CARGO Container: Aktueller Film
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Twitter fragt, Werner Herzog antwortet
Videopost
Heute am frühen Abend gab es eine leicht ungewöhnliche Werbeaktion für Werner Herzogs Film My Son, My Son, What Have Ye Done. Man konnte per Twitter Fragen stellen und Herzog antwortet per Video. Das ganze wird jetzt so langsam erst bei Youtube hochgeladen. Hier ein Video, in dem Herzog sich zu Abel Ferrara und Chuck Norris (der Name sagt ihm eher nix) äußert, weitere werden dann in diesem Kanal, glaube ich jedenfalls zu verstehen, folgen. (Im Zweifel ziemlich weit links unten unter "Letzte Aktivitäten" nachsehen.)
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Locarno Abschluss

Der letzte Bericht von Lukas Foerster vom Festival in Locarno ist nun auch online: Es geht um ein Bewegtbild von James Benning und um die großartige Dokumentation Karamay über eine chinesische Boomstadt, die Schauplatz eines Unglücks wurde, das nie aufgearbeitet wurde.
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Lukas Foerster aus Locarno

In bisher vier Teilen berichtet Lukas Foerster vom Festival in Locarno. Hier die Übersicht, jetzt der Einfachheit halber auf einer Seite. Der Inhalt ist der gleiche.
Teil 1: Zu Cyrus von den Duplass Brothers und Homme au Bain von Christophe Honoré
Teil 2: Zu Lodge Kerrigans Return to the Dogs und Aaron Katz' Cold Weather
Teil 3: Zu Ernst Lubitsch, Roger Comerfords The Indian County Line und Thom Andersons neuem Film Get Out of the Car
Teil 4: Zu Isild Le Bescos großem Wurf Bas-Fonds
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Aller guten Dinge
Venedig
Bis auf einen wurden heute die Wettbewerbstitel für Venedig bekanntgegeben. Zuvor schon gab es das Programm der nicht minder spannenden Nebenreihe Orizzonti. Wie stets in Venedig ist für jeden was dabei: Für den Freund der Avantgarde und anderer Nicht-Mainstream-Künste Neues von José Luis Guerin (eine Doku über Filmfestivals, die Guerin besucht hat ?!), Douglas Gordon, Patrick Keiller, Ken Jacobs und Peter Tscherkassky. In den Orizzonti außerdem die jüngsten Würfe von Catherine Breillat, Hong Sangsoo (sein zweiter Film 2010!) und Sono Sion. (Hier bei Mubi eine Übersicht.) Im Wettbewerb (Überblick) selbst: Die neuen Filme von u.a. Kelly Reichardt, Sofia Coppola (s. hier neulich), Vincent Gallo (sein halb schon in Cannes erwarteter geklauter Film), Monte Hellman (wirklich wahr!), Abdellatif Kechiche, Takashi Miike, Tsui Hark (naja, zuletzt nur ein Schatten seiner selbst) und Tom Tykwer (mit Drei nach Berlin zurückgekehrt).Vier der auf heimischem Platz von der Auslandspresse in der Regel gefürchtete Italiener dazu, von denen mir nur einer was sagt, Saverio Costanzo - dessen Vorgänger In memoria di me hat mir in Berlin vor ein paar Jahren allerdings sehr gut gefallen. Was schon wieder fehlt: Terrence Malicks Tree of Life, aber ein letzter Film ist für den 6. August avisiert, kann also noch werden. Oder nächstes Jahr in Berlin. Oder Cannes. Oder Jerusalem. Und hier noch der Anfang von vier Seiten von außerplanmäßigem Außer-Konkurrenz-Programm mit RegisseurInnen, deren - wie es da doch tatsächlich heißt - Bedeutung anerkannt ist. Dabei unter anderem Marco Bellocchio, Ben und Casey Affleck (letzterer mit der mysteriösen Joaquin-Phoenix-Doku), Mani Ratnam und John Woo. Klingt sehr viel versprechend, alles in allem.
P.S.: In einer Pressemitteilung gibt es Genaueres zu dem Tscherkassky-Film und einem ebenfalls gezeigten neuen Werk von Martin Arnold. Ich kopiere und paste:
SHADOW CUTS von Martin Arnold (A 2010, 35mm, 4:30 min)
Shadow Cuts (2010) betrachtet das Happy-End einer Cartoon-Sequenz im Rücklauf. „Wenn sich eine Maus in einen Hund verschaut, kann einiges geschehen“: Im flimmernden und schwarz flackernden Bild beginnen sich die Augen allmählich von dem lachenden Mickey und seinem Weggefährten Pluto zu lösen. Manchmal verschwinden sie zur Gänze. Den temporär erblindeten Figuren auf der Leinwand stehen temporär erblindete BetrachterInnen gegenüber. Auch ihnen zerbricht die Wahrnehmung in den Dunkelphasen der Projektion. (M. A.)COMING ATTRACTIONS von Peter Tscherkassky (A 2010, 35mm, 25 min)
