CARGO Container: Kunst
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FischGraetenMelkStand
Abkotzen.
Kurzer Hinweis: Auf der Feature-Seite gibt es eine von mir verfasste freundliche kleine Polemik gegen die allseits gefeierte "FischGraetenMelkStand"-Abschlussausstellung in der Berliner Temporären Kunsthalle zu lesen.
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Berlinbiennale 6
Texthinweis.
Neu in unserem Webmagazin: Ein Text von Maximilian Linz und Nikolaus Perneczky zur Berlinniennale 6.
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Der diskrete Charme der Bourgeoisie
«Immerhin ist es figürlich»








Neo Rauch - Begleiter, Pinakothek der Moderne, München.
P.S.
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Warhol's Angell
RIP Calliee Angell.
David Schwartz' Nachruf auf Callie Angell, Kuratorin des Andy Warhol Film Project (via). Der folgende Screentest, aus dem Posting übernommen, verdeutlicht, dass Moving Image auch Bewegendes Bild heißen kann:
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Besucher, die auf Abramovic starren
Sie starrt zurück.
Noch bis zum 31. Mai ist, lebend und im Werk, Marina Abramovic im New Yorker MoMa zu bewundern. Der Titel der Ausstellung "The Artist is Present" ist wörtlich zu verstehen. Täglich (mit Ausnahme von zwei Tagen) tritt Abramovic auf. Bzw. ist von vor Öffnung bis nach Schließung der Pforten da. Anwesend. Sitzt und blickt. Siehe Bild oben. Besucher dürfen sich ihr gegenüber setzen. Gesprochen wird nicht. Man starrt. Das ganze wird als Stream live übertragen, auf dieser zur Ausstellung gehörigen Website, auf der es auch reichlich Fotos von früheren, jawoll: Sitzungen und Interviews und manches mehr gibt.
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Ostern mit Olafer (und Dieter)
Ausflugstips

Der Künstler Olafur (für phonetisch Eingeweihte: "Olafer") Eliasson bereitet gerade seine erste große Einzelausstellung für Berlin vor (Innen Stadt Außen, ab 28. April im Martin-Gropius-Bau), einzelne Werke aber sind schon zum Osterwochenende in der Stadt zu sehen. So empfiehlt sich ein Ausflug auf die Pfaueninsel, wo den Großteil des kommenden Jahres über der Blind Pavillion aufgestellt sein wird, eine Arbeit aus dem Jahr 2003, damals noch in Island situiert.
Und da es sich ja zu Ostern auch um das Wochenende der Eisfreiheit handelt, trifft es sich gut, dass auch Berlinale-Direktor Dieter Kosslick in der aktuellen Süddeutschen Zeitung einen Ausflugstip für Bewohner und Besuchers des hauptstädtischen Raums hat: Er empfiehlt den Karl Foerster Garten in Bornim bei Potsdam, der Stauden wegen. "Hier ist des Volkes wahrer Himmel." (Goethe)
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Systemperforation
Die große Fahrt der DDR-Kunst nach Paris anno 1990

Im Jahr 1990 hatten Künstler der DDR noch einen Begriff davon, was da gerade im Begriff war, aus der Geschichte zu verschwinden: eine „subversive Gegenkultur des Ostens“, eine „randständige“ Kultur, an der sich die Menschen in einer westlichen Metropole wie Paris schnell noch sattsehen wollten. 200 künstlerisch Schaffende wurden 1990 in die ehemaligen Schlachthöfe von La Villette eingeladen, viel Zeit zur Vorbereitung war da nicht. Die Schau hieß L’autre Allemagne hors les murs, das andere Deutschland, ohne Mauern. Christoph Tannert war der Ansprechpartner in der DDR, aus Frankreich hatte sich der linksradikale Journalist Maurice Najman gemeldet, gleich nach dem Fall der Berliner Mauer.
Eine Gruppe von Filmemachern war damals mit der Kamera dabei, daraus entstand ein fünfzigminütiger Dokumentarfilm, für den heute Gerd Kroske (Der Boxprinz) als Autor genannt wird. La Villette hat diesen Moment eingefangen, in dem das andere Deutschland nach Paris fuhr, um dort die (hastig aufgebaute) große Bühne zu betreten: Maler, Tänzer, Musiker, Fotografen, eine Gruppe von „Autoperforationsartisten“. Jürgen Böttcher, der sich als Maler Strawalde nennt, ist die prominenteste Figur, er ist in seinem kleinen Atelier zu sehen und malt dann in Paris gleich viel großformatiger und live.
Es ist spannend, die Liste der vertretenen Namen abzugleichen mit der Gegenwart von 2010: Klaus Killisch, Trakia Wendisch, Conny Hege, Michael Brendel, Volker Via Lewandowsky, Volker Henze, Allerleirauh, Helga Paris, Joachim Damm, … An einer Stelle kommt der französische Kulturminister Jack Lang und lässt sich durch die Ausstellung führen – man sieht, dass hier tatsächlich Systeme aufeinandertreffen. Gerd Kroske und die Leute der DEFA-Gruppe Kinobox, die La Villette unterschrieben haben, griffen auf Lautréamonts Gesänge des Maldoror zurück, um ihr Paris zu fassen, ein Paris, das durch das Imaginäre von Literatur und Film geprägt ist (George Franjus Dokumentarfilm über die Schlachthöfe, Le sang des betes, darf nicht fehlen), und das mit dem Prenzlauer Berg verwechselbar wird: Die U2 führt direkt nach Montparnasse.
La Villette ist derzeit täglich um 20.30 in der Brotfabrik, Berlin-Weißensee, zu sehen.



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