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FischGraetenMelkStand
Abkotzen.
Kurzer Hinweis: Auf der Feature-Seite gibt es eine von mir verfasste freundliche kleine Polemik gegen die allseits gefeierte "FischGraetenMelkStand"-Abschlussausstellung in der Berliner Temporären Kunsthalle zu lesen.
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Joaquin Phoenix, Superstar
hoaxus pocus fidibus.
Erst erklärte Joaquin Phoenix nach Two Lovers seinen Rücktritt als Method Actor, dann schlüpfte er bei Letterman gleich in die nächste Rolle (hier Ben Stillers Interpretation). Es folgten eine von keinerlei Begabung getrübte HipHop-Karriere und physisch engagierte Publikumsbeschimpfungen. Jetzt gibt es einen Teaser zur Joaquin-Phoenix-«Doku» von Casey Affleck - und erste Augenzeugenberichte der Film gewordenen Performance:
«Several buyers said the film overflowed with Hollywood debauchery, including more male frontal nudity than you’d find in some gay porn films and a stomach-turning sequence in which someone feuding with Phoenix defecates on the actor while he’s asleep.»
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Locarno Abschluss

Der letzte Bericht von Lukas Foerster vom Festival in Locarno ist nun auch online: Es geht um ein Bewegtbild von James Benning und um die großartige Dokumentation Karamay über eine chinesische Boomstadt, die Schauplatz eines Unglücks wurde, das nie aufgearbeitet wurde.
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Anfield Road

Von der Position, von der aus diese Fotografie aufgenommen wurde, sind es nur wenige Schritte zu Anfield, dem Stadion des FC Liverpool. Als ich gestern an dieser Stelle stand, hat es mich bei aller Sentimentalität, die der Anblick des Kop bei einem Liverpool-Fan auslöst, dann doch noch mehr mitgenommen, wie sehr dieses legendäre Stadion in eine zum Teil vollkommen heruntergekommene Arbeitersiedlung eingebettet ist. Unfassbar, nicht nur im Vergleich zu den gesponserten «Arenen» der Bundesliga, die wie die Cineplexe oft am Rand der Städte liegen. Terence Davies' Liverpool-Requiem Of Time and the City kam mir sofort in den Sinn, ein Found Footage-Film, in dem das autobiographische Pathos des Regisseurs von stupendem Archivmaterial gleichsam aufgesogen wird. Wenn man Anfield Road den Rücken kehrt und in die verlassenen Straßen blickt, die in den historischen Aufnahmen noch von Wäscheleinen überspannt sind, wird einem bewusst, dass sie eine Community vernetzt haben, etwas Soziales zusammenhielten. Ob sich Kenny Huang und Yahya Kirdi diesen Film je ansehen werden?
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Lukas Foerster aus Locarno

In bisher vier Teilen berichtet Lukas Foerster vom Festival in Locarno. Hier die Übersicht, jetzt der Einfachheit halber auf einer Seite. Der Inhalt ist der gleiche.
Teil 1: Zu Cyrus von den Duplass Brothers und Homme au Bain von Christophe Honoré
Teil 2: Zu Lodge Kerrigans Return to the Dogs und Aaron Katz' Cold Weather
Teil 3: Zu Ernst Lubitsch, Roger Comerfords The Indian County Line und Thom Andersons neuem Film Get Out of the Car
Teil 4: Zu Isild Le Bescos großem Wurf Bas-Fonds
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Sokratismus
Philosophie mit Mathieu Amalric
In Frankreich gibt es ein monatliches Magazin mit dem Titel (und dem Thema) Philosophie. Ich bin auf dem Hauptbahnhof von Warschau darauf gestoßen, wo die Auswahl an internationalen Zeitschriften nicht so groß ist - das aber gab's! In der aktuellen Ausgabe 41 findet sich eine "politische Philosophie des Monokinis" (die, soweit ich das überflogen habe, auf den "zérokini" hinausläuft, also auf Nudismus). Von Peter Sloterdijk hat man sich zu einem Coverthema bewegen lassen: "Peut-on changer de vie?" Die Abwesenheit eines Possessivpronomens macht die Sache fast hoffnungslos: "Kann man das Leben ändern?"
Für uns besonders interessant ist ein kleiner Fragebogen auf der letzten Seite vor dem Umschlag: Mathieu Amalric in einem "Questionnaire de Socrate". Von dem Schauspieler und Regisseur lief zuletzt in Cannes Tournée, der einem unserer Vertrauensleute vor Ort, Alexander Horwath, sehr gut gefiel. Hier bekennt er, dass Jean-Pierre Vernant der Denker ist, der ihn durch das Leben begleitet, und schlägt im übrigen eine Brücke von der Philosophie zum Esprit.





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