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Aktuelle Print-Ausgabe:
CARGO Film/Medien/Kultur 41
vom 22. März 2019

CARGO 41 Cover, CARGO 40 Cover,

Container vom 17. April 2009 von Ekkehard Knörer

Schöne Hirnwichse
Popdiskurs.

In der aktuellen De:Bug ist ein Roundtable zum Popdiskurs abgedruckt. Rainald Goetz (Klage), René Walter (Nerdcore), Christoph Gurk (Leipzig), Tanith (Techno-Universum) im Gespräch. Hier ein paar Fetzen, total aus dem Zusammenhang gerissen. Kauf des Hefts lohnt schon für das Gespräch.

Tanith: Ich bin froh, dass der Popdiskurs vorbei ist.
Rainald Goetz: Ja, ich und die Garderobe... Letztlich kann man auch exzessiv tanzend, hoch spekulativ geistig unterwegs sein.
Tanith: ... da kam immer die Laberfraktion an, mit Deleuze, Guattari und wie die heißen... Beispielsweise in Musikkritiken von Diedrich Diederichsen, das ist schöne Hirnwichse, hat aber doch mit Musik nichts zu tun.
RG: Diedrich-hafte Großansagen
Gurk: Ich halte es für ein Verdienst, wenn Tobias Rapp in der 'taz' durchsetzt, dass ein Abend im Berghain genauso ernst genommen wird wie eine Opernaufführung.
Tanith: Hach, Kultur!
Gurk: Obama
RG: Für mich ist Diedrich aber der Einzige, der nach wie vor an einzelnen Gegenständen maximal avanciert seine eigene und auch die allgemein vorliegende Theorie weitertreibt und auf den Punkt bringt. [...] Sein letztes Buch, Eigenblutdoping, ist der Hammer, das ist die negative Dialektik der Popkultur. Das ist alles, was man heute zu diesen Fragen aufwerfen kann, drin. Zugleich hochpersönlich, gleichzeitig total allgemein. Total zugänglich, verständlich und hochtheoretisch. Das ist doch der Inbegriff von Popdiskurs. [...] Und wenn Diedrich ein Blog schreiben würde, fände ich das auch riesig.
Tanith: Genau.
RG: Es wäre großartig, wenn Popdiskurs auf dem intellektuellen Niveau von Diedrich an die so genannten "Front" im Netz gehen würde. Dass so was funktioniert, beweist ja ausgerechnet die fucking FAZ mit dem grandiosen Don Alphonso.
Tanith: Da fehlen auch einfach die Tools.
RG: Fuck Autoritäten!
Debug: Abschließend ...?
RG: Gute Texte! Im Netz und in Magazinen. Und gute Partys, auf denen nicht geredet wird.
Gurk: ... für mich immer noch das Theater ein relevantes Modell.

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