Container vom 17. Juni 2009 von
Jürgen Gosch: Das Experiment
Zeughaus.
Hinweis für Berlin-Bewohner: Heute Abend im Zeughaus-Kino gibt es die Premiere von Thomas Knaufs Dokumentation Wir waren so frei. Im Freitag schreibt der Filmemacher über seine Begegnung mit dem todkranken Jürgen Gosch. Alles weitere von der Website:
Wir waren so frei
D 2009, R/B/P: Thomas Knauf, 80 DigiBeta
Wir waren so frei erzählt die Geschichte von Eigensinn und Courage einiger DDR-Filmschaffender, die es 1981 wagten, einen Spielfilm ohne die üblichen staatlichen Genehmigungsverfahren als Meisterschülerarbeit des Kamerastudenten Lars Barthel an der HFF Babelsberg zu realisieren. Sie nahmen persönliche Folgen für ihre Karrieren in Kauf und drehten nach eigenen formalen Ansprüchen einen Film mit der Freiheit eines John Cassavetes, d.h. unter Freunden, ohne fertiges Drehbuch, ausreichende Produktionsmittel, Dreherlaubnis, an realen Orten. Bis zum Rohschnitt schafften sie es und verloren den Film dann an die Zensur, die das Negativ vernichtete und alle Spuren der Arbeit verwischte. Nach dem Ende der DDR fand Barthel das Rohschnitt-Positiv im Archiv der HFF. Wie durch ein Wunder hatte wenigstens ein Teil des Films Das Experiment die Zeit überdauert. In der Dokumentation Wir waren so frei erinnern sich Beteiligte wie der Regisseur Jürgen Gosch, die Schauspieler Heidemarie Schneider, Jürgen Holtz, Hermann Beyer und Michael Gwisdek und der Kameramann Lars Barthel an den wichtigsten Film ihrer Karriere. Sie erzählen auf heitere, spannende Weise ein unbekanntes Kapitel DDR-Kulturgeschichte.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der DEFA-Stiftung
Im Anschluss Publikumsgespräch mit Thomas Knauf
am 17.6. um 20.00 Uhr



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