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Aktuelle Print-Ausgabe:
CARGO Film/Medien/Kultur 13
vom 15. März 2012

CARGO 13 Cover, CARGO 12 Cover,

Container vom 9. Oktober 2009 von Ekkehard Knörer

Die Vergangene Woche (KW 42)
Rückblick.

Bereits letzte Woche hatte ich ein wenig populisches Grummeln angesichts der angeblich zu cinephilen Auswahl fürs New York Film Festival (NYFF) erwähnt. In dieser Woche zielte eher überraschender Weise auch A.O. Scott von der New York Times in diese Richtung. Scott ist sicher kein Populist und wenn ihm jemand etwas vorwirft, dann höchstens - unsinnigerweise - mangelnden Stallgeruch, weil er von der Literatur zum Film kam. Man kann seine Bedenken, die er auf den Begriff des "Festivalismus" bringt, also nicht einfach abtun. Das Argument, bzw. die Argumentkette, ist ziemlich konsistent, ich zitiere etwas ausführlicher, um darauf eingehen zu können:

What was once a wide and crowded middle ground between popular taste and high art has eroded, and that territory has frequently been demarcated and defended by institutions like the Film Society. Ideally and at its best, the kind of high-minded middlebrowism represented by the New York Film Festival could provide a bridge for curious patrons, a path from the familiar and the fun toward the rarefied and the difficult, as well as a yearly sampling of world cinema in all its protean abundance.

But festivalism lives in a high castle, surrounded by a moat not entirely of its own construction. Today’s festival system, which assiduously scouts new locations and sponsors despite economic trouble, promotes a transnational fraternity of directors, journalists and, well, festival programmers. This is not a bad thing, but it is a mixed blessing. The festival world is gratifyingly cosmopolitan — so many movies from so many places! — yet it can also feel narrow, small and self-regarding.

Erstens konstatiert Scott, dass sich die gesamte Stratifizierung der Filmszene verändert hatte: aus einem dreigliedrigen in ein weitgehend zweigliedriges System. Mit dem "Mittelbereich", von dem er spricht, meint er wohl kaum die bestenfalls nicht weiter schmerzhaften, in aller Regel aber doch sehr uninteressanten Arthaus-Filme, die in deutschen Großstädten die Programmkinos füllen und vor allem dadurch auffallen, dass sie keinerlei ernsthafte Kunstanstrengungen unternehmen. (Das ist die eine Sorte Film, die bei uns im Ranking nicht auftaucht.)

Eher meint er, so würde ich es jedenfalls verstehen, Filme von Regisseuren, die den interessierten Teil eines nicht speziell kinobegeisterten Publikums ansprechen. Das, was zuletzt vielleicht Kaurismäki und Almodóvar und früher noch Woody Allen einmal waren (bevor sie zur Marke und etwas langweilig wurden), vielleicht auch noch Kiarostami, in den späten Neunzigern: Autoren, die einen mittleren Grund mit gemeinsamem Nenner für Cinephile und allgemein Kulturinteressierte bildeten.

Und ich glaube, er hat da in einer Hinsicht nicht unrecht. Dieser gemeinsame Nenner existiert kaum noch. Pedro Costa, Bruno Dumont, Bong Joon-Ho, sogar Claire Denis und auch Jacques Rivette (alle beim NYFF dieses Jahr) sind - nicht nur in Deutschland - Namen, die außerhalb sehr überschaubarer Zirkel keinem (mehr) etwas sagen. Die Ursache sind aber weniger diese Filme, denke ich - denn keiner wird sagen können, dass das Werk von Michelangelo Antonioni oder Ingmar Bergman per se "zugänglicher" war; und keiner wird sagen können, dass Maren Ades Alle Anderen sonderlich unzugänglich ist (in Deutschland war er übrigens vergleichsweise recht erfolgreich - US-Verleih hat er aber nach wie vor keinen). Die Ursache liegt vielmehr darin, dass es ein größeres Publikum, das im Ernst für Kunstanstrengungen aufgeschlossen ist, nicht mehr gibt. (Und zwar weder eines bildungsbürgerlichen noch popkulturellen Zuschnitts. Und schon gar nicht eines Zuschnitts, der beides selbst noch einmal zu vermitteln verstünde.)

Obwohl ich die Diagnose also in einer Hinsicht teile, glaube ich, dass der "Festivalismus"-Vorwurf das Pferd von der falschen Seite her aufzäumt. Festivals sind die Orte, an denen solche Filme gezeigt, gesehen, diskutiert werden genau deshalb, weil man sie anderswo kaum noch zu Gesicht bekommt. Schuld sind nicht diese Filme, Schuld ist jene Schrumpfung eines an diesen Filmen, den an sie angekoppelten Diskursen etc. interessierten Publikums. Eine Entwicklung, die natürlich auch ein Projekt wie CARGO, das sich das Kino als wie auch immer ausdifferenzierte und zerstreute Form eines großen Ganzen vorzustellen versucht, bei allem Widerstreben am eigenen Leib spürt.

Links, Hinweise, etc.

In den USA ist soeben in der Library of America - also einem allerdings viel offener angelegten Äquivalent der französischen Pleiade oder des deutschen Klassiker-Verlags - ein fast tausendseitiger Band mit den gesammelten Texten Manny Farbers zum Film erschienen. Ausführliche Rezensionen gibt es bislang schon von Jonathan Rosenbaum und im Blog "The Phantom Country". Auch Glenn Kenny schreibt darüber und verspricht mehr. Im jüngst erwähnten iranischen Blog "Notes on Cinematograph" stellt Ehsan Khoshbakht übrigens regelmäßig Farber-Texte ins Netz. (Mehr zu Farber dann in CARGO #4.)

Die Los Angeles Times berichtet über die gewaltige Krise, in die die Hollywood-Studios geraten sind.

Daniel Kasman interviewt die Avantgardefilmerlegende Ernie Gehr (Auteurs), David Hudson mit einer Linkliste von Filmblogs etc., (wir danken für die Aufnahme; auch bei den Auteurs)

Bei newfilmkritik schreibt Rainer Knepperges über den Hollywood-Regisseur Leo McCarey

Lukas Foerster ist begeistert vom Film Bioscope des indischen Regisseurs K.M. Madhusudhanan und findet das selbst etwas verdächtig (Dirty Laundry)

Die ausgewiesene Israel-Kritikerin Vanessa Redgrave sowie Julian Schnabel und Martin Sherman haben an die New York Review of Books einen Protestbrief geschickt, in dem sie gegen die Proteste gegen den Tel-Aviv-Schwerpunkt des Festivals von Toronto protestieren (Michael Sicinski hatte in diesem Blog darüber geschrieben)

Gerade heute reingekommen: Lars von Trier möchte jetzt ein Disaster Movie drehen, Titel Planet Melancholia. Wahlspruch: “No more happy endings!”  (Hab' ich da zuletzt bei Antichrist was falsch verstanden?) Gedreht und postproduziert wird wieder, da wird sich der deutsche Kulturnationalismus freuen, in Deutschland und Schweden.

Roman Polanski sitzt noch immer in einer Gefängniszelle in Zürich.


4 Kommentare. Kommentar hinzufügen

  • Thorsten, 09.10.2009 18:07

    zum "Festivalismus":
    Das ist die Frage mit dem Huhn und dem Ei, nicht wahr? Einerseits habe ich oft den Eindruck, dass, wie oben dargestellt, vor allem das Publikum fehlt (man sehe sich beispielsweise nur an, was für unterirdische Leserkommentare sich auf Seiten wie critic.de sammeln). Dann aber wieder frage ich mich: Kann das sein? Noch nie in der Geschichte waren so viele Filme so einfach verfügbar, noch nie konnte man sich seine Filmbildung mit so wenig Aufwand erarbeiten wie im Zeitalter der DVD. Man bekommt die Klassiker, und man bekommt die Festivalfilme. Und wo Gelegenheit ist, da entsteht etwas, oder? Da bilden sich neue Leidenschaften? Oder ist die Vereinzelung vor dem Bildschirm, die mit dem neuen Medium einhergeht, das eigentliche Problem? Ist das Publikum vorhanden, aber sitzt es zuhause auf der Couch?
    Oder sind die Studios/Kinoketten froh, eine bestimmte Art von Filmen den kleinen DVD-Labels überlassen zu können? Oder sitzen dort schlicht und einfach Leute, die noch nie von, z.B., Agnes Varda oder, aktueller, Jia Zhangke, gehört haben und deshalb die falschen Entscheidungen treffen?
    (jemand wie Almodovar kann übrigens immer noch das Middlebrow-Publikum anziehen. Meine Broken-Embraces-Vorstellung war ausverkauft.)

  • Ekkehard Knörer, 10.10.2009 09:57

    Ich bin sehr unsicher in meinen Einschätzungen. Weil ich sofort skeptisch werde, wenn vergangene Zeiten als sehr viel bessere gerühmt werden. Trotzdem habe ich, provisorisch, schon den Eindruck, dass es Zeiten gab, in denen Film (aber auch die anderen Künste) als "Diskurszusammenhang" auf andere Weise existent war als heute. Was heißen soll: dass ein nicht spezialistisches Publikum sich für die jeweils neuen Werke von nicht nur Experten bekannten RegisseurInnen interessierte. Nun bin ich aber nicht sicher, was das konkret bedeutet haben mag - weil ich nicht dabei war.

    Vielleicht ist ein nicht geringer Teil davon auch ein Effekt perspektivischer Verzerrung. Der Eindruck eines "Diskurszusammenhangs" im von mir gemeinten Sinn kann ja auch dadurch entstehen, dass ein recht enger Kreis Sprachregelungen und Podien und den Kanon so bestimmt, dass dieser Zusammenhang nicht-exklusiv scheint. Dabei war das mit Sicherheit nie ein Massenphänomen - wie viele Leute mögen denn die "Filmkritik" rezipiert haben? Andererseits glaube ich schon, dass die Feuilletons und das, was in ihnen diskutiert wird, früher sehr viel mehr als heute Abbild eines real existierenden nicht-spezialistischen Diskussionszusammenhangs und Publikums waren. (Das kann man dann gern bildungsbürgerlich nennen. Und das Kino ist da nur nach und nach dazugestoßen, ohne den Zusammenhang in Frage zu stellen. Das hat dann erst Pop getan.)

    Dieser Zusammenhang, dieses Publikum existiert, scheint mir, in Deutschland jedenfalls nur noch in Restbeständen. Die Feuilletons sind heute - ich kann mich täuschen, glaube es aber nicht - eine Veranstaltung, die Zusammenhänge und Sprach- und Diskussionsformen eher vorgibt als abbildet. Ich würde auch behaupten, dass große Teile der Leserschaft dem heute eigentlich nicht mehr recht folgen wollen und können. Ich kenne keinerlei Daten dazu, bin aber ziemlich sicher, dass der Altersdurchschnitt von Feuilleton-Leserschaften atemberaubend hoch liegt.

    Was aber wird sich entwickeln, wenn die alten Zusammenhänge sich auflösen? In Sachen Filmkultur scheint mir The Auteurs im Moment das interessanteste und in vieler Hinsicht vielversprechendste Studienobjekt. (Wobei die intellektuelle Kluft zwischen "Notebook" und Foren sogleich wieder zu denken gibt.) Vielleicht ebenso interessant sind die Foren der global vernetzten Tauschbörse K*ragarga. Meiner Überzeugung nach ist K*ragarga ein zentraler "Ort" des Weltkino-Zusammenhangs; neben den Festivals und der englischsprachigen Film-Blogosphäre - die nicht zuletzt dank David Hudsons Aggreggation überhaupt nur als Zusammenhang sichtbar ist, wenn nicht sogar: existiert. Diese Netz-Konfigurationen sind, scheint mir, dabei, auch die Kinematheken und Filmmuseen, deren geografische Beschränkung Fluch und Segen war. Fluch wegen der Exklusionen. Segen wegen der Überschaubarkeit. In den Blogs, bei K*aragarga, bei den Auteurs sieht man, in Echtzeit sozusagen, das real existierende und das heran- und nachwachsende Weltkino-Publikum, als lebendige Community. Das aber ist in der Tat unendlich viel zerstreuter, wie das Weltkino selbst. Der Zugriff, die Herkünfte sind globaler. Aber das Band dieser neuen Gemeinschaft zu den herkömmlichen nationalen Diskussionskulturen (in Deutschland: Feuilleton) und damit aber auch zu einem nicht-spezialistischen Publikum droht zu reißen.

    Mit nicht genau absehbaren Folgen für die Spezialisten, die "verallgemeinerte" Kultur und die Feuilletons, die hier natürlich vermitteln könnten, aber dies vielfach nicht mehr leisten. Und zwar teils nicht leisten wollen, teils aber auch vor dem Problem stehen, dass das Schreiben über Sachen, die in Deutschland nie den Mainstream der Wahrnehmung erreichen (vulgo: Kinoeinsatz), schon in den Redaktionen kaum vermittelbar sind.

  • Akos Gerstner, 11.10.2009 14:50

    Festivallismus & Mitte: Vielleicht auch liegt es an einer neuen Generation von Filmautoren, deren Filmverständis in ihrer Gesamtheit ein anderes ist, ein Paradigmenwechsel also. Anfang der Neunziger hat Roger Ebert mit Scorsese ein Gespräch geführt, bei dem Scorsese die Position vertreten hat, dass junge Filmemacher nicht mehr in derselben Weise die klassischen filmischen Formen verstehen und beherrschen würden, wie noch ehedem. Man kann von Äußerungen der Art (also das “früher war alles besser”) halten was man will, aber auf jeden Fall ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Wandel in der Filmkultur und ihrer ästhetischen Ausformungen eine neue Autorengeneration nachhaltig geprägt hat und die Zäsur der Siebziger Jahre war in dieser Hinsicht für das U.S. System von grundsätzlicher Natur. J.J. Abrams etwa behauptet, seine Generation sei zutiefst von Star Wars beeinflusst worden. Jemand wie Lucas oder Spielberg oder Ron Howard wiederum würde an dieser Stelle noch, in einem solchen, zugegeben kanonisierenden Diskurs, Titel nennen wie “The Searchers” oder die Warner Brothers Krimis der 40er Jahre. John Ford und Raoul Walsh aber trennen natürlich Welten von Star Wars. Und diese Distanz äußert sich heute in der Art der Filme jener Nachkommen, die inzwischen das Geschäft bestimmen. (Dass Spielberg und Co. zu den Totengräbern der eigenen stilistischen Vorbilder wurden, ist dabei der passende Gemeinplatz.)
    Die Autoren des schrumpfenden mittleren Segments wiederum verkörpern (hier) europäische Spielformen dieses Übergangs und auch Gegenströmungen dazu, einige von ihnen sind jedoch mittlerweile in die Jahre gekommen, während das kontinentale Publikum den inneramerikanischen Wandel mit großem Enthusiasmus nachgeholt hat (die Frage bleibt natürlich warum in dieser Deutlichkeit). Eine neue, populäre, genuin europäische filmische Form als Antwort darauf, ist indessen nicht entstanden (hier sollte man auch in der Produktion heute ansetzen und nicht einfach das Publikum schelten), bis auf jenes Kunstkino, dessen Kraft und Mut wir einerseits propagieren, dessen Isoliertheit aber zugleich bedauern.
    Das Ergebnis war ein Verlust der alten Mitte von Filmen, die auf ihre Weise ein großes bürgerliches Publikum für sich gewinnen konnten und einen Konsens darstellten. Das alles hat sich verändert und Denis und Rivette zum Beispiel sind schlichtweg alte Schule, was ein Sehvermögen und eine Geduld voraussetzt, die heute die allerwenigsten noch besitzen. (Dahingehend würde ich Bong Joon-Ho, von dem ich allerdings nur den letzten Monsterfilm gesehen habe, und Rivette/Denis nicht in einem Atemzug nennen.) -- Es haben sich in letzter Konsequenz zwei Antipoden gebildet, hier der drehbuchorientierte Unterhaltungsfilm, dort an den Rändern das ästhetisch-kontemplative Kino, die nun getrennt verhandeln, was dereinst vereinbar gewesen ist, darin liegt wohl die große Tragik des zeitgenössischen Kinos. Das sogenannte “Arthaus-Kino” der Neunziger, war der Anfang vom Ende dieser alten Sinnlichkeit, da das alte Kino anscheinend unter mangelnder Selbstverständlichkeit in der öffentlichen Wahrnehmung gelitten hat (sei dies eine Illusion oder Realität – ich habe es seinerzeit noch nicht so bewußt mitbekommen), und es in den Augen des Filmvertriebs einer Neuordnung bedurfte. Wenn aber das Selbstverständliche hervorgehoben werden muß, als Marke etabliert, ist es in der Regel verloren. (ich erinnere mich an einen Streit an der HFF München vor zehn Jahren, als dort noch gestritten wurde, über die Rechtmäßigkeit und den Nutzen des Begriffs “Arthaus-Kino”.)

    Dasselbe lässt sich, denke ich, auch speziell für die Disziplin des Drehbuchschreibens feststellen, das die Erkenntisse des post-New Hollywood für alle Filmemacher objektivierbar und anwendbar gemacht, also zu einem Tool umgeformt hat, das allmählich in die Filmkultur eingesickert ist. (Seitdem sind Filmemacher Autoren, nicht mehr Regisseure. Interessanterweise bedauert ausgerechnet jemand wie Keith Cunninham, der heute sein Geld mit Drehbuchseminaren zur “Reise des Helden” verdient”, diese Zeitenwende vor 30 Jahren zutiefst und hat konkret jemanden wie Oliver Stone als einen ihrer Urheber ausgemacht, mit dem die Hysterie in die Filmnarration Einzug gehalten haben soll, eben jene Hysterie, die ein Hauptmerkmal der neuen Zeit darstellt.)

    Weil Festivals bis auf manche Ausnahmen nicht beeinflussen können welche Filme hergestellt werden, kann man ihnen wohl auch keinen Vorwurf machen. Ein gutes Festival repräsentiert ja eine dezidierte Sicht der Dinge, keine Enzyklopädie. Dieses Wissen sich anzueignen obliegt dann dem wandernden Besucher. (Fraglich ist andererseits der Inzest im Stile der Cinefondation oder von Sundance, die Filme fördern, die vor allem das Profil ihrer Förderer reproduzieren und sich unter Umständen dem Vorwurf blinder Cinephilie aussetzen.)

  • Thorsten, 11.10.2009 17:10

    Zum Thema "Früher war alles besser":

    "the [New York Film] festival really got amazingly hostile press throughout the ‘60s and into the ‘70s. And a lot of those things the festival now gets credit for—that are held up as great things that the fest did—Godard, Fassbinder, Rivette, they were panned at the time. The Godard films were incredibly panned. Fassbinder’s “The Bitter Tears of Petra von Kant” was like a revolving door. One of the things that came up is that this festival is elitist. I dont know what that means. The idea is to be out in front of popular taste. Otherwise, what’s the point?"

    (J. Hoberman über den Vorwurf, das Festival sei elitär)
    http://www.indiewire.com/article/10_questions...