reihe, "Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels", kam prompt auf Platz 2 beim Deutschen Krimipreis. Mit dem soeben erschienenen zweiten Band, "Süden und der Straßenbahntrinker", hat Ani einen Roman vorgelegt, den man sich geradezu in der Verfilmung durch Dominik Graf vorstellen könnte - und das ist, weiß Gott, kein kleines Kompliment.

    Das war vor sieben Jahren und die beste Freitagsserie ist, bei allen Problemen, heute natürlich KDD. Das Lustige ist freilich, dass Dominik Graf jetzt tatsächlich einen der Süden-Romane verfilmt hat: Süden und der Luftgitarrist. Zu sehen ist das ganze heute Abend um 20 Uhr 15 im ZDF. Wir sind gespannt. Hier ein Szenenfoto mit Ulrich Noethen - mehr auf der ZDF-Seite -, der die Titelfigur des Tabor Süden spielt.

    Dominik Graf: Süden und der Luftigitarrist

     


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  • Caprica

    20.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Der Pilot zum Battlestar-Galactica-Prequel Caprica steht dem zum Vorgänger nicht nach. Ein bisschen überladen, ein bisschen heavy-handed in der Erfindung derfiktionalen Welt; aber: genauso ambitioniert, Fortführung der religiösen Fragen, geschickte Verknüpfung sehr direkt mit der Cylon-Vorgeschichte. Genau der selbe gravitas-vibe wie bei Battlestar, Esai Morales (als Adama-Vorvater) und Eric Stoltz (als traumatisierter sympathischer Zauberlehrling-Schurke) sind großartig. Bin gespannt, wollte mehr schreiben, komme nicht dazu, verweise gerne auf Tony Dayoubs Text bei House Next Door, dem ich im meisten zustimme:

    It is fitting that the science fiction series, an allegory for Bush's "War on Terror" era, would wrap up as America enters a new, hopeful, but more opaque era of economic uncertainty. The new prequel spinoff,Caprica, is a chapter in the Galactica saga that captures the feeling, characteristic of the Obama era, of American life at a crossroads.

    Hier noch ein kurzer Clip, der eines der zentralen Devices zeigt, eine "Brille", die einen in eine virtuelle Echtwelt-Simulation versetzt.


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  • RIP JG Ballard

    Doku bei YouTube.

    20.04.2009, Ekkehard Knörer in: Dokumentarfilm, Fernsehen, Literatur

    Zum Tod von JG Ballard hat jemand gestern bei YouTube eine BBC-Doku über den Autor aus dem Jahr 1991 reingestellt. In sechs Teilen.


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  • Comfort Zone

    Woody Allen - Larry David

    17.04.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Fernsehen, Serien

    Larry David (Curb Your Enthusiasm) spielt die Hauptrolle in Woody Allens neuem Film Whatever Works. Im New York Observer jetzt: Woody Allen über Larry David. Larry David über Woody Allen. Und Larry David über Larry David:

    "I was kind of uncomfortable. I was out of my comfort zone,” he said. Then he laughed. “Of course, the comfort zone is not very big! I take one step to the right and I’m out of my comfort zone.”

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  • Far More Than a Cop Show

    The Wire: Treatment, Drehbücher.

    17.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Ein wichtiger Fund für die Wire-Forschung. Jemand hat nicht nur die Drehbücher zu drei Folgen der Serie ins Netz gestellt, sondern das Ausgangstreatment von David Simon, datiert auf den 6. September 2000. Die Links bei kottke.org. [via erratika]

    The Wire


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  • Durch die Nacht mit Claire Denis (und Jeff Mills)

    Ein TV-Tipp.

