CARGO Container: Regisseure
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Thomebuch
im Handel

Wie man sieht - das Foto hab ich aus Rudolf Thomes Blog geklaut - ist das Thomebuch jetzt endlich raus. Käuflich erwerben kann man es zum Beispiel direkt bei Schüren. Und lesenswert ist es sehr. Mit einem Werkstattgespräch, mit vielen neuen und klassischen älteren Texten (von Frieda Grafe, Karsten Witte etc.). Schönes von Rainer Knepperges, der sich auch mit Ulrich Mannes (SigiGoetz) über Thome unterhält und mehreres von Olaf Möller, von Peter Körte was zur Zeitreisen-Trilogie und das Vorwort und manches mehr von Herausgeber Ulrich Kriest. Ganz durch bin ich noch nicht, aber für jeden, der sich für Thome interessiert, ist es wirklich ein Muss. (Und, p.s.: eine kleine Kleinigkeit von meiner Wenigkeit zu Pink ist auch drin.)
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Twitter fragt, Werner Herzog antwortet
Videopost
Heute am frühen Abend gab es eine leicht ungewöhnliche Werbeaktion für Werner Herzogs Film My Son, My Son, What Have Ye Done. Man konnte per Twitter Fragen stellen und Herzog antwortet per Video. Das ganze wird jetzt so langsam erst bei Youtube hochgeladen. Hier ein Video, in dem Herzog sich zu Abel Ferrara und Chuck Norris (der Name sagt ihm eher nix) äußert, weitere werden dann in diesem Kanal, glaube ich jedenfalls zu verstehen, folgen. (Im Zweifel ziemlich weit links unten unter "Letzte Aktivitäten" nachsehen.)
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Test Test
Stand-In.
Die Regisseurin und Videokünstlerin Christelle Lheureux gratuliert dem ein bisschen snobbishen, aber schon tollen französischen Onlinefilmmagazin Independencia zum ersten Geburtstag. Mit Lichttestaufnahmen für ihren neuen Film. Als Standin für den späteren Hauptdarsteller fungiert ein Überraschungsgast. Hier der Film, und hier ein Standbild zum Raten. (Und hier ein herzlicher Glückwünsch: Der junge Mann wird, wie ich gerade lese, heute vierzig!):

