11. März 2010, Woche 10/2010        Blog
Print
CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
  • Übersicht aktuell
  • Interviews und Features
  • Ratings
  • Blog
  • Letzte Einträge
  • Kommentare

Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 04 vom 10. Dezember 2009

  • Quicklinks:
  • Abonnement oder aktuelles Heft bestellen /
  • Jahresratings /
  • Newsletter /
  • Links
 

Anzeige    Werben auf www.cargo-film.de

Anzeige
  • Aktuelles Heft
  • Alle Ausgaben

CARGO 04/2009 Cover «Mad Men»
CARGO 05 erscheint am 25. März 2010.

  • Portofrei bestellen
  • Verkaufsstellen

  • Inhaltsverzeichnis von Heft 04/2009
  • Editorial


Inhalt

  • Totoro
  • Radio Sehen
  • Wertow als Animationsfilmer
  • No. No.
  • Asia Filmfest
  • Marvel at Marvel
  • Twin Peaks, Empty Rooms
  • 50 Best Animated Movies
  • Jan Svankmajer 75
  • Pojar: Apfeljungfrau
  • Kristl: Kihot
  • Welles, Losey: Fundstücke
  • Anime: Tezuka!
  • Anime: Oishi
  • Regierungsnah
  • Vuitton Anime
  • Animation (28): Wise Little Hen
  • Sorry, I'm Late
  • Animation (27): I Love to Singa
  • Animation (26): A Cartoonist's Nightmare
  • Animation (25): Make 'em Move
  • Animation (24): Bimbo's Initiation
  • Animation (23): The Haunted Ship
  • (Don't have to be) Beautiful but it helps
  • Animation (22): The Window Washers
  • Animationsfilm (21): Wonders of the Deep
  • Maria Lassnig singt ihr Leben
  • Animation (19): Finding His Voice
  • Animation (18): Out of the Inkwell - 3
  • Ware Video
  • Animation (17): Out of the Inkwell - 2
  • Animation (16): Out of the Inkwell - 1
  • Tafelwerk
  • Animation (15): Steamboat Willie
  • Animation (14): Oswald, the Lucky Rabbit
  • Treppaufab
  • Animation (13): Alice Solves The Puzzle
  • Animation (12): Disney - Alice's Egg Plant
  • Animation (11): Disneys Laugh-o-Grams - 2
  • Animationsfilm (10): Disneys Laugh-o-Grams
  • You Should Become a Fan, Too
  • Animation (9): Felix the Cat in Hollywood
  • Animation (8) - Tom alias Felix the Cat
  • Animation (7) - Krazy Kat
  • Animation (6): Winsor McCay - 4
  • Animation (5): Winsor McCay - 3
  • David Lynch - Shot in the Back of the Head
  • Toy Baby Grand
  • Animation (4): Winsor McCay - 2
  • Drinnen Draußen Stop Motion
  • Animation (3): Winsor McCay - 1
  • Simpsons per Post
  • Animation (2): Emile Cohl
  • Animation (1): James Stuart Blackton
  • Oktapodi
  • Sita Sings The Blues
  • Update Heftinhalt: Im Angesicht des Verbrechens
  • From Disgusting to Unbearable
  • Kentridge in Seattle
  • Helloh Krazy Kat
  • Gustave Flaubert liest aus Madame Bovary

Feed

CARGO Container Animationsfilm

  • Totoro

    Lego.

    06.02.2010, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Klassiker

    Bild zum Sonntag. Mehr davon. Via.

    Totoro


    2 Kommentare (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Radio Sehen

    Biegsames Holz.

    18.01.2010, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Werbung

    George Pal, nachmals ein großer Name in der Hollywood-Science-Fiction (Krieg der Welten), war in erster Linie ein Mann der Fantastik. Zuerst einmal allerdings als begnadeter Animationsfilmer, wie am folgenden fünfminütigen Werbefilm zu sehen, den er 1938 für Philips-Radio produziert hat. Man glaubt es nicht, wenn man es sieht - aber die animierten Figuren sind aus Holz geschnitzt.


    Kommentar hinzufügen


  • Wertow als Animationsfilmer

    Fundstück.

    14.01.2010, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Das Chicagoer Kino und DVD-Label Facets hat ein Blog, in dem es jeden Tag ein Fundstück von Youtube gibt. Zuletzt einige osteuropäische Animationsfilme, von denen mir, muss ich gestehen, auch der heute eingebettete, nämlich Soviet Toys von Dziga Wertow bislang unbekannt war. (Besonders hübsch: Zweimal gibt es darin Werbung für die frisch gegründete Goskino, am Ende sogar mit eingeblendeter Telefonnummer. Obwohl sie nicht mit 555 beginnt, sind die Aussichten, Wertow an die Strippe zu bekommen, allerdings wohl eher gering.):


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • No. No.

    Übergänge.

    15.12.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Animationsfilm

    Ist das ein Essayfilm? Narrativ? Dokumentarisch? Oder einfach schizophren? Was wir sehen: Zwei Plansequenzen, Unwirtlichkeit einer Stadtlandschaft, Treppen, Aufgänge, Übergänge. Eins: Ein Blick in Bewegung, die nicht schönen Häuser, die Autos, die Straße, ein Nicht-Ort. Der Aufenthalt ist nicht von Dauer, der Blick geht in die Weite, hält sich nirgendwo fest und scheint doch Anflüge von Souveränität zu behaupten im Rundumgang. (Er kommt aus dem Wasser, er endet auf dem Asphalt). Zweiter Teil, zweite Plansequenz: engerer Gang, gesenkterer Blick, Wände, der Zaun, Grenzen scheinen gesetzt und doch geht es weiter.

    Wie passt, das ist die Tausend-Dollar-Frage, die Off-Stimme zum Bild? Unterscheiden wir zwischen Teil eins und Teil zwei. In Teil eins berührt das eine das andere zum Schein kaum. Ein Mann beginnt mit philosophischen Überlegungen zur eigenen - nicht in erster Linie sexuellen - Promiskuität. Er sagt also, aus recht weiter Entfernung zunächst auf sich blickend: Ich. Ums Sich-Binden geht es dann, Fotos von Tätern, die einer (ein anderer) abreißt und Katzen (echter Verlust). Hier, in den Bildern verlorener Katzen, ein Sich-Binden, das ungefähr das Gegenteil wäre jenes Verhältnisses, das man zu Nicht-Orten hat wie denen, durch die die Kamera - wofür und für wen immer sie steht - sich bewegt.

    Schockartiger Auftritt eines Datums. Am 11. Dezember. Das Ich und seine Paranoia der Unbesiegbarkeit. Was dieses Ich so alles über sich weiß. Aber warum berichtet es so überaus nüchtern, in beinahe klinischer Sprache von sich und seinen Pathologien? Mit dem Datum schnurrt es zusammen. Eine Erzählung beginnt zu entstehen. Von Bekenntnis und Analyse und Aphorismus zur Tat, die erzählt wird. Drei Monate Gefängnis (vorüber), drohender Jobverlust (Euphorie), Schulden (Vision hoffnungsloser Leere). Es war halbvier Uhr. Das Wollen dessen, was man gar nicht will. Das Gebundensein in die im Ich vergesellschafteten Wünsche. Einmal Nein. Zweimal Nein. "No." "No." Un moment decisif, vielleicht, 8'4'': Das Bild und die Off-Erzählung nehmen expliziten Kontakt auf. Ich öffnete eine weitere Dose und blickte auf die North Circular. (Ich gehe jetzt, von der Suggestion der Verbindung angestiftet, davon aus: Was wir sehen, ist die North Circular.)

