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CARGO Film/Medien/Kultur 13
vom 15. März 2012

CARGO 13 Cover, CARGO 12 Cover,

Container vom 11. Januar 2009 von Ekkehard Knörer

Albert RWF Serra

Der katalanische Regisseur Albert Serra, der zuletzt Don Quijote aufs Wesentliche reduzierte (Honor de Cavalleria) und mit den Heiligen Drei Königen in Island herumsaß und dabei dem Gesang der Vögel lauschte (El Cant del Ocells, ein Meisterwerk, findet der stets bescheidene und sympathische Serra), will jetzt ein Fassbinder-Biopic drehen. Oder so. Der da neben ihm steht, im Video, ist Mark Peranson, der im Vögel-Film mitspielte und Hebräisch sprach und einen Film über den Vögel-Film gemacht hat und außerdem der höchst umtriebige Herausgeber der exzellenten englischsprachigen Filmzeitschrift Cinema Scope ist.


3 Kommentare. Kommentar hinzufügen

  • Simon Rothöhler, 11.01.2009 09:20

    "El Cant del Ocells" habe ich letztes Jahr auf der Viennale über mich ergehen lassen (inklusive eines etwas selbstgefälligen Auftritts der beiden Herren, die oben vor den Audi-Logos abhängen). Ich würde wirklich gerne mal erklärt bekommen, weshalb das ein interessanter Filmemacher sein soll (über den Vorgänger "Honor de Cavalleria" würde ich noch mit mir reden lassen, aber bitte nicht zu lang). Sah für mich aus wie ein affektierter Studentenfilm im Grundstudium. Aufgabe: parodieren sie Straub/Huillet und zeigen sie sich von ihrer bräsigsten Seite.

  • Michael Baute, 11.01.2009 09:53

    Peranson wird auch überschätzt.

  • Volker Pantenburg, 11.01.2009 14:06

    Ah, schade. Ich hatte ihn in Wien so verstanden, dass er die ersten fünf Bücher des alten Testaments verfilmen wolle, aber so, dass es ZUGLEICH ein Fassbinder Biopic sei.

    Die Tatsache, dass jemand ein Scharlatan ist, muss nicht ausschließen, dass er – vielleicht aus einem grotesken Missverständnis heraus - einen guten Film machen kann. Soviel zu HONOR DE CAVALLERIA. Man müsste vielleicht mal den ersten Film von ihm sehen, bei IMDB als "musical" und "comedy" einsortiert.