02. September 2010, Woche 35/2010        Blog
Print
CARGO Film/Medien/Kultur Magazin
  • Übersicht aktuell
  • Interviews und Features
  • Ratings
  • Blog
  • Letzte Einträge
  • Kommentare

Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 06 vom 10. Juni 2010

  • Quicklinks:
  • Abonnement oder aktuelles Heft bestellen /
  • Jahresratings /
  • Newsletter /
  • Links
 

Anzeige    Werben auf www.cargo-film.de

Anzeige
  • Aktuelles Heft
  • Alle Ausgaben

CARGO 06/2009 Cover Marco Bellocchio

CARGO 06/2010 jetzt neu

  • Portofrei bestellen
  • Verkaufsstellen

  • Inhaltsverzeichnis von Heft 06/2009
  • Editorial


Inhalt

  • The Last Movie
  • River Cottage
  • Ben Stiller
  • Keine vergangene Woche
  • Weltuntergang in Hollywood
  • Bigger than Life
  • Jobless Men, Folge 8
  • Funny People: Judd Apatow im Gespräch
  • Up to the skies
  • White Chicks Can't Dance
Ältere »

Feed

CARGO Container: Hollywood

  • The Last Movie

    Dennis Hopper 1971.

    30.05.2010, Bert Rebhandl in: Filmgeschichte, Hollywood, Regisseure

    „Movies have bring here violence“, sagt ein Padre zu dem Cowboy-Stuntreiter Kansas (Dennis Hopper) im peruanischen Hochland. Es ist die Zeit am Ausgang der 1960er Jahre, das alte Hollywood ist tot, das neue schlägt wild in alle Richtungen aus. In Chincheros hat die amerikanische Filmindustrie eine Außenstelle errichtet: Kulissen für Western in einer Zeit, in der das Genre schon ziemlich am Ende ist (Hopper hatte kurz davor noch in Henry Hathaways True Grit eine Rolle gehabt). Sam Fuller dreht den Tod von Billy the Kid: „I want it legitimate.“ Die Dreharbeiten gehen zu Ende, die Amerikaner wollen dringend nach Hause, die Infrastruktur an dieser „rugged location“ bleibt verwaist zurück, wie auch eine kleine Community von Expats, und Kansas, der mit Maria, einem Mädchen aus der Gegend, die Zivilisation hinter sich lassen und in einem „adobe“ wohnen will, einem Lehmziegelhaus (Maria hätte lieber einen Swimming Pool).

    Nach 25 Minuten erscheint der Titelcredit: The Last Movie. Da will einer etwas zu Ende bringen, wie schon so viele andere Künstler der Avantgarde im 20. Jahrhundert. Für Dennis Hopper machen es die Peruaner, die den Amerikanern ihren eigenen Film hinterherdrehen, der einheimische Regisseur auch mit Sheriffstern auf der Brust und Zigarre im Mund. Eine Travestie. Film als Kunst des Falschen („phoney“) wird abgeschafft, die „Dreharbeiten“ zielen auf das Reale: die Kamera ist aus Holz, aber die Patronen in den Revolvern sind echt. Heraus kommt kein Film, sondern ein „echter“ Tod. „La última pelicula: El muerto.“

    Der Gringo ist der Mann, der sterben soll – ein neuer Christus, der den Opfertod auf sich nimmt, der die Widersprüche des Weltsystems versöhnen soll. The Last Movie war Dennis Hoppers großer Wurf nach dem Erfolg von Easy Rider, und man muss schon eine Weile suchen, um irgendwo einen ähnlich (forciert) wilden Versuch zu finden, als Subjekt aus der ersten Welt einfach irgendwo an der Peripherie verloren zu gehen. Was Orson Welles in Brasilien suchte, fand Hopper in Peru auch nicht – einen Standpunkt, auf dem er sich selbst gegenüberstehen hätte können: kein Star, kein Filmemacher, kein Amerikaner, kein Imperialist, kein Macho, kein Drughead. Kein Gringo. Aus all diesen naiven Negationen entstand kein letzter Film, immerhin aber eine Antwort – auf Glauber Rocha, auf Alejandro Jodorowsky.

     


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • River Cottage

    Filmhinweis: «The Quiet Man» (1952) von John Ford im Arsenal Berlin

    15.05.2010, Bert Rebhandl in: Filmgeschichte, Hollywood

    Mit einer seltsameren Geste hat kaum einmal ein Mann im Kino einer Frau den Hof gemacht: Sean Thornton (John Wayne) wartet vor der Kirche, dass Mary Kate Danaher (Maureen O’Hara) heraustritt. Die rothaarige, irische Dorfschönheit strebt zum Weihwasserbecken, da stellt Thornton sich ihr in den Weg, schöpft mit der Handkelle ein bisschen Wasser aus dem schweren Steinkessel, und nötigt sie, in seine geöffnete Hand zu greifen, bevor sie sich bekreuzigt. Die Ehe, die sich hier anbahnt, wird also gleich zu Beginn getauft, und der Ehemann ist auch der Spender eines Sakraments, das John Ford in The Quiet Man schön zwischen Katholizismus und Naturreligion in der Schwebe hält.

