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CARGO Film/Medien/Kultur 12
vom 15. Dezember 2011

CARGO 12 Cover, CARGO 11 Cover,

Container vom 29. Dezember 2009 von Simon Rothöhler

Would you care?
US-Indies in Ost-Berlin.

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«Unknown Pleasures» heißt eine hiermit empfohlene Reihe des Babylon Kinos, die kommenden Freitag mit dem großartigen Two Lovers von James Gray (siehe Text von Ryland Walker Knight in CARGO #2; dort unerwähnt: die toll komponierte Club-Szene) startet und dann einiges abarbeitet, was in den regulären Kinoverleih gehört, dort aber bekanntlich immer weniger ankommt. Neben dem hier schon gepriesenen Adventureland von Greg Mottola, sind auch zwei Filme von Azazel Jacobs, Vintage Mumblecore (2x Justin Rice) und der von Jonathan Lethem im Film Comment vermutlich dann doch über Gebühr gewürdigte Paradise von Michael Almeyreyda zu sehen (hier ein kurzes Interview mit dem Regisseur: Would you care to shed a little light on the film's four movements?).


1 Kommentare. Kommentar hinzufügen

  • Volker Pantenburg, 29.12.2009 12:48

    THE ANCHORAGE (USA/S 2009; R: C.W. Winter, Anders Edström; mit Ulla Edström, Marcus Harrling; 35mm, 87 min, OV) ist ein Film, bei dem man nicht weiß, ob man ihn empfehlen oder von ihm abraten soll, was ja im Zweifels-, also genau diesem Fall, dann gleich wieder zu einer Art second order Empfehlung avanciert.

    Es passiert fast nichts, stimmt. Es ist ein bisschen langweilig und fad, stimmt. Allerdings geschieht auf dieser Insel, auf der nichts vor sich geht (außer dem Wind und dem Regen, den morgendlichen Gängen durch den beinahe noch dunklen Wald runter zum Meer, dem wenigen Sprechen mit den erwachsenen Kindern) dann allerdings am Ende eben doch was, eine Kleinig- oder Winzigkeit, ein Klitzebisschen, aber der Wahrnehmungsapparat ist schon so runtergefahren, dass dieses bisschen wie ein Erdbeben ist (oder sein kann).

    Jemand, der dem Film nicht besonders gewogen war, sprach despektierlich vom CalArts-Essentialismus, der ihm inzwischen ein bisschen auf die Nerven gehe. Derselbe Jemand schimpfte allerdings auch boes über Kelly Reichardt, vor der er schon damals, 1994, nach RIVER OF GRASS nachdruecklich gewarnt habe, aber auf ihn hoert ja niemand.