    16.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Musik, Regisseure

    In der fast immer hoch interessanten Arte-Reihe "Durch die Nacht mit..." begegnen einander heute Claire Denis (Regisseurin des CARGO-Titel-Films 35 Rum) und Techno-Gott Jeff Mills.Die Sendung läuft, zum Titel und Inhalt passend, aber trotzdem ärgerlich, selbst spät in der Nacht, nämlich von 0.15 bis 1.10 Uhr. Erfreulich jedoch: Danach steht sie für sieben Tage in der Arte-Mediathek, bereit zum Stream. [Dank für den Hinweis an David Hudson]

    Update: Die [Doch-Nicht]-Fehlinformation zur Zusammenarbeit bei Vendredi Soir habe ich gestrichen. Siehe Kommentare.

    Claire Denis Jeff Mills


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  • England

    10.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Channel 4 fragt Prominente - viele US-TV-Seriendarsteller (Six Feet Under!) darunter - nach ihrem Lieblingsschimpfwort. Sehenswert schon wegen eines ganz kurzen Auftritts von John Spencer. [via nerdcore]


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  • Steve is Not Happy

    Google.

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor, Internet, Ökonomie, Video

    Grandios, via Praschls Vague, "'Charlie Rose' by Samuel Beckett":


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  • Kumar Goes Obama

    Schauspieler Kal Penn geht von House zu White House.

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Politik

    Kal Penn, als Schauspieler bekannt als Nebendarsteller in House, vor allem aber als Kumar aus den Harold & Kumar-Filmen (ein bisschen was zu Harold & Kumar: Escape From Guantanamo Bay) - geht ins Weiße Haus. Er hat bereits Wahlkampf gemacht für Barack Obama, nun hat er in House Selbstmord begangen und CNN meldet

    Penn, 31, will be an associate director for the Obama administration's Office of Public Liaison.

    "It seemed like something I would enjoy doing," Penn said. "I figured it was something to do."

    Davon, dass es nicht seine erste Begegnung mit einem Präsidenten ist, kann man sich in diesem Filmausschnitt ein Bild machen:


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  • TV-Tipp: Klaus Lemke: Dancing With Devils

    Der neue Lemke.

    08.04.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Fernsehen, Termin

    Klaus Lemke: Dancing With Devils

    Heute Abend, 23.45 Uhr, ZDF: Klaus Lemkes neuer Film Dancing With Devils. Ort: Hamburg, Nachtclub Fundbureau. Geschehen: Sex, Crime. Hauptdarstellerin Saralisa Volm. Ankaufspreis ZDF: 110.000 Euro. Gage für DarstellerInnen: 50 Euro am Tag. Titel des geplanten nächsten Lemke-Films: Die Wüste lebt - son kleiner Schwabing-Porno. Presse, menschelnd: Tagesspiegel, Süddeutsche. Clip, falsches Format, ohne Sound (wg. Musik-Copyright): YouTube.


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  • Geoblocking: ausgetrickst

    Wie man Geoblocking umgeht.

    07.04.2009, Ekkehard Knörer in: copyright, Fernsehen, Hintergründe

    332 Millionen Videostreams hat Hulu.com dort im Februar verbucht, 34 Millionen einzelne Nutzer. Damit wuchs die Seite allein in dem einen Monat um 33 Prozent. Das Angebot ist noch in keinem anderen Land (legal) erhältlich, das heißt, dass von den rund 300 Millionen US-Bürgern im Februar etwa jeder Neunte ein Hulu-Video geschaut hat. Je nach Marktforscher liegt die Seite unter den Webvideo-Anbietern des Landes aktuell zwischen Platz vier (Comscore) und zwei (Nielsen). Auf Platz eins liegt nach wie vor Google mit Marktführer YouTube. Fragt sich, wie lange noch.

    Marc Felix Serrao schreibt in der Süddeutschen über Hulu.

    'The requested video cannot be displayed in your region.'

    Many online video devotees have seen this message on their screens. Some who are in the know find ways around it. For many others, irritated resignation is the only avenue available. And quite a few probably wonder why and how they are denied access to certain online content based solely on where they are.

