Container vom 15. Mai 2009 von
The Happening
Für interessant befunden.

Ich habe lange darauf warten müssen, dass jemand auftaucht, der M. Night Shyamalans Film The Happening auf interessante Weise interessant findet. Selten ist etwas in den letzten Jahren, für meinen Eindruck jedenfalls, so einmütig verrissen worden. Sogar die Cahiers, die ungefähr letzte Bastion von Shyamalan-Fans, waren diesmal weggeknickt. Ich persönlich habe mit Shyamalan noch nie sehr viel anfangen können, aber das tut wenig zur Sache. Wichtiger sind immer kluge Verteidigungen von Dingen, zu denen mir der Bezug fehlt. Jetzt also ist es so weit. Einer der tollsten Autoren, die ich in jüngerer Zeit im Internet entdeckt habe (was heißt entdeckt: da sind halt Texte von ihm, wie dieser über Hiroshi Shimizu - ja, kann auch nichts dafür - und ich habe sie gelesen und fand sie alle sehr gut) - also: Ignatiy Vishnevetsky schreibt über The Happening und mag ihn und schreibt auch so darüber, dass ich jetzt große Lust habe, ihn zu sehen. Der Text ist in der Tisch Film Review, hier ein kurzer Auszug:
As in the films of Joseph H. Lewis, every image is not merely forceful, but seems to have been made forcefully. When the camera is stationary, it isn’t resting, it’s bolted down. When it moves, it’s a shove, not a glide. M. Night Shyamalan strips away all pretensions of verisimilitude: The Happening is a film without details. Every face is gigantic, even on the small screen, the features somehow distorted. Every line of dialogue is like a thudding footstep–a conscious progression.



2 Kommentare. Kommentar hinzufügen
thomas, 16.05.2009 00:48
viel könnte ich über "the happening" jetzt nicht ohne weiteres schreiben, nur dass er mir sehr, sehr gut gefallen hat, weiß ich sicher (andererseits mochte ich shyamalans filme bislang alle sehr - und wie sehr wird mir von film zu film mehr bewusst, wenn man mehr und mehr das gefühlt bekommt, in rechtfertigungsdruck zu geraten: der verriss-konsens bei "happening" war ja wirklich nur die konsequente spitze einer sich seit einigen filmen abzeichnenden entwicklung). vielleicht auch deshalb, weil das der schönste 70er jahre horrorfilm seit den 70ern gewesen ist. und ich mag die art, wie shyamaln filmt einfach sehr (was vishnevetsky da schreibt, kann ich jedenfalls sehr gut nachvollziehen: kaum ein regisseur im gegenwärtigen genrekino hat die kamera so eigenartig im griff wie shyamalan.)
bekay, 05.01.2010 02:43
Es gibt nur eine wahre Bastion der Shyamalan-Verteidiger und das sind die Filmforen...
http://www.filmforen.de/index.php/topic/13286...
;)