    Ende Teil eins. Wieder Musik. Eine Kriminalgeschichte nimmt ihren Ausgang und das Verhältnis zwischen Bild und Ton wird nun, im zweiten Teil (über den ich ansonsten schweige) intrikater. Momente klarer Deixis, die zugleich fehlgehen. Man sieht den Zaun, aber nicht den Hund. Referenz, ja, aber wegglitschend. Ein ähnliches Verhältnis zwischen dem Gesehenen und dem Gehörten kenne ich nur von Gerhard Friedl. Ich kann nur davor warnen, diesen Film zu unterschätzen. Er heißt Stonebridge Park, dauert knapp zwanzig Minuten, ist von Patrick Keiller, dessen Robinson in Space sehr berühmt ist, und entstand 1981.


    Kommentar hinzufügen


  • Asia Filmfest

    Hinweise (erbeten).

    12.11.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Festival

    Johnnie To: Vengeance

    Asiatisches Kino geht in deutschen Kinos, mit wenigen Ausnahmen: gar nicht. Und sogar in ambitionierten Videotheken, höre ich, liegt vieles, gerade Filmkunst, aus Asien, wie Blei. Wo die reguläre Zirkulation nicht mehr funktioniert, muss die Eventkultur weiterhelfen. Bevor dann Anfang des nächsten Jahres (vom 13. bis zum 18. Januar) das erfreulich ambitionierte und entdeckungsfreudige Asian Hot Shots Festival in Berlin in die nächste Runde geht (Focus: Indonesion), versucht das aus München leider auf zehn Filme dezimiert anreisende Asia Filmfest im Berliner Zoo-Palast ausrufungszeichenfreudig sein Blockbuster-Glück: "Ein Fest für die Sinne! Ob historische Epen, Klassiker, Meisterwerke, Animes, packende Dramen, rasantes Actionkino oder knallbunte Comedy: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei!" Und es stimmt schon, für mich ist zum Beispiel Johnnie Tos Vengeance dabei (Samstag um 20.15 Uhr) Red Cliff von John Woo kenne ich schon: ein Historienspektakel, das die Welt nicht bewegt, aber mit Liebe zu ausinszenierten Nebensachen problematisch-interessante hanchinesisch-panasiatische Verbrüderungsgesten versucht. (s. auch das Starsystem in CARGO #2) Potenziell interessant scheinen mir Chris Nahons Blood: The Last Vampire und Takashi Miikes Crows Zero II. Sachdienliche Hinweise und Tipps nehmen wir in den Kommentaren gerne entgegen.

    ***

    Definitiv empfehlen kann ich hingegen ganz pauschal die am Freitag startende Retrospektive der Filme von Hayao Miyazaki. Den neulich in einer hier kurz verlinkten Bestenliste auf Platz eins aller Animationsfilme gelandeten Mein Nachbar Totoro gibt es am Sonntag um 19 Uhr. Aber jeder Film von Miyazaki ist den Besuch wert.


    5 Kommentare (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Marvel at Marvel

    60ies TV.

    15.10.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Comic, Fernsehen

    Vorspänne zu Marvel-Superhelden-Fernsehserien aus anderen Zeiten:


    Kommentar hinzufügen


  • Twin Peaks, Empty Rooms

    Menschenleer.

    07.10.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Animationsfilm, Architektur

    So sähe Twin Peaks aus, wenn es Candida Höfer fotografiert hätte. Etwas unheimliche Bildserie mit Snapshots der Räume in Momenten, in denen kein Mensch im Bild ist. (via)

    Twin Peaks


    Kommentar hinzufügen


  • 50 Best Animated Movies

    Terry Gilliam kuratiert.

    06.10.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Klassiker

    Time Out London hat eine - sehr kenntnisreich - kommentierte Liste der 50 besten Animationsfilme (in Spielfilmlänge) zusammengestellt. Who cares about Reihenfolge, aber die Auswahl ist gut. Kuratiert, heißt es, sei das Ganze von Terry Gilliam. Beim Durchklicken macht es eher den Eindruck, dass er zu ein paar Filmen einfach seinen Senf gegeben hat. Die Redaktionstexte sind schlauer. Und als ich so von hinten nach vorne durchklickte, dachte ich mir auf der vorletzten Seite: Kann doch nicht sein, dass sie ausgerechnet... Und voilà, auf Platz eins (unten die Links zu den hinteren Plätzen) dann genau der Film, den ich da wahrscheinlich auch gehabt hättet. Hier ein Ausschnitt, eine der schönsten Szenen des Films:


    5 Kommentare (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Jan Svankmajer 75

    Geburtstag.

    05.09.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Oha, wir haben den gestrigen 75. Geburtstag des großen tschechischen Animationsfilmers Jan Svankmajer übersehen. (Aufmerksam gemacht hat mich Michael Jurich per twitter.) Heute ein umso herzlicherer Glückwunsch mit dem sechs Minuten kurzen Dunkelheit/Licht/Dunkelheit, von dem sich sogar Orlan noch das eine oder andere Körperteil abschneiden und/oder annähen kann:


    Kommentar hinzufügen


  • Pojar: Apfeljungfrau

    100 Regisseure.

    29.08.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Kürzlich hat Kevin Lee bei Shooting Down Pictures eine Liste von 100 wichtigen Regisseuren von animierten Kurzfilmen gepostet. Darunter auch der von Břetislav Pojar - Vlado Kristl, dessen Quijote-Film ich kürzlich hier eingebettet habe, ist übrigens nicht auf der Liste). Von Pojar, über den es hier mehr zu erfahren gibt, kann man bei Youtube gerade "ganz neu" den Märchenfilm Die Apfeljungfrau (Jabloňová panna, 1973) sehen, 14 Minuten lang in zwei Teilen und für meine Begriffe eine Schönheit:

    Daneben aber viele weiter Pojar-Filme, die Übersichtsseite ist hier.


    Kommentar hinzufügen


  • Kristl: Kihot

    Zeichentrick.

    24.08.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Bevor Vlado Kristl aus Kroatien nach Deutschland kam, wo er dann, im tapferen und vor der Groteske niemals zurückschreckenden Widerstand gegen diesen und jenen Zeitgeist nicht wenige, aber in der Regel wenig beachtete Filme drehte, von denen ich, es ist eine Schande, noch keinen einzigen gesehen habe, schuf er in seiner Heimat, in die er aus Chile gerade zurückgekehrt war, Zeichentrickfilme wie diesen, Don Kihot, 1960 entstanden:


    Kommentar hinzufügen


  • Welles, Losey: Fundstücke

    Anfänge.

    09.08.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Regisseure, Theater

    Im Rahmen der New-Deal-Anti-Depressions-Maßnahmen hatte die Roosevelt-Regierung auch das Federal Theater ins Leben gerufen, und zwar im Jahr 1935. Ein umstrittenes Projekt, nicht zuletzt, weil da teils sehr explizit linkes Theater gemacht wurde. Eine prominente Gruppe des Federal Theater war die sogenannte Negro Theater Unit, die in Harlem Stücke zur Aufführung brachte. Gründungsdirektoren waren allerdings zwei Weiße: John Houseman und der damals gerade 21jährige Orson Welles. Letzterer hatte auch gleich eine grandiose Idee. Ich zitiere zu den Hintergründen, was läge näher, aus Bert Rebhandls Welles-Biografie:

    Während das riesige Lafayette Theatre an der 7th Avenue in Harlem für ein afro-hispanisches Ensemble adaptiert wurde, wie es im amerikanischen Theater noch keines gegeben hatte, gebar Orson Welles eine Idee, an der seine Frau Virginia nicht unbeteiligt war: Er wollte Shakespeares 'Macbeth' in einer haitianischen Version spielen, als Tragödie des herrschers Henri Christophe, der im 19. Jahrhundert auf der Karibikinsel ein bizarres Königreich errichtet hatte. Der Exotismus dieser Idee war im Jahr 1936 kein Problem, im Gegenteil: Zu den Proben fanden sich nicht nur Schauspieler, sondern auch Tänzer und Trommler ein und sogar ein Schamane ('Hexer') namens Abdul. Als Szenenbild wurde eine Zitadelle im Dschungel entworfen. Der notorisch unzuverlässige Hauptdarsteller John Carter fand in Welles einen ebenbürtigen Freund. Geprobt wurde in einer Atmosphäre der Euphorie und angespannten Erwartung. Der 'Voodoo-Macbeth' wurde ein Triumph.