    It's called geoblocking, or sometimes geofencing, and it's a technique for making sure only the people within (or sometimes outside) a specific geographical region can view online content such as a video stream. It's the result of a clash between the global reach of the internet and the balkanized way commercial content is often licensed.

    Grant Buckler erklärt, was es mit Geoblocking auf sich hat.

    In diesem VideoTutorial wird gezeigt, wie Sie mittels der gezeigten Software einen “fremden” VPN-Tunnel nutzen können. Das ist natürlich nicht illegal, nur sind Sie evtl. nicht die angestrebte Zielgruppe der Programmierer. Vorteil für uns ist jedoch, dass für realtiv Anonym in den USA den Tunnel verlassen. Und das mit all seinen Vorteilen.

    Dieses Video zeigt, wie man mit Hilfe eines VPN-Tunnels von überall auf durch Geoblocking gesperrte Seiten zugreifen kann. Ganz simpel erklärt: Mit VPN (virtual private network) greift man zum Schein über eine fremde IP-Adresse auf Websites zu. Wenn diese fremde IP-Adresse z.B. eine amerikanische ist, hat das Hulu-Geoblocking derzeit technisch keine Chance, das zu erkennen. Wie legal oder illegal der Zugriff im Einzelfall ist, wird man im Kleingedruckten der jeweiligen ausgetricksten Seiten nachlesen müssen. Das bleibt freilich eine eher virtuelle Frage. VPN jedenfalls ist als solches völlig legal. Das Problem dabei sind die Daten-Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit dem Gratis-Anbieter Hotspot-Shield bin ich nicht glücklich geworden. Der kostenpflichtige Anbieter vpn accounts funktioniert dagegen prima.


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  • TV-Tipp: Michael Haneke: Die Rebellion

    04.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Termin

    Michael Haneke: Die RebellionAuf 3 Sat heute um 20.15 ein recht unbekannter Fernsehfilm des heutigen Weltkino-Superstars Michael Haneke: Die Rebellion, nach einem recht unbekannten Roman von Joseph Roth. Auf der Website des Senders ist zu erfahren, dass Haneke damit den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste gewann. Was es nicht alles gibt. Sachdienliche Hinweise von Kennern des Films sind willkommen.

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  • Oh Mamma

    äh?

    03.04.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Humor

    Wer diesen Ausschnitt irgendwie, wie soll ich sagen, interessant (vielleicht?) findet, kann hier dazu einiges Aufschlussreiche lesen, den Zustand amerikanischer Fernsehkomik betreffend:


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  • Learning From Battlestar Galactica

    30.03.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Politik, Serien

    The other night, a few days before the show’s four-year run as a cult hit ended, the United Nations opened its Economic and Social Council Chamber for a panel discussion on how “Battlestar Galactica” might inform the international body’s approach to some problems of the day: terrorism, torture, religious conflict.

    Der New Yorker war dabei.


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  • Post-Demokratie: «Kings»

    Auf NBC wird sonntags zur Prime Time wieder regiert

    20.03.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen

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    Der bibelfeste Josiah Bartlet hat sich als King Benjamin Silas (Ian McShane) reinkarniert, programmtechnisch jedenfalls. Der Preis ist hoch: Er sieht jetzt aus wie Al Swearengen. Der Wilde Westen und West Wing sind gleichermaßen reaktionär überwunden in Kings, einer neuen NBC-Serie, die vergangenen Sonntag anlief: «a contemporary re-telling of the timeless tale of David and Goliath». Das Alte Testament als Skript für einen Quotenhit in schweren Zeiten? Fantasiert hier eine Nation am ökonomischen Abgrund ihre Rettung durch eine neue Entscheidungstyrannei herbei? Eine unwiderstehliche First Family hat das Land ja bereits, wie Obamas Auftritt bei Jay Leno gestern noch einmal verdeutlich hat (die Behindertenverbände werden sich wieder beruhigen).

