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CARGO Film/Medien/Kultur 13
vom 15. März 2012

CARGO 13 Cover, CARGO 12 Cover,

Container vom 18. August 2009 von Ekkehard Knörer

Thome hier, Thome da
Thome überall.

Thome: PinkIch habe ja mit meiner Wertschätzung für Rudolf Thomes Pink bisher nicht hinterm Berg gehalten und schreibe gerne ausdrücklich noch mal, dass das mit ziemlicher Sicherheit der beste deutsche Film dieses Jahres nicht nur ist, sondern auch bleibt. Ab Donnerstag ist das hinreißende kleine Meisterwerk in deutschen Kinos zu sehen, in ein paar davon jedenfalls. Ich zitiere kurz noch aus Lukas Foersters neuer Kritik zum Film bei Critic.de:

Rudolf Thome dreht solche Filme seit gut vier Jahrzehnten: Kleine Fabulierstücke voller erzählerischer Leichtigkeit und freischwebender, in nichts weiter als der menschlichen Natur geerdeter Fantasie, echtes Kino in Äquidistanz zu prätentiösem Kunstwillen und den Mechanismen des kommerziellen Filmschaffens.

Und aus Peter Körtes Kritik in der Sonntags-FAZ:

Und nach all den Thomefilmen, die immer einfach, klar und einleuchtend fotografiert waren, die nie malerisch sein wollten und auch nicht dokumentarisch, ist „Pink“ der Film, dessen Farben intensiver leuchten, dessen Lichtsetzung schöner ist als sonst, weil die Bilder „durchkomponierter“ wirken, ohne mit dieser geleckten Hochglanzoptik zu prahlen. Natürlich muss man sie mögen, diese scheinbare Naivität, diesen unbekümmerten Alltagsmärchenton von Thome. Es sieht so simpel aus, so anstrengungslos, es ist auf eine so diskrete wie charmante Weise ein wenig durchgedreht, wie das nur Thome kann.

Allen in Berlin Lebenden, die die Wieder- oder Erstbegegnung mit den Filmen des Regisseurs suchen, sei die Thome-Reihe im Lichtblick-Kino (pdf) ans Herz gelegt. Dort werden, beginnend am Samstag um 22.45 mit Pink in Anwesenheit von Hannah Herzsprung und Rudolf Thome, frühe Klassiker wie Rote Sonne und Berlin Chamissoplatz ebenso gezeigt wie der aufs Angenehmste relaxte Paradiso, sieben Tage mit sieben Frauen mit Hanns Zischler sowie Rauchzeichen aus der Hannelore-Elsner-Phase. (Die Sonnengöttin, die auch zu sehen ist, gehört mit ihrem arg esoterischen Einschlag, vorsichtig gesagt, nicht zu meinen Lieblings-Thomes.)

Auch noch einmal hingewiesen sei bei der Gelegenheit auf den von Ulrich Kriest herausgegebenen Thome-Band "Formen der Liebe", der zum 70. Geburtstag des Regisseurs im November bei Schüren erscheinen wird. (Darin, full disclosure, ein Text von mir zu Pink.)


1 Kommentare. Kommentar hinzufügen

  • bakelit, 19.08.2009 13:17

    mit supergirl gings schon bergab