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Nachkrieg
Dominik Graf/Berliner Schule
In der neuen "Senses of Cinema"-Ausgabe gibt es ein großes und äußerst lesenswertes Interview mit Dominik Graf. Besonders interessant daran finde ich, wie Graf auf die insistenten Nachfragen des Gesprächspartners Marco Abel sein Verhältnis zur "Berliner Schule" so genau - und wohl auch so freundlich - wie niemals zuvor beschreibt. Hier die entscheidende Passage dazu:
The Berlin School has the same attitude, as if before their arrival on the scene there had been a propaganda war going on that made you blind and deaf: the war waged by blockbusters against the rest of the world. Sometime around 1994, 1995, you had to develop new aesthetic forms in order to hear something else, to see something else. The first response to the relentless assault by Hollywood upon our senses was Dogme 95, after which the Berlin School arrived. That said, I couldn’t be as radical as they are in this regard because I am ten years older and perceive things differently. I am not quite as damaged by the cinema; I know it from before the state of war, so to speak. But I understand where they are coming from 100%, I think: from the early 1990s at the latest, it had become necessary to radically object to the screaming “vanity fair” of all cinematographic availabilities.
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Scorsese Hong
Orange.
Martin Scorsese ist soeben beträchtlich in meiner Achtung gestiegen - vermutlich kann er auch schon flüssig Apichatpong Weerasethakul sagen (via):
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Miguel Gomes im Gespräch
CARGO-Video.
Miguel Gomes, 1972 in Lissabon geboren, hat erst zwei Langfilme gedreht und bekommt trotzdem schon Gesamtwerk-Retrospektiven: in Wien, in Buenos Aires, jetzt in Berlin. Ekkehard Knörer und Simon Rothöhler sprachen mit ihm über seinen Werdegang, «corny songs», Rossellini und sein neues Projekt «Tabu».
Weitere Ausschnitte des Gesprächs finden Sie hier.
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The Last Movie
Dennis Hopper 1971.
„Movies have bring here violence“, sagt ein Padre zu dem Cowboy-Stuntreiter Kansas (Dennis Hopper) im peruanischen Hochland. Es ist die Zeit am Ausgang der 1960er Jahre, das alte Hollywood ist tot, das neue schlägt wild in alle Richtungen aus. In Chincheros hat die amerikanische Filmindustrie eine Außenstelle errichtet: Kulissen für Western in einer Zeit, in der das Genre schon ziemlich am Ende ist (Hopper hatte kurz davor noch in Henry Hathaways True Grit eine Rolle gehabt). Sam Fuller dreht den Tod von Billy the Kid: „I want it legitimate.“ Die Dreharbeiten gehen zu Ende, die Amerikaner wollen dringend nach Hause, die Infrastruktur an dieser „rugged location“ bleibt verwaist zurück, wie auch eine kleine Community von Expats, und Kansas, der mit Maria, einem Mädchen aus der Gegend, die Zivilisation hinter sich lassen und in einem „adobe“ wohnen will, einem Lehmziegelhaus (Maria hätte lieber einen Swimming Pool).
Nach 25 Minuten erscheint der Titelcredit: The Last Movie. Da will einer etwas zu Ende bringen, wie schon so viele andere Künstler der Avantgarde im 20. Jahrhundert. Für Dennis Hopper machen es die Peruaner, die den Amerikanern ihren eigenen Film hinterherdrehen, der einheimische Regisseur auch mit Sheriffstern auf der Brust und Zigarre im Mund. Eine Travestie. Film als Kunst des Falschen („phoney“) wird abgeschafft, die „Dreharbeiten“ zielen auf das Reale: die Kamera ist aus Holz, aber die Patronen in den Revolvern sind echt. Heraus kommt kein Film, sondern ein „echter“ Tod. „La última pelicula: El muerto.“
Der Gringo ist der Mann, der sterben soll – ein neuer Christus, der den Opfertod auf sich nimmt, der die Widersprüche des Weltsystems versöhnen soll. The Last Movie war Dennis Hoppers großer Wurf nach dem Erfolg von Easy Rider, und man muss schon eine Weile suchen, um irgendwo einen ähnlich (forciert) wilden Versuch zu finden, als Subjekt aus der ersten Welt einfach irgendwo an der Peripherie verloren zu gehen. Was Orson Welles in Brasilien suchte, fand Hopper in Peru auch nicht – einen Standpunkt, auf dem er sich selbst gegenüberstehen hätte können: kein Star, kein Filmemacher, kein Amerikaner, kein Imperialist, kein Macho, kein Drughead. Kein Gringo. Aus all diesen naiven Negationen entstand kein letzter Film, immerhin aber eine Antwort – auf Glauber Rocha, auf Alejandro Jodorowsky.
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Lav Diaz: Agonistes (Update)
Maybe Seven Hours.
Romuald Karmakar hat beim Festival im koreanischen Jeonju Lav Diaz nach dem Stand der Dinge bei seinem aktuellen Projekt Agonistes: The Myth of Nation gefragt:
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Forts.
Forts.
Sie haben immer noch nicht genug von JLG? Habe ich mir doch gedacht. Hier die englische Übersetzung eines weiteren großartigen Interviews mit dem umstrittenen Regisseur.
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Neu bei Youtube: Interview mit Jia Zhang-ke
In fünf Teilen.
Auf Youtube ist ein langes Gespräch mit Jia Zhang-ke aus dem Jahr 2008 aufgetaucht. Einer Tafel rechts im Bild (manchmal jedenfalls) kann man entnehmen, dass es in der Reihe "HBO: Directors in Dialog" stattfand. Weitere Angaben zu Ort und Umständen, auch zum Interviewer (vielleicht erkennt ihn jemand? Update: David Hudsons Hinweis entnehme ich, dass es sich um Scott Foundas handelt) gibt es nicht. Fünf Teile hat das Interview, es beginnt bei den Anfängen und seiner Heimatstadt und bewegt sich bis in die Gegenwart (von 2008), zu den Auswirkungen des Internet auf die Kinoszenerie Chinas und den Olympischen Spielen:
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Teil zwei - Teil drei - Teil vier - Teil fünf.



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