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    In Kings sind die USA ein zeitgenössisch anmutendes Königsreich namens Gilboa, das Krieg mit feindlichen Mächten im Norden (Kanada?) führt, aber immerhin den Wiederaufbau der zerstörten Hauptstadt Shiloh feiern darf. Der monarchische Regierungssitz sieht aus wie Libeskinds Freedom Tower-Entwurf, liegt geographisch aber etwas weiter Uptown: man blickt auf den Central Park. Ostentativ feiert die erste Folge die vertikalen Finanzpaläste Manhattens. Krisenpolitik als Soap: Ein einfacher Soldat aus der Provinz rettet ohne es zu wissen den Playboy-Sohn des Königs und tritt ein in das Machtfeld einer Dynastie mit Dallas-Potential. Allein vom Casting her ist klar, dass der gelernte Kfz-Mechaniker (David Sheperd) es mit der aparten Tochter (Allison Miller) des Herrschers zu tun bekommen wird (und zwar nach 34 Minuten: sie im roten Kleid, er routiniert am Klavier), die ihren Vater mit Vorschlägen zur Verbesserung der allgemeinen Krankenversicherung enerviert. «Hope lies in bravery. And we need hope» sagt der gottesfürchtige König im Wahlkampf am heimischen Küchentisch. Er stehe uns bei.


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  • A film is a ribbon of dreams

    Neues David Chase-Projekt

    20.03.2009, Cargo in: Fernsehen

    «Ribbon of dreams» ist der Titel einer Miniserie, die David Chase («Sopranos») gerade für HBO entwickelt, wie die New York Times berichtet:

    «The series, “Ribbon of Dreams,” will begin with the behind-the-scenes roles played by two fictional characters — one a cowboy with some violence in his past, the other a mechanical engineer — who work for the famous early film director D. W. Griffith. It will follow them and their professional heirs through the development of the movie business.

    The project is expected to cover each period of Hollywood movies, beginning with silent westerns and comedies, through the golden era of the studio system, to the emergence of auteur film directors in the 1970s, and up to the current mix of studio blockbusters and independent films. The cast of characters will also include many of the biggest names of Hollywood’s past, including John Wayne and Bette Davies.»

    (via IFC)


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  • Knepperges auf allen Kanälen

    16.03.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Klassiker, Regisseure

    Gefesselter Riese: Rainer Knepperges

    Wer hier liegt wie ein von Zwergen gefesselter Riese, ist Rainer Knepperges. Ihm ist, was natürlich ein Glück ist, grade gar nicht zu entgehen.

    Knepperges, erstens: 3sat, Dienstag, 17.3., 22.55 Uhr. Der Film Die Quereinsteigerinnen, über den es summa summarum viel Gutes zu sagen gibt. (Nach der Fernseherstaustrahlung bleibt der Film sieben Tage lange im Mediathek-Programm auf der Website verfügbar.)

    Knepperges, zweitens: Bei den Nachbarn von der newfilmkritik mit Filmhinweisen, Filmreminiszenzen.

    Knepperges, drittens: Eine Hommage an Rainer Knepperges - Viva Knepperges! - bei The Wayward Cloud. Alles Zitat.


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  • Update Heftinhalt: The Wire

    13.03.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Der britische Schauspieler Idris Elba, bekannt als "Stringer" Bell aus The Wire, spielt in der amerikanischen Fassung der ursprünglich britischen Fernsehserie The Office jetzt den neuen Vorgesetzten der von Steve Carell dargestellten Hauptfigur Michael Scott. Im online abrufbaren NPR-Interview spricht Elba u.a. über sein Leben nach The Wire. Auf der NPR-Website ein kurzer Ausschnitt aus der Vorstellungsfolge mit Elba und Carell. [via zigzigger]


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  • On-Air vs Off-Air

    13.03.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen

    Lesenswert: Michael Hirschorn über die die Zukunft der US-Networks, ob Serien eigentlich noch im engeren Sinn «Fernsehen» sind und warum NBC Jay Leno in die Prime Time verfrachtet.


