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Neue Print-Ausgabe:
CARGO Film/Medien/Kultur 40
vom 14. Dezember 2018

CARGO 40 Cover, CARGO 39 Cover,

Film
Container vom 22. Juni 2009 von Ekkehard Knörer

Volker Koepp: 65
Alles Gute.

Die Filme von Volker Koepp geben der Wirklichkeit da noch, wo sie wenig Hoffnung zu bieten hat, ein menschliches Antlitz. Es liegt das am eigenen Zeitmaß seiner Einstellungen, an den wunderbaren Schwenks und Bildern seines Kameramanns Thomas Plenert, es liegt das an der Offenheit des Ohrs seiner Filme für die Stimme von Mensch  und Natur. An seiner ganz unaufdringlichen Lust, sich einzulassen, an seiner Weigerung, die Menschen und Landschaften und die Wirklichkeit zuzuquatschen - wie die Junges in ihrem Golzow-Projekt das so gern tun. Aber auch daran, dass er sehr wohl insistieren kann, dass er sich den Blick nicht vernebeln lässt, dass er vor der Schönheit nicht zurückschreckt und immer solidarisch bleibt mit den Schwachen. Es ist alles in allem ein kleines Wunder, dass es einen wie Volker Koepp gab, zu Zeiten der DEFA, schließlich entsprach nichts an seinen Filmen je offiziellem Kulturprogramm. Und es ist ein beinahe noch größeres Wunder, dass er nach der Wende, anders als viele andere, weiter seine Filme drehen konnte, die aus der Weigerung, sich verrückt machen zu lassen, noch lange keinen bequemen Quietismus zu destillieren versuchen.

Heute feiert Volker Koepp seinen 65. Geburtstag und wir feiern im Geiste mit und wünschen ihm (und uns) noch viele Filme, in denen der Mensch auf so richtige Weise in der Geschichte und in der Landschaft und in der Gesellschaft zu sehen ist, wie stets noch bei Koepp. Hier ist der Trailer zu seinem herausragenden Film Holunderblüte von vor zwei Jahren:


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