Container vom 26. Januar 2009 von
Filmkrant Rotterdam
The following pages are a refuge for wayward articles that too seldom find their way to print, because they are considered too philosophical, personal, political or poetic. The only guideline we gave the authors in our little query amongst friends and comrades, was that their words had to be burning. The world had to stop turning if they would not be published right here and right now. They had to be dragged from the gates of hell (and heaven alike). And they should revise our filmic eyes all over again.
Mit diesen Worten leitet Dana Linssen die zum Festival in Rotterdam erscheinende, mit der programmatischen Überschrift "Slow Criticism" betitelte englische Sonderausgabe der besten - oder, um ehrlich zu sein, der einzigen mir bekannten - niederländischen Filmzeitschrift De Filmkrant ein. Kleine Auswahl interessanter Artikel:
- Maya McKechneay über Haunted-House-Filme. Das spannendste daran ist, was zwar der Anlass zum Text ist, aber nur am Rande erwähnt wird: Fünf der interessantesten asiatischen Filmemacher richten ein Geisterhaus in Rotterdam, darunter Wisit Sasanatieng, Lav Diaz und Amir Muhammad.
- Olaf Möller schreibt, wie schon im Aktuellen Film Comment, über den italienischen Regisseur Paolo Benvenuti - bzw. über dessen jüngsten Film Puccini and the Girl.
- Adrian Martin entdeckt den Fotografen William Klein als Regisseur.
- Jonathan Rosenbaum schlägt eine Schlacht von gestern und attackiert, nicht zuletzt ihres politischen Defätismus' wegen, Francis Ford Coppolas Der Pate I und II, und dabei auch gleich noch die aus mir nicht ganz verständlichen Gründen untoteste aller US-Kritikerinnen Pauline Kael.
- Martijn Mejer über den Handy-Film SMS Sugar Man des südafrikanisch-niederländischen Regisseurs Aryan Kaganof, der früher Ian Kerkhof hieß und auch damals schon keinen Skandal ausließ (sein Blog, ein Artikel aus Bright Lights Film).
- Kent Jones plädiert in einem vielleicht doch etwas uninspirierten Text für eine pragmatische Moralphilosophie des Kinos.



1 Kommentare. Kommentar hinzufügen
Maya McKechneay, 15.02.2009 00:30
Wobei im Geisterhaus wiederum auch nur zwei von sechs Räumen interessant waren ... und der betörende Duft von Weihrauch.