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  • From Disgusting to Unbearable

    Meet Harry Happy.

    06.03.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Fernsehen

    Misogyn, männerverachtend - oder nur misanthropisch? Bizarrer Cartoon aus dem Jahr 1963, ein Mann namens Harry Happy und die Differenz zwischen Drinnen und Draußen: [via house next door]


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  • Texthinweise

    25.02.2009, Cargo in: Aktueller Film, Fernsehen, Serien

    • zu aktuellen Serien von David Wain (Internet) und Joss Whedon (US-TV)
    • zu Mickey Rourke

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  • Stop Showing Off Dot Com

    30 Rock und der Pirate-Bay-Prozess. Nicht dass das eine mit dem anderen zusammenhinge.

    18.02.2009, Ekkehard Knörer in: copyright, Fernsehen, Serien

    30 Rock Alec BaldwinDer Mann vom Deutschlandradio hatte ja so seine Schwierigkeiten mit unserem Starsystem als Hollywood-Zusammenhangs-Erklärungsformat. Kann ich mir nicht erklären. Obwohl ich aber nach wie vor - und Schande über mich - noch keine einzige Folge der Fernsehserie 30 Rock von und mit Tina Fey und mit Alec Baldwin gesehen habe, die im Starsystem auch vorkommt, bin ich doch fasziniert von dem, was ich hier lese. Hier heißt: da, bei Videogum. Da geht es darum, wie liebevoll die Serie Anspielungen und Product Placement betreibt. Wenn Product Placement, dann liebevoll, das finde ich auch.  Wenn Sie also - Schande über Sie - noch keine Folge von 30 Rock gesehen haben sollten (es ist eine Serie, die sich rund um eine fiktive, sehr Saturday Night Live-ähnliche Fernsehshow dreht), dann wäre das ja vielleicht ein Grund, den Arsch hoch zu kriegen und die nächste Videothek aufzusuchen. (Note to self) [via zigzigger]

    Oder alternativ mal bei The Pirate Bay vorbeizuschauen, solange es dieses Forum der modernen Tausch-Avantgarde noch gibt. Die Musik- und Film- und Computerspiel- und überhaupt Copyright-Iindustrie führt in Schweden einen Prozess, über den man hier und da auch was lesen kann. Das schwedische Fernsehen überträgt das ganze sogar als Audio-Livestream ins Netz. Am zweiten Prozesstag hat die Anklage bereits die Hälfte der Vorwürfe fallenlassen, was aber wohl nicht sonderlich viel zu bedeuten hat. Die Wikipedia - gegen die übrigens einzuwenden ist, dass sie CARGO für nicht relevant hält (versuchen Sie doch mal Ihr Glück mit einem Eintrag) - berichtet mehr als tagesaktuell von den Geschehnissen rund um den Prozess. Das ist ohnehin ein wenig beachteter Wikipedia-Aspekt: Die Enzyklopädie ist, weil die UserInnen gerne flott arbeiten, im Grunde auch ein Nachrichtenmedium, und zwar eines der schnellsten der Welt. (Man achte zum Beispiel bei Todesmeldungen Prominenter darauf.)

    Hier, auch von der Wikipedia, die lustige und ziemlich beliebige Liste der Werke, die beim Pirate-Bay-Prozess als Beispiele für die PB-Beihilfe zur illegalen Weiterverbreitung zur Verhandlung stehen:

     

    Feature films included in the case

    • Kurt Wallander:
      • Wallander - Den svaga punkten
      • Wallander - Afrikanen
      • Wallander – Mastermind
    • Pusher III
    • Harry Potter and the Goblet of Fire
    • The Pink Panther
    • Walk the Line

    [edit]Television dramas included in the case

    • Prison Break (season 1)

    [edit]Personal computer games included in the case

    • Call of Duty 2
    • Diablo 2
    • F.E.A.R.
    • World of Warcraft

     


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  • Die Sopranos in Flüchen

    Die kompletten Sopranos in Flüchen.