    Einer seiner besten Filme ist kein Western, sondern ein hemmungsloser Heimatmythos, in dem die Traumata der amerikanischen Kolonialgeschichte endlich die richtige Struktur bekommen. Denn die Iren sind die Indianer Europas, ihre besten Kämpfer starben in Australien den Heldentod und werden noch im Jahr 1952 besungen – so auch Sean Thornton, der Großvater des Sean Thornton, der zu Beginn von The Quiet Man aus Pittsburgh nach Irland zurückkehrt. Ein Boxer mit einer Schuld auf dem Gewissen kehrt aus der Moderne an die vorindustrielle europäische Peripherie zurück.

    Er zähmt eine Widerspenstige (das erste Bild von Maureen O’Hara in The Quiet Man zeigt sie auf einer Wiese inmitten einer Schafherde), und findet seinen Kampfgeist wieder. Das alles inmitten des üblichen Ford-Personals (Barry Fitzgerald macht als Kutscher Michaleen Oge Flynn den irischen Hans Moser), und in prächtigstem Technicolor – wenn es die Kopie hergibt, so wie damals, als ich The Quiet Man einmal im Österreichischen Filmmuseum sehen konnte und an diesem Tag vollständig davon überzeugt war, den größten Film aller Zeiten gesehen zu haben.

    The Quiet Man (1952) von John Ford: Arsenal 15. und 28. Mai


    Kommentar hinzufügen


  • Ben Stiller

    Best Supporting Role.

    08.03.2010, Simon Rothöhler in: Hollywood

    Dank für den Hinweis an Ben Stiller-Fan Robin Celikates (vgl. zum Thema CARGO #5, erscheint am 25. März 2010)


    Kommentar hinzufügen


  • Keine vergangene Woche

    Stand der Dinge, resp. Zukünftiges.

    07.11.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Hintergründe, Hollywood

    Da ich in Tübingen war und damit etwas aus der Welt - und der Online-Welt schon gar mit einer so lahmarschigen wie wackligen Internet-Verbindung im Hotel -, nur ganz kurz zwei Hinweise auf interessante Sachen der vergangenen Woche.

    Zum einen berichtet die Los Angeles Times über eine Aktion des Super-Agenten Ari Emanuel (s. Starsystem in CARGO #1), der für Panik in Hollywood eher keinen Anlass sieht, weil er im Jahr 1970 eine Präzedenz erkennt - es folgt ein spannender Artikel über den Moment, auf den der Durchbruch der neuen New-Hollywood-Talente folgte:

    But guess what? This ain't the first time that Hollywood has tried to get tough and dump all that expensive talent baggage. That's the message that WME boss Ari Emanuel delivered to his troops recently, sending out to all his agents a copy of a 1970 Life magazine that detailed Paramount Pictures' efforts to revamp its business by jettisoning most of its costly star talent... What finally got the studios back in business, as the '60s ended and the '70s began, was something in short supply today -- a willingness to take risks on new filmmakers and adventuresome material.

    Derzeit geht die Entwicklung, wenn man dem Wall Street Journal glauben darf, allerdings in eine etwas andere Richtung:

    Toys now are receiving the same A-list treatment that any bankable movie star here has come to expect. That includes top billing and contracts with special perks. They even have their own talent agents.

    Und ganz etwas anderes, oder jedenfalls fast: Christoph Hochhäusler träumt in seinem Blog davon, wie das Filmemachen aussehen könnte, gäbe es nicht die Zwänge zum Beispiel der Produktion. Eigentlich geht es ihm aber um eine grundsätzliche Befreiung der Kino-Ästhetik:

    Wonach ich mich aber sehne, durchaus im Sinne von Coppolas Idee, technisch weniger hochgezüchtet vielleicht, wäre ein sukzessives Arbeiten an einem Film. Ich würde gerne Prototypen von Szenen bauen, sie überprüfen, verbessern, verwerfen (mit verschiedenen Schauspielern zum Beispiel, verschiedenen Kameraleuten etc), also so vorgehen, wie in jedem anderen Designprozess auch. Ich hätte gerne die Möglichkeit, an dem einen Problem geduldig und in kleinen Schritten zu arbeiten, das andere aber spontan und roh zu bearbeiten.

    Kommentar hinzufügen


  • Weltuntergang in Hollywood

    Exitus.

    18.10.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Hollywood, Ökonomie

    Etwas oder es geht zuende in oder mit Hollywood. Das Geld geht aus. Studiobosse werden gefeuert. MGM und Paramount vor dem Exitus. Ein Weinbauer namens Coppola führt das große Wort, irgendwo draußen vor der Tür und des Guardian Mann in LA schreibt mit. Die Fakten: Im nächsten Jahr ein Drittel weniger Filme, eher 400 als 606. In der Welt am Produkt weniger Interesse, in Japan steigt die Quote einheimischer Filme von 5 auf 65 %. In Zukunft nur noch Harry Potter. Oder Kino als Live-Konzert, glaubt jedenfalls der Weinbauer namens Coppola. Nachzulesen ist das apokalyptische Szenario in diesem Artikel: "The cinema as we know it is falling apart".