    Unter dem Titel "We Work Again" entstand im Jahr 1937 ein Dokumentarfilm zu den New-Deal-Programmen der Regierung. Darin enthalten ist eine mehrminütige Aufnahme der Wellesschen 'Macbeth'-Inszenierung. Hier ist sie:

    Ein weiterer später im Film zu Ruhm gelangender Regisseur, der sich beim Federal Theater Project erste Sporen verdiente, war Joseph Losey - sehr viel mehr als Welles ausgesprochen ein Mann der Linken. Zu den Kuriositäten seiner an Zick-Zack-Bewegungen durchaus reichen Karriere gehört es, dass der erste Film, den Losey drehte, ein Propagandafilm war. Freilich nicht für ein linkes Projekt, sondern als kein bisschen subversive Auftragsarbeit für die US-Petroleum-Industrie. Die Arbeit mit dem Titel Pete Roleum and his Cousins wurde 1939 fertiggestellt und ist aus filmhistorischen Gründen sehr interessant. Es ist nämlich ein Animationsfilm, in innovativer 3-D-Technik erstellt. Für die Animation war kein Geringerer als der große Charles Bowers zuständig. Den Schnitt machte Helen van Dongen, die Frau und Mitarbeiterin von Joris Ivens. Die Musik ist von Hanns Eisler. Losey zeigte sich begeistert und stellte bei der Rockefeller Foundation einen Antrag für einen ganzen Spielfilm - The Tale of Reynard, the Fox - in derselben Animationstechnik. Daraus wurde nichts. Und aus Losey wurde auch so etwas im Film. Hier ist Pete Roleum:


    Pete Roleum and His Cousins (1939)
    Hochgeladen von Tomsutpen. - Komplette Serien und ganze Episoden online.


    Kommentar hinzufügen


  • Anime: Tezuka!

    Toilettenkultur.

    07.08.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Regisseure

    Ich hatte bislang nicht die leiseste Ahnung, wie ABSOLUT FANTASTISCH die Animes von Osamu Tezuka sind. Hier gleich zwei weitere: Mermaid (1964)

    Und Memory (auch 1964, das Toilettenfinale ist unglaublich):


    Kommentar hinzufügen


  • Anime: Oishi

    Klassiker.

    06.08.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Wir machen hier einfach ein bisschen weiter Locarno-Anime-Begleitprogramm. Zum einen der Hinweis auf zwei großartige sehr frühe Filme bei Crunchyroll. Zum einen Die schwarze Katze von 1929, das erste Anime mit Ton. Zum anderen Unser Baseball-Match (1931) mit Benshi-Erzählung. Beides mit Untertiteln, leider nicht einbettbar. In der NZZ, das sei auch erwähnt, gibt Claudia Schwartz heute eine allerdings eher lieblose Einführung in die Geschichte und Gegenwart des Anime. Hier nun aber Ugokie-ko-ri-no-tatehiki von 1933, Regisseur: Ikuo Oishi, auf der Locarno-Seite als "A Fox and a Badger in Rivalry" übersetzt. Untertitel zum wenigen Text gibt's leider keine. (Anklicken des HQ-Knopfes wiederum dringend empfohlen.)


    Kommentar hinzufügen


  • Regierungsnah

    Faustische Pakte.

    27.07.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Animationsfilm, Architektur

    Zwei Projekte, die auf den ersten Blick wenig miteinander gemeinsam haben. Auf den zweiten aber sieht man, dass es um zwei Filmemacher geh, die unter den Bedingungen lupenreiner Volks- und anderer Demokratie Großes leisten wollen:

    FAUST

    Alexander Sokurov dreht in Island, Tschechien, Deutschland und im Vatikan einen Faust. Mit Hannah Schygulla. Gedacht als vierter und letzter Teil seiner Tetralogie der Politik auf problematische Weise verfallener Männer (Moloch: Hitler, Taurus: Lenin, The Sun: Hirohito). Keine Goethe- oder Thomas-Mann-Verfilmung, aber ein Werk, das auf den Mythos und seine literarischen Ausgestaltungen Bezug nimmt. Dass das ganze als Allegorie auf den Künstler gemeint ist, der seine Seele einem Mephisto namens Vladimir verkauft, ist eher nicht anzunehmen.

    Wäre aber wohl angebracht. Der einst im eher Obskuren arbeitende Sokurov ist inzwischen tatsächlich zum Staatsregisseur aufgestiegen, was man am atemberaubenden Budget von 10,9 Millionen Dollar merkt. Und das mit dem Staatsregisseur ist keine Redensart, denn ausdrücklich ist in der Meldung von "Putin's fervent blessing" für das Projekt die Rede. Eine mit Sicherheit geldwerte Begeisterung, denn im Westen eher unbeachtet hat sich Vladimir Putin seit Ende letzten Jahres die massive Förderung der russischen Filmindustrie auf die Fahnen geschrieben. Sehr konkret: Er ist Vorsitzender der Regierungskommission zur Förderung der heimischen Kinematografie, die als Propagandaabteilung zu bezeichnen sicher kein Fehler ist. (Variety berichtete, via karinalongworthtwitter.Mehr hier und hier.  Wer sich ansehen will, wie neue russische Propagandafilme aussehen, kann sich bei der 20-Millionen-Dollar-Nostalgie-Produktion Admiral übrigens ein Youtube-Bild davon machen. )

    IN THE QING DYNASTY

    Über Jia Zhang-kes hasenfüßigen Rückzug vom Festival in Melbourne hatten wir berichtet. Er war dem Auftreten der uigurischen Widerstandskämpferin Rebiya Kadeer geschuldet. In wenig zweideutiger Weise war seiner Erklärung zu entnehmen, dass er keine Lust hat, es sich mit seinen chinesischen Geldgebern zu verderben. Inzwischen ist auch klarer, was das wiederum konkret zu bedeuten hat.

    Jia, einst der wichtigste Underground-Regisseur des Landes, hat nämlich seinen ersten Kung-Fu-Blockbuster-Film angekündigt. Kein Witz: In the Qing Dynasty wird ein Historienfilm. Genaue Zahlen zum Budget gibt es noch nicht, aber davon, dass eine ganze historische Stadt nachgebaut wird, ist bereits die Rede, das gibt eine Ahnung von den Dimensionen. Produzieren wird übrigens Johnnie To, auch er inzwischen einer der wichtigen Player in der sich formierenden, Hongkong und Festlandchina gemeinsam umgreifenden panchinesischen Filmlandschaft. (Mehr dazu in unserem Star System zu John Woos Red Cliff in CARGO #2.)

