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Aktuelle Print-Ausgabe:
CARGO Film/Medien/Kultur 13
vom 15. März 2012

CARGO 13 Cover, CARGO 12 Cover,

Container vom 29. Juni 2009 von Ekkehard Knörer

Aufhörenkönnen
Mit der SZ.

In der Süddeutschen zeitung von heute findet sich eine kleine Glosse von Tobias Kniebe zur Krise der Filmkritik. Die ja in erster Linie eine Krise der Zeitungen ist, die nun die KritikerInnen entlassen. Um diesen unerfreulichen Sachverhalt geht es Kniebe aber gar nicht so sehr. Er staunt vielmehr darüber, dass entlassene Kritiker - und sogar nicht entlassene wie Roger Ebert - Blogs betreiben, für die sie nicht mal bezahlt werden. Als irgendwie fast positiv klingendes Gegenbeispiel nennt er den frühpensionierten NZZ-Filmredakteur Christoph Egger, dem er aufgrund seines Abschiedsartikels das endgültige Verstummen zutraut. (Wir hatten berichtet, allerdings möchte ich, anders als Kniebe, der nur uns hier zitiert - und, ja, danke, als "smart" bezeichnet -, noch einmal auf Michael Sennhausers Blog verweisen.)

Das alles - auch Kniebes Frage: "Kann man, wen man einmal Filmkritiker war, je wieder damit aufhören?" - finde ich, ehrlich gesagt, doch ziemlich seltsam. Eine Kritikerin oder einen Kritiker, die auf diese Frage etwas anderes als "natürlich nicht" antworteten, war, würde ich meinen, von vorneherein nicht sonderlich interessant. Aber vielleicht ist das einfach eine deformation non-professionelle meinerseits.


1 Kommentare. Kommentar hinzufügen

  • Michael Sennhauser, 29.06.2009 10:18

    Ja, da war bei Kniebe wohl auch der Wunsch (nach einer hübschen These) der Vater des Gedankens. Auch Christoph Egger hört nicht einfach auf bei der NZZ. Er wird zwar frühpensioniert und damit ist die Filmredaktion effektiv abgeschafft, aber er wird weiterhin Kritiken schreiben als freier Mitarbeiter, wie er mir gegenüber auch noch einmal betont hat. Dass che. allerdings auf einen Blog ausweichen würde, kann ich mir nun doch nicht so recht vorstellen