Absolut Jonze
Schnapsidee
Spike Jonze hat einen Film gedreht. Er ist dreißig Minuten lang. Bezahlt hat ihn Absolut Vodka - es ist ein Werbefilm. Dieser Artikel sagt, der Film laufe nicht nur beim Sundance Festival, sondern auch bei der Berlinale. Die Vorgabe - "In making the film, Figliulio and Bijarchi gave Jonze a brief to write and direct a film depicting creativity conquering conformity" - klingt doch eher paradox: Sei konform (weil Werbung nun einmal der Inbegriff von Konformität ist), aber kreativ dabei! Wie und wo das Werbe-Werklein bei der Berlinale läuft, weiß ich noch nicht. Vielleicht in Dieter Kosslicks Kulinarisches-Kino-Reihe, die in diesem Jahr den unfreiwillig komischen Titel "In the Food For Love" trägt. Hier nun - einem Hinweis von Sebastian Selig verdankt - der Trailer zum Film und der sieht ... naja, urteilen Sie selbst. (Vielleicht droht ja doch die Gondryfizierung nun auch von Jonze.)
Update: Der Film läuft im Generation-14plus-Kurzfilm-Programm. (Dank an Lukas Foerster.)
Nachdenk-Update: Und wenn Sie mich fragen, wie es sein kann, dass ein Wodka-Werbefilm (was das Werk, egal welchen Inhalts, nun einmal ist) im Berlinale-Jugendprogramm läuft: ich weiß es nicht. (Die Website des Films darf man erst nach Alterseingabe betreten, falls man über 21 zu sein behauptet.)


2 Kommentare. Kommentar hinzufügen
Ekkehard, 23.01.2010 14:07
Hier findet jemand - der allerdings "Where the Wild Things Are" nicht mochte - den Film sehr, sehr gut:
http://latimesblogs.latimes.com/movies/2010/0...
quellcode, 30.04.2010 14:19
ich konnte den film nicht zu ende schauen, so peinlich wurde es mir. spike jonze scheint irgendwie erwachsen werden zu wollen, und zwar auf eine ungute, quasi-europäische art. jedenfalls konnte ich weder mit dem biederen kanye-west-kurzfilm, noch mit der gezwungen gegenlichtigen roboter-wodka-werbung oder seinem letzten, new-york-artsy musikvideo für lcd soundsystem etwas anfangen.