Container vom 21. Januar 2011 von
Ignatiy For Team Blogosphere
Manchmal geschieht auf der Welt wundersamerweise doch das Richtige. Dass ausgerechnet Roger Ebert, dessen Populismus so erfolgreich ist, weil er sich für ihn nicht verbiegen muss, sich Ignatiy Vishnevetsky als seinen Nachfolger auskucken würde, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Der Hintergrund: Heute läuft erst in einem regionalen Chicago-Kanal, dann im öffentlichen Fernsehen PBS potenziell in den ganzen USA die Neuausgabe von Eberts zuletzt ohne sein Zutun zuschanden gesendetem Fernseh-Filmkritik-Format "At the Movies". Da Ebert seit seiner Krebserkrankung nicht mehr sprechen kann, muss er sich auf die Rolle als Mann im Hintergrund und auf Kurzauftritte beschränken. Als eigentliche Hosts hat er nun die AP-Frau Christy Lemire (hier bei Rottentomatoes) - die mir, muss ich gestehen, gar nichts sagt - und eben (nachdem er sich mit Elvis Mitchell nicht einigen konnte) IGNATIY VISHNEVETSKY erkoren. Letzter ist gerade mal 24, wurde hier im Blog bei Gelegenheit schon erwähnt und ist wirklich einer der großartigsten Filmschreiber in den USA. Bei mubi.com, für die er im von Danny Kasman herausgegebenen Notebook schreibt, ist eine Auflistung toller Vishnevetsky-Texte, der ich gar nichts hinzufügen will:
This might be a good time to revisit some of Vishnevetsky's writings. You might want to read his essay on Jean-Claude Van Damme, his birthday letter to Abel Ferrara or his discussion of the history and future of cinema with cinematographer Yu Lik-Wai. Or you might be into his speculations on Neil Marshall or Pierre Morel. Or perhaps you'll want to delve into his defense of D.W. Griffith or his investigations of The Keep, Survival of the Dead, The Expendables, Predators, The Social Network, The Girlfriend Experience, that goddamn Prince of Persia movie, the use of voices in cinema, Greenberg, Jason Statham, or the problems of Inglourious Basterds. You might want to check out some of the essays he wrote for our series on Takashi Miike's films in the 2000s, or read about why Clint Eastwood is a Brechtian, why Renoir isn't elegant, why Spread is a great movie, or whether Andrew Bujalski believes in the existence of evil.
Ein Kritiker der Chicago Tribune hat die erste Sendung bereits gesehen und zeigt sich gebührend beeinruckt. Wäre schon toll, wenn die Sendung ein Erfolg wird.



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