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CARGO Film/Medien/Kultur 12
vom 15. Dezember 2011

CARGO 12 Cover, CARGO 11 Cover,

Container vom 31. August 2010 von Simon Rothöhler

Liquor Kills
Boardwalk Empire.


7 Kommentare. Kommentar hinzufügen

  • Denis K., 01.09.2010 17:41

    Ja, da freut man sich drauf, kann kaum schiefgehen, schliesslich spielen Michael K. Williams (The Wire's "Omar") und Michael Shannon mit.
    Ich hoffe, dass dieser Serienherbst toll wird, erwarte auch einiges von "The Walking Dead", wenn auch Frank Darabont mir da nicht so schmecken will... (Evtl einfach nochmal "DEAD SET" zur Einstimmung gucken).

  • Denis K., 21.09.2010 15:58

    Hmm.... der Pilot war ja nicht so dolle, ehrlich gesagt... vieles ziemlich vorhersehbar weil unzählige Male schon gesehen, aber mal schauen, vielleicht wird das ja noch.

  • simon rothöhler, 22.09.2010 09:34

    mir hat das ganz gut gefallen, das sopranoeske, aber vor allem, wie scorsese den eigentlichen job eines piloten erledigt: einen raum etablieren, figuren einführen (sehr schön im fall von al capone), bezugssysteme andeuten. aber wir haben noch viele stunden vor uns.

  • Denis K., 22.09.2010 15:00

    Ja, die Sache mit Al Capone war gut geschrieben, aber doch schon im Trailer und deswegen nicht wirklich überraschend. Ich fand, dass man Scorsese's Handschrift (wie sieht die wohl genau aus? Steadicam? Ballhaus-Licht?) gar nicht so wahrgenommen hat. Auf Steve Buscemis Gesicht machte sich eine Blässe bemerkbar, die meiner Meinung auch seiner Darbietung anzulasten ist: für mich wirkte es, als ob der kleine Mann mit den dünnen Haar diesem 20 Mio Produktionsetat nicht wirklich stemmen kann - im Gegensatz dazu bot der massige Körper von James Gandolfini genug Projektionsfläche für Unerwartetes und Facettenreiches, während Nucky Thompson eher wie Fredo Corleone erschien, dem man, anstatt ihn zu liquidieren, die Leitung einer Zweigstelle anvertraut hätte.
    Aber natürlich ist es zu früh, etwas nach einer Folge schon zu verdammen.
    Ich habe nochmal reingeskippt in die Folge und nicht genau gesehen wo Scorseses Dazutun zur Etablierung von Figuren zum Vorschein kommt, sowas ist ja eigentlich alles gescriptet.
    Sopranoesk fand ich es nicht ganz, denn
    eines der Großartigkeiten bei den Sopranos war ja die Ungewissenheit, das in der Szene alles passieren kann (Haut Tony dem jetzt das Glas übern Kopf? Umarmt er ihn? Verklagt er ihn? Fängt er an zu weinen?), während ich, wie schon gesagt, bei BE oft schon vorhersagen konnte was passieren wird.
    Persönlich, möchte ich hinzufügen, hat es mir auch ein wenig Paz de la Huerta versaut; jedesmal wenn sie in einer Szene war, kam mir "Enter The Void" wieder hoch. Außerdem erinnert sie mich erschreckend an Juliette Lewis der 90er.
    Trotzdem werd ich weitergucken, geht ja nicht anders.

  • Ekkehard, 05.10.2010 14:08

    Da ich den Piloten nachgeholt habe: Finde ihn total spätscorseseesk in der Überproduktion an allen Ecken und Enden. Das trägt das ohnehin nicht sonderlich tolle Buch überhaupt nicht; die erste Regulärepisode kam mir dann vor, als wäre ein Bleigewicht von allem genommen. Die sehr viel funktionalere Regie von Tim van Patten bekommt der Sache deutlich besser. Jeder banale Schuss/Gegenschuss im Vergleich mit den Scorseseschen Schiefkamerawinkeln ein Genuss. Andererseits sollte ich vielleicht die Klappe halten: Ich kann mit Scorsese schon ziemlich lange überhaupt nicht mehr, fand Mafiosi & Konsorten schon immer sowas von uninteressant und habe auch nie in die Sopranos reingefunden.

  • Denis K., 06.10.2010 20:21

    Ich habe die neueste Folge nach der Hälfte abgeschalten und die Serie erstmal für mich begraben, gibt genug anderes zu schauen.
    "spätscorseseesk" klingt gut! Es hatte tatsächlich viel von "Aviator".
    Aber ich gehöre wohl auch eher zu denen, die Scorseses Nicht-Mafia Arbeiten mehr schätzen als "Godfellas" etc., da mir bei ihm stets eine gewisse Verherrlichung dieses speziellen Klientels durchscheint, die im Gegensatz dazu im "Paten" komplett fehlt und dadurch für mich persönlich besser macht.
    Zu den "Sopranos": Da meine Frau die Serie nicht kennt, haben wir gestern mit Folge 1 angefangen und es gefällt mir besser als beim ersten Mal. Es ist wirklich David Chase, der den Unterschied macht, da der Plot hier lose um die Figuren geschnitten ist und in jeder Sekunde klar wird, das hier amerikanische Mythen dekonstruiert und "echte" Charaktere dokumentiert werden, mit einem höchst intensiven Maß an Reflektion.
    Terrence Winter, creator von BE, hingegen lümmelt sich da irgendwo auf einer künstlichen Oberfläche und versucht allzu offensichtlich auf den MadMen-Zug aufzuspringen. Ein kurzer Blick auf imdb offenbart dann noch das eigentlich schon Offenbare: er ist für das Buch von 50 Cents Epos "Get Rich or Die Tryin'" verantwortlich...

    Ach: Jedesmal wenn eine credit sequence mit "directed by: im Van Patten" abschließt mss ich schmunzeln und an diese Szene denken: http://www.youtube.com/watch?v=unw5gZj5OS8

  • Denis K., 06.10.2010 20:22

    Nachtrag:
    Die Erwartungen an David Chases neue Serie "Ribbon of Dreams" steigt jetzt natürlich an.