    Finanziert wird das ganze von Hongkong aus, und zwar über die Firma Media Asia, die anspruchsvolle Mainstream-Filme produziert, aber über ein Verleih-Joint-Venture auch eng mit der höchst einflussreichen staatlichen chinesischen Filmproduktionsfirma China Film Group verbandelt ist. Jia versichert, dass er nicht den Weg des Zhang Yimou in Richtung Staatsfrömmigkeit gehen möchte: "I decided to make a commercial film because I want to change the status quo — to infuse a more humanistic message besides commercial elements." Es gibt freilich keinen Grund, nicht äußerst skeptisch zu sein.


    Kommentar hinzufügen


  • Vuitton Anime

    Murakami.

    12.06.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Kunst, Werbung

    Der japanische Künstler Takashi Murakami ist am berühmtesten dafür, Luis-Vuitton-Shops in seinen Ausstellungen als Kunst zu verkaufen. Sehr erfolgreich übrigens. Ich zitiere für die nötige kritische Perspektive kurz Brigitte Werneburg in der taz:

    Denn Murakami, das künstlerische Allroundtalent, das unter anderem als Kurator, Herausgeber, Event-Manager, Moderator einer Radioshow und Kolumnist einer Tageszeitung tätig ist, erachtet die Annahme eines substanziellen Unterschieds zwischen Kunst und anderen Luxusgütern für absurd. Unter dieser Prämisse versüßte er denn auch im Jahr 2003 den Vuitton-Kunden die obligatorische hässlich-braunbeige Monogramm-Bag höchst erfolgreich mit einer bonbonfarbenen "Cherry Blossom Line".

    Nun gibt es von Murakami auch noch ein Vuitton-Anime, über das man jedenfalls das eine nicht sagen kann, dass es nicht niedlich wäre. Ob es Kunst ist oder Werbung, Werbung für Kunst, Kunst, die sich an Werbung verkauft, Werbung, die den Gegensatz von Werbung und Kunst sprengt oder Kunst, die das tut - weiß ich nicht. Technischer Hinweis: Es dauert eine ganze Weile, bis das startet - bei mir zumindest. Also Geduld.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (28): Wise Little Hen

    (Not So) Happy Birthday.

    09.06.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Comic, Filmgeschichte, Klassiker

    Donald Duck - und wir bitten das donaldistisch korrekt deutsch auszusprechen - feiert heute seinen 75. Geburtstag. Offiziell jedenfalls, es gibt ein paar Sichtungen vor dem 9. 6. 1934, aber die zählen nicht, da ist die Ente noch nicht als das zu erkennen, was sie dann wurde. Der erste Auftritt ist zum Glück dokumentiert, Donald spielt eine Nebenrolle als fauler Kerl im Animationsfilm Wise Little Hen. (Nicht so gute Nachrichten gibt es derzeit aus Donalds Heimat, den USA. Da scheint er gerade im Ableben begriffen, siehe zum Beispiel hier):


    Kommentar hinzufügen


  • Sorry, I'm Late

    stop motion.

    30.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Sehr schön, wie in Tomas Mankovskys' Stop-Motion-Film Sorry, I'm Late der Anti-Illusionismus ganz spielerisch daherkommt. Making-of-Informationen hier. [via boingboing]


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (27): I Love to Singa

    Tex Avery.

    26.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Ich habe die Animatinsfilme vernachlässigt. Danke auch für den Hinweis zuletzt in den Kommentaren auf Oskar Fischinger, aber wie dort schon erwähnt gibt es davon nichts, das embeddable wäre. Und zum anderen würde ich die Experimentalfilm-Animationen gerne erst einmal ausklammern. Ich bin nicht sicher, dass von hier an die Chronologie weiter Priorität haben wird, Sprünge zurück erlaube ich mir hiermit jedenfalls ausdrücklich. Hier nun der erste einer ganzen Reihe von Filmen des großen Tex Avery, vor dessen Zeichenstift keine Form und kein Ding sicher ist. Von seinem bösen, versauten, oft leider auch misogynen Humor ganz zu schweigen. Wir beginnen mit dem frühen, jazzfreundlichen Meisterwerk I Love to Singa von 1936 - auf YouTube, aber nicht einbettbar, in besser Qualität unter diesem Link:


    2 Kommentare (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Animation (26): A Cartoonist's Nightmare

    Im Studio.

    19.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Auch die Warner-Studios gewähren Einblick in ihr Animationshandwerk. Zu sehen sind, animiert, Warner-Zeichner, hier die Liste:
    Bob McKimson animation can be found at 0:37-051; 1:20-137; 6:53-7:05
    Bob Clampett animation can be found at 0:57-1:19 (the scene with the flood of people exiting has a caricature of Clampett carrying a portfolio); 4:24-4:28
    Chuck Jones animation can be found at 1:45-1:50; 2:11-2:24

    Und hier der Cartoon, A Cartoonist's Nightmare, von 1935:


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Animation (25): Make 'em Move

    Animationsmeta.

    17.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Heute mit der Selbstreflexion zum Sonntag. Das Van-Beuren-Studio erklärt im Animationsfilm, wie Animationsfilme hergestellt werden. Von 1931.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (24): Bimbo's Initiation

    Scary. Scaaary.

    15.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    So, jetzt sind wir beim Ausgangspunkt angekommen. Lukas Foerster hatte bei Twitter einen Link zu diesem Cartoon, Bimbo's Initiation, gepostet, was mich auf die Idee zu der Serie brachte. Hier also das furchterregende Meisterwerk, aus dem Jahr 1931, von Max Fleischer:


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (23): The Haunted Ship

    Van Beuren.

    14.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Dieser Film entstand 1939, da hatte Paul Terry das Van-Beuren-Studio bereits verlassen. Für The Haunted Ship mit den vertrauten Helden Don und Waffles zeichnet der neue Chef-Zeichner John Foster verantwortlich. Mit ihm geht's hier in die Unterwasser-Geisterbahn.


    Kommentar hinzufügen


  • (Don't have to be) Beautiful but it helps

    11.05.2009, Simon Rothöhler in: Animationsfilm, Musik


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (22): The Window Washers

    Rad ab.

    10.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Und noch ein Terrytoon, auch von 1920: The Window Washers. Animationsfilm als großes Fortbewegungskino.


    Kommentar hinzufügen


  • Animationsfilm (21): Wonders of the Deep

    Terrytoons.

    09.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Und noch einmal: Rewind. Nach Disney und Fleischer nun eine kleine Serie mit Filmen von Paul Terry bzw. dem Van Beuren Studio. Paul Terry hatte seit den zehner Jahren Animationsfilme hergestellt, seit 1920 dann für das Fables Studio von Armadee J. Van Beuren. In diesem Kontext entstand 1920 dieser Film, Wonders of the Deep, mit der ersten wichtigen Serienfigur der Terrytoons, Farmer Al Falfa (später: Farmer Gray):


    Kommentar hinzufügen


  • Maria Lassnig singt ihr Leben

    Als Trickfilm.

    08.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Kunst, Musik

    Mein Gott, ist das großartig: Die Künstlerin Maria Lassnig singt in diesem Zeichentrickfilm mit Autobiografie-Realfilm-Elementen ihr Leben in Moritatenform. Kantate (1992), via expanded cinema.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (19): Finding His Voice

    Mutie und Talkie

    06.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Stummfilm, Technologie

    Heute zur Belehrung ein filmtechnivermittelnder Film, wieder von Max Fleischer. Naturgemäß ein Tonfilm, denn: Es geht um den Ton. Dramatis personae: Talkie und Mutie und ein Dr. Western, der auch Mutie zum Ton verhilft.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (18): Out of the Inkwell - 3

    Weltuntergang.