    16.02.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Für all jene, denen, aus welchen Gründen auch immer, nicht nach einem freundlichen Wochenstart ist. Die kompletten Sopranos in Flüchen:

     
    the sopranos, uncensored. from victor solomon on Vimeo.

    [via nerdcore]


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  • Fernsehhinweis: Karmakar

    15.02.2009, Cargo in: Fernsehen

    Selten zu sehen, nicht auf DVD erhältlich:

    Hunde aus Samt und Stahl (Romuald Karmakar) D 1989, 50 MInuten

    Dienstag, 17.02.2009, 00.50h und Dienstag, 03.03.2009, 05.00h auf Arte

    (via Überbau)


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  • Netflix All You Can Eat

    05.02.2009, Ekkehard Knörer in: DVD, Fernsehen, Ökonomie

    Wenn mich nicht alles täuscht, kann man in diesem New-York-Times-Artikel die Zukunft des Heimkino-Film-Konsums kennenlernen - und ich bin ganz dafür.


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  • The Wire: apokryph

    26.01.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Den The Wire-Philologen bestimmt lange bekannt, ich habe es gerade erst entdeckt. Es gibt mehrere als Webisodes vor der fünften Staffel ausgestrahlte Prequels zur Serie. Sie zeigen Proposition Joe im Jahr 1962, Omar im Jahr 1985 und McNulty und Bunk im Jahr 2000. Hier der Ausschnitt mit Omar:

    Und wo ich schon  dabei bin: Irgendwann muss die berühmteste alle Wire-Szenen hier mal gepostet werden.


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  • Fernsehhinweis

    23.01.2009, Cargo in: Aktueller Film, Fernsehen

    Nach allem, was man hört, ist es kein guter Film - wie auch, wenn der Regisseur Oliver Stone heißt. Dennoch auch an dieser Stelle der kurze Hinweis, dass "W" nur drei Monate nach dem US-Kinostart im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird. Heute Abend, um 22.25h auf Pro7.


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  • Inauguration Day

    20.01.2009, Simon Rothöhler in: Fernsehen




    Wynton Marsalis & Stephen Colbert (20.10.2008)

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  • Jetzt als Schnäppchen: Das Weiße Haus

    15.01.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Politik, Serien

    west wing im angebotUnd hier mal wieder ein Kauf-Tipp. Für unter 50 Pfund bietet amazon.co.uk gerade den kompletten West Wing - ja, Staffel 1-7, an. Mein Paket ist gerade angekommen (minimales Porto, war binnen drei Tagen da), noch steht das Angebot. Das ist nicht nur - wie Sie wissen - eine der großen US-Fernsehserien der letzten Jahrzehnte, man kann auch viel lernen über die kommende Präsidentschaft des Barack Obama, dessen Berater-Team, wie immer wieder zu lesen war, die Serie in- und auswendig kennt. (Und die Figur des Josh Lyman soll teilweise sogar nach Obamas Stabschef Rahm Emanuel gestaltet sein.)

    Dank an campcatatonia für den Tipp!


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  • Zum Tod von Patrick McGoohan

    15.01.2009, Ekkehard Knörer in: Fernsehen, Serien

    Zum Tod von Patrick McGoohan der ingeniöse Vorspann zu "The Prisoner", zweifelsohne einer der besten Fernsehserien aller Zeiten:


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  • Screening Room mit Frampton, Mekas, Cavell & Co.

    Auszüge aus der Serie "Screening Room", die zwischen 1972 und 1981 ausgestrahlt wurde. Robert Gardner befragt Gäste wie Jonas Mekas, Hollis Frampton, Jean Rouch und Stanley Cavell.