Den avantgardistischen Film verbindet eine Seelenverwandtschaft mit dem frühen Kino – dem „Kino der Attraktionen“, wie die Filmwissenschaft es nennt. Damit ist der „exhibitionistische“ Charakter des frühen Films gemeint: Wir sehen die stolze Selbstdarstellung eines neuen Mediums, seiner (trick)technischen Möglichkeiten, die direkte Adressierung der Kamera, die unverblümte Kontaktnahme mit dem Publikum. Aber auch im Werbefilm haben sich solche charakteristischen Elemente des frühen Kinos bis heute erhalten. Auf humorvolle Weise spürt der Film Coming Attractions diesen verborgenen Bezügen nach; in elf Kapiteln zelebrieren die Coming Attractions die Trinität von Reklamefilm, Early Cinema und Avantgarde. (Peter Tscherkassky)
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Nachkrieg
Dominik Graf/Berliner Schule
In der neuen "Senses of Cinema"-Ausgabe gibt es ein großes und äußerst lesenswertes Interview mit Dominik Graf. Besonders interessant daran finde ich, wie Graf auf die insistenten Nachfragen des Gesprächspartners Marco Abel sein Verhältnis zur "Berliner Schule" so genau - und wohl auch so freundlich - wie niemals zuvor beschreibt. Hier die entscheidende Passage dazu:
The Berlin School has the same attitude, as if before their arrival on the scene there had been a propaganda war going on that made you blind and deaf: the war waged by blockbusters against the rest of the world. Sometime around 1994, 1995, you had to develop new aesthetic forms in order to hear something else, to see something else. The first response to the relentless assault by Hollywood upon our senses was Dogme 95, after which the Berlin School arrived. That said, I couldn’t be as radical as they are in this regard because I am ten years older and perceive things differently. I am not quite as damaged by the cinema; I know it from before the state of war, so to speak. But I understand where they are coming from 100%, I think: from the early 1990s at the latest, it had become necessary to radically object to the screaming “vanity fair” of all cinematographic availabilities.
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Joe's Crowd
Schnellstart.
Martin Scorsese, bitten übernehmen Sie:
Among the crowd were Nonzee Nimibutr, Yuthlert Sippapak, Chookiat Sakveerakul, Anocha Suwichakornpong, Somkiat Vituranich, Michael Shaowanasai, Kongdej Jaturanrasamee, Pimpaka Towira, Lee Chatametikool, Zoe Popham, Ping Lumprapleung, "Pop" Areeya Chumsai and some of the Fan Chan directors.
Die Rede ist von der thailändischen Premiere von Uncle Boonmee. Und sieh an, der Film ist ungeschoren durch die Zensur gekommen und läuft ab nächster Woche schon regulär in einem Kino in Bangkok.
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Uncle Boonmee
kommt in deutsche Kinos.
Der Münchner Verleiher Movienet wird Apichatpong Weerasethakuls Cannes-Gewinner Uncle Boonmee in die deutschen Kinos bringen. Deutschland war der letzte größere Kinomarkt in Europa, in den nun die Rechte verkauft wurden. Die interessantesten Filme, die Movienet, weiß Gott kein großer Player, zuletzt herausgebracht hat, waren unter anderem Götz Spielmanns Revanche, Marko Döringers Mein halbes Leben und Ulrich Seidls Import-Export. Seine Deutschlandpremiere wird Uncle Boonmee übrigens beim Münchner Filmfest Ende diesen Monats erleben.
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Miguel Gomes im Gespräch
CARGO-Video.
Miguel Gomes, 1972 in Lissabon geboren, hat erst zwei Langfilme gedreht und bekommt trotzdem schon Gesamtwerk-Retrospektiven: in Wien, in Buenos Aires, jetzt in Berlin. Ekkehard Knörer und Simon Rothöhler sprachen mit ihm über seinen Werdegang, «corny songs», Rossellini und sein neues Projekt «Tabu».
Weitere Ausschnitte des Gesprächs finden Sie hier.




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