    05.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Großer Sprung durch im Netz leider kaum dokumentierte Inkwell-Jahre. Hier noch einmal Ko-Ko, in Begleitung seines Hundes Fitz: Koko's Earth Control (1928). Die Welt geht unter. Wirklich.


    Kommentar hinzufügen


  • Ware Video

    Quimby moves.

    04.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Comic

    Ach, der große Comic-Meister Chris Ware macht auch Animationsfilme? Mit seiner Comic-Maus Quimby? Hier ist der jüngste, zwei weitere gibt es auch. [via Ephemerist]

    Quimby The Mouse from This American Life on Vimeo.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (17): Out of the Inkwell - 2

    Jumping Beans.

    04.05.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Stummfilm

    Reizende Realwelt-Animations-Übergänge in Jumping Beans (1922), einem weiteren Out-of-the-Inkwell-Film von Max Fleischer:

    1922-Out of the Inkwell - Jumping beans
    by iToons

     


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (16): Out of the Inkwell - 1

    Max and Dave Fleischer.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Klassiker

    Jetzt der angekündigte Sprung zurück. Out of the Inkwell lautet der Name der Serie, mit der die Brüder Max (Zeichner) und Dave (Produzent) Fleischer ihr am New Yorker Broadway gelegenes Inkwell-Studio rasch bekannt machten. (Über die Arbeit für das Bray Studio, für das sie von 1919 bis 1921 tätig waren, informiert mit Filmausschnitten dieser Dokumentarfilm.) Die berühmteste Figur aus der Anfangszeit ihres Schaffens ist Koko the Clown, dessen Geburt aus dem Geist der Tinte und des Tintenkleckses man in Modeling (1921) in einer Mischung aus Realfilm- und grafischer Animation zu sehen bekommt:


    Kommentar hinzufügen


  • Tafelwerk

    In Kreide.

    30.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Dies Stop-Motion-Musikvideo - zu Firekites: Autumn Story, von Lucinda Schreiber and Yanni Kronenberg - ist nicht nur sehr schön, es schließt auch direkt an die ganz frühen Animationsfilme von Blackton an.


    Firekites - AUTUMN STORY - chalk animation from Lucinda Schreiber on Vimeo.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (15): Steamboat Willie

    Der Klassiker.

    28.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Klassiker

    Schon bisher gab es in den Clips Musik und Ton. Alles falsch, bzw. in Wahrheit alles Stummfilme. Bei Steamboat Willie ist das anders. Nicht ganz der erste Auftritt von Mickey Mouse im Animationsfilm, aber doch fast. Und dann eben: mit Ton. Erstaufführung: November 1928. 


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (14): Oswald, the Lucky Rabbit

    Disneys Kaninchen.

    26.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Nach dem Ende der Alice-Serie erfand Walt Disney mit Ub Iwerks für Universal eine weitere Tierfigur, Oswald, the Lucky Rabbit. Als es wegen der Honorare zu Ärger kam, gaben die beiden die Serie bald wieder ab und dachten sich eine Maus aus. Dazu später mehr. Hier das Kaninchen und eine mechanische Kuh. ("Do Animation Rabbits Dream of Mechanical Cows?") Mit Verfolgungsjagd.

     


    Kommentar hinzufügen


  • Treppaufab

    25.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Werbung

    Apropos Treppen. Hier ist Onwards, für Nike, von James Jarvis und Richard Kenworthy, via Ephemerist.


    Onwards from akqa on Vimeo. 


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (13): Alice Solves The Puzzle

    Animationsreihe - wieder da.

    25.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Regelmäßigkeit wird durchs Aussetzen erst interessant. Ich bitte die kurze Pause gestern zu entschuldigen, hier die Fortsetzung.

    Nochmal einer von Disneys Alice-Clips. Auf den ersten Blick weder besonders virtuos noch auch so richtig lustig. Dennoch scheint mir Alice Solves the Puzzle sehr interessant. Zum einen ist hier die Integration von Realfigur und Animationsbild recht interessant; die Macher stellen sich selbst kleine Aufgaben, wie ganz beispelhaft die Treppe zur Umkleidekabine, die Alice hinaufgehen muss. Oder der möglichst unmerkliche Übergang von realer Alice zu gezeichneter Alice im Sprungturmabenteuer. Und entschlossen wird die so transformierte Alice von den Gesetzen der Physik befreit und den willkürlichen Regeln des gezeichneten Bildraums überantwortet.

    Keineswegs herrscht hier freilich die totale Freiheit von der Physik. Spannend ist eher, wie diese absichtsvoll gedehnt, verbogen, wie mit ihnen ausdrücklich gespielt wird. Aus einem Seil wird - es ist im Grunde dieselbe Transformation wie zuvor mit Alice, nur diesmal ganz im Trickbild - eine Linie, die man ins Leere hängen und so zum Sprungvergnügen nützen kann. Oder am Ende der Slowburn von Kater Lucius am Seil, der eine ganze Weile ins Leere klettert und erst im Moment, in dem ihm die Unmöglichkeit dessen, was er tut, bewusst wird, abstürzt. Reflexion aufs eigene Medium ist und bleibt der komische Special Effect des Animationsfilms, der immer damit zu kämpfen hat, dass ihm alles möglich ist. Sehr hübsch die Schlusspointe, die beweist, dass man für die künstlerische überzeugende Lösung eines Rätsels auch die Rechtschreibung dehnen und drehen kann, wohin man will. Also, hier, Alice.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (12): Disney - Alice's Egg Plant

    Pink Chicken.

    23.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte, Hollywood, Humor, Politik

    Walt Disney entwickelte gemeinsam mit Ub Iwerks eine neue Serie, rund um ein Mädchen mit dem an Lewis Carroll gemahnenden Namen Alice. Die Idee war, Live-Action mit Animation zu vermischen. Disneys erste Versuche dazu passierten noch in Kansas City, es gelang ihm jedoch, mit der Idee in Hollywood auf sich aufmerksam zu machen. Es folgte der Umzug, die heute noch erhaltenen Alice-Filme sind dann schon im neuen Walt-Disney-Studio auf der Hyperion Avenue entstanden. Die Alice-Darstellerin im folgenden Film (sie wechselten) ist Margie Gay. 

    Was man in Alice's Egg Plant (1925) zu sehen bekommt, ist im höchsten Maße erstaunlich. Ein kommunistisches Huhn namens Little Red Henski - Mächen, Kinderbücher sind die Referenzwelt - ruft die Kolleginnn/Genossinnen um Streik auf. Große Katastrophe. Eine weitere Serienfigur, der Kater Julius, muss sich Tricks einfallen lassen, um den politisch irregeleiteten Hühnern ihre Eier dennoch abzuluchsen. Die Antwort ist, höchst einleuchtend: Entertainment. Boxkampf ist Opium fürs Hühnervolk. Muss man gesehen haben.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (11): Disneys Laugh-o-Grams - 2

    Forts. der Disney Story.

    22.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Walt Disneys Laugh-o-Grams wurden schnell länger. Und besser. Hier zwei aus dem Jahr 1922, Puss and Boots sowie - darauf kommen wir dann bei Tex Avery nochmal zurück - Little Red Riding Hood:


    2 Kommentare (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Animationsfilm (10): Disneys Laugh-o-Grams

    Die Disney-Geburtsstunde.