    16.12.2008, Cargo in: Dokumentarfilm, Experimentalfilm, Fernsehen, Regisseure

    Von den frühen Siebzigern bis in die frühen Achtziger - von 1972 bis 1981, genauer gesagt - lief auf einem lokalen Sender der ABC-Kette in Boston eine Sendung mit dem Titel "Screening Room". Der in Harvard lehrende Filmemacher Robert Gardner hatte darin andere Regisseure zu Gast und unterhielt sich mit ihnen über ihr Werk, aber auch über allgemeinere Fragen des Filmemachens. Von Animationsfilmern wie dem Ehepaar Faith und John Hubley über Dokumentarfilmer wie Les Blank und Emile de Antonio bis hin zu Experimantfilmern wie Stan Brakhage und Hollis Frampton. Die gesamte Serie ist [das ist falsch, nur 30 von 100 Folgen sind, s. Kommentar] inzwischen auf DVD erschienen und für 559.99 $ (für Privatleute) käuflich zu erwerben. Inzwischen sind allerdings auch eine ganze Reihe von teils gar nicht so kurzen Auschnitten aus der Sendung bei YouTube greifbar. Hier eine kleine Auswahl.

    Gespräch mit dem Experimentalfilmer Hollis Frampton, 1977 ("Heterodyne", "Critical Mass"):

    Gespräch mit dem Experimentalfilmer Bruce Baillie, 1973 ("Mr. Hayashi", "All My Life") - Baillie hat übrigens gerade eine erste von mehreren DVDs mit seinen gesammelten Werken fertiggestellt, die er nun exklusiv in kleiner Auflage vertreibt:

    Gespräch mit dem ethnologischen Dokumentaristen Jean Rouch, 1980 ("Les maîtres fous"):

    Gespräch mit Jonas Mekas, 1981:

    Und noch ein ganz besonders interessantes Special von 1973. Der Filmemacher Standish Lawder hat nämlich keinen Geringeren als den heute weltweit verehrten Philosophen Stanley Cavell ("The World Viewed", "Pursuit of Happiness") mit ins Studio gebracht - leider kommt Cavell im Ausschnitt nicht zu Wort, sitzt aber sehr streng aussehend herum: 

     


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  • ciao derrick

    15.12.2008, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Addio Horst, ci mancherai! (Ohne dich ist es Nacht, ohne dich.)

    Clips aus: Tod des Trompeters (1975). Buch: Herbert Reinecker. Regie: Zbynek Brynych


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  • A Final Night with George Bush

    Abschiedsgrüße von Will Ferrell

    11.12.2008, Simon Rothöhler in: Fernsehen, News

    Die Zeit der George Bush-Parodien neigt sich dem Ende zu, Will Ferrell wird sie angemessen finalisieren. An seiner Broadway Show "You're welcome America. A Final Night with George Bush", die von Adam McKay inszeniert wird und am 5. Februar startet, hat sich soeben HBO die Rechte gesichert. Austrahlung voraussichtlich im März 2009. Hier ein Vorgeschmack:


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  • Wayne Rooney - Street Striker

    08.12.2008, Simon Rothöhler in: Fernsehen

    Aus unserer Rubrik "TV-Formate, die uns noch bevorstehen": Im britischen Fernsehen hatte gestern Wayne Rooneys neue Straßenfußballer-Show Premiere. Matthias Sammer, der konservative Erneuerer im DFB, wird sie aufmerksam verfolgt haben. Der Guardian zeigt sich skeptisch. Zum einen weil die street credibility des Formats von einem Sponsor überformt wird, zum anderen weil Rooney zu jenen Fußballern gehört, die jedem Mikrofon eine Extrarunde Zirkeltraining vorziehen - he should let his feet do the talking:


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  • Palling Around With Terrorists

    Eine Schauspielerin unter Terrorismusverdacht. Und was ausgerechnet Lothar Matthäus damit zu tun hat.

    18.11.2008, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Das klingt fast wie aus Ulrich Peltzers Roman "Teil der Lösung": Die junge Schauspielerin Aria Thomas wurde am 11. November wegen Terrorismusverdachts inhaftiert (und inzwischen wieder entlassen). Sie ist in Frankreich sehr bekannt aus der Serie "Les piques-meuron", in der sie die Tochter einer von Lolita Morena verkörperten Figur spielt (woher kennen wir Lolita Morena nochmal? Richtig!). Thomas gehört offenbar - oder angeblich - einem linken Theorie- und Aktivistenzirkel rund um den Philosophen Julien Coupat an, der nun in Verdacht geriet, hinter mehreren Anschlägen mit Hakenkrallen auf TGV-Strecken zu stecken.

    Dieser Theoriezirkel steht in der Tradition von Guy Debord und den Situationisten, gab zwei Ausgaben lang eine Zeitschrift mit dem Titel "tiqqun" heraus und ist in Deutschland beim Verlag Diaphanes mit den Titeln "Kybernetik und Revolte" sowie "Theorie vom Bloom" (bezieht sich tatsächlich auf Harold Bloom) vertreten. Wie Jürg Altwegg in der FAZ vom 19.11. berichtet, drohen den Verantwortlichen für die Anschläge bis zu zwanzig Jahre Haft. (Bei indymedia ist von drei bis zehn Jahren die Rede.) Eine Verwicklung der am 11. November im Zug der Verhaftungswelle Inhaftierten ist bislang keineswegs bewiesen.

    Links:

    Bericht bei Indymedia
    PDF von Julien Coupats Buch "Der kommende Aufstand" ("L'insurrection qui vient", 2007)

    Video-Link:

    Ausschnitte aus "Les piques-meuron" mit Aria Thomas:


    Watch Aria Thomas in Celebrity Videos  |  View More Free Videos Online at Veoh.com

    via FAZ


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  • Fernsehen - richtig gemacht

    18.11.2008, Ekkehard Knörer in: Fernsehen

    Harry Rowohlt erklärt im FR-Interview, wie das mit dem Fernsehen richtig geht:

    "Trotzdem beklagen sich viele, wenn sie ARD oder ZDF einschalteten, gäb's prompt eine Daily Soap, eine Telenovela oder ein Film mit Christine Neubauer.

    Mir passiert das nie, weil ich sehr methodisch zu Werke gehe. Ich markiere das Programm jeden Tag mit einem gelben, einem grünen und einem roten Textmarker, das geht ganz fix. Gelb kann, grün darf, rot muss. Man lobt mich übrigens allseits wegen meines goldenen Daumens."

     


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  • Mad Men

    Fortsetzung des amerikanischen Fernsehwunders: "Mad Men". Jetzt neu: auch als Simpsons-Parodie.

    18.11.2008, Simon Rothöhler in: Fernsehen, Serien

    Dass das amerikanische Fernsehwunder immer noch nicht erschöpft ist, belegt derzeit vor allem Mad Men - eine opulent ausgestattete Serie über eine Werbeagentur in der Madison Avenue in den frühen 1960er Jahren. Nicht nur weil Matthew Weiner (Creator) und Alan Taylor (Regie) die Köpfe dahinter sind, denkt man schnell an die Sopranos. Allein die Saul Bass-artigen Opening Credits sind so attraktiv, dass es sich bereits lohnt, sie zu parodieren - hier der Direktvergleich:

    Die beste Episode der ersten Staffel - die sechste, sie trägt den Titel "Babylon" - beginnt mit Toast, gefrorenem Orangensaft und einem Flashback, der Don Draper gewaltsam in die Depressionszeit in Pennsylvania zurückwirft. Später am Tag wird die israelische Tourismus-Ministerin sagen: "If Beirut is the Paris of the middle east, we'd like Haifa to be the Rome." Und Draper wird "Exodus" lesen, von Rachel über die jüdische Diaspora belehrt werden und sich in Greenwich Village von einem Vertreter der aufkeimenden Gegenkultur fragen lassen müssen, wie er bei seinem Beruf eigentlich nachts schlafen könne:


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Nachklapp: Berlinale

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