Container vom 27. März 2009 von
Deutschland 09 im Spiegel der Welt
In der Welt äußert sich nun endlich auch Ulf Poschardt zu Deutschland 09. Interessanter als seine Einschätzung des Films und die etwas hilflosen Versuche, daraus Lagerwahlkampfstoff für seinen Auftraggeber abzuleiten («Das politische Scheitern der Linken findet in dem Film sein kulturelles Denkmal») und auch interessanter als rare Zitatfunde zum politischen Film («Godard machte keine politischen Filme, sondern Filme politisch.»), sind die Kommentare der Welt-Online-Leser. Kostprobe gefällig? «Deutschland ist eine Industrienation und kann alles sehr, sehr gut, was damit zusammen hängt. Aber Kino und Musik sind eine sehr große Schwachstelle, um nicht zu sagen katastrophal.» («Anna»); «Ha ha, endlich mal 'ne geile Kritik. Einige der Regisseure, allen voran Fatih Akin, halte ich sowieso für total überschätzt. Als ich gehört hatte, dass er auch noch einen Film über den hauptberuflichen Jammerlappen Murat Kurmaz drehen wollte, hat sich mir bereits der Magen umgedreht.» («KBDM») und «Wenigstens verliert sich Ulf Poschardt nicht in diesem stereotypisch verheulsusten und von penaelerromantischen Pathos triefendem Deutschlandbild: Paezise und schonungslos deckt er die Wirklichkeit auf. Danke!» («Svenster») usf. Dank gebührt ihm natürlich vor allem dafür, die eigene Leserschaft derart repräsentativ zur Meinungsäußerung motiviert zu haben.



1 Kommentare. Kommentar hinzufügen
Alex, 27.03.2009 14:35
Naja, immerhin kann man den Kommentatoren nicht vorwerfen, sie böten keine Auswege aus der Krise an:
"[...] Wollte nur sagen- so ein neuer Hitchcock oder Wilder wär nich' übel" (etta)