    21.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Dies ist die Geburtsstunde des Disney-Imperiums. In einem finanziell ständig ums Überleben ringenden kleinen Animations-Studio in Kansas City versammelte Walt Disney einige der späteren Animations-Großlegenden wie Ub Iwerks oder Rudolph Ising um sich und begannt mit kleinen Filmchen, die er Laugh-o-Grams nannte. Hier ist eine Serie von ihnen - es sind wohl die allerersten Disney-Werke überhaupt. In den nächsten Tagen dann die Disney-Stummfilm-Geschichte, bevor es zeitlich zurückgeht zu Max und Dave Fleischer.


    Kommentar hinzufügen


  • You Should Become a Fan, Too

    21.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Werbung

    Die neunzig Minuten meines Lebens bekomme ich auch nicht wieder. Xtranormal ist schuld. Mit diesem süchtig machenden flash-basierten Spielzeug kann man selbst Animationsfilme erstellen, in der Basisversion sogar kostenlos. Werbespruch: If you can type, you can make movies. Ist was dran. Sort of. Ich habe mal ein bisschen rumprobiert. Das macht schon Spaß. Hier das leicht dilettantische Ergebnis meiner ersten Versuche:

    Update: Man kann ganz schnell alle möglichen Parameter ändern. Das sieht dann zum Beispiel so aus.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (9): Felix the Cat in Hollywood

    20.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Hollywood

    Go ye forth, and procure the wherewithal for sustenance and transportation to Hollywood. Das war dann schon 1923: Felix the Cat in Hollywood. Aus den YouTube-Kommentaren die Legende zu den dramatis personae:

    4:56-Gloria Swanson (girl in keyhole)
    5:10-Ben Turpin (cross-eyed guy)
    5:22-John Barrymore (?)
    5:44-Will Hays (studio boss)
    6:28-Charlie Chaplin 
    6:49-Douglas Fairbanks Sr. (man tormented by bugs)
    6:59-William S. Hart-(Cowboy)
    7:45-Cecil B. DeMille


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (8) - Tom alias Felix the Cat

    18.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Felix the Cat wurde die erste populäre Cartoon-Figur. Bei seinem ersten Auftritt hieß Felix allerding noch Master Tom. Produziert vom New Yorker Studio Pat Sullivans, Regie und Animation: Otto Messmer. Wer von den beiden - Messmer oder Sullivan - die Figur erfunden hat, gehört zu den Streitfragen der Animations-Geschichte. Ist aber eher egal, hier das Debüt Feline Follies (1919) der Katze Tom, die bald darauf Felix hieß:


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (7) - Krazy Kat

    Krazy Kat.

    17.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Auf den ersten Blick eine ähnliche Sache wie Winsor McCays Little-Nemo-Animations-Version seiner Comic-Figuren: Krazy Cat Goes A Wooing (1916). Groß wird im Vorspann auch der Name des Comic-Schöpfers George Herriman genannt. Freilich hatte er mit der Animation nichts zu tun. Wie die Geschichte des Comics selbst umspannt auch die Produktion von Krazy-Kat-Trickfilmen Generationen. Mit qualitativen Aufs und Abs, teils in großer Nähe, dann in großer Ferne zu den Originalen. (Mehr dazu, wie immer, bei der Wikipedia.)


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (6): Winsor McCay - 4

    16.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Vielleicht Winsor McCays unerhörtester Film, The Sinking of the Lusitania aus dem Jahr 1918. Nichts daran ist komisch, im Gegenteil: Erzählt wird der Untergang des Passagierschiffs Lusitania nach Beschuss durch ein deutsches U-Boot im Jahr 1915. Eine Tragödie als Cartoon. Und beinahe abstrakt, kein Liebesgeschichtenblödsinn, ja, überhaupt keine Personalisierung, abgesehen von den Trauervignetten in der Mitte des Films, die prominente Untergegangene zeigen. McCays ganzes Belebungsgenie liegt im oft fast abstrakten Rauch, der zu tanzen scheint, Muster bildet und Formen. Das Publikum hat damals eher ratlos reagiert auf den so ganz und gar nicht komisch gemeinten Zeichentrickfilm.


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Animation (5): Winsor McCay - 3

    Here Comes Gertie.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Gertie ist eine Dinosaurierin und nicht nur mein liebstes Tier in der weiten Welt der Animation. Gertie gilt als erstes Zeichentrickwesen mit eigener Persönlichkeit, sehr zu recht. Ich jedenfalls bin ein ums andere Mal gerührt, wenn ich sie den Baum fressen, mit dem Kopf wackeln und allerlei Schabernack treiben sehe. Aus dem Jahr 1914 und Winsor McCays unbestritten größter Film, Gertie, the Dinosaur:


    Kommentar hinzufügen


  • David Lynch - Shot in the Back of the Head

    Musikvideo von David Lynch.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Das Animations-Musikvideo zu Mobys "Shot in the Back of the Head", der ersten Auskopplung aus seiner Ende Juni erscheinenden neuen CD "Wait For Me", hat kein geringerer als der große transzendentale Meditationist David Lynch zusammengekritzelt. Via video.antville.org. Enjoy:


    Kommentar hinzufügen


  • Toy Baby Grand

    Zeichen, Wunder.

    15.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Musik, Video

    Das habe ich so auch noch nicht gesehen: Ein Musikvideo aus Text und Umsonst-Animated-Gifs. Eine Parade aus Zeichen und Wundern. Das ganze gibt es zusätzlich auch noch als kleines Computerspiel mit fliegenden Eisbären. Boy in Static - Toy Baby Grand. Regie: Alexander Chen und Philip Stockton. [via videos.antville.org]


    Boy in Static - Toy Baby Grand from Alexander Chen on Vimeo.


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (4): Winsor McCay - 2

    Mosquito.

    14.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Hier kommt Film Nummer zwei von Winsor McCay. How a Mosquito Operates (1912)


    Kommentar hinzufügen


  • Drinnen Draußen Stop Motion

    13.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Da ich beschlossen habe, die Animations-Serie erst einmal auf gezeichnete Animationen (also Zeichentrickfilm) zu konzentrieren (Ausnahmen jederzeit möglich), gibt es diesen Stop-Motion-Film ganz eigener Art jetzt hors série, einfach so. Ist auch ganz neu und mit einem Wort: genial. [via feingut] Update: Name des Künstlers: Takeuchi Taijin.


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Animation (3): Winsor McCay - 1

    Little Nemo.

    13.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Winsor McCay (1867-1934) ist eine singuläre Figur. Er ist eines der großen Genies sowohl des Comic als auch des Animationsfilms. 1903 erschien seine erste Serie in 43 Folgen, "Tales of the Jungle Imps by Felix Fiddle" - die Zeichnungen waren lange verschollen, erst 2006 tauchten sie durch einen Zufallsfund wieder auf. Bis heute berühmt und geliebt sind die Serien Dreams of the Rarebit Fiend (1904-1913, Strip) und Little Nemo in Slumberland (1905-1914, hier eine klassische Episode).

    Zunächst für James Stuart Blacktons Vitagraph wurde McCay aber auch zum Pionier des gezeichneten Animationsfilms. Die Klassiker werde ich in den nächsten Tagen posten. Hier der erste seiner Filme, beruhend auf seiner eigenen Little Nemo-Serie. Die Animation ist hier eingebettet in eine Realfilmhandlung, die Blackton gedreht hat, und die den Little-Nemo-Film als Ergebnis einer Wette fiktionalisiert:


    Kommentar hinzufügen


  • Simpsons per Post

    Simpson Stamps.

    12.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Der eine oder andere könnte guten Grund haben, sich ab dem 7. Mai Post aus den USA schicken zu lassen. Die Simpsons kommen, als Briefmarke.

    Simpsons


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (2): Emile Cohl

    Animations-Serie 2: Emile Cohl.