    Kommentar hinzufügen


  • Bigger than Life

    Lethem on Ray.

    03.10.2009, Simon Rothöhler in: Filmgeschichte, Hollywood

    image

     

    Großartiges Gespräch bei den Kollegen von Cinema Scope mit Jonathan Lethem über Nicholas Rays Bigger Than Life (1956):

    LETHEM: Well, there’s a version of the fundamental paradox of ‘50s America. It’s alluded to in the film: the Cold War fears and the bomb, also McCarthyism. The whole incredible self-loathing paradox embedded in this apparently simple idea that “our enemy is trying to destroy our free American way of life.” The Communist enemy is like a race of insects. A faceless horde. Whereas in America, you’re allowed to be free and do anything you want, but any sign of disturbing behavior means you might be a Red, so we have to conform to one another, in order to prove that we are not the faceless horde—so we’re undergoing this constant self-scrutiny for difference. This describes a decade that contains both Allen Ginsberg and J. Edgar Hoover.

    Bemerkenswert ist auch der Old School-Trailer mit James Mason:


    Kommentar hinzufügen


  • Jobless Men, Folge 8

    02.10.2009, Simon Rothöhler in: Filmgeschichte, Hollywood

    image

     

    Folge 8 unserer krisenbegleitenden Reihe Jobless Men: Robin Celikates über Skyscraper Souls (Edgar Selwyn) USA 1932


    Kommentar hinzufügen


  • Funny People: Judd Apatow im Gespräch

    16.09.2009, Cargo in: Aktueller Film, Hollywood, Komödie, Regisseure

    image

    Neu in unserem Webmagazin: Ein Audio-Gespräch mit dem Spiritus Rector der US-Komödienlandschaft Judd Apatow, anlässlich des Starts von Funny People - ein großer, reifer, offener Film, ein absolutes Highlight des Kinojahres, if you ask CARGO.

     

     

    Dazu in unserer Printausgabe CARGO 03: Ein Gespräch mit David Gordon Green und ein Text von Ekkehard Knörer zu Funny People.

    image

     


    Kommentar hinzufügen


  • Up to the skies

    Abenteuerland.

    10.09.2009, Simon Rothöhler in: Aktueller Film, Hollywood, Komödie

    image

    image

     

    Coming of Age im Abenteuerland der Achtziger bedeutet: von Falco zu Lou Reed zu flüchten, den Autoscooter für eine echte Rückbank einzutauschen. «I’m so surprised I’m making out with you» - «Me too!». Währenddessen verlieren die Eltern ihre Jobs und Reagan perfektioniert das Genre der Fernsehansprache. Unverdrossen: Martin Starr, der sich in eine antisemitische Katholikin verliebt (Starr, mit einem Gogol-Buch unterm Arm, protestiert «But I’m more like a pragmatic nihilist»). Satellite of Love: Kristen Stewart, die in David Gordon Greens Undertow Pearl Harper spielt. Der deutsche Verleih konnte mit dem Film vor einigen Wochen so wenig anfangen, dass er ihn mehr oder weniger nur in Ulm und Stuttgart gestartet hat. Einen total einleuchtenden sentimentalen Tonfall hat Mottolas Superbad-Nachfolger: Dazed and Confused, 10 Jahre später, gelassen im Gerüst der Konventionen ruhend.  Satellites gone / Up to the skies / Things like that drive me / Out of my mind

    Adventureland (Greg Mottola) USA 2009

     

    image

    image

    image

     


    1 Kommentar (ansehen). Kommentar hinzufügen


  • White Chicks Can't Dance

    A thousand miles.

    02.09.2009, Simon Rothöhler in: Aktueller Film, Hollywood

    Freunde, die den diese Woche in den Kinos anlaufenden Dance Flick gesehen haben, versichern glaubwürdig, dass man das nur tun sollte, wenn man in irgendeiner Form Geld dafür bekommt. Schade, denn die Wayans-Brüder hatten 2004 eine ziemlich smarte Cross Dressing-Komödie vorgelegt. Unbestreitbar ist zumindest, dass White Chicks den Konnex Hamptons-WASP-Vannesa Carlton ziemlich gut im Blick hat (Terry Crews Karriere hat sich bis heute nicht erholt):


    2 Kommentare (ansehen). Kommentar hinzufügen

Seite 1 von 5 Ältere Einträge »

CARGO-SMS vom Lido

Venedig 2010



© Cargo Verlag GbR 2008-2010 / Impressum / Anzeigen, Mediadaten / RSS / Hosting: classlibrary.net / www.cargo-film.de is a Django powered site.
    ISSN 1867-8750 (Website) ISSN 1867-8742 (Print)