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Aktuelle Ausgabe: CARGO Film/Medien/Kultur 06 vom 10. Juni 2010

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Keine vergangene Woche

Stand der Dinge, resp. Zukünftiges.

07.11.2009, Ekkehard Knörer in: Aktueller Film, Hintergründe, Hollywood

Da ich in Tübingen war und damit etwas aus der Welt - und der Online-Welt schon gar mit einer so lahmarschigen wie wackligen Internet-Verbindung im Hotel -, nur ganz kurz zwei Hinweise auf interessante Sachen der vergangenen Woche.

Zum einen berichtet die Los Angeles Times über eine Aktion des Super-Agenten Ari Emanuel (s. Starsystem in CARGO #1), der für Panik in Hollywood eher keinen Anlass sieht, weil er im Jahr 1970 eine Präzedenz erkennt - es folgt ein spannender Artikel über den Moment, auf den der Durchbruch der neuen New-Hollywood-Talente folgte:

But guess what? This ain't the first time that Hollywood has tried to get tough and dump all that expensive talent baggage. That's the message that WME boss Ari Emanuel delivered to his troops recently, sending out to all his agents a copy of a 1970 Life magazine that detailed Paramount Pictures' efforts to revamp its business by jettisoning most of its costly star talent... What finally got the studios back in business, as the '60s ended and the '70s began, was something in short supply today -- a willingness to take risks on new filmmakers and adventuresome material.

Derzeit geht die Entwicklung, wenn man dem Wall Street Journal glauben darf, allerdings in eine etwas andere Richtung:

Toys now are receiving the same A-list treatment that any bankable movie star here has come to expect. That includes top billing and contracts with special perks. They even have their own talent agents.

Und ganz etwas anderes, oder jedenfalls fast: Christoph Hochhäusler träumt in seinem Blog davon, wie das Filmemachen aussehen könnte, gäbe es nicht die Zwänge zum Beispiel der Produktion. Eigentlich geht es ihm aber um eine grundsätzliche Befreiung der Kino-Ästhetik:

Wonach ich mich aber sehne, durchaus im Sinne von Coppolas Idee, technisch weniger hochgezüchtet vielleicht, wäre ein sukzessives Arbeiten an einem Film. Ich würde gerne Prototypen von Szenen bauen, sie überprüfen, verbessern, verwerfen (mit verschiedenen Schauspielern zum Beispiel, verschiedenen Kameraleuten etc), also so vorgehen, wie in jedem anderen Designprozess auch. Ich hätte gerne die Möglichkeit, an dem einen Problem geduldig und in kleinen Schritten zu arbeiten, das andere aber spontan und roh zu bearbeiten.

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