    12.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Emile Cohl: Paul Verlaine

    Emile Cohl (1857-1938) hieß eigentlich Emile Courtet, benannte sich um als Karikaturist. Viel Tagespolitisches, aber auch die links zu sehende Karikatur von Paul Verlaine (typisch für Cohl: der große Kopf)

    Cohl war Mitglied einer heute eher vergessenen, von Jules Lévy 1882 gegründeten protosurrealistischen Künstlergruppe namens "Les Incoherents", über die die Wikipedia dies weiß:

    Lévy coined the phrase "les arts incohérents" as a play on the common expression "les arts décoratifs". The Incoherents presented work which was deliberately irrational and iconoclastic, "found" art objects, the drawings of children, and drawings "made by people who don't know how to draw." Lévy exhibited an all-black painting by poet Paul Bilhaud called Negroes Fighting in a Cellar at Night. The early film animator Émile Cohlcontributed photographs which would later be called surreal. In an 1882 show, the artist Sapeck (Eugène Bataille) contributed an 'augmented' Mona Lisa that directly prefigures the famous Marcel Duchamp image L.H.O.O.Q. of 1919.

    Inspiriert von James Stuart Blacktons Animationsfilm The Haunted Hotel (leider nicht online greifbar), der 1907 in Paris gezeigt wurde, stellt er, bei Gaumont zunächst als Autor verpflichtet, mit einem einzigen Assistenten jene Film her, die als erste reine Animationsfilme gelten. Der erste, entstanden im Frühjahr 1908, ist Fantasmagorie. Produziert ist der Film aus 700 Zeichnungen - als schwarze Linien auf weißem Papier; was man sieht, ist er Negativfilm. Das Licht der Öffentlichkeit erblickte Fantasmagorie am 17.8.2008:

    In recht rascher Folge drehte Cohl weitere Animationsfilme, Titel:  Les Joyaux Microbes, Clair de Lune Espagnol, Le Tour Petit Faust and Le Peintre néo-impressionniste. 1910 wechselte er von Gaumont zu Pathé, 1911 zu Eclipse. Ein Aufenthalt in den USA für das Studio Eclair folgte - dort, in New Jersey, drehte er animierte Version von George McCanus' Comic-Serie "The Newlyweds". Von späteren Werken ist nur wenig erhalten, die letzten Filme entstanden in den frühen zwanziger Jahren. Online ist ein weiterer früher Film zu finden, dessen Titel The Hasher's Delirium (1910) nicht mehr verspricht, als das Werk hält:


    Kommentar hinzufügen


  • Animation (1): James Stuart Blackton

    Serie zum Animationsfilm (1).

    11.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Filmgeschichte

    Gestern habe ich mehr oder weniger den ganzen Nachmittag damit verbracht, mir bei YouTube und Co Animationsfilme und Cartoons anzusehen. Schuld war Lukas Foerster, der einen Link zu einem furchterregend komischen Cartoon aus dem Hause Fleischer getwittert hatte. Thomas Groh hat ihn auch gleich in sein Blog gestellt.

    Tatsächlich finden sich - natürlich nicht im engeren Sinn verborgen - Schätze bei YouTube. Teils sind die Filme in der Public Domain, teils nicht, teils nehmen die Rechteinhaber sie raus, teils nicht. Jedenfalls gibt es so viel Großartiges, dass ich dachte, ich bringe ein bisschen Ordnung rein; nicht zuletzt mir selbst zur Belehrung. Ab heute, soll das heißen, poste ich (nach Möglichkeit) jeden Tag einen Animationsfilm/Cartoon (oder mehrere). Und schreibe ein bisschen was zu den Hintergründen der Entstehung. Nicht weil ich es wüsste - ich kenne mich im Gegenteil nicht besonders gut aus -, sondern weil ich es ein bisschen genauer wissen will. Jede Zusatzinformation im Kommentar ist mehr als willkommen, jeder Hinweis auf großartige Cartoons bitte an knoerer [at] gmx.de.

    Ich halte es nicht für sehr wahrscheinlich, dass ich auf die Dauer chronologisch vorgehen werde, aber den guten Vorsatz habe ich schon. Deshalb heute ein Anfang mit:

    James Stuart Blackton: The Enchanted Drawing (1900) und Humorous Phases of Funny Faces (1906)

    James Stuart Blackton (1875-1941), in England geboren, als Kind in die USA gelangt war Jahrmarktzeichner und Reporter. Nach einem Interview mit Thomas Alva Edison kam er auf die Idee, selbst eine Filmproduktion zu gründen (gemeinsam mit Albert E. Smith), die Vitagraph, die nachmals für ihre Literaturverfilmungen und Geschichtsfilme berühmt wurde. In den neunziger Jahren erregte die Firma Aufsehen mit pseudo-dokumentarischen Nachrichtenfilmen wie dem Tearing Down the Spanish Flag, der Bilder aus dem spanisch-amerikanischen Krieg zu zeigen vorgibt, aber in Brooklyn entstand. Die Battle of Santiago wurde in des Regisseurs Badewanne gedreht. Weil die Aufnahme vom Original-Kampf nicht möglich war, wurde der KO im Boxkampf zwischen Jim Jeffries und Bob Fitzsimmons mit den echten Boxern einfach nochmal gedreht. (Hier auf YouTube.)

    Im Jahr 1900 entstand dann in einer Mischung aus Realfilm und Animation The Enchanted Drawing, der als erster (oder einer der ersten, wen kümmert's) Animationsfilm(e) gilt. Die Technik ist einfacher Stoptrick, also jene Schnitttechnik, die einfach verbirgt, was zwischen den Bildern vor der Kamera geschieht. Vom Stoptrick zur Stop-Motion waren es dann nur ganz viele kleine Schritte, 1906 ist Blackton mit seinen den Prozess schon im Wortspiel-Titel andeutenden Humorous Phases of Funny Faces bereits recht weit. (Übrigens wird sich zeigen, dass der Animationsfilm wie kaum ein anderes Filmgenre sehr schnell schon zu allerlei selbstreflexivem Schabernack neigt.)

    Zu den bedeutendsten weiteren Blackton-Trickfilm-Produktionen gehört ein Film, in dem Winsor McKay in einer Realfilmsequenz seinen Comic Little Nemo in Animationsfilmbewegung setzt. Dazu dann aber mehr in einer der nächsten Folgen.

    Links:
    Blackton-Biografie bei Screenonline


    Kommentar hinzufügen


  • Oktapodi

    09.04.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm

    Reines Vergnügen. [via cherbz]


    oktapodi from duckbai kong on Vimeo.


    Kommentar hinzufügen


  • Sita Sings The Blues

    03.04.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Animationsfilm

    Nina Paleys fantastischer Animations-Film Sita Sings the Blues ist seit März komplett zu haben - umsonst bzw. spendenbasiert. (Eine etwas komplizierte Geschichte, die mit den Musikrechten zu tun hat, alles Nötige dazu erklärt die Wikipedia.) Der Film ist eine, vorsichtig gesagt, wilde Mischung aus autobiografischen Elementen (aus dem Leben von Nina Paley) und Animationen, die Episoden aus dem indischen Ramayana-Epos illustrieren. Völlig unterschiedlich sind auch die Animationsstile. Der Vorspann allein aber ist schon derart hinreißend, dass ich ihn hier zwar mal reinstelle, aber sehr empfehle, zu Youtube durchzuklicken, wo der ganze Film in HD zu genießen ist.


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Update Heftinhalt: Im Angesicht des Verbrechens

    13.03.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Animationsfilm

    Gemeldet wird, dass die Produktionsfirma Typhoon - geleitet vom ehemaligen RTL-Chef Marc Conrad - Insolvenz anmelden musste. Und zwar wegen immens gestiegener Produktionskosten für die von Dominik Graf gedrehte ARD-Serie Im Angesicht des Verbrechens. (Mehr zur Serie im CARGO-Heftbericht von den Dreharbeiten.) Die Produktion der auf acht Folgen angelegten Premium-Qualitäts-Produktion hatte während der über viele Monate sich hinziehenden Dreharbeiten große arbeitsrechtliche Probleme bekommen und musste auf deutlich begrenzte tägliche Arbeitszeiten umstellen. Die Drehzeit hat sich dadurch um viele Wochen verlängert. Typhoon versucht nun, die Gelder, die es zur Beseitigung seiner Finanzengpässe benötigt, beim öffentlich-rechtlichen Auftraggeber WDR einzutreiben. [mehr dazu bei dwdl]


    Kommentar hinzufügen


  • From Disgusting to Unbearable

    Meet Harry Happy.

    06.03.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Fernsehen

    Misogyn, männerverachtend - oder nur misanthropisch? Bizarrer Cartoon aus dem Jahr 1963, ein Mann namens Harry Happy und die Differenz zwischen Drinnen und Draußen: [via house next door]


    Kommentar hinzufügen


  • Kentridge in Seattle

    Reisenotizen USA, 3. Teil.

    05.03.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Kunst

    William Kentridge: Crowd Pleaser

    Wir waren zum Henry Art Museum auf dem Gelände der University of Washington in Seattle gefahren, um die kleine Ausstellung mit Werken von William Kentridge zu sehen. Kentridge arbeitet gern mit traditionellen Materialien, aber er gibt ihnen einen Twist, von dem man nicht weiß, ob man ihn ohne Umstände ironisch nennen soll: da stehen Bronze-Figuren, drei Grazien etwa in schwingendem Kleid, die sich bei näherer Betrachtung aber als mutierte Korkenzieher erweisen; eine anamorphe Medusa, die im in die Mitte eines Tisches gesetzten Spiegel-Zylinder perspektivisch ihre korrekte Gestalt gewinnt, jedoch ist sie wie nebenher auf Zeitungspapier gekritzelt; Stereoskopbilder, darunter ein Nashorn auf einem Tisch; Scherenschnitte paradieren auf den Seiten einer dazu gar nicht in eindeutiger Weise in Beziehung stehenden Enzyklopädie; ein Film läuft in einem Medikamentenschränkchen ab.

    Ob man von Ironie sprechen kann, ist deshalb nicht klar, weil Kentridge die Traditionen, die er anspielt, zwar nicht bei ihrem kunsthistorischen Nennwert nimmt - und so jede Epigonalität vermeidet -, sie aber auch nicht einfach, postmodern sozusagen, als Material begreift, auf das er beliebig zugreifen könnte. Es gibt da ein Moment des Spielerischen, das ernst gemeint ist, einen Ernst, der nicht das Gegenteil des Verspielten ist. Die politische Geschichte von Kentridges Heimat Südafrika ist, daher und darum die Notwendigkeit des Ernstes, immer mit im Spiel, untergründig oder oberflächlich, chiffriert oder eindeutig.

    Das gilt auch für die zwei Filme, die in zwischen die beiden hellen Ausstellungsräume geschalteten Black Boxes laufen (man gelangt vom einen Raum nur durch die Box in den anderen). Eigentlich erzählen sie im Kohlestift-Animationsformat hoch-modernistische Geschichten. Kafka ist so fern nicht. Memo zeigt einen - realen - Mann, der in gezeichneter Umgebung den Kampf gegen die schwarze Farbe der Kohle verliert. Was wirklich nur eine mögliche Lesart ist: Man kann sich dem Film auch über die Uhr und den Kalender, die Zeit und davonlaufende Tiere nähern. Oder über die einzigartigen Verwischungstechniken von Kentridge, deren zentrales Prinzip darin besteht, Spuren der Veränderung im Bildmaterial mitzuführen. Die Bewegungsillusion der Animation funktioniert durchaus, aber doch nur so, dass dabei ein geschichteter, gewirkter Text entsteht. Eines führt und wird zum anderen, aber nie säuberlich. Die Erschaffung einer gezeichneten Welt ist, womöglich sogar die Freiheit, die Kentridge seiner Fantasie stets gewährt, ist immer auch eine sinistre Sache.

    In Stereoscope wird das mehr als deutlich. Linearität gibt es hier nur als wucherndes Drängen und Dringen von Linien und Strichen. Man sieht ein Telefon-Switchboard, es gibt einen Mann in einer Zelle/einem Raum, eine gestaltwandelnde Katze (shapeshifter aller Art bevölkern Kentridges Filme), später Menschenmengen und eine Straßenbahn eine Bombe und Schüsse und Gewalt. Schrift taucht auf, blinkend, give, forgive, in der Blaufarbe der drängenden, bohrenden Linien geschrieben, die auch die Kabel der Telefonverbindung sind. Was entsteht ist wieder ein sehr dichter Text aus instabilen Bildern und Bildsymbolen, ein Text, den man als ganzen und in jedem seiner Details entweder als hoch chiffriert oder als sehr frei assoziativ begreifen kann. Nicht zuletzt diese auf dem Grund der Kentridgeschen Arbeiten stehende Uneindeutigkeit macht, denke ich, die Faszination aus: Sie halten den Widerspruch dieser beiden Lesehaltungen nicht nur aus, er ist das Feld, das sie virtuos bespielen.

    Im März wird Kentridge noch für eine Performance im Museum anwesend sein - und als Regisseur einer Puppenoper-Version von Monteverdis "Ulisses". Wir sind leider schon wieder weg, weiter, im plötzlichen Frühsommer von Austin, Texas.


    Kommentar hinzufügen


  • Helloh Krazy Kat

    Ganz viel Herriman im Netz: Krazy Kat & Ignatz Mouse

    15.01.2009, Ekkehard Knörer in: Animationsfilm, Comic

    Kray Kat und Ignatz Mouse

    Jetzt im Netz: Krazy Kat und Ignatz Mouse (mit typischer Hand- und Kopfbewegung im Bild). Yay! Eine neue Seite voller Strips, Infos, Raritäten rund um George Herriman und seine berühmteste Schöpfung, die Steine werfende Maus und die Katze, die das Steinewerfen partout als Ausdruck der Liebe missverstehen will. 

    Übrigens gibt es die als Zeitungsstrip nicht nur zu Ruhm, sondern auch zur ihnen einzig gemäßen Form gekommenen Figuren auch in der Gestalt früher Antimationsfilme, wie zum Beispiel "Krazy Kat and Ignatz Mouse at the Circus" von 1916. Besonders interessant: Die allmähliche Verfertigung der Sprechblasen im Film:

    [via ephemerist]


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • Gustave Flaubert liest aus Madame Bovary

    10.01.2009, Cargo in: Animationsfilm

    Jim Clark animiert viele tote Dichterinnen und Dichter zum Vorlesen. Hier nur als Beispiel Gustave Flaubert (hier die Gesamtübersicht):

    [via ifc daily]


    Kommentar hinzufügen


Standard CARGO

Nachklapp: Berlinale

Kommentare

Neueste Kommentare




© Cargo Verlag GbR 2008-2010 / Impressum / Anzeigen, Mediadaten / RSS / Hosting: classlibrary.net / www.cargo-film.de is a Django powered site.
    ISSN 1867-8750 (Website) ISSN 1